Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Die uns lieben

Roman

(29)
Die Frau des Offiziers - eine Geschichte von Liebe, Schuld und Vergebung.
Fünfzig Jahre lang hat Trudys Mutter kein Wort über ihre Vergangenheit verloren. Doch es gibt ein verstörendes Souvenir, tief vergraben in der Wäscheschublade: ein Familienporträt, auf dem sie und ihre kleine Tochter gemeinsam mit einem Nazi-Offizier zu sehen sind, dem Obersturmführer von Buchenwald.
Weimar, 1940. Ledig, schwanger und von ihrem Vater vestoßen, kommt die 19-jährige Anna bei der Bäckerin Mathilde unter. Mathilde erhält Mehl, Zucker und Butter von den Nazis, um das Offizierskasino von Buchenwald mit Gebäck zu beliefern. Gleichzeitig schmuggeln die beiden Frauen Brot ins KZ und geheime Botschaften hinaus. Als Mathilde zwei Jahre später auf frischer Tat ertappt wird und der Obersturmführer Heinz von Steuern in der Bäckerei auftaucht, sieht Anna nur einen vezweifelten Ausweg, um sich und ihre kleine Tochter Trudy zu retten...
Minneapolis, 1996. Ein paar diffuse Erinnerungsschnipsel, ein verstecktes Familienfoto und ein unauslöschliches Gefühl der Schuld sind alles, was Trudy mit ihrem Geburtsort Weimar verbindet. Erschüttert vom Tod ihres Stiefvaters und erdrückt von der Last einer Vergangenheit, die ihre Mutter hinter eine Mauer aus Schweigen verbannt hat, beginnt die Geschichtsprofessorin endlich mit Recherchen zum Alltag nichtjüdischer deutscher Frauen im Dritten Reich. Nach und nach legt sie dabei die erschütternde Geschichte ihrer Mutter frei, die so ganz anders ist, als sie es erwartet hat.
Jenna Blums einfühlsamer und sorgfältig recherchierter Roman, der sich zwei Jahre auf der New York Times-Bestenliste hielt, erzählt von einer verbotenen Liebe, vom zwiespältigen Wesen der Schuld, vom Recht auf Vergessen und von einer außergewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung. Der preisgekrönte Roman war ein Bestseller in zahlreichen Ländern und wird demnächst verfilmt.
"Die packende Geschichte zweier Frauen, die mit der Last und Verantwortung der Erinnerung ringen." The Boston Globe.
"Ein eindringlicher Roman, der das Herz berührt und das Gewissen aufruft."Independent on Sunday.
Portrait
Jenna Blum, geboren 1970, unterrichtet kreatives Schreiben und ist Mitarbeiterin verschiedener Zeitschriften. Ihre deutschen und jüdischen Wurzeln brachten sie auf die Frage, wie sie selbst sich zu Zeiten des Nazi-Regimes verhalten hätte. So entstand, nach jahrelangen Recherchen und zahllosen Interviews, die sie im Auftrag von Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation führte, ihr beeindruckendes Debüt „Die uns lieben“
… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Erscheinungsdatum 13.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783841208675
Verlag Aufbau digital
Übersetzer Yasemin Dinçer
Verkaufsrang 21.906
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

Monica Bödecker-Mertin, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Durch die fehlende Kennzeichnung der wörtlichen Rede wirkte das Buch auf mich seltsam reserviert. Die bewegende Story weiß aber zu fesseln . Gut, aber gewöhnungsbedürftig. Durch die fehlende Kennzeichnung der wörtlichen Rede wirkte das Buch auf mich seltsam reserviert. Die bewegende Story weiß aber zu fesseln . Gut, aber gewöhnungsbedürftig.

Antje Roschlau, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein düsteres Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt und einen in das Weimar des Zweiten Weltkriegs mitnimmt. Sehr lesenswert! Ein düsteres Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt und einen in das Weimar des Zweiten Weltkriegs mitnimmt. Sehr lesenswert!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Zwei Handlungsstränge (Weimar 1940 u. USA um 1990)erzählen von einer nicht einfachen Mutter-Tochter-Beziehung. Inzwischen gibt es einige Romane zu diesem Thema, die mehr ansprechen Zwei Handlungsstränge (Weimar 1940 u. USA um 1990)erzählen von einer nicht einfachen Mutter-Tochter-Beziehung. Inzwischen gibt es einige Romane zu diesem Thema, die mehr ansprechen

Danna Müller, Thalia-Buchhandlung Soest

Geheimnisse einer Familie....liebevoll und spannend!
Auf den Spuren der Vergangenheit.
Geheimnisse einer Familie....liebevoll und spannend!
Auf den Spuren der Vergangenheit.

Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein atemberaubendes Buch über eine verbotene Liebe, die Lasten der Vergangenheit und dem Begriff der Schuld. Eine Geschichte, die das Herz berührt und eindringlich ist. Ein atemberaubendes Buch über eine verbotene Liebe, die Lasten der Vergangenheit und dem Begriff der Schuld. Eine Geschichte, die das Herz berührt und eindringlich ist.

„Was tue ich, um meine Familie beschützen? “

Martina Lehmann

Diese Frage muss Anna sich stellen. Im Weimar der Nazizeit verliebt sie sich zunächst in den jüdischen Arzt Max. Aus dieser verbotenen Beziehung entsteht Trudy. Noch schwanger flüchtet Anna aus ihrem Elternhaus, nachdem ihr Vater Max an die Gestapo verraten hat, und kommt bei der örtlichen Bäckerin unter. Mit ihr versorgt sie heimlich die Gefangenen in Buchenwald- und wie es kommen muss, sie fliegen auf. Anna hat die Wahl: sich dem Nazioffizier hingeben oder ihr Leben und das ihrer Tochter auf's Spiel setzen.
Und so begleitet man Anna in Rückblenden durch die Zeit der Entscheidungen.
Auf der anderen Seite: Trudy heute. Sie versucht mit aller Kraft, mehr über ihre Vergangenheit zu Erfahren. Denn ihre Mutter schweigt beharrlich. Und so ist sie zunächst auf der falschen Spur auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, die auch auf ihrer Seele Narben hinterlassen hat.
Eindrücklich und bewegend erzählt uns Jenna Blum von den beiden Frauen, ohne zu werten oder zu entschuldigen. Ein Buch, welches mich sehr mitgenommen und noch nicht wieder los gelassen hat.
Diese Frage muss Anna sich stellen. Im Weimar der Nazizeit verliebt sie sich zunächst in den jüdischen Arzt Max. Aus dieser verbotenen Beziehung entsteht Trudy. Noch schwanger flüchtet Anna aus ihrem Elternhaus, nachdem ihr Vater Max an die Gestapo verraten hat, und kommt bei der örtlichen Bäckerin unter. Mit ihr versorgt sie heimlich die Gefangenen in Buchenwald- und wie es kommen muss, sie fliegen auf. Anna hat die Wahl: sich dem Nazioffizier hingeben oder ihr Leben und das ihrer Tochter auf's Spiel setzen.
Und so begleitet man Anna in Rückblenden durch die Zeit der Entscheidungen.
Auf der anderen Seite: Trudy heute. Sie versucht mit aller Kraft, mehr über ihre Vergangenheit zu Erfahren. Denn ihre Mutter schweigt beharrlich. Und so ist sie zunächst auf der falschen Spur auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, die auch auf ihrer Seele Narben hinterlassen hat.
Eindrücklich und bewegend erzählt uns Jenna Blum von den beiden Frauen, ohne zu werten oder zu entschuldigen. Ein Buch, welches mich sehr mitgenommen und noch nicht wieder los gelassen hat.

„Familiengeheimnis“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ähnlich wie "Altes Land" beschäftigt sich die Autorin, mit den Auswirkungen des Krieges/ der Nazizeit auf die folgenden Generationen, speziell mit der Mutter - Tochter - Beziehung.
Wobei hier die Story während der Nazizeit im Mittelpunkt steht - die Liebesgeschichte eines jungen deutschen Mädchens zu einem jüdischen Arzt, der zusätzlich Widerstandskämpfer ist.
Ich muss gestehen, dass mich dann die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Auswirkungen doch mehr interessiert hätte.
Ähnlich wie "Altes Land" beschäftigt sich die Autorin, mit den Auswirkungen des Krieges/ der Nazizeit auf die folgenden Generationen, speziell mit der Mutter - Tochter - Beziehung.
Wobei hier die Story während der Nazizeit im Mittelpunkt steht - die Liebesgeschichte eines jungen deutschen Mädchens zu einem jüdischen Arzt, der zusätzlich Widerstandskämpfer ist.
Ich muss gestehen, dass mich dann die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Auswirkungen doch mehr interessiert hätte.

