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Are you finished? - No, we are from Norway

Eine Kellnerin am Rande des Wahnsinns

(3)
Wer Menschenkenntnis entwickeln will, sollte Psychologie studieren – oder in der Gastronomie arbeiten. Denn: Die wahren menschlichen Abgründe tun sich dort auf, wo der Mensch isst, trinkt und am Stammtisch sitzt. Als Sophie Seidel sich als Kellnerin etwas Geld dazuverdienen will, geben ihr die Kollegen keine zwei Wochen. Sie beißt sich durch, stemmt Bierkrüge und vollgeladene Teller und hört nachts zum Abreagieren Metallica. Doch schuld am täglichen Irrsinn sind weder die Kollegen noch der diktatorische Koch: Es sind die Gäste, die Sophie Seidel an den Rand des Wahnsinns treiben … Ein humorvoller Bericht aus dem Leben einer Kellnerin.
Rezension
"[E]in unterhaltsamer Bericht aus dem Alltag in einem typischen Innenstadtlokal."
Portrait
Sophie Seidel ist Autorin und Journalistin. Sie schreibt in verschiedenen Genres unter Pseudonym. Zusätzlich zu ihrer publizistischen Tätigkeit arbeitet sie seit Jahren als Kellnerin in der Münchner Gastronomie. „Are you finished? No we are from Norway“ ist ihr erstes Sachbuch und schildert den selbst erlebten Wahnsinn, dem eine Kellnerin täglich ausgesetzt ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 20.04.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641158668
Verlag Blanvalet
Dateigröße 967 KB
eBook
7,99
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Kundenbewertungen

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Egal ob Kellner oder Gast - dieses Buch ist ein Lacher für jeden
von Franzy aus Gießen am 03.10.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Da ich selbst auch schon in der Gastronomie gearbeitet habe und diese armen Schweine von Servierer (man kann es manchmal einfach nicht anders sagen) meine vollste Sympathie verdient haben, musste ich dieses Buch einfach lesen. Jeder, der länger als eine Woche in der Gastronomie tätig war, könnte selbst Bücher über... Da ich selbst auch schon in der Gastronomie gearbeitet habe und diese armen Schweine von Servierer (man kann es manchmal einfach nicht anders sagen) meine vollste Sympathie verdient haben, musste ich dieses Buch einfach lesen. Jeder, der länger als eine Woche in der Gastronomie tätig war, könnte selbst Bücher über dieses Thema verfassen :-D In der ein oder anderen angesprochenen Geschichte habe ich mich direkt wiedergefunden. Sophie Seidel berichtet herrlich ehrlich und erfrischend komisch aus ihrer Zeit im Bräufassl (den Namen hat sie geändert) mitten in der Münchner Innenstadt. Jedes Kapitel befasst sich mit einer anderen Kategorie, in der die Erlebnisse passend gesammelt und aufgeschrieben wurden. Über jedem Kapitel befindet sich ein kleines Zitat, ein Dialog oder ein Ereignis, über das man den Kopf schütteln oder lachen kann. So steht über dem Kapitel "Vorhang auf - Unsere tägliche Freakshow" zum Beispiel: Zwei Frauen kommen zur Tür herein. Eine der beiden fragt: "Haben Sie noch freie Plätze für zwei schöne Menschen?" Kollegin: "Freilich. Wann kommen die denn?" (Seite 30) Nach jedem Kapitel befindet sich eine Top-Five, immer passend zu dem eben Gelesenen. So findet man nach dem Kapitel "Wirt unser, der du bist in München" die Top Five der Gastronomen-Welt. Dame (Gast) regt sich künstlich über eine Lappalie auf und ruft: "Ich setze nie wieder einen Fuß in dieses Lokal!" Wirt ganz lässig: "Ehrlich? Versprechen S' mir des?" Bei so manchem Gast hofft der Wirt inständig, er würde seine Drohung wahr machen. (Seite 175) Doch die Autorin berichtet nicht nur von irrwitzigen oder lustigen Momenten, sondern auch von traurigen. Die ältere Dame, die mit einem Foto ihres verstorbenen Mannes ihre Goldhochzeit im Bräufassl verbringt, hat mich schwer schlucken lassen. Interessant sind auch die Abschnitte über die einzelnen Nationen - wer die Augen offen hält, kann die Unterschiede tatsächlich selbst erkennen, wenn er Essen geht ;-) Da wir uns mitten in Bayern befinden, kommt man um den ein oder anderen bayrischen Satz nicht rum - was das Ganze aber noch etwas sympathischer macht. Am Ende befindet sich ein Glossar, dass einige Worte erklärt. Jetzt weiß auch ich, dass mit "Schmier" die Polizei gemeint ist und ein "Stamperl" ein Schapsglas bezeichnet. So hat eben jede Region ihre eigenen Worte und Bezeichnungen. Ich bin mir nicht sicher ob Sophie Seidel weiß, was "es Gerippte" ist und ob sie den Unterschied zwischen einfachem Harzer und Handkäs' mit Musik kennt - ich weiß es ;-) Durch die nicht zu langen Kapitel und die locker-leichte Schreibweise kommt man zügig voran und das Buch liest sich wie von selbst.

