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Wer ist Mr Satoshi?

Roman

(15)
»Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.« So lauten die letzten Worte von Foss’ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den rätselhaften Mr. Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in die ebenso schrille wie geheimnisvolle Welt Japans. Bei seiner Suche entdeckt Foss, dass die Vergangenheit seiner Mutter mit einem herzzerreißenden Ereignis im Jahr 1946 verbunden ist. Aber weshalb will keiner darüber reden? Unterstützt von der pinkhaarigen Chiyoko deckt Foss die Lebens- und Liebeslügen seiner Eltern auf - und kommt der Frage, was im Leben wirklich zählt, ein ganzes Stück näher.
Rezension
»Dieser Roman ist ein Juwel und erinnert an Haruki Murakamis beste Texte.«
Portrait
Jonathan Lee, geboren 1981 in Surrey, studierte englische Literatur, lebte eine Zeitlang in Südamerika und arbeitete in einer Anwaltskanzlei in London City. 2007 wurde er nach Tokio versetzt. Zurück in England ließ er sich beurlauben und schrieb »Wer ist Mr Satoshi?«, der Leser und Presse gleichermaßen begeisterte. Inzwischen lebt Jonathan Lee in New York City, arbeitet nebenbei für das das Literaturmagazin A Public Space. Seine Texte und Geschichten erscheinen unter anderem in Granta, Tin House & Narrative, im Guernica Magazine und The Paris Review Daily; eine seiner Kurzgeschichten war auf der Longlist für den Sunday Times Short Story Award. Sein zweiter Roman »Joy« wird derzeit von der BBC verfilmt. Der Guardian nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 22.06.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641158309
Verlag btb
Übersetzer Cornelia Holfelder-von der Tann
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Auf der Suche
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertet: Paperback

Nach dem Tod der verunfallten Mutter hat der britische Fotograph Rob Foss niemanden mehr auf der Welt, außer einem umtriebigen Agenten und den Fotomagazinen, die sehnsüchtig auf seinen ehemals so einmaligen Blick auf das Großstadtleben warten. Nun hat Foss stattdessen so etwas wie einen letzten Willen zu erfüllen. Er... Nach dem Tod der verunfallten Mutter hat der britische Fotograph Rob Foss niemanden mehr auf der Welt, außer einem umtriebigen Agenten und den Fotomagazinen, die sehnsüchtig auf seinen ehemals so einmaligen Blick auf das Großstadtleben warten. Nun hat Foss stattdessen so etwas wie einen letzten Willen zu erfüllen. Er soll auf Bitten der Mutter einen gewissen Mr. Satoshi suchen und ihm ein Päckchen überbringen. Was wahrlich keine leichte Aufgabe ist. Denn der Gesuchte befindet sich in Japan, so er denn noch lebt und der genaue Aufenthaltsort ist unbekannt. Foss ist depressiv, Tablettensüchtig und von Ängsten geplagt. Ein Mann also der schon seit geraumer Zeit im Ungefähren fischt und des Aufbruchs bedarf. Neugierig geworden rafft sich der ehemalige Kreativkopf auf und macht sich auf eine Suche, die in bis weit in Vergangenheit führt und ihn mit einem grausamen Ereignis konfrontiert, dass ihn einst völlig aus der Bahn warf, dem Tod seiner Freundin auf einer griechischen Insel. Foss, der ehemals erfolgreiche Fotograph von trauriger Gestalt greift mehr schlaff, als zupackend nach diesem mütterlichen Strohhalm, den das Schicksal ihm reicht und entwickelt einen geradezu detektivischen Ehrgeiz, in einem Land, deren Menschen und Schriftzeichen er nicht versteht, um das unmögliche möglich zu machen. Und obwohl die Emotionen nicht gerade Purzelbaum schlagen, in diesem sehr lakonisch geschrieben Roman gelingt es Jonathan Lee auf beeindruckende Weise die Verletzlichkeit und Zerrissenheit eines Künstlers von Rang rüberzubringen. Foss betritt aus seiner Einsamkeit hinaus Neuland, begegnet einer männlichen Puffmutter mit einer Messermanie und einer lebensdurstigen Frau, die sein Dasein auf den Kopf und wieder auf die Füße stellt. Das alles wird ganz schön spröde und angenehm knapp erzählt. Das Leben als eine ewige Hängepartie, die Japaner kennen das, sie verstehen Foss, auch ohne Worte, wenn es sein muss. Bisweilen fühlte ich mich an Murakami erinnert, was allerdings ein bisschen hochgegriffen ist. Denn Jonathan Lee’s Geschichte ist bei weitem nicht so ausufernd und fordernd geschrieben. Der Roman folgt einer eher konventionellen Grundidee, der aber niemals die Puste ausgeht. Am Schluss wartet eine Überraschung, keine große, aber eine nüchtern betrachtet passende Auflösung für ein Buch, das mit Effekten eher geizt und mit Tiefenwirkung punktet. Ein feiner Roman, den ich richtig gerne gelesen habe!

