Der große Gatsby

(ungekürzte Lesung)

(38)
New York 1922. Auf seinem Anwesen in Long Island gibt Jay Gatsby sagenhafte Feste. Er hofft, mit seinem neuerworbenen Reichtum, mit Swing und Champagner seine verlorene Liebe zurückzugewinnen. Zu spät merkt er, dass er sich von einer romantischen Illusion hat verführen lassen. Gatsby wurde zum Sinnbild des amerikanischen Traums und dessen Scheiterns, zum Inbegriff von Aufstieg und Fall. Seine schreibenden Zeitgenossen erkannten den Stellenwert dieses Buchs sofort. Und spätestens seit der Verfilmung mit Mia Farrow und Robert Redford (1974) gilt ›Der große Gatsby‹ als F. Scott Fitzgeralds unumstrittenes Meisterwerk.
Portrait
Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, schreibt Erzählungen, Gedichte, Romane, Theaterstücke, Hörspiele und Fernsehfilme, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, darunter den Marieluise-Fleißer-Preis. Von 1991 bis 1995 war er Präsident des P.E.N.-Clubs (West). Gert Heidenreich lebt bei München.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum 01.12.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783257691078
Verlag Diogenes Verlag
Spieldauer 361 Minuten
Format & Qualität MP3, 361 Minuten
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Ein Roman mit Drama der zu Anfang aber ziemliche Längen hat. Das Ende kommt plötzlich und unerwartet. Auf jeden Fall was zum genießen. Ein Roman mit Drama der zu Anfang aber ziemliche Längen hat. Das Ende kommt plötzlich und unerwartet. Auf jeden Fall was zum genießen.

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Mittlerweile DER amerikanische Klassiker, könnte „der große Gatsby“ nicht gegensätzlicher sein. Einerseits die exzessiven Parties voller Alkohol, Prunk und Jazz der Oberschicht in den Goldenen Zwanziger Jahren, andererseits auch die tragische Liebesgeschichte zwischen Jay Gatsby und Daisy Buchanan. Erzählt aus der Sicht von Nick Carraway, der in direkter Nachbarschaft von Gatsby wohnt, kann man sich direkt in die Geschichte einfinden und fiebert mit all den Protagonisten mit, die dieser Roman zu bieten hat. Auch vielleicht dadurch, dass Fitzgeralds Schreibstil äußerst poetisch und mystisch ist. Einfach zum Verlieben. Mittlerweile DER amerikanische Klassiker, könnte „der große Gatsby“ nicht gegensätzlicher sein. Einerseits die exzessiven Parties voller Alkohol, Prunk und Jazz der Oberschicht in den Goldenen Zwanziger Jahren, andererseits auch die tragische Liebesgeschichte zwischen Jay Gatsby und Daisy Buchanan. Erzählt aus der Sicht von Nick Carraway, der in direkter Nachbarschaft von Gatsby wohnt, kann man sich direkt in die Geschichte einfinden und fiebert mit all den Protagonisten mit, die dieser Roman zu bieten hat. Auch vielleicht dadurch, dass Fitzgeralds Schreibstil äußerst poetisch und mystisch ist. Einfach zum Verlieben.

Franziska Lehmann, Thalia-Buchhandlung Großenhain

Ein phantastisches Buch über vergebliche Liebesmühen, den schönen Schein und Amerika in den 1920ér Jahren. Besonders das Ende war sehr berührend. Ein phantastisches Buch über vergebliche Liebesmühen, den schönen Schein und Amerika in den 1920ér Jahren. Besonders das Ende war sehr berührend.