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Unterhaltsames und fesselndes Buch über den 2.Weltkrieg, mit manchmal etwas zu vielen Klischees Unterhaltsames und fesselndes Buch über den 2.Weltkrieg, mit manchmal etwas zu vielen Klischees

„Wie weit darf Mutterliebe gehen?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Jenna Blum ist eine amerikanische Autorin mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die als Interviewerin für Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation gearbeitet hat. Gerade diese Tätigkeit und ihre eigenen Wurzeln haben sie auf die Idee für diesen sehr unter die Haut gehenden Roman gebracht.

Sie erzählt darin auf zwei Zeitebenen die Geschichte von einer Mutter und ihrer Tochter. Das Buch beginnt mit einer Beerdigung in Minnesota mitten im Dezember 1993. Jack, der Mann von Anna ist gestorben. Die Kirche ist voll, aber nach der Zeremonie kommt keiner zu dem Leichenschmaus in das Farmhaus von Jack und Anna. Und dann geht die Geschichte zurück in die Jahre 1939 bis 1940 nach Weimar. Anna ist zu dieser Zeit ein neunzehnjähriges Mädchen, das seit dem Tod der Mutter ihrem pedantischen Vater den Haushalt führt. Er sympathisiert mit den Nazigrößen vor Ort und möchte seine sehr attraktive Tochter gerne gut verheiraten. Doch sie hat ganz eigene Vorstellungen von dem Leben. Denn sie verliebt sich durch Zufall in den fast doppelt so alten Juden Max, der versucht, möglichst vielen Juden zu helfen. Nachdem Annas Vater dies entdeckt hat, wird sie von ihrem Vater rausgeworfen. Sie flieht zu der Bäckerin Mathilde, die sowohl die Nazis vor Ort versorgt als auch für den Widerstand arbeitet. Dort findet Anna Unterschlupf und bringt ihr Kind Trudy zur Welt.

In der Gegenwartshandlung spielt Trudy die Hauptrolle. Trudy ist eine Universitätsprofessorin für deutsche Geschichte in Minneapolis. Ihr Spezialgebiet ist die Rolle der deutschen Frauen in der Zeit des 3. Reichs. Damit versucht sie etwas an der Geschichte wieder gut zu machen. Denn sie kennt ihre eigene Geschichte nicht. Sie erinnert sich nur noch sehr rudimentär an ihre Zeit in Deutschland. An ihren Vater kann sie sich nicht erinnern und ihre Mutter weigert sich, über diese Zeit zu sprechen. Ein Anhaltspunkt für sie ist nur ein Bild, welches sie in einem Versteck ihrer Mutter gefunden hat. Es ist eine Art Zigarettenetui aus Metall. Und darin ist ein Bild, welches eine junge Anna mit dem Kleinkind Trudy auf dem Schoß zeigt. Und dahinter steht ein SS-Offizier in voller Uniform, der besitzergreifend die Hand auf Annas Schulter liegen hat. Das Gesicht von diesem Mann ist nicht zu erkennen.

Und so wechselt die Geschichte zwischen der Geschichte der jungen Anna in den Jahren von 1939 bis 1945 in Weimar und der Geschichte von Trudy in den Jahren 1996/1997. Wir als Leser wissen, welches Leben Anna gelebt hat, und was sie auf sich genommen hat, um ihre Tochter zu retten. Wie weit darf eine Mutter gehen, um ihrem Kind das Leben zu retten? Trudy, die denkt, dass ihr Vater dieser Nazioffizier ist, kommt erst durch eine Interviewreihe, die sie für ihre Universitätskollegin Ruth durchführt, der wahren Geschichte auf die Spur.

Für mich ist es ein sehr interessanter Roman gewesen, der sehr eindringlich das Leben der Frauen in einer kleineren Stadt in Deutschland beschrieben hat. Wobei Weimar keine unbedeutende Stadt war, denn auf dem Ettersberg wurde eines der größten Konzentrationslager in Deutschland als Arbeitslager eingerichtet. Wie ist die Bevölkerung damit umgegangen? Wer hat versucht, den Gefangenen zu helfen? Wer hat einfach weggesehen? Und wie haben sich die normalen Menschen benommen, als sie von den Amerikanern befreit wurden? Wurden sie irgendwie geartet zur Rechenschaft gezogen?

