Falsche Fährten

Thriller

Nicolas Eichborn und Helen Wagner 2

(15)
In Deutschland werden mehrere Ärzte getötet. Eines der Opfer wurde darüber hinaus gefoltert. Nicolas Eichborn und Helen Wagner vom BKA werden mit dem Fall beauftragt. Im Zuge ihrer Ermittlungen stellen sie fest, dass die Opfer eines verbindet: Sie alle haben an einem gemeinsamen Projekt zu Zeiten der DDR gearbeitet - ein Projekt, das Todesopfer forderte.
Die beiden Ermittler tauchen ein in die Welt der Pharmariesen und erfahren sehr schnell, dass es Menschen gibt, die für Geld über Leichen gehen. Aber noch etwas anderes wird ihnen klar: Nichts ist so, wie es anfangs schien ...
Nicolas Eichborn und Helen Wagner - ein unkonventionelles Ermittlerpaar in seinem zweiten Fall. Rasant, mit wahrem Hintergrund und erfrischend anders.
Portrait

V.S. Gerling ist das Pseudonym des Autors Volker Schulz. Er schreibt seit 2005 Spannungsromane, »Das Programm« war der Auftakt zu einer Serie rund um das Ermittlerpaar Eichborn und Wagner; "Falsche Fährten" ist der zweite Fall dieser Reihe. Volker Schulz ist als freier Unternehmensberater tätig, er lebt in Braunschweig.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 23.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95669-033-4
Reihe Edition 211
Verlag Bookspot Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,4/3,8 cm
Gewicht 571 g
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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"Nichts ist so, wie es anfangs schien"
von Dr. M. am 11.08.2018

Wenn es anders wäre, würde man wahrscheinlich beim Lesen eines Kriminalromans auch bald einschlafen. Wie schon im erste Band der Eichborn-Wagner-Serie beruht das Geschehen auch hier auf Vorgängen, die es so ähnlich tatsächlich gegeben hat. Die sogenannte "Kommerzielle Koordinierung" der DDR ließ in Krankenhäusern für westdeutsche Pharmafirmen Versuche an... Wenn es anders wäre, würde man wahrscheinlich beim Lesen eines Kriminalromans auch bald einschlafen. Wie schon im erste Band der Eichborn-Wagner-Serie beruht das Geschehen auch hier auf Vorgängen, die es so ähnlich tatsächlich gegeben hat. Die sogenannte "Kommerzielle Koordinierung" der DDR ließ in Krankenhäusern für westdeutsche Pharmafirmen Versuche an ahnungslosen Patienten durchführen, die auch zu Todesfällen führten. Dass ein ähnliches (inzwischen allerdings formal abgesichertes Vorgehen) bis auf den heutigen Tag zum Geschäftsgebaren internationaler Pharma-Konzerne in der sogenannten dritten Welt gehört, wissen nur wenige Menschen. Wer diesen spannenden Krimi gelesen hat, gehört danach zu den besser informierten Kreisen. Als in mehreren deutschen Städten Ärzte mit jüdischen Namen umgebracht werden, führen die ersten Vermutungen selbstverständlich in die Kreise der üblichen Verdächtigen. Doch dann stellt sich heraus, dass alle Mordopfer bis zur Wende an der Ostberliner Charite gearbeitet haben. Es dauert eine Weile, bis die Ermittler um Eichborn und seine Geliebte Helen Wagner auf die richtige Spur kommen. Bei Eichborn hat man sowieso das Gefühl, dass andere, leicht ins Geniale abdriftende Mitarbeiter nun für ihn die geistige Arbeit machen, während er einzig seinem unerklärlichen, aber treffsicheren Instinkt und dem hilfreichen Zufall vertraut. Immerhin hat das auch etwas Geniales. Und so hat er wenigstens mehr Zeit, um sich um die gegen ihn laufenden Intrigen zu kümmern. Um das zu verstehen, muss man nicht unbedingt den ersten Band gelesen haben. Schaden kann es allerdings auch nicht. Wie schon im Vorgänger-Band überzeugt V.S. Gerling auch hier mit seiner lakonischen, leicht ins Zynische gehenden Sprache. Seine gut strukturierte Erzählweise mit kurzen und übersichtlichen Kapitel ohne zeitliche Verschachtelungen lässt die Spannung niemals abflauen, und natürlich geschehen am Ende Dinge, die man so nicht auf dem Schirm hatte. Offenbar hat der Autor gut recherchiert. Selbst als er einen Teil der Handlung in das beschauliche Pfaffendorf in der Sächsischen Schweiz legt, überraschen seine Ortskenntnisse. Den Verlust des Männlichen kann man in diesem Buch nicht beklagen, obwohl Eichborn natürlich wie selbstverständlich eine starke Frau an seiner Seite weiß. Aber er bleibt eben auch das, was man einen ganzen Kerl nennen kann - ein entscheidungsschneller und knallharter Typ von spröder Männlichkeit. Einer der Dinge instinktiv leicht durchschaut und sich zu wehren weiß. Und natürlich ein Beschützer. Der zweite Band dieser Reihe überzeugt genau wie der erste. Dieses Mal gelingt es, noch dichter an der Wirklichkeit zu sein. Natürlich handelt es sich bei einem Krimi nicht um die Abbildung der Realität, sondern um Unterhaltungsliteratur mit spannungsfördernden Übertreibungen. Gerade deshalb liest man sie doch. Oder?

