Warenkorb
 

David und Goliath

Die Kunst, Übermächtige zu bezwingen

»David und Goliath« erzählt von gewöhnlichen Menschen, die sich Riesen entgegenstellen. Gegen erdrückende Mächte können auch scheinbar unterlegene Gegner siegen. Ob listige Krieger, geschickte Sportler oder geniale Softwareingenieure: Gladwell zeigt mit einer Fülle von Beispielen und in dem von ihm gewohnten originell-argumentierenden wie sorgfältig begründeten Stil, dass Triumph keine Frage der Größe, sondern der inneren Haltung ist. Lehrreich und spannend!
Portrait
Gladwell, Malcolm
Malcolm Gladwell, geboren 1963 in England, wuchs in Kanada auf. Er war lange Zeit bei der Washington Post, zunächst als Redakteur für Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin, später als Bürochef in New York. Seit 1996 arbeitet er für den New Yorker. Er veröffentlichte die Bestseller »Tipping Point« und »Blink! Die Macht des Moments«. Malcolm Gladwell lebt und arbeitet in New York.
… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 11.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30571-6
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,7/12,1/2,5 cm
Gewicht 245 g
Originaltitel David and Goliath: Underdogs, Misfits and the Art of Battling Giants
Übersetzer Jürgen Neubauer
Verkaufsrang 93.221
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
11,00
11,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar, Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
1
3
1
0
0

Wahrnehmungsfehler und andere Ungereimtheiten
von Dr. M. am 05.02.2019

Malcolm Gladwell gilt als brillanter Geschichtenerzähler. Auch in diesem unterhaltsamen Buch glänz er damit wieder. Geschickt überdeckt seine Erzählkunst jedoch die Tatsache, dass einige seiner Geschichten nicht wirklich bis zum Ende durchdacht sind. In diesem Buch fällt das an mehreren Stellen auf. Spätestens wenn der Leser anfängt zu stutzen... Malcolm Gladwell gilt als brillanter Geschichtenerzähler. Auch in diesem unterhaltsamen Buch glänz er damit wieder. Geschickt überdeckt seine Erzählkunst jedoch die Tatsache, dass einige seiner Geschichten nicht wirklich bis zum Ende durchdacht sind. In diesem Buch fällt das an mehreren Stellen auf. Spätestens wenn der Leser anfängt zu stutzen und sich fragt, was denn die eine oder andere Story in diesem Buch noch mit dem Titel zu tun hat, wird er sich vielleicht auch an anderen Stellen zu wundern beginnen. Eigentlich geht es in diesem Buch um falsche Wahrnehmungen, denen man aus den verschiedensten Gründen unterliegt und darum, wie daraus intellektuelle Kopfgeburten entstehen, die der Wirklichkeit nicht standhalten können, weil sie mit ihr eben nichts zu tun haben. Die Geschichte von David und Goliath wird fast immer so interpretiert, dass ein vermeintlich Schwächerer einen vermeintlich übermächtigen Gegner durch eine verblüffende Taktik schlägt. Wenn David allerdings aus der Zukunft gekommen wäre und eine moderne Schusswaffe benutzt hätte, wäre eine ganz andere Wahrnehmung entstanden und die ganze Geschichte hätte niemals ihre merkwürdige Berühmtheit erlangt. Aber die Steinschleuder, die David benutzte, besitzt eine ähnliche Wirkung wie eine moderne Schusswaffe. Wir können uns das eben nur nicht vorstellen, weil wir diese Technik nicht kennen. Um solche falschen Wahrnehmungen geht es letztlich bei allen Geschichten in diesem Buch. Das ist die große Klammer, die alles zusammenhält. Allerdings scheint das dem Autor selbst nicht ganz klar zu sein, denn er erwähnt das nirgends deutlich. Obwohl Gladwell die Geschichte von David und Goliath eigentlich richtig erklärt, reitet er später dennoch auf der üblichen Interpretation herum. Er erzählt zum Beispiel von Menschen mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche, die gerade wegen dieser Schwierigkeit zu großen Erfolgen kamen, weil sie gezwungen waren, sich andere als normale Strategien zum Vorwärtskommen zurechtzulegen. Das sind alles schön zurechtgebogene Storys. Sie passen allerdings weder in eine der Wirklichkeit nahe kommenden Interpretation der David-und-Goliath-Geschichte, noch sind sie zwingend. Nicht alle Menschen mit dieser Schwäche haben es weit gebracht. Gladwell blendet einfach andere Vorzüge der von ihm präsentierten Erfolgsmenschen aus, weil sie nämlich die vermeintliche Logik seiner Geschichten ins Wanken bringen könnten. Menschen lieben einfache Antworten auf alle Fragen, die sie haben. Und besonders lieben sie lineare Zusammenhänge, ohne sich dessen allerdings wirklich bewusst zu sein. Gladwell demonstriert diesen Aberglauben an zwei interessanten Beispielen. Dass eine geringe Klassenstärke in Schulen für die Entwicklungen von Kindern gut wäre, ist eine gängige Annahme. Sie stimmt auch, so lange man Klassenstärken von 18-24 Schülern mit Klassenstärken von 30 bis 40 Schülern vergleicht. Fällt die Klassenstärke jedoch wesentlich unter 18, dann kippt der Zusammenhang ins Gegenteil. Gladwell erklärt das überzeugend im Text. Der lineare Zusammenhang (je weniger, desto besser) gilt eben nicht durchgängig. Noch interessanter wird es, wenn Gladwell die Frage untersucht, ob man tatsächlich immer an den vermeintlich besten Hochschulen studieren sollte. Auch hier entsteht die falsche Wahrnehmung, dass je besser die Universität ist, umso besser auch die persönlichen Erfolgsaussichten seien. Im Buch zeigt der Autor, dass diese Annahme in der Regel häufig nicht stimmt. Die Wirklichkeit ist komplexer, als dass man sie auf einfache Zusammenhänge reduzieren könnte. Gladwell kommt dann gegen Ende des Buches auf den Nordirland-Konflikt und die Kriminalitätsraten in Kalifornien zu sprechen. Was das nun noch mit David und Goliath zu tun haben soll, hat sich mir nicht erschlossen. Allerdings geht es auch hier in Wirklichkeit um falsche Wahrnehmungen, aus denen man falsche Schlüsse gezogen hat. In Kalifornien wurde unter dem Eindruck eines Gewaltverbrechens ein Gesetz erlassen, dass Wiederholungstäter immer härter bestraft. Inzwischen wurde dieses Gesetz durch einen Volksentscheid wieder zurückgenommen, denn man musste einsehen, dass härte Strafen ab einem gewissen Punkt ihre Wirkung verlieren. Gladwell spricht dabei gerne vom Gesetz der umgekehrten Parabel. Das soll bedeuten, dass ein Zusammenhang bis zu einem gewissen Punkt so besteht, wie man denkt, sich aber danach ins Gegenteil verkehrt. Wenn man das Buch unter diesem Gesichtspunkt liest, zeigt es einige spannende Beispiele, wie Menschen die komplexe Wirklichkeit für sich in angenehmer Weise interpretieren, weil sie sie nur unter bestimmten Aspekten wahrnehmen oder wahrnehmen wollen und andere Dinge einfach ausblenden. Spätestens wenn man aus der schiefen Wahrnehmung praktische Schlüsse zieht und sie umzusetzen versucht, wird man den Konflikt mit der Realität zu spüren bekommen. Gewöhnlich kommentiere ich Rechtschreibfehler oder andere Flüchtigkeiten nicht, weil sie mich nicht interessieren. Allerdings nervt mich schlechtes Deutsch. Ich kann mich zum Beispiel nicht an den schwachsinnigen Gebrauch von "die Studierenden" gewöhnen, der nur dazu da ist, sich den politisch korrekten weiblichen Plural von Studenten zu ersparen. Man merkt dem Buch leider an, dass es hastig übersetzt wurde. Um es mit Gladwell zu sagen: Ab einem gewissen Punkt bringt der Wunsch, besonders schnell zu sein, keinen positiven Effekt mehr, sondern ruiniert nur noch das Image. Das Buch erwies sich als gut geschriebene und unterhaltsame Lektüre. Besonders konsequent durchdacht erschien sie mir allerdings nicht.