Sehr kurzweilig, manschmal etwas unkonkret
von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 01.10.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mein Leseeindruck: Are You finished - No, we are from Norway" ist eine sehr kurzweilig zu lesende Sammlung von Anekdoten aus dem Leben als Kellnerin, erzählt aus der Perspektive der Kellnerin/Autorin selbst. Mensch sollte hier keine tiefgründige Literatur erwarten, dafür liest es sich sehr kurzweilig. Ich selbst habe das Buch innerhalb... Mein Leseeindruck: Are You finished - No, we are from Norway" ist eine sehr kurzweilig zu lesende Sammlung von Anekdoten aus dem Leben als Kellnerin, erzählt aus der Perspektive der Kellnerin/Autorin selbst. Mensch sollte hier keine tiefgründige Literatur erwarten, dafür liest es sich sehr kurzweilig. Ich selbst habe das Buch innerhalb von einem Tag zu ~90% durchgelesen. Den Rest habe ich mir auch nur für die Rezension aufgehoben ;) Ich habe einige Male wirklich herzhaft gelacht, allerdings habe ich mich auch oft geärgert, da die Autorin häufig für Verständnis gegenüber den Kellner_innen wirbt, aber selbst teils erschreckend wenig Sinn für die gegen-Perspektive hat. Fangen wir mit dem Titel an: Dass nicht jeder Gast (oder Kellnerin) perfekt Englisch spricht - geschenkt. Selbst wenn, hat jeder eine eigene Aussprache, dazu noch der Geräuschpegel einer lauten Bierkneipe. Da klingt "Finished" schnell mal wie "Finnish". Dann die "undankbare" Kundin, die den furchtbar teuren Ring auf dem Klo vergisst und der Finderin dafür einen Schnaps ausgeben will, was von der Kellnerin (Finderin) morgens um 11 verständlicherweise abgelehnt wird. Das Danke stattdessen reicht anscheinend nicht. Da frage ich mich, was die korrekte Reaktion gewesen wäre? Trinkgeld wollen sie dafür nämlich auch nicht. Mir ging es leider an vielen Stellen so, dass ich mir gewünscht hätte, dass sie den Kunden in der jeweiligen Situation genauso erklärt hätte, warum die Dinge sind, wie sie sind. Ist natürlich im Arbeitsalltag mitunter zeitlich nicht möglich - ich hatte jedenfalls einige Aha-Momente, weil man sich als nicht-Kellner einfach vieler Dinge nicht bewusst ist. Aber auch im Buch kam das für mich öfter nicht ganz rüber... Alles in Allem: Keine Weltliteratur, aber sehr lustig zu lesen, mit Höhen und Tiefen :)

"Are you finished? - No, we are from Norway" von Sophie Seidel
von einer Kundin/einem Kunden aus Hüttlingen am 14.09.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

