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Goldschiefer

Ein Wein-Krimi

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In der Nähe eines malerischen Weinortes am Mittelrhein wird das Skelett einer jungen Frau gefunden. Handelt es sich um die im Jahre 1984 verschwundene 19-jährige Mary Lou? Laut Polizei war sie damals von zu Hause weggelaufen. Anlass genug gab es dazu: Ihr Vater, der ihr das Leben zur Hölle machte. Oder Winzersohn Rudolf Freyung, von dem sie schwanger war und den sie unbedingt heiraten wollte.
Wird nun endlich das Rätsel um ihr Verschwinden gelöst?

Portrait
Gabriele Keiser, 1953 in Kaiserslautern geboren, Studium der Literaturwissenschaften. Die Journalistin und Autorin hat zahlreiche Kurzgeschichten und mehrere Romane veröffentlicht (u.a. zusammen mit Wolfgang Polifka unter dem Pseudonym LEA WOLF bei Heyne).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 277
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 04.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-1673-6
Reihe Kriminalromane im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner Verlag
Maße (L/B/H) 20/12,1/2,7 cm
Gewicht 297 g
Auflage 2015
Buch (Taschenbuch)
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Cold Case im Weinberg
von Fredhel am 16.05.2015

Gesine reist der Liebe wegen zu ihrem Freund Leonhard in den Winzerort Leutesdorf am Rhein. Dessen Großvater reagiert aggressiv auf ihr Erscheinen und der Vater Rudi gibt sich wortkarg. Rudis schwangere Freundin ist vor Jahrzehnten von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden, und als jetzt auf dem Friedhof... Gesine reist der Liebe wegen zu ihrem Freund Leonhard in den Winzerort Leutesdorf am Rhein. Dessen Großvater reagiert aggressiv auf ihr Erscheinen und der Vater Rudi gibt sich wortkarg. Rudis schwangere Freundin ist vor Jahrzehnten von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden, und als jetzt auf dem Friedhof per Zufall eine Tüte mit Knochen ausgegraben wird, schaltet sich die Koblenzer Polizei in Gestalt von Kommissarin Franca Mazzari und Jungkommissarin Clarissa ein und rollt den alten Fall neu auf. Bei einigen werden alte Wunden wieder aufgerissen und in dieser ungemütlichen Atmosphäre muss sich Gesine entscheiden, ob für sie als Nordlicht ein Leben als Winzerin denkbar ist. Insgesamt liest sich dieser Krimi von Gabriele Keiser gut und schnell weg. Man hat zwar schon nach wenigen Seiten so seine Vermutung, was damals geschehen sein könnte, aber so ganz sicher kann man sich dennoch nicht sein. Die Autorin liebt ihre Heimat. Das spürt man durch den ganzen Roman hindurch und so macht das Lesen Lust auf eine kleine Stippvisite an den Rhein. Manchmal jedoch kommt für meinen Geschmack etwas zuviel Sachwissen in das Geschehen, einmal was den Weinbau betrifft und zum anderen wird beim Thema Zwangsprostitution mit zu vielen Fakten aufgewartet. Dennoch ist Goldschiefer ein unterhaltsamer Krimi, dem ich gerne 4 Lesesterne verleihe.