Es gilt sich was zuzutrauen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2014
Bewertet: Einband: Set mit diversen Artikeln

Wenn ein David gegen einen Goliath antritt, und noch dazu gewinnen möchte, ja, dann muss er sich was einfallen lassen, und vor allem sich selber zutrauen das ungleiche Match gewinnen zu können. Auf keinen Fall jedoch gilt es nach den Regeln des Gegners zu kämpfen, denn dann ist der... Wenn ein David gegen einen Goliath antritt, und noch dazu gewinnen möchte, ja, dann muss er sich was einfallen lassen, und vor allem sich selber zutrauen das ungleiche Match gewinnen zu können. Auf keinen Fall jedoch gilt es nach den Regeln des Gegners zu kämpfen, denn dann ist der Untergang vorprogrammiert. In vielen Episoden zeigt der Autor gekonnt auf den Umstand, dass Underdogs die Gewinner sein müssen, weil sie ja ohnehin nichts zum verlieren haben. Sehr amüsant geschrieben.

interessante Kämpfe David gegen Goliath
von Lisam aus Wien am 16.12.2013
Bewertet: Einband: Set mit diversen Artikeln

Malcolm Gladwell zeigt anhand einiger Beispiele, dass Underdogs die Gewinner sind/sein können. Es stellt verschiedene Personen vor, die trotz bzw. wegen ihrer Schwächen eine erfolgreiche berufliche Laufbahn geschafft haben. Ein Anwalt, der als Legastheniker Stunden zum Lesen von ein paar Zeilen benötigen würde und deshalb einen anderen Weg... Malcolm Gladwell zeigt anhand einiger Beispiele, dass Underdogs die Gewinner sind/sein können. Es stellt verschiedene Personen vor, die trotz bzw. wegen ihrer Schwächen eine erfolgreiche berufliche Laufbahn geschafft haben. Ein Anwalt, der als Legastheniker Stunden zum Lesen von ein paar Zeilen benötigen würde und deshalb einen anderen Weg eingeschlagen hat und vor Gericht mit seinem Gedächtnis punkten kann. Und natürlich am Beginn des Buchs der Kampf David gegen Goliath. Mit dem gedruckten Buch erhält man auch das E-Book. Die Kombination von gedrucktem Buch und E-Book hat mir sehr gut gefallen, da ich unterwegs mit dem Reader weiterlesen konnte. Die Vorstellung der unterschiedlichen Personen in dem Buch war interessant. Mir persönlich haben die Einblicke in die Bombardierung Londons und die Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King und ein kleines französisches Dorf, dass im Zweiten Weltkrieg viele Juden gerettet haben, sehr gut gefallen. Malcolm Gladwell konnte schlüssig und interessant seine Beispiele erklären. Ein paar Kapitel waren langatmig, aber da mir die letzten Kapitel sehr gut gefallen haben von mir eine Leseempfehlung.