„Der tragische Junggeselle“

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Wirtschaftlicher Wohlstand, Jazz, Sinnlichkeit – die „Roaring Twenties“. In dieser Zeit spielt Fitzgeralds fiktiver Roman „The Great Gatsby“.
Alles dreht sich um die titelgebende Hauptfigur des Romans. Jay Gatsby ist der mysteriöse Junggeselle, der jedes Wochenende große Cocktailparties auf seinem Anwesen gibt, den jeder kennt, über den aber kaum jemand wirklich etwas weiß. Sein Nachbar Nick Carraway ist es, dem sich der große Gatsby anvertraut. Und Nicks Cousine Daisy ist es, die er begehrt.
Es entwickelt sich eine tragische Liebesgeschichte – ganz ohne Kitsch, dafür mit umso mehr Tiefgang.
Nicht ohne Grund ist „Der große Gatsby“ einer der größten Romane in der Geschichte der amerikanischen Literatur. Was dieses Buch an Lebensgefühl, Kummer und Ekstase hergibt ist kaum in Worte zu fassen.
Ein Roman, der mich sehr bewegt hat und den ich immer wieder gerne lesen werde.
Wirtschaftlicher Wohlstand, Jazz, Sinnlichkeit – die „Roaring Twenties“. In dieser Zeit spielt Fitzgeralds fiktiver Roman „The Great Gatsby“.
Alles dreht sich um die titelgebende Hauptfigur des Romans. Jay Gatsby ist der mysteriöse Junggeselle, der jedes Wochenende große Cocktailparties auf seinem Anwesen gibt, den jeder kennt, über den aber kaum jemand wirklich etwas weiß. Sein Nachbar Nick Carraway ist es, dem sich der große Gatsby anvertraut. Und Nicks Cousine Daisy ist es, die er begehrt.
Es entwickelt sich eine tragische Liebesgeschichte – ganz ohne Kitsch, dafür mit umso mehr Tiefgang.
Nicht ohne Grund ist „Der große Gatsby“ einer der größten Romane in der Geschichte der amerikanischen Literatur. Was dieses Buch an Lebensgefühl, Kummer und Ekstase hergibt ist kaum in Worte zu fassen.
Ein Roman, der mich sehr bewegt hat und den ich immer wieder gerne lesen werde.

„Auf der Suche nach dem grünen Licht“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Es gibt Bücher, die brauchen eine bestimmte Epoche, um zu funktionieren. Bestimmte gesellschaftliche Strömungen, Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, die der Handlung eine grundlegende Fassung geben, ohne die der Roman gar nicht erst zu seiner vollen Brillanz auflaufen kann.
Und dann gibt es Bücher, die all das nicht brauchen. Die immer funktionieren, in jedem Jahrhundert, zu jeder Epoche.
Für diese Bücher braucht es bestimmte Autoren. Autoren, die es schaffen, eine gegenwärtige Strömung einzufangen und in ihren Büchern auf ewig festzuhalten. Die es schaffen, dass diese Bücher über Jahre hinweg aktuell bleiben, Themen behandeln, die über Generationen von Bedeutung sind. Die es schaffen, dass man ihre Bücher nicht vergisst. Dass sie unendlich sind.
Es gibt wenige Autoren, die das auf so eindrucksvolle Weise bewerkstelligen wie F. Scott Fitzgerald.
Und es gibt wenige Bücher, die so gut, die so großartig sind, so sehr brillieren wie "Der große Gatsby".

Die Geschichte über Liebe, Macht, Aufstieg und Fall, in deren Zentrum der extrovertierte und gleichzeitig undurchsichtige Jay Gatsby steht, ist heute noch genauso aktuell wie zu seiner Erstveröffentlichung.
Die goldenen Zwanziger in Amerika, das Leben in der High Society, all das packt Fitzgerald in seinen großartigen Roman, der auf diese Weise zu einem herausragenden Gesellschaftsporträt der Roaring Twenties wird.
Fitzgerald's Roman strotzt nur so vor bedeutungsschwerer Symbolik, versteckten Metaphern und aussagekräftigen Formulierungen. Und doch wirkt er nicht schwer, nicht aufgesetzt, sondern kommt unglaublich leicht und unterhaltsam daher.
"Der große Gatsby" zählt zurecht zu den ganz großen Werken der Weltliteratur und ist heute so aktuelle wie nie!

