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Seegrund

Kluftingers dritter Fall (gekürzte Lesung)

Ein Kluftinger-Krimi 3

(25)
Am Alatsee bei Füssen macht der Allgäuer Kommissar Kluftinger eine schreckliche Entdeckung: Am Ufer liegt ein Taucher in einer riesigen roten Lache. Was zunächst aussieht wie Blut, entpuppt sich als seltene organische Substanz aus dem Bergsee. Kluftinger, der diesmal bei den Ermittlungen sehr zu seinem Missfallen weibliche Unterstützung erhält, tappt lange im Dunkeln. Der Schlüssel zur Lösung des Falles muss tief auf dem Grund des sagenumwobenen Sees liegen ...
Portrait
Volker Klüpfel, geboren 1971 in Kempten, aufgewachsen in Altusried, studierte Politologie und Geschichte. Er war Leiter der Kulturredaktion bei der Memminger Zeitung und wechselte danach zur überregionalen Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen. Mit seinem Co-Autor Michael Kobr ist Volker Klüpfel seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg "Milchgeld" erschien ihr zweiter Allgäu-Krimi mit Kommissar Kluftinger: "Erntedank", ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, und zuletzt Kluftingers neuer Fall "Seegrund". Volker Klüpfel ist wohnhaft in Augsburg.

Meinung der Redaktion Die Kluftinger- Krimis sind einfach unschlagbar und haben Suchtpotential! Kluftinger ist so normal, dafür lieben ihn die Leser. Die Kombination aus Krimi und komischen Momenten ist perfekt, auch für Nicht- Krimifans.

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten, aufgewachsen in Kempten und Durach, ist Realschullehrer für Deutsch und Französisch. Mit seiner Frau und seiner Tochter lebt er in Memmingen. Mit seinem Co-Autor Volker Klüpfel ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschien ihr zweiter Allgäu-Krimi mit Kommissar Kluftinger: »Erntedank«, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, und zuletzt Kluftingers neuer Fall »Seegrund«.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Volker Klüpfel, Michael Kobr
Erscheinungsdatum 01.09.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783844909180
Verlag Osterwoldaudio
Spieldauer 225 Minuten
Format & Qualität MP3, 225 Minuten
Verkaufsrang 1.452
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...die nationalsozialistische Vergangenheit holt auch das Allgäu und seine Bewohner wieder ein. Ein schwieriges Thema zu lesbarer Unterhaltung zu machen, das ist gar nicht so einfach und es glückt den Autoren auch nur so lala. Dazu die privaten Unruhen, weil sich die asiatische Schwiegertochter ankündigt und Kluftinger von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert. Zum Teil etwas viele Fettnäpfchen und Unannehmlichkeiten, die beim Lesen eher für beschämte Momente sorgen denn für Heiterkeit. ...die nationalsozialistische Vergangenheit holt auch das Allgäu und seine Bewohner wieder ein. Ein schwieriges Thema zu lesbarer Unterhaltung zu machen, das ist gar nicht so einfach und es glückt den Autoren auch nur so lala. Dazu die privaten Unruhen, weil sich die asiatische Schwiegertochter ankündigt und Kluftinger von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert. Zum Teil etwas viele Fettnäpfchen und Unannehmlichkeiten, die beim Lesen eher für beschämte Momente sorgen denn für Heiterkeit.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Grantelnder Kriminaler in Hochform - ganz egal wie weit ihm das Wasser bis zum Hals steht. Grantelnder Kriminaler in Hochform - ganz egal wie weit ihm das Wasser bis zum Hals steht.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Ein schrulliger Kommissar, ein spannender Fall, tolle Landschaft, das macht diesen Krimi zu einem köstlichen Lesevergnügen. Ein schrulliger Kommissar, ein spannender Fall, tolle Landschaft, das macht diesen Krimi zu einem köstlichen Lesevergnügen.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Großartiger Krimi rund um den schrulligen Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu. Spannender Fall und zum Schreien komisch. Absolut lesenswert. Großartiger Krimi rund um den schrulligen Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu. Spannender Fall und zum Schreien komisch. Absolut lesenswert.

