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Raubfischen

Roman

(3)
Das Geheimnis des Lebens liegt unter Wasser.
Die Schule, die Eltern – Daniels Welt ist voller Zerwürfnisse. Die Ferien in Südschweden mit seinem Großvater bedeuten ihm alles. Wenn sie Stunden beim Raubfischen auf dem See verbringen und er immer mehr über die geheimnisvolle Welt unter Wasser erfährt. Doch dann erkrankt sein Großvater an ALS. Erst verliert er den Appetit, dann seine Stimme, zuletzt die Fähigkeit zu atmen. Daniel erträgt es nicht, tatenlos dabei zuzusehen, und fasst einen waghalsigen Entschluss. Er wird seinen Großvater entführen, höchstpersönlich, und ihn mit dessen Auto zum Tostaholmen bringen. Doch was als Kurzschlussreaktion beginnt, führt den 18-Jährigen tief in die Geschichte seiner Familie, zu erfüllten und enttäuschten Sehnsüchten und zu der übermenschlichen Aufgabe, über Leben und Tod zu entscheiden.
»Raubfischen« ist die Geschichte eines Abschieds und eines Aufbruchs, eines Anfangs und eines Endes. Es erzählt von der Einsicht, dass es kein Richtig oder Falsch gibt und der Tod ein Gegner ist, mit dem man es aufnehmen sollte.

"Jüglers Sprache ist glasklar und unaufgeregt. Wie er vom Ende eines Lebens erzählt, lässt uns lange nicht mehr los." Matthias Nawrat.
Portrait
Matthias Jügler, geboren am 01.10.1984 in Halle/S. Studierte Germanistik, Skandinavistik und Kunstgeschichte in Halle, Greifswald und Oslo. Masterstudium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, er veröffentlichte Texte in DIE ZEIT, EDIT, Federwelt. Er übersetzt Literatur aus dem Norwegischen, unterrichtet an Volkshochschulen Norwegisch. »Raubfischen« ist sein literarisches Debüt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783841208736
Verlag Aufbau digital
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Raubfischen
von leseratte1310 am 16.05.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Daniel hat eine enge Beziehung zu seinem Großvater. Die beiden haben während der Urlaube in Schweden schon immer viel Zeit gemeinsam beim Angeln verbracht. Alles was er über dieses Hobby weiß, hat er vom Großvater gelernt. Dann gibt es eine erschütternde Diagnose: Der Großvater hat ALS. Die Diagnose überfordert... Daniel hat eine enge Beziehung zu seinem Großvater. Die beiden haben während der Urlaube in Schweden schon immer viel Zeit gemeinsam beim Angeln verbracht. Alles was er über dieses Hobby weiß, hat er vom Großvater gelernt. Dann gibt es eine erschütternde Diagnose: Der Großvater hat ALS. Die Diagnose überfordert die Familie, denn der Verfall bei der Krankheit geht recht schnell und ist drastisch. Daniel kann sich damit nicht abfinden und er beschließt, seinem Großvater den Wunsch, noch einmal Zeit in Schweden zu verbringen, zu erfüllen. Das Buch ist in einem sehr nüchternen Sprachstil geschrieben. Berichtet wird die Geschichte in zwei Erzählsträngen. Der eine Teil erzählt die Handlung nach dem Bekanntwerden der Diagnose, im anderen Teil erfahren wir, wie Daniel aufwächst. Ein klare Abgrenzung gibt es nicht, so dass ich zunächst ziemlich irritiert war. Aber das hat sich nach einer Weile gelegt. Die Menschen in diesem Buch sind sprach- und emotionslos. Daher konnte ich nicht mit ihnen fühlen und sie blieben mir fremd. Es wird wenig über den Verlauf der Krankheit und wie die Familie mit den Belastungen umgeht erzählt, dafür aber umso mehr über das Angeln. Vieles ist nur angedeutet und viele Fragen werden nicht beantwortet, daher kann und muss sich der Leser sein Bild selbst zeichnen. Das war für mich unbefriedigend. Ein distanziertes Buch über eine furchtbare Krankheit.

Eine eindrucksvolle Hommage
von vielleser18 aus Hessen am 28.04.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