Dieser Roman ist kein Unterhaltungsroman mit einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit, sondern ein bedrückender Roman, der sich sehr intensiv mit der deutschen Vergangenheit der normalen Bevölkerung befasst. Ich finde, die Autorin hat sehr gut erfasst, wie es der Bevölkerung ergangen ist. Jeder hat versucht auf seinen Weise zu überleben. Und dabei wurde z.T. auch Hilfe angenommen, die aus heutiger Sicht in Frage gestellt werden kann. Doch was rechtfertigt Mutterliebe!?
Jenna Blum ist eine amerikanische Autorin mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die als Interviewerin für Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation gearbeitet hat. Gerade diese Tätigkeit und ihre eigenen Wurzeln haben sie auf die Idee für diesen sehr unter die Haut gehenden Roman gebracht.

Sie erzählt darin auf zwei Zeitebenen die Geschichte von einer Mutter und ihrer Tochter. Das Buch beginnt mit einer Beerdigung in Minnesota mitten im Dezember 1993. Jack, der Mann von Anna ist gestorben. Die Kirche ist voll, aber nach der Zeremonie kommt keiner zu dem Leichenschmaus in das Farmhaus von Jack und Anna. Und dann geht die Geschichte zurück in die Jahre 1939 bis 1940 nach Weimar. Anna ist zu dieser Zeit ein neunzehnjähriges Mädchen, das seit dem Tod der Mutter ihrem pedantischen Vater den Haushalt führt. Er sympathisiert mit den Nazigrößen vor Ort und möchte seine sehr attraktive Tochter gerne gut verheiraten. Doch sie hat ganz eigene Vorstellungen von dem Leben. Denn sie verliebt sich durch Zufall in den fast doppelt so alten Juden Max, der versucht, möglichst vielen Juden zu helfen. Nachdem Annas Vater dies entdeckt hat, wird sie von ihrem Vater rausgeworfen. Sie flieht zu der Bäckerin Mathilde, die sowohl die Nazis vor Ort versorgt als auch für den Widerstand arbeitet. Dort findet Anna Unterschlupf und bringt ihr Kind Trudy zur Welt.

In der Gegenwartshandlung spielt Trudy die Hauptrolle. Trudy ist eine Universitätsprofessorin für deutsche Geschichte in Minneapolis. Ihr Spezialgebiet ist die Rolle der deutschen Frauen in der Zeit des 3. Reichs. Damit versucht sie etwas an der Geschichte wieder gut zu machen. Denn sie kennt ihre eigene Geschichte nicht. Sie erinnert sich nur noch sehr rudimentär an ihre Zeit in Deutschland. An ihren Vater kann sie sich nicht erinnern und ihre Mutter weigert sich, über diese Zeit zu sprechen. Ein Anhaltspunkt für sie ist nur ein Bild, welches sie in einem Versteck ihrer Mutter gefunden hat. Es ist eine Art Zigarettenetui aus Metall. Und darin ist ein Bild, welches eine junge Anna mit dem Kleinkind Trudy auf dem Schoß zeigt. Und dahinter steht ein SS-Offizier in voller Uniform, der besitzergreifend die Hand auf Annas Schulter liegen hat. Das Gesicht von diesem Mann ist nicht zu erkennen.

Und so wechselt die Geschichte zwischen der Geschichte der jungen Anna in den Jahren von 1939 bis 1945 in Weimar und der Geschichte von Trudy in den Jahren 1996/1997. Wir als Leser wissen, welches Leben Anna gelebt hat, und was sie auf sich genommen hat, um ihre Tochter zu retten. Wie weit darf eine Mutter gehen, um ihrem Kind das Leben zu retten? Trudy, die denkt, dass ihr Vater dieser Nazioffizier ist, kommt erst durch eine Interviewreihe, die sie für ihre Universitätskollegin Ruth durchführt, der wahren Geschichte auf die Spur.

Für mich ist es ein sehr interessanter Roman gewesen, der sehr eindringlich das Leben der Frauen in einer kleineren Stadt in Deutschland beschrieben hat. Wobei Weimar keine unbedeutende Stadt war, denn auf dem Ettersberg wurde eines der größten Konzentrationslager in Deutschland als Arbeitslager eingerichtet. Wie ist die Bevölkerung damit umgegangen? Wer hat versucht, den Gefangenen zu helfen? Wer hat einfach weggesehen? Und wie haben sich die normalen Menschen benommen, als sie von den Amerikanern befreit wurden? Wurden sie irgendwie geartet zur Rechenschaft gezogen?