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wie gehabt,Klufti im Clinch zwischen Zuhause und ungebetener Kollegin,Lachen sozusagen vorprogrammiert.... Wie gehabt,Klufti im Clinch zwischen Zuhause und ungebetener Kollegin,Lachen sozusagen vorprogrammiert....

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Wieder ein richtig gut gelungener Klufti. Genau wie er sein soll: Lustig, schrullig, hungrig, spannend. Grandios! Wieder ein richtig gut gelungener Klufti. Genau wie er sein soll: Lustig, schrullig, hungrig, spannend. Grandios!

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Sehr spannender Allgäu-Krimi rund um Kommissar Kluftinger !! Sehr spannender Allgäu-Krimi rund um Kommissar Kluftinger !!

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Ich mag Klufti. Bei seinen Ermittlungen "darf" er mit einer Zigarillos rauchenden Kollegin zusammenarbeiten.Und es geht zurück bis in die Nazizeit. Trotzdem wieder genug zu Lachen. Ich mag Klufti. Bei seinen Ermittlungen "darf" er mit einer Zigarillos rauchenden Kollegin zusammenarbeiten.Und es geht zurück bis in die Nazizeit. Trotzdem wieder genug zu Lachen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
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Seegrund
von meggie aus Mertesheim am 05.08.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Bei einem Spaziergang am Alatsee findet Kluftinger mit seiner Familie einen verletzten Taucher. Dieser ist bewusstlos und liegt in einer Lache aus rotem Blut. Wie sich herausstellt, ist es jedoch kein Blut, sondern Bakterien aus dem See. Als Kluftinger weiter recherchiert, stößt er auf viele Ungereimtheiten. Wer ist der... Bei einem Spaziergang am Alatsee findet Kluftinger mit seiner Familie einen verletzten Taucher. Dieser ist bewusstlos und liegt in einer Lache aus rotem Blut. Wie sich herausstellt, ist es jedoch kein Blut, sondern Bakterien aus dem See. Als Kluftinger weiter recherchiert, stößt er auf viele Ungereimtheiten. Wer ist der Verletzte? Warum ist er am Alatsee getaucht, wo es doch heißt, dass Tauchen hier sehr gefährlich ist? Und was hat er gesucht? Die Hinweise führen zu längst vergangenen Tagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig ist auch die Freundin von Kluftingers Sohn Markus bei den Kluftingers zu Gast, um mit ihnen gemeinsam Weihnachten zu feiern. Yumiko ist Japanerin und stellt damit Kluftingers Weltbild auf den Kopf. Vor allem, weil er sie sehr sympathisch findet und - um ihr alles recht zu machen - wieder jedes Fettnäpfchen mitnimmt, dass sich ihm in den Weg stellt. Kluftinger, wie er leibt und lebt. Was witzig beginnt - die Ankunft Yumikos und die Suche nach einem Restaurant zum Essen - endet in einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit. Der verletzte Taucher am Alatsee wirft unendlich viele Fragen auf, die Kluftinger und seine Kollegen eine zeitlang beschäftigten. Und je mehr man von dem Fall erfährt, umso weiter reist man zurück in die Vergangenheit bis hin zum Zweiten Weltkrieg. Im Vorwort schreiben die Autoren, dass in dem Buch Wahrheiten verarbeitet sind und googelt man nach "Alatsee" bekommt man so einige Verschwörungstheorien vorgeworfen. Für mich immer wieder interessant, weil ich wahre Begebenheiten in einem Roman gerne weiterverfolge und mir so weiteres Hintergrundwissen aneignen kann. Die Autoren haben sich nun von den Gerüchten rund um den See inspirieren lassen und einen weiteren Allgäu-Krimi mit Kommissar Kluftinger geschaffen. Der schrullige Kommissar hat wieder seine ganz eigene Methode, um den Fall zu knacken. Diesmal bekommt er Hilfe von einer ebenso schrulligen Kommissarin namens Friedel Marx. Die zigarillorauchende Frau, die eher ein Mann hätte abgeben sollen, ist Kluftinger zwar keine sehr große Hilfe - meint er zumindest -, doch schleicht sie sich schon ein bisschen mit ihrer nicht normalen Art in sein Herz. Auch dem Charme Yumikos, einer junge Japanerin, die zusammen mit Kluftingers Sohn Markus den heimischen Frieden auf den Kopf stellt, kann sich Kluftinger nicht entziehen. Und so ergibt sich wieder eine Geschichte der anderen Art. Auf der einen Seite steht natürlich das Ernste, der Fall des verletzten Tauchers. Auf der anderen die heitere Version des Privatlebens des Kommissars. Beides bringt Kluftinger eigentlich in guten Einklang, muss aber wieder so einiges einstecken, beruflich wie privat. Dies führt zu einer gelungenen Mischung aus Komödie und Krimi und lässt einem gebannt weiterlesen. Aber auch Kluftingers Kollegen kommen nicht zu kurz und arbeiten kräftig mit. Ebenso die Familie, die immer für einen Lacher gut ist. Fazit: Das Allgäu, ein ungelöster Fall und Kommissar Kluftinger in seinem Element.