"Diese Tage sind kostbar und selten. Tage, an denen etwas Neues in Großvaters Leben tritt, das nicht nimmt, sondern gibt." S. 84 Daniel ist oft mit seinem Großvater in dessen Ferienhaus in Schweden gewesen, er hat von ihm Angeln kennen gelernt, hat die Natur in Schweden mit ihm erkundet. Erinnerungen... "Diese Tage sind kostbar und selten. Tage, an denen etwas Neues in Großvaters Leben tritt, das nicht nimmt, sondern gibt." S. 84 Daniel ist oft mit seinem Großvater in dessen Ferienhaus in Schweden gewesen, er hat von ihm Angeln kennen gelernt, hat die Natur in Schweden mit ihm erkundet. Erinnerungen die bleiben, die guten, aber auch die, in denen es Streit zwischen beiden gab. Nun ist aber alles anders, denn Daniels Großvater Hannes ist an ALS erkrankt. Eine Krankheit, die ihm immer mehr nimmt, erst das Gehen und dann das Sprechen. Doch er hat noch einen Wunsch: er möchte nochmal nach Schweden. Matthias Jügler , Jahrgang 1984, hat in diesem Roman auch die Erinnerungen an seinen Großvater mit verarbeitet, auch sein Großvater ist an ALS erkrankt und gestorben. Mit hat dieser Roman tief bewegt, auch wenn die Sätze oft kurz und nüchtern klingen, können sie doch so viel ausdrücken. Die Familie des Protagonisten Daniels (Vater, Mutter, Großmutter, Großvater) scheint eher nebeneinander her zu leben, viele Worte werden nicht gemacht. Dennoch spürt man die Sorge um die Erkrankung des Großvaters bei jedem, auch wenn diese Sorgen bei den meisten stets verschwiegen oder herunter gespielt werden. Daniel, aus dessen Sicht der Leser die Geschichte erfährt, ist erst Kind, dann Jugendlicher und junger Mann. Die Geschichte lebt von seinen Erinnerungen und seinem Vorsatz, den letzten Wunsch des Großvaters zu erfüllen. Dabei steht die Krankheit zwar im Mittelpunkt der Geschichte, aber nicht im Vordergrund. Es geht viel mehr um die Beziehung Großvater - Enkel, um das gemeinsame Hobby Angeln und um die Art, wie man mit der Krankheit und dem Abschied umgeht. Lange habe ich überlegt, ob ich diesem Roman vier oder fünf Sterne geben soll. Die Sprache, die so viel ausdrücken kann, obwohl sie nüchtern distanziert bleibt, hat mir sehr gut gefallen. Viele Sätze sind richtige Schätze. "Die Ahnung, alles könnte so sein, wie es immer war, wenn nur wir sind, wie wir immer waren." (S. 40) " Die Krankheit ist ihm abhandengekommen. Vielleicht findet er sie nie wieder." (S.48) Man braucht ein bißchen um hinein zu finden. Man sollte sich Zeit nehmen zum Lesen. Matthias Jügler wechselt mit den Kapiteln öfters die Zeiten. Damit muss man sich erst hineinfinden. Dennoch kam ich nach einer Weile gut damit klar. Worüber ich länger nachgedacht habe, welhalb ich auch bei den Sternen überlegt habe, ist, dass es manche Erinnerungen gibt, die erzählt werden, die aber nicht wirklich aufgeklärt werden. Bei denen Fragen bleiben. Aber es sind die Begebenheiten mit dem Großvater, die dem jungen Protagonisten auch unklar blieben, weil er nie gefragt hat, warum dies oder das geschehen ist. Vielleicht weil er zu jung war, vielleicht, weil er keine ausreichenden Erinnerungen mehr daran hat. Weil er später nie zu fragen gewagt hat. Weil er später zwar hätte fragen können, aber keine Antworten mehr erhalten konnte. Es ist wie im Leben. "Raubfischen" ist keine leichte und keine seichte Geschichte. Die Geschichte hinterlässt Spuren. Es ist voller Emotionen, auch wenn die Sprache sachlich bleibt. Die Ruhe des Angelns, die Stille, das Schweigen, die zieht sich durch das Buch und dennoch hat es wie ein stiller See erheblichen Tiefgang. Es ist eine Hommage.

Berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Gochsheim am 24.04.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Der Schreibstil ist sehr klar und überhaupt nicht verschönert oder großartig malerisch und genau das macht das Flair aus. Daniel verbringt in seinen jüngeren Jahren seine Ferien bei den Großeltern in Schweden, dort lernt er alles über das Raubfischen. Man merkt die Beziehung zu seinem Großvater ist etwas ganz besonderes... Der Schreibstil ist sehr klar und überhaupt nicht verschönert oder großartig malerisch und genau das macht das Flair aus. Daniel verbringt in seinen jüngeren Jahren seine Ferien bei den Großeltern in Schweden, dort lernt er alles über das Raubfischen. Man merkt die Beziehung zu seinem Großvater ist etwas ganz besonderes und einfach anders, sie wird nur in wenigen Worten beschrieben, das Gefühl hängt zwischen den Zeilen. Wegen eines Geheimnisses auf Seiten der Großeltern kommt es zu einem Bruch mit dem jugendlichen Daniel, er distanziert sich eine Weile bis sein Großvater an ALS erkrankt. Die Erkrankung und auch der Verlauf wird detailliert aber kurz beschrieben und vor allem von jedem Familienmitglied anders aufgefasst. Jeder geht anders damit um und so nimmt alles eher im Ruhigen seinen Lauf. In diesem Buch redet keiner der Figuren wirklich miteinander. Man merkt jedoch wie alles unaufhaltsam ist, das Leben geht einfach weiter, Daniel´s Abitur, der Job, die Jahreszeiten. Schön wird das auch mit dem Leben der Fische verglichen, die Passagen sind auch schonungslos und ein bisschen eklig. Daniel jedoch will das nicht alles einfach so hinnehmen und als er seinen Großvater entführt, ist man selbst einfach voll dabei. Er schwelgt in Erinnerungen und macht das Jetzt aber auch so gemütlich wie möglich für seinen Großvater, beide brauchen diese letzte Reise und auch als Leser bleibt man noch lange bei ihr und hofft glaube ich, dass man in gegebener Situation genau so handelt. Fazit: Eine sehr berührende Geschicht, die Mut gibt sich auch so einer schweren Krankheit zu stellen und vor allem finde ich offener gegenüber seinen Mitmenschen zu sein.