Dieser Roman ist kein Unterhaltungsroman mit einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit, sondern ein bedrückender Roman, der sich sehr intensiv mit der deutschen Vergangenheit der normalen Bevölkerung befasst. Ich finde, die Autorin hat sehr gut erfasst, wie es der Bevölkerung ergangen ist. Jeder hat versucht auf seinen Weise zu überleben. Und dabei wurde z.T. auch Hilfe angenommen, die aus heutiger Sicht in Frage gestellt werden kann. Doch was rechtfertigt Mutterliebe!?

„Vergangenheitsbewältigung“

Wiebke Renken, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Trudy ist amerikanische Professorin für Geschichte, sie hält Vorlesungen über das dritte Reich. Sie weiß wenig über ihre eigene Herkunft und ihren Vater, kann sich aber bruchstückhaft an die Geschehnisse und Personen ihrer Kindheit in Weimar erinnern. Ihre Mutter Anna schweigt, sie hat mit der Übersiedlung nach Amerika mit ihrer deutschen Vergangenheit abgeschlossen. Als Trudy beginnt, deutschstämmige Zeitzeugen zu interviewen, wird die Frage nach den Ereignissen ihrer ersten Kindheitsjahre für Trudy immer wichtiger. In Rückblenden erfährt man von Mathilde, der Bäckerin, bei der Anna und Trudy Schutz finden, nachdem Annas Vater sie vor ein Ultimatum gestellt hat. Mathilde und Anna beliefern die Wehrmacht im nahe gelegenen Buchenwald, verstecken aber auch heimlich Brot in einem Steinbruch für die Häftlinge des KZs. Durch sie können auch Informationen der Insassen weiterleitet werden. Anna durch- und überlebt harte Zeiten, ordnet sich zu ihrem und zu Trudys Wohl verschiedenen Männern unter. Als Trudy als Erwachsene nach ihrem Vater fragt und nach ihrer Kindheit, schweigt Anna beharrlich, doch dann….
Beim Lesen merkt man, dass dieser Roman aus amerikanischer Feder kommt, denn die Schreckensmomente doch sehr gleichmäßig im Buch verteilt, sehr aufgeteilt auch in Gut/ Böse, alles Deutsche wirkt schon mehr als typisch.
Trotzdem ein tolles Buch, bei dem ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht – und das Ende lohnt sich!!!
Trudy ist amerikanische Professorin für Geschichte, sie hält Vorlesungen über das dritte Reich. Sie weiß wenig über ihre eigene Herkunft und ihren Vater, kann sich aber bruchstückhaft an die Geschehnisse und Personen ihrer Kindheit in Weimar erinnern. Ihre Mutter Anna schweigt, sie hat mit der Übersiedlung nach Amerika mit ihrer deutschen Vergangenheit abgeschlossen. Als Trudy beginnt, deutschstämmige Zeitzeugen zu interviewen, wird die Frage nach den Ereignissen ihrer ersten Kindheitsjahre für Trudy immer wichtiger. In Rückblenden erfährt man von Mathilde, der Bäckerin, bei der Anna und Trudy Schutz finden, nachdem Annas Vater sie vor ein Ultimatum gestellt hat. Mathilde und Anna beliefern die Wehrmacht im nahe gelegenen Buchenwald, verstecken aber auch heimlich Brot in einem Steinbruch für die Häftlinge des KZs. Durch sie können auch Informationen der Insassen weiterleitet werden. Anna durch- und überlebt harte Zeiten, ordnet sich zu ihrem und zu Trudys Wohl verschiedenen Männern unter. Als Trudy als Erwachsene nach ihrem Vater fragt und nach ihrer Kindheit, schweigt Anna beharrlich, doch dann….
Beim Lesen merkt man, dass dieser Roman aus amerikanischer Feder kommt, denn die Schreckensmomente doch sehr gleichmäßig im Buch verteilt, sehr aufgeteilt auch in Gut/ Böse, alles Deutsche wirkt schon mehr als typisch.
Trotzdem ein tolles Buch, bei dem ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht – und das Ende lohnt sich!!!