"So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly into the past.”
- Es gibt nur einen F. Scott Fitzgerald -
- Es gibt nur einen großen Gatsby -
Es gibt Bücher, die brauchen eine bestimmte Epoche, um zu funktionieren. Bestimmte gesellschaftliche Strömungen, Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, die der Handlung eine grundlegende Fassung geben, ohne die der Roman gar nicht erst zu seiner vollen Brillanz auflaufen kann.
Und dann gibt es Bücher, die all das nicht brauchen. Die immer funktionieren, in jedem Jahrhundert, zu jeder Epoche.
Für diese Bücher braucht es bestimmte Autoren. Autoren, die es schaffen, eine gegenwärtige Strömung einzufangen und in ihren Büchern auf ewig festzuhalten. Die es schaffen, dass diese Bücher über Jahre hinweg aktuell bleiben, Themen behandeln, die über Generationen von Bedeutung sind. Die es schaffen, dass man ihre Bücher nicht vergisst. Dass sie unendlich sind.
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Die goldenen Zwanziger in Amerika, das Leben in der High Society, all das packt Fitzgerald in seinen großartigen Roman, der auf diese Weise zu einem herausragenden Gesellschaftsporträt der Roaring Twenties wird.
Fitzgerald's Roman strotzt nur so vor bedeutungsschwerer Symbolik, versteckten Metaphern und aussagekräftigen Formulierungen. Und doch wirkt er nicht schwer, nicht aufgesetzt, sondern kommt unglaublich leicht und unterhaltsam daher.
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„Klassiker par excellence“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

High-Society-Leben der goldenen Zwanziger mit großen Partys, teuren Autos, einem mysteriösen Nachbarn und einer großartigen Liebesgeschichte. Unglaublich gute Umsetzung der Charaktere und deren Beziehungen zueinander. High-Society-Leben der goldenen Zwanziger mit großen Partys, teuren Autos, einem mysteriösen Nachbarn und einer großartigen Liebesgeschichte. Unglaublich gute Umsetzung der Charaktere und deren Beziehungen zueinander.

Julia Symanski, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Durch die Augen des einfachen Mittelständlers Nick wird die Exotik der New Yorker High Society im 20.Jahrhundert besonders schön hervorgehoben. Deshalb Daumen hoch! Durch die Augen des einfachen Mittelständlers Nick wird die Exotik der New Yorker High Society im 20.Jahrhundert besonders schön hervorgehoben. Deshalb Daumen hoch!

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Zeitlos schön! Fitzgeralds Stil ist ein Genuss. Unbedingt die Erzählungen lesen. Zeitlos schön! Fitzgeralds Stil ist ein Genuss. Unbedingt die Erzählungen lesen.

Angelika Lanaras, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Die Geschichte hat mich wirklich überrascht. Sehr unterhaltend und weniger trocken und tiefschürfend als man erwarten würde. Die Geschichte hat mich wirklich überrascht. Sehr unterhaltend und weniger trocken und tiefschürfend als man erwarten würde.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Klassiker der Weltliteratur über die Sinn- und Zwecklosigkeit des mondänen, sorgenfreien Lebens. Und das vor dem schillernden Hintergrund der Golden Twenties. Fasziniert bis heute. Klassiker der Weltliteratur über die Sinn- und Zwecklosigkeit des mondänen, sorgenfreien Lebens. Und das vor dem schillernden Hintergrund der Golden Twenties. Fasziniert bis heute.

„Geld, Liebe und Dekadenz!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Jay Gatsby, mysteriöser Lebemann im New York der 20er, feiert rauschende Parties und bleibt dennoch recht unbeteiligt. Er scheint eine nicht versiegende Geldquelle zu besitzen. Doch nur ein Ziel treibt ihn an. Er möchte seine große Liebe, Daisy Buchanan erobern und sein Leben mit ihr verbringen. Sie scheint aber unerreichbar. Fitzgerald ist hier ein wunderbares Buch gelungen das mit seinen 90 Jahren noch immer aktuell und sogar modern anmutet durch eine zeitlose Geschichte in einer poetischen Sprache. Ein Kleinod der klassischen amerikanischen Literatur.