Tod im Weinkeller
von mabuerele am 12.05.2015

„...Auf humorige Weise berichtete er davon, dass Wein schon immer als ein Getränk der Götter angesehen wurde, und dass kein anderes Getränk so oft in der Bibel erwähnt worden sei...“ Das Buch beginnt spannend im Jahre 1984. Eine junge Frau stirbt in einem Weinkeller an Gärgasen. Dann wechselt die Erzählung ins... „...Auf humorige Weise berichtete er davon, dass Wein schon immer als ein Getränk der Götter angesehen wurde, und dass kein anderes Getränk so oft in der Bibel erwähnt worden sei...“ Das Buch beginnt spannend im Jahre 1984. Eine junge Frau stirbt in einem Weinkeller an Gärgasen. Dann wechselt die Erzählung ins Jahr 2013. Helga erinnert sich an ihre Schwester Mary Lou, die im Jahre 1984 verschwunden ist. Die Akte soll demnächst geschlossen werden. Gesine hat auf der Nordseeinsel Juist den Weinbauern Leonhard bei einer Weinpräsentation kennengelernt. Obiges Zitat stammt daraus. Nun ist sie auf den Weg zu seiner Familie. In der Nähe des Friedhofs von Neuwied werden menschliche Knochen in einem Plastesack gefunden. Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Franca und Clarissa, die beiden Kommissare, haben alle Hände voll zu tun. Nicht nur der alte Fall von 1984 beschäftigt sie. Beide ergänzen sich gut. Während Franca auf ihre Erfahrungen zurückgreift, ist Clarissa auch für neue Methoden offen. Außerdem lässt sie sich nicht von finanziellen Erwägungen bremsen, wenn sie von ihrem Vorgehen überzeugt ist. Das Buch lässt sich flott lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Geschickt versteht es die Autorin, eine abwechslungsreiche Handlung mit einer Menge an Informationen zu spicken. Gesines Besuch bei Leonhard dient dazu, die vielschichtige und harte Arbeit der Weinbauern darzustellen, aber auch die Unterschiede zwischen konventionellen und biodynamischen Weinanbau herauszuarbeiten. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Autorin nicht scheut, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik im Roman unterzubringen. Neben „Geiz ist geil“ geht es insbesondere um die zunehmende Zwangsprostitution und ihre Folgen für die jungen Frauen. Natürlich lädt das Buch zum Mitdenken und Miträtseln ein. Verdächtige gibt es genug. Positiv fällt außerdem der Schreibstil des Romans auf. Gekonnte Beschreibungen von Land und Leuten mit entsprechenden Metaphern sorgen dafür, dass schnell ein Bild im Kopf entsteht. Aussagekräftige Dialoge bringen die Geschichte voran. Gerade durch solche Gespräche werden die unterschiedlichen Ansichten der beiden Kommissarinnen deutlich. Besonders köstlich fand ich das Gespräch von Franca mit dem neuen Pathologen. Mit seiner leicht arroganten Art trifft er voll Francas Nerv. Die Emotionen der Protagonisten werden nicht nur durch Worte, auch durch Taten für mich als Leser miterlebbar. Neid, Angst, Trauer, Wut sind einige davon. Das Cover mit den blick von den Weinbergen auf den Rhein wirkt beruhigend. Für einen Krimi ist es ungewöhnlich. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Kombination von Spannung und Wissensvermittlung ist perfekt gelungen.

Sehr empfehlenswerter Regionalkrimi
von PMelittaM aus Köln am 08.05.2015

Als auf einem Friedhof in einer Plastiktüte menschliche Knochen gefunden werden, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um die seit 30 Jahren vermisste Marie Louise Schönborn, Mary Lou genannt, handelt. Fast wäre die Akte vernichtet worden, doch jetzt setzt Franca Mazzari alles daran, den Fall aufzuklären. Es ist kein... Als auf einem Friedhof in einer Plastiktüte menschliche Knochen gefunden werden, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um die seit 30 Jahren vermisste Marie Louise Schönborn, Mary Lou genannt, handelt. Fast wäre die Akte vernichtet worden, doch jetzt setzt Franca Mazzari alles daran, den Fall aufzuklären. Es ist kein klassischer Kriminalroman, den man hier zu lesen bekommt, der Schwerpunkt liegt weniger auf den Ermittlungen sondern eher auf den Personen, vor allem auf den in den Vermisstenfall involvierten, was bei einem so alten Fall nicht verwunderlich ist. Gabriele Keiser gelingt es wunderbar, dem Leser Emotionen und Gedanken der Charaktere nahezubringen und diese authentisch wirken zu lassen. Nach und nach rücken andere Personen in den Fokus und der Leser dringt tief ein in ihre Gedankenwelten. Nicht nur die Charaktere, auch die schöne Gegend, in der der Roman spielt, nehmen eine große Rolle ein, die Autorin kennt die Gegend gut, das merkt man bei jeder Beschreibung. Und auch viele interessante Informationen zum Weinanbau werden geschickt in die Erzählung integriert – auch der Titel und das Cover deuten schon darauf hin, dass Wein eine Bedeutung für die Geschichte hat. Der Fall ist interessant, spannend und nicht ohne Überraschungen. Dem Leser wird viel Stoff zum Mitraten geboten und die Auflösung präsentiert sich gut hergeleitet und absolut logisch. Ein toller Regionalkrimi mit einem interessanten Fall, in dem die Charaktere und die Landschaft eine große Rolle spielen und den ich absolut empfehlen kann. Es gibt bereits mehrere Romane mit Franca Mazzari, die ich auch empfehlen kann, ich freue mich auf weitere!