„Versöhnung und Annäherung“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

... beides ist zwischen Anna und Gertrud möglich, wenn auch nach vielen Jahren Schweigen.
Dies ist die Geschichte von Mutter und Tochter, die "getragen" wird von Unverständnis, fast Zerwürfnis und Nicht-Wissen. Es bedarf großer Anstrengung und manchmal auch des Zufalls, dass beide Frauen zueinander finden können. Hätte Gertrud in den USA nicht dieses Geschichtsprojekt als Verantwortliche mitgetragen, läge immer noch ein bleierner Schatten über der Mutter-Tochter-Beziehung.
Als Leser müssen wir das eine und andere Mal mit Stereotypen über Deutsche und ihre Geschichte umgehen. Letztlich ist Jenna Blum ein sehr lesenswertes und auch berührendes Buch gelungen.
... beides ist zwischen Anna und Gertrud möglich, wenn auch nach vielen Jahren Schweigen.
Dies ist die Geschichte von Mutter und Tochter, die "getragen" wird von Unverständnis, fast Zerwürfnis und Nicht-Wissen. Es bedarf großer Anstrengung und manchmal auch des Zufalls, dass beide Frauen zueinander finden können. Hätte Gertrud in den USA nicht dieses Geschichtsprojekt als Verantwortliche mitgetragen, läge immer noch ein bleierner Schatten über der Mutter-Tochter-Beziehung.
Als Leser müssen wir das eine und andere Mal mit Stereotypen über Deutsche und ihre Geschichte umgehen. Letztlich ist Jenna Blum ein sehr lesenswertes und auch berührendes Buch gelungen.

„Die uns lieben“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Jenna Blum ist ein tiefgehender Roman gelungen, der die Zeit des Nazi-Regimes präsent werden läßt.

Tolle Geschichte für alle Liebhaber von Familiengeheimnissen und historischen Romanen.
Jenna Blum ist ein tiefgehender Roman gelungen, der die Zeit des Nazi-Regimes präsent werden läßt.

Tolle Geschichte für alle Liebhaber von Familiengeheimnissen und historischen Romanen.

„Lebensgeschichte aus Weimar in der Nazizeit“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der Roman hat mich bewegt. Besonders an der Lebensgeschichte von Anna, die als Teil des Buches in Rückblenden erzählt wird, habe ich Anteil genommen. Sie verliebt sich als junges Mädchen in Weimar in den jüdischen Arzt Max. Später wird sie die Geliebte eines deutschen Offiziers. Eindrücklich aber ohne jegliche Entschuldigung oder Wertung erzählt der Roman von dem Verhältnis, mit dem sie ihre Tochter Trudy und sich selbst vor Strafe (und wahrscheinlich vor dem Tod) rettet. Sehr bewegend ist auch die Schilderung der Autorin, wie Anna nach dem Krieg verachtet wurde.
Jenna Blum hat mit dem Buch einen ergreifenden und interessanten Roman geschrieben, der aus der Masse der Schicksalsgeschichten hervorsticht. Dadurch, dass Trudy in Amerika Zeitzeugen interviewt und ihre eigene Identität hinterfragt, verbindet die Autorin die Lebensgeschichte auch immer wieder mit der Frage: „Wie weit würde man selbst gehen um Andere und sich selbst zu schützen“.
Der Roman hat mich bewegt. Besonders an der Lebensgeschichte von Anna, die als Teil des Buches in Rückblenden erzählt wird, habe ich Anteil genommen. Sie verliebt sich als junges Mädchen in Weimar in den jüdischen Arzt Max. Später wird sie die Geliebte eines deutschen Offiziers. Eindrücklich aber ohne jegliche Entschuldigung oder Wertung erzählt der Roman von dem Verhältnis, mit dem sie ihre Tochter Trudy und sich selbst vor Strafe (und wahrscheinlich vor dem Tod) rettet. Sehr bewegend ist auch die Schilderung der Autorin, wie Anna nach dem Krieg verachtet wurde.
Jenna Blum hat mit dem Buch einen ergreifenden und interessanten Roman geschrieben, der aus der Masse der Schicksalsgeschichten hervorsticht. Dadurch, dass Trudy in Amerika Zeitzeugen interviewt und ihre eigene Identität hinterfragt, verbindet die Autorin die Lebensgeschichte auch immer wieder mit der Frage: „Wie weit würde man selbst gehen um Andere und sich selbst zu schützen“.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
14
11
4
0
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 04.11.2016
Bewertet: anderes Format

Toller Roman über ein Thema, das nie in Vergessenheit geraten darf.

Einfach nur toll
von einer Kundin/einem Kunden am 30.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mitreißend und spannend zugleich zu lesen! Das Schicksal der zwei Hauptpersonen fesselt, so das man nicht aufhören kann zu lesen! Ich würde es uneingeschränkt empfehlen

von einer Kundin/einem Kunden aus Wuppertal am 26.07.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Auseinandersetzung mit dem 2. Weltkrieg und mit der eigenen Vergangenheit. Sehr gut geschrieben und eine spannende Geschichte.