Jay Gatsby, mysteriöser Lebemann im New York der 20er, feiert rauschende Parties und bleibt dennoch recht unbeteiligt. Er scheint eine nicht versiegende Geldquelle zu besitzen. Doch nur ein Ziel treibt ihn an. Er möchte seine große Liebe, Daisy Buchanan erobern und sein Leben mit ihr verbringen. Sie scheint aber unerreichbar. Fitzgerald ist hier ein wunderbares Buch gelungen das mit seinen 90 Jahren noch immer aktuell und sogar modern anmutet durch eine zeitlose Geschichte in einer poetischen Sprache. Ein Kleinod der klassischen amerikanischen Literatur.

„Sie werden dieses Buch lieben!!!“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Jay Gatsby ist in Daisy verliebt, aber sie scheint unerreichbar. Er häuft Reichtum über Reichtum an um sie zu erreichen, aber es wird ihm nicht gelingen ihre Liebe zu gewinnen.
Ein wundervoll romantisches und dennoch dekadentes Buch über die große, unerfüllte Liebe in den zwanziger Jahren in Amerika.
Jay Gatsby ist in Daisy verliebt, aber sie scheint unerreichbar. Er häuft Reichtum über Reichtum an um sie zu erreichen, aber es wird ihm nicht gelingen ihre Liebe zu gewinnen.
Ein wundervoll romantisches und dennoch dekadentes Buch über die große, unerfüllte Liebe in den zwanziger Jahren in Amerika.

„Wow!“

Judith Fekete, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Dieses Buch hat mich wirklich verzaubert.
F. Scott Fitzgerald's Sprache ist so mitreißend und so modern... wahnsinnig toll!

Nick Carraway erzählt uns die Geschichte um den großen Jay Gastby, seinem Nachbar. Dieser gibt große, schillernde Partys. Doch hinter dieser Party-Fassade steckt ein Geheimnis...

Ein genialer Roman!
Dieses Buch hat mich wirklich verzaubert.
F. Scott Fitzgerald's Sprache ist so mitreißend und so modern... wahnsinnig toll!

Nick Carraway erzählt uns die Geschichte um den großen Jay Gastby, seinem Nachbar. Dieser gibt große, schillernde Partys. Doch hinter dieser Party-Fassade steckt ein Geheimnis...

Ein genialer Roman!

„Klassiker!“

Peggy Trinks, Thalia-Buchhandlung Weimar

Die Geschichte, die wohl das bekanntesten Portrait der zwanziger Jahre - der "Roaring Twenties"- in Amerika wurde.
Fitgerald eröffnet uns eine Welt, in der gesellschaftliches Ansehen, Geld und Unterhaltungssucht dominierend sind.
Doch all das macht nicht glücklich, wie auch Jay Gatsby erfahren muss, denn seine große Liebe bringt es nicht zurück.
Sein zeitloser Stil und die präzisen Beobachtungen der High Society machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss - mit unerwartet Ende.
Die Geschichte, die wohl das bekanntesten Portrait der zwanziger Jahre - der "Roaring Twenties"- in Amerika wurde.
Fitgerald eröffnet uns eine Welt, in der gesellschaftliches Ansehen, Geld und Unterhaltungssucht dominierend sind.
Doch all das macht nicht glücklich, wie auch Jay Gatsby erfahren muss, denn seine große Liebe bringt es nicht zurück.
Sein zeitloser Stil und die präzisen Beobachtungen der High Society machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss - mit unerwartet Ende.