spannungsgeladener Thriller, mit aktuellem Hintergrund
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 10.05.2018

Wieder werden Helen Wagner und Nicolas Eichborn beauftragt in einer Mordserie zu ermitteln. Da die Opfer Ärzte und noch dazu jüdische Namen tragen, hat auch das Innenministerium Interesse an der schnellen Aufklärung. So lässt es sich nicht vermeiden, dass Nicolas wieder im Visier von Staatssekretär Schlossmann gerät, der Erfolge... Wieder werden Helen Wagner und Nicolas Eichborn beauftragt in einer Mordserie zu ermitteln. Da die Opfer Ärzte und noch dazu jüdische Namen tragen, hat auch das Innenministerium Interesse an der schnellen Aufklärung. So lässt es sich nicht vermeiden, dass Nicolas wieder im Visier von Staatssekretär Schlossmann gerät, der Erfolge stets für sich beansprucht und Misserfolge Eichborn zuweist. Ja und Nicolas Eichborn ist ein Typ für sich. Er kennt die Dienstvorschriften, er pfeift auf sie und hört stattdessen auf sein Bauchgefühl. Trotzdem mag ich diesen Nicolas mit seiner spontanen Art. Manchmal dachte ich beim Lesen: typisch Radfahrer ? erst umfahren, dann klingeln. Wenn ihm etwas nicht passt reagiert er emotional und schroff. Das macht ihn bei h bei Vorgesetzten nicht eben beliebt. Aber er ist bedingungslos ehrlich. Mit Helen, seiner Partnerin im Beruf wie auch privat, bildet er ein tolles Team. Manchmal bewundere ich Helen, für was sie alles Verständnis aufbringen kann. Der Krimi hat mich auch nachdenklich gestimmt. Denn so richtig zu Ende ist die Geschichte ja noch lange nicht. Noch immer Pharmariesen die Not und die Unwissenheit der Dritten Welt aus, um ihre Profitgier zu befriedigen. Das Ganze jetzt sogar unter dem Deckmantel der Legalität. Ein wunderbares Buch dem ich 5 Lese-Sterne gebe und für das ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausspreche.

Selten so viel bei einem Thriller gelacht
von Lesefieber aus der Baar am 18.03.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Obwohl es sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte handelt, gibt es zahlreiche Bezüge zum ersten Buch der Ermittler, deshalb würde ich raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich glaube, das ist mit Abstand der humorvollste Krimi, den ich bisher gelesen habe. Die trockene und politisch vollkommen... Obwohl es sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte handelt, gibt es zahlreiche Bezüge zum ersten Buch der Ermittler, deshalb würde ich raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich glaube, das ist mit Abstand der humorvollste Krimi, den ich bisher gelesen habe. Die trockene und politisch vollkommen unkorrekte Art des Hauptermittlers Eichborn ist wirklich erfrischend anders. Die Geschichte ist ausgesprochen spannend und basiert leider auf Tatsachen, wie man im Anhang erfährt. Die ganze Geschichte ist ausgesprochen komplex und der Schreibstil hat mich so gefesselt, dass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.