Eine Reise nach Japan, eine Reise zu sich selbst
von Jenny Vogler am 27.06.2016
Bewertet: Paperback

"Aber ich vermute mal, wenn man einen alten Menschen mit den Augen eines jungen Menschen sieht, hat man immer das Gefühl von etwas Verlorenem oder Verpasstem." Inhalt Nach dem Tod seiner betagten Mutter kommt ihr Sohn, Robert Fossick in den Besitz... "Aber ich vermute mal, wenn man einen alten Menschen mit den Augen eines jungen Menschen sieht, hat man immer das Gefühl von etwas Verlorenem oder Verpasstem." Inhalt Nach dem Tod seiner betagten Mutter kommt ihr Sohn, Robert Fossick in den Besitz einer alten Kiste, deren Inhalt ganz unbedingt einem gewissen Mr. Satoshi zugestellt werden muss. Satoshi lebte zuletzt in Japan und scheint der Jugendfreund der verstorbenen Alice gewesen zu sein. Da Robert nicht weiß, wie er mit den Dokumenten in der Kiste verfahren soll, beschließt er sich direkt nach Japan zu begeben und den ominösen Freund ausfindig zu machen. Doch die Suche nach dem Mann gestaltet sich schwieriger als erwartet, denn weder die Adresse noch die Namensbezeichnung ist korrekt. Doch durch einige glückliche Zufälle und akribische Recherchearbeit gelingt es Robert schließlich den gesuchten Mann ausfindig zu machen. Der lebt mittlerweile in einer Betreuungsanstalt und blickt auf ein Leben voller Geheimnisse zurück ... Meinung Die Grundidee und der ansprechende Klappentext haben mich dazu bewogen, dass Buch bereits zum Erscheinungstermin im Jahr 2015 auf meine Wunschliste zu setzen und nun habe ich endlich die Zeit gefunden mich dieser Lektüre zu widmen. Der Roman zehrt von einer wunderschönen, schnörkellosen Sprache, die ebenso geradlinig wie aussagekräftig ist und viele schöngeistige Passagen enthält. Doch leider konnte mich die Geschichte so ganz und gar nicht in ihren Bann ziehen, weil die Distanz zwischen den Protagonisten und dem Leser konstant aufrecht erhalten wurde. So ist es nicht nur das fremde Japan, die etwas schrägen, individualistischen Charaktere sondern in erster Linie die fehlende Spannung, die hier zum Punktabzug führt. Gut die Hälfte des Buches wird Zeit damit verschwendet, die Hintergründe und dramatischen Ereignisse aus Roberts Leben aufzurollen und die Frage nach Mr. Satoshi rückt so weit in Vergessenheit, dass ich mich stellenweise gefragt habe, was uns der Autor hier eigentlich mitteilen möchte. Erst auf den letzten 40 Seiten bekommt der Roman jenen Glanz, den ich so gern schon vorher gespürt hätte, denn dann lernen wir nicht nur Satoshi kennen, sondern auch sein Geheimnis und die Gründe, die dazu führten, dass er seine geliebte Alice förmlich über Nacht verlassen hat. Doch aus dieser Geschichte hätte man deutlich mehr machen können. Fazit Ich vergebe 3 Sterne für einen sprachlich schönen Roman, der die unterschiedlichen Werte und Befindlichkeiten von Menschen gekonnt einfängt, dabei aber immer wieder von der Haupterzählung abschweift und sich stellenweise in unschöne Längen verliert. Und geht es auch um das Thema verlorene Liebe, schweres Schicksal und unwiderrufliche Fehlentscheidungen, so können hier die Charaktere nicht wachsen, sich nicht entwickeln und durchlaufen ein vom Zufall bestimmtes Leben, welchem sie kaum etwas entgegensetzen. Leider konnte der Roman meine Erwartungen nur bedingt erfüllen und wandert daher in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Wer ist Mr. Satoshi?
von MarTina am 22.01.2016
Bewertet: Paperback