„Intrigen, Betrügereien und Eifersucht“

K. Jung, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Früh schon erkennt der mittellose James Gatz, dass Erfolg eine Frage der Selbstdarstellung ist. Er beschließt, dass aus dem >armen Gatz< der strahlende Jay Gatsby werden soll und spielt den Erfolgreichen, noch bevor er tatsächlich zu Ruhm kommt. Doch nicht alles läuft nach Plan. Während er als Offizier im Ersten Weltkrieg dient, verliert er Daisy Fay, eine Tochter aus reichem Haus, an einen Nebenbuhler. Aber so leicht gibt er nicht auf. In der Nähe ihres Hauses errichtet er eine traumhafte Villa, in der er ständig rauschende Partys feiert in der Hoffnung, Daisy doch noch zurückzugewinnen. Eine Geschichte voller Intrigen, Betrügereien und Eifersucht beginnt. Früh schon erkennt der mittellose James Gatz, dass Erfolg eine Frage der Selbstdarstellung ist. Er beschließt, dass aus dem >armen Gatz< der strahlende Jay Gatsby werden soll und spielt den Erfolgreichen, noch bevor er tatsächlich zu Ruhm kommt. Doch nicht alles läuft nach Plan. Während er als Offizier im Ersten Weltkrieg dient, verliert er Daisy Fay, eine Tochter aus reichem Haus, an einen Nebenbuhler. Aber so leicht gibt er nicht auf. In der Nähe ihres Hauses errichtet er eine traumhafte Villa, in der er ständig rauschende Partys feiert in der Hoffnung, Daisy doch noch zurückzugewinnen. Eine Geschichte voller Intrigen, Betrügereien und Eifersucht beginnt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
38 Bewertungen
Übersicht
26
8
3
1
0

von Maren Mähnß aus Trier am 22.11.2016
Bewertet: anderes Format

Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Daisy und Gatsby oft missverstanden wird, ist "der große Gatsby" doch ein wichtiger Roman und ein detailliertes Bild seiner Zeit.

Der Geist der Golden Twenties
von NiWa aus Euratsfeld am 17.08.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nachdem Nick nach New York gezogen ist, merkt er rasch, dass er nicht nur gegenüber seiner Cousine Daisy und ihrem Mann Tom wohnt, sondern, dass er in außergewöhnlicher Nachbarschaft lebt. Sein Haus liegt direkt neben dem Anwesen einer schillernden, jedoch mysteriösen Persönlichkeit: der große Gatsby. Dieses Buch wird als Sittengemälde... Nachdem Nick nach New York gezogen ist, merkt er rasch, dass er nicht nur gegenüber seiner Cousine Daisy und ihrem Mann Tom wohnt, sondern, dass er in außergewöhnlicher Nachbarschaft lebt. Sein Haus liegt direkt neben dem Anwesen einer schillernden, jedoch mysteriösen Persönlichkeit: der große Gatsby. Dieses Buch wird als Sittengemälde der 20er-Jahre, als Porträt und Abbild der Golden Twenties, angepriesen. Und ich denke, dass man damit sogar einen Zeitzeugen in den Händen hält. „Der große Gatsby“ ist erstmals 1925 erschienen und entspringt genau dieser Zeit, von der hier die Rede es. Im Vordergrund stehen große Themen wie Macht, Geld, Liebe und die Gier danach. Die Handlung wird von Nick erzählt und somit hat man es mit einem ungewöhnlichen Erzählstil zutun, der dennoch ausgezeichnet in den historischen Rahmen passt. Nick ist von Anfang bis Ende farblos, nüchtern, neutral und steht damit im Gegensatz zum Protagonisten, den man als Leser durch Nicks Erleben kennenlernt. Der große Gatsby ist eine schillernde Persönlichkeit. Reich, mächtig und überaus geheimnisvoll, weiß doch niemand, wer er wirklich ist. Ausgelassene Partys, überteuerte Accessoires und eine unfassbare Dekadenz zeichnen nicht nur die 20er-Jahre sondern auch Jay Gatsby aus. Er ist die Verkörperung seiner Zeit, der Inbegriff der 20er-Jahre, der Mann, der mit den Fingern schnippt und den Champagnerbrunnen fließen lässt. Aber bis ich von Gatsbys Charme gefangen wurde, habe ich mir mit dem Einstieg etwas schwer getan. Es dauerte bis ich in diesem nüchternen Stil angekommen und mit Nick als Erzähler warm geworden bin. Doch dann bin ich im Ambiente und der Atmosphäre dieser Zeit versunken und kam auf Gatsbys wilden Partys an, die nicht nur mich sondern ganz Long Island erstaunt haben: die Ausgelassenheit, der Alkohol, das Glitzern und Schimmern, der Zigarettenrauch, die betrunkenen Menschen und diese Dekadenz, die wie ein funkelndes Feuerwerk kurz die Schwärze der Nacht erhellt, nur um wenige Augenblicke später vollständig zu verlöschen gedenkt. Als Leser wird man zuerst geblendet, hineingezogen, nur um später festzustellen, wie zweitklassig eigentlich alles ist. Denn die Menschen verhalten sich wie gelangweilte Kinder, die sich ein Spiel nach dem anderen ausdenken, nur um es sofort wieder abzubrechen. Man merkt, dass nichts dem oberflächlichen Schein entspricht, wodurch Fitzgerald meiner Ansicht nach wunderbar den Zeitgeist der Golden Twenties wiedergibt. Meiner Meinung nach hat gerade diese schillernde Oberflächlichkeit der Geschichte wahre Tiefe verliehen. Die Handlung wage ich als raffiniert zu bezeichnen, auch wenn sie vielleicht allein für sich stehend nichts besonderes ist, aber trotzdem zu überraschen weiß. Denn Gatsby ist ein Mann, der der Oberflächlichkeit dient, jedoch nach Tiefe strebt und sich hinter den schimmernden Kulissen nach seiner großen Liebe sehnt. Fitzgerald spielt mit den Gegenteilen, polarisiert und zeichnet ein schimmerndes Bild der 20er. Im nüchternen Stil erzählt er von volltrunkenen Partynächten, anhand einer bescheidenen Figur lässt er den protzigen Gatsby erstrahlen und unter dem Mantel der Oberflächlichkeit lässt er Tiefe hervor blitzen, die man vielleicht erst auf den zweiten Blick erkennt. Ich denke, „Der große Gatsby“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen kann, wenn einen die 20er-Jahre, ihr Zeitgeist und das Flimmern wilder Partynächte faszinieren. Es ist ein Roman, der mich persönlich sehr begeistert hat und den ich an Interessierte nur empfehlen kann.