MEINE MEINUNG Es gibt Jobs, in denen sieht man immer wieder Dinge, die man nicht für möglich gehalten hat. Und ein solcher Job ist unstreitig die Arbeit in der Gastronomie. Ich kann das beurteilen, denn ich mache den Wahnsinn nun schon seit einige Jahren mit. Vor Jahren reingerutscht, kommt... MEINE MEINUNG Es gibt Jobs, in denen sieht man immer wieder Dinge, die man nicht für möglich gehalten hat. Und ein solcher Job ist unstreitig die Arbeit in der Gastronomie. Ich kann das beurteilen, denn ich mache den Wahnsinn nun schon seit einige Jahren mit. Vor Jahren reingerutscht, kommt man immer wieder in die Gastro zurück. Und während Teller wegtragen und Tische wieder eindecken sich doch recht langweilig anhört, so erlebt man mit den Gästen immer wieder kleine Episoden, in denen selbst gestandenen Bedienungen die Spucke wegbleibt. Sophie Seidel erzählt genau diese Geschichte in ihrem Buch "Are you finished?" "No, we are from Norway". Die Autorin arbeitet selbst seit Jahren als Service-Kraft, im Buch schildert sie ihren Alltag im fiktiven bayerischen Gasthof "Bräufassl". Dabei geht sie vor allem mit einer gesunden Portion Humor und Sarkasmus an die Sache heran. Und wer schon irgendwann mal in diesem Bereich gearbeitet hat, der weiß: das ist auch dringend nötig. Die Kapitel sind immer unter ein ganz bestimmtes Thema gestellt, wobei dieses doch recht weit ausgelegt wird. Im Laufe des Buches findet sich eigentlich jede Art Gast mal wieder. Da ist das alte süße Ehepaar, das seit 50 Jahren verheiratet ist. Und jedes Mal wenn die Gattin zu Toilette geht, springt der Mann auf und trinkt heimlich einen Schnaps an der Bar. Und dann gibt es den arrogaten Mitt-Zwanziger, der meint, sich in der Gruppe profilieren zu müssen, indem er am Essen rummeckert, selbst bei den einfachsten Getränken Sonderwünsche hat, die Bedienung beleidigt und keinen Cent Trinkgeld zurücklässt. Aber auch japanische Touristen, Weihnachtsfeiern und Hochzeittagsessen sind auch für eine Kellnerin immer wieder was Besonderes. Sophie Seidel plaudert aus dem Nähkästchen und sie tut das mit einer wundervoll lockeren Schreibstil. Sie schreibst so, wie sie wahrscheinlich auch mündlich erzählen würde und hält dabei auch nicht hinter dem Berg, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat. Gleichgesinnte und Leidensgenossen werden sich beim Lesen eher früher als später irgendwo wieder finden und wer noch nie das Vergnügen hatte, im Gastro-Bereich zu arbeiten, auch diejenigen sollten dieses Buch unbedingt lesen. Denn vielleicht entsteht so auf witzige Art und Weise eine Art Verständnis, was jeder Bedienung nur zugute kommen kann. Ein klein wenig gestört hat mich nur, dass die Kapitelüberschriften und die darunter auftauchenden Geschichten nur bedingt im Zusammenhang zueinander gestanden haben. Auch hatte ich bei der einen oder anderen Episode den Gedanken "was will sie uns, also den Lesern, damit jetzt eigentlich sagen?". Abgesehen davon hatte ich mit diesem Buch eine wirklich unterhaltsame, witzige Lesezeit. FAZIT Sophie Seidel erzählt auf unterhaltsame, komische Art kleine Episode aus ihrem Alltag als Kellnerin. Doch obwohl das Buch als Sachbuch angepriesen wird, ist es für mich eher in der humoristischen Sparte zu verorten. Viele Geschichte, die dort erzählt werden, könnten so oder ganz ähnlich tagtäglich in deutschen Wirtshäusern geschehen. Und für den Leser, der in Sachen Gastronomie zu den Laien gehört, der mag vielleicht an der einen oder anderen Stelle denken, dass die Episoden überspitzt und übertrieben dargestellt werden. Profis in diesem Fach wissen: in Wirklichkeit ist es viel schlimmer.