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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.06.2013
Sprache Englisch
EAN 9780062255679
Verlag HarperCollins
eBook
4,89
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Komisches Dingsbums“

Florian Kuhrt, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Der Ich-Erzähler kehrt wegen einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurück und lässt verdrängte Erinnerungen zu.
Diese werden in Rückblenden aus der Sicht des damals Siebenjährigen erzählt.
Im Kern geht es offenbar um die Verarbeitung eines Traumas, das beim Jungen ausgelöst wird durch die Zerstörung seiner heilen Familíenwelt.
Er muss nämlich miterleben, wie sein Vater eine Affäre mit der neuen Haushälterin beginnt und wird außerdem Opfer häuslicher Gewalt, ebenfalls durch den veränderten Vater.
Dabei versucht Gaiman die Ereignisse so zu beschreiben, wie sie in der vor Fantasie überbordenden Wahrnehmung des damals 7 jährigen Kindes ausgestaltet wurden, weswegen vieles ins schauerlich mystische umschlägt und scheinbar nicht erklärbaren Regeln unterliegt.
Gaiman baut das Buch auf Metaphern auf; das Gewitter für das Unheil, der Fetzengeist im Feld als Symbol für Ängste und Zerstörung durch den Eindringling, die drei Hexen(Frauen auf dem Nachbarhof) als Hüterinnen des Gleichgewichts von Gut und Böse etc.etc..
Wo die Grenzen zwischen Einbildung und Realität verschwimmen, ist nicht ersichtlich, weswegen der Leser ein wenig gefordert ist.
Schöne Idee. Falls ich das richtig verstanden habe.
Leider gelingt es Gaiman nicht, ein stimmiges, insgesamt übertragbares Schauerstück zu konstruieren.
Einige übersinnliche Elemente bleiben auch bis zum Schluss übersinnlich und nicht erklärbar, und man hat das Gefühl, daß Gaiman vielleicht auch eine Geschichte über Wurmlöcher und Paralleldimensionen geschrieben hat.
Das Buch bzw. Gaiman kann (oder will?) sich offenbar nicht entscheiden, was genau das Konzept sein soll.
Weswegen ich auch den Eindruck hatte, hier einen Fortsetzungsroman zu lesen, von dem sich Gaiman während des Schreibprozesses selbst hat überraschen lassen.
Der Ich-Erzähler kehrt wegen einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurück und lässt verdrängte Erinnerungen zu.
Diese werden in Rückblenden aus der Sicht des damals Siebenjährigen erzählt.
Im Kern geht es offenbar um die Verarbeitung eines Traumas, das beim Jungen ausgelöst wird durch die Zerstörung seiner heilen Familíenwelt.
Er muss nämlich miterleben, wie sein Vater eine Affäre mit der neuen Haushälterin beginnt und wird außerdem Opfer häuslicher Gewalt, ebenfalls durch den veränderten Vater.
Dabei versucht Gaiman die Ereignisse so zu beschreiben, wie sie in der vor Fantasie überbordenden Wahrnehmung des damals 7 jährigen Kindes ausgestaltet wurden, weswegen vieles ins schauerlich mystische umschlägt und scheinbar nicht erklärbaren Regeln unterliegt.
Gaiman baut das Buch auf Metaphern auf; das Gewitter für das Unheil, der Fetzengeist im Feld als Symbol für Ängste und Zerstörung durch den Eindringling, die drei Hexen(Frauen auf dem Nachbarhof) als Hüterinnen des Gleichgewichts von Gut und Böse etc.etc..
Wo die Grenzen zwischen Einbildung und Realität verschwimmen, ist nicht ersichtlich, weswegen der Leser ein wenig gefordert ist.
Schöne Idee. Falls ich das richtig verstanden habe.
Leider gelingt es Gaiman nicht, ein stimmiges, insgesamt übertragbares Schauerstück zu konstruieren.
Einige übersinnliche Elemente bleiben auch bis zum Schluss übersinnlich und nicht erklärbar, und man hat das Gefühl, daß Gaiman vielleicht auch eine Geschichte über Wurmlöcher und Paralleldimensionen geschrieben hat.
Das Buch bzw. Gaiman kann (oder will?) sich offenbar nicht entscheiden, was genau das Konzept sein soll.
Weswegen ich auch den Eindruck hatte, hier einen Fortsetzungsroman zu lesen, von dem sich Gaiman während des Schreibprozesses selbst hat überraschen lassen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Liebenswert und ein wenig gruselig - wie eine alte Lieblingspuppe auf dem Dachboden, der ein Auge fehlt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 10.02.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch kann einem ein Loch in der Brust aufreissen, durch das die Sehnsucht nach kindlicher Unbeschwertheit und magischen Welten hindurchpfeift wie ein Winterwind. Es ist düster, aber warm. Und für Leute, die es nicht mögen, daran erinnert zu werden, dass sie Gefühle haben, enthält es immerhin einige erfrischend... Dieses Buch kann einem ein Loch in der Brust aufreissen, durch das die Sehnsucht nach kindlicher Unbeschwertheit und magischen Welten hindurchpfeift wie ein Winterwind. Es ist düster, aber warm. Und für Leute, die es nicht mögen, daran erinnert zu werden, dass sie Gefühle haben, enthält es immerhin einige erfrischend nüchterne Einsichten zum False-Memory-Syndrome. Dafür muss man dann aber auch den Anhang lesen.