Aktueller denn je.
von Leuchtturmwaerterin aus Kassel am 22.07.2016
Bewertet: Taschenbuch

Ich habe die Ausgabe der Süddeutschen Zeitung gelesen, aus dem Amerikanischen von Walter Schürenberg. Ich habe den ICH-Erzähler Nick Carraway direkt ins Herz geschlossen. Auch wenn er nur stiller Beobachter ist und einzig und allein als Erzähler der Story fungiert, finde ich seine Person einfach klasse. Mit den anderen Charakteren ging... Ich habe die Ausgabe der Süddeutschen Zeitung gelesen, aus dem Amerikanischen von Walter Schürenberg. Ich habe den ICH-Erzähler Nick Carraway direkt ins Herz geschlossen. Auch wenn er nur stiller Beobachter ist und einzig und allein als Erzähler der Story fungiert, finde ich seine Person einfach klasse. Mit den anderen Charakteren ging es mir nicht so. Ich mochte sie alle nicht wirklich. Jeder hat auf seine Weise eine unsympathische Art an sich und man will eigentlich nichts mit ihnen zu tun haben. Das Buch lebt von diesen Charakteren, von der Oberflächlichkeit der Gesellschaft und hält den Menschen den Spiegel vor. Denn eigentlich ist es doch so, dass diese Oberflächlichkeit in der heutigen Gesellschaft noch extremer geworden ist. Jeder ist nur auf sich bezogen, seine eigene kleine Welt zählt und nur der, der was zu bieten hat, darf in dieser Welt mitspielen. Wenn jemand nichts hat, hat er auch bitteschön zu verschwinden. Einen Stern Abzug gibt es, weil ich zu Beginn einige Zeit gebraucht habe, bis ich wirklich in der Geschichte drin war. Es ist teilweise etwas wirr geschrieben, was wohl aber die Partygesellschaft, den Alkoholkonsum und den Leichtsinn der Figuren besser aufzeigen soll. Fazit: Dieses Buch ist aktueller den je, denn der Egoismus jedes einzelnen prägt die Gesellschaft und lässt Menschen an die Macht kommen, die diese ausnutzen und ihre ganz eigenen Ziele verfolgen.