Klappentext: „Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.“ So lauten die letzten Worte von Foss’ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton mit rätselhaftem Inhalt tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den mysteriösen Mr. Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in... Klappentext: „Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.“ So lauten die letzten Worte von Foss’ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton mit rätselhaftem Inhalt tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den mysteriösen Mr. Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in die ebenso schrille wie geheimnisvolle Welt Japans. Bei seiner Suche muss Foss erkennen, dass die Vergangenheit seiner Mutter, über die sie stets Stillschweigen bewahrte, mit einem tragischen Ereignis im Jahr 1946 verwoben ist. Aber weshalb will noch immer keiner darüber reden? Gemeinsam mit der ebenso klugen wie exzentrischen Japanerin Chiyoko deckt Foss die Lebenslügen seiner Mutter Stück für Stück auf. Immer mehr erfährt er dabei über unterdrückte Sehnsüchte, über verdrängte Familiengeheimnisse und verloren geglaubte Lieben - und zwar nicht nur die seiner Mutter. Cover: Das Cover des Buches finde ich ruhig und unaufgeregt. Einzig der Titel auf dem roten Untergrund ist ein richtiger Blickfang. Was sich hinter dem Titel „Wer ist Mr Satoshi“ für eine Geschichte verbirgt, konnte ich mir erst nicht vorstellen, aber im Endeffekt passt er perfekt zum Buch. Meine Zusammenfassung und Meinung: Das Buch beginnt damit, dass die an Demenz leidende Mutter von Foss stirbt. Auf dem Friedhof trifft er deren Freundin Freddie. Diese erzählt ihm, dass seine Mutter Alice ein Päckchen daheim aufbewahrt, das man an Mr Satoshi überbringen soll, wenn ihr etwas passiert. Von Mr Satoshi weiß Freddie nur, dass er in Japan wohnt und Alices Jugendliebe war. Foss selbst sträubt sich erst einmal, da er seit einem schlimmen Ereignis nicht mehr wirklich lebt, sondern sich vor der Welt versteckt. Doch die Suche nach Mr Satoshi reißt ihn langsam aus seiner Lethargie. In Japan trifft er auf Chiyoko, die ihm bei der Suche behilflich ist. Die Charaktere sind sehr gut und glaubhaft beschrieben. Erst einmal ist hier Foss, der ohne seine Pillen nicht mehr am richtigen Leben teilhaben kann, da er sonst Panikattacken bekommt. Durch seine Erfahrungen kann er auch nicht mehr richtig auf andere Menschen eingehen bzw. sich auf sie einlassen. Auch Chiyoko ist eine interessante Figur, eine lebhafte, selbstbewusste junge Frau, die aber auch ihr eigenes Päckchen zu tragen hat. Das Buch beschäftigt sich mit den Fragen: Wie gut kennt man eigentlich seine Eltern? Wieviel weiß man von deren gelebten und ungelebten Träumen? Für Foss war seine Mutter Alice immer einfach nur seine praktisch veranlagte, nette Mutter, die sich immer um ihn gekümmert hatte. Dass sie Zeit ihres Lebens Geheimnisse mit sich herumtrug, wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Als er es dann merkt, ist es zu spät, denn seine Mutter ist tot. Er kann daher nur noch ihren letzten Willen erfüllen. Dies macht schon ein bisschen nachdenklich, aber im Endeffekt gilt dies doch für jeden Menschen. Hinter jedem Einzelnen steht seine Lebensgeschichte. Nur ist es wohl sehr schmerzlich, wenn einem nach dem Tod der Eltern auffällt, dass man die Personen, von denen man meinte alles zu wissen, eigentlich nie ganz kannte (und dies nun auch nicht mehr ändern kann). Der Schreibstil selbst ist bildhaft, fesselnd und mitreissend. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Foss geschrieben. Dadurch werden seine Gefühle und Handlungen richtig begreif- und nachvollziehbar. Man ist sofort im Geschehen gefangen. Für mich hat das Buch ein überraschendes, aber plausibles und versöhnliches Ende. Fazit: Eine fesselnde und berührende Geschichte, die man gelesen haben sollte!