Verwirrend schön
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Durch den Selbstmord eines Mannes im Familienauto des 7-jährigen Protagonisten, werden Mächte geweckt, die besser in Ruhe gelassen werden sollten. Gemeinsam mit dem Mädchen, das am Ende der Straße wohnt, macht sich der Junge auf, diese Mächte wieder zu besänftigen. Leider geht dabei einiges schief und die Probleme fangen... Durch den Selbstmord eines Mannes im Familienauto des 7-jährigen Protagonisten, werden Mächte geweckt, die besser in Ruhe gelassen werden sollten. Gemeinsam mit dem Mädchen, das am Ende der Straße wohnt, macht sich der Junge auf, diese Mächte wieder zu besänftigen. Leider geht dabei einiges schief und die Probleme fangen erst so richtig an. Neil Gaimans neuestes preisgekröntes Buch in Worte zu fassen, fällt mir schwer, da sich vieles davon nicht beschreiben lässt. Teils, weil der Inhalt selbst sehr abstrakt ist; teils, weil von Neil Gaiman selbst vieles nicht näher erklärt wird. Wieder einmal ein Buch von ihm, nach dessen Lektüre ich mir gedacht habe: Das war genial!! – aber was war es eigentlich? Die Idee bzw. die Beschreibung des Ozeans „am Ende der Straße“ finde ich entrückend schön, beängstigend und nicht zuletzt überwältigend! Um auch nur ansatzweise eine Ahnung vom Ozean – der meiner Meinung nach der Protagonist in diesem Buch ist - erhaschen zu können, muss man das ganze Buch lesen. Abstrakt, schwer zu verstehen bzw. zu erklären und wunderschön elegisch – aber nichts für Kinder (selbst wenn der Ich-Erzähler erst sieben Jahre alt ist und der Schreibstil deshalb sehr einfach gehalten wurde)! Sehr empfehlenswert für alle, die offen sind für unorthodoxe, brandneue Bücher und unverbrauchte Ideen!

poetisch
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 07.07.2014
Bewertet: Hörbuch (CD)

Vorab: wunderbar gelesen! Nein besser: vorgetragen vom Autor selbst, was ja immer besonderen Charme hat. Die Kindheitserinnerung eines Siebenjährigen an...ja und das ist wieder typisch Gaiman: einen Einbruch des Unsichtbaren, Irrealen des Verzauberten und Zeitlosen, ein nach Hause kommen, Zuhause-sein...einem instinktiven naiven kindhaftem Erfassen einer zauberhaften Situation. Toll erzählt, gerade... Vorab: wunderbar gelesen! Nein besser: vorgetragen vom Autor selbst, was ja immer besonderen Charme hat. Die Kindheitserinnerung eines Siebenjährigen an...ja und das ist wieder typisch Gaiman: einen Einbruch des Unsichtbaren, Irrealen des Verzauberten und Zeitlosen, ein nach Hause kommen, Zuhause-sein...einem instinktiven naiven kindhaftem Erfassen einer zauberhaften Situation. Toll erzählt, gerade noch glaubhaft und in jedem Fall sehr gut unterhaltender Stoff. Ich habe das Hörbuch ungekürzt sehr genossen!