Seegrund // Volker Klüpfel & Michael Kobr
von Nelly aus Hüttlingen am 16.11.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Puh, manche Rezensionen fallen einem leichter als andere. Und komischerweise findet man immer mehr und deutlichere Worte, wenn man ein Buch in der Luft zerreißt, als wenn man versucht, es in den Himmel zu loben. Daher ist es mir unglaublich leicht gefallen, meine Meinung zu Seegrund niederzuschreiben. Schade eigentlich… Beim... Puh, manche Rezensionen fallen einem leichter als andere. Und komischerweise findet man immer mehr und deutlichere Worte, wenn man ein Buch in der Luft zerreißt, als wenn man versucht, es in den Himmel zu loben. Daher ist es mir unglaublich leicht gefallen, meine Meinung zu Seegrund niederzuschreiben. Schade eigentlich… Beim Familienausflug in der winterlichen allgäuer Idylle macht der Kultkommissar dieses Mal selbst eine schaurige Entdeckung. Am Ufer eines Sees findet er einen Mann in einer roten Lache liegen. Wo Kluftinger zunächst eine Leiche vermutet, stellt sich schnell heraus, dass der Mann noch lebt und dass die rote Flüssigkeit um ihn herum gar kein Blut ist. Hinzu kommt, dass der Mann im Taucheranzug gefunden wird und daher höchstwahrscheinlich kurz zuvor im See war. Einem See, in dem das Tauchen doch eigentlich verboten ist. Das kleine Manko, dass der Mann lange Zeit unbekannt bleibt, hilft dem Ermittlungsteam aus dem Allgäu daher auch nicht weiter. Und auch privat ist der Kluftinger wieder total eingespannt. Denn der Sohnemann kommt zu Besuch über Weihnachten und bringt seine neue Freundin mit. Die passt mit ihrem asiatischen Aussehen aber so gar nicht in die verschneite Bergwelt. Doch den Kulturschock bekommt der alteingesessene Ermittler erst, als ihm die Kässpätzle vorenthalten werden und er dafür in ein Sushilokal geschleppt wird. Meiner Meinung nach war die Idee hinter diesem „Krimi“ schon irgendwie lasch. Warum die Anführungszeichen? So eine richtige Kriminalgeschichte sucht man in Seegrund vergeblich. Denn der Weg zur Lösung des Falls und die Auflösung selbst waren unglaublich flach. Spannung kam gar nicht auf und so richtig durchdacht kam einem die ganze Sache auch nicht vor. Über lange Abschnitte war der Überfall auf den Taucher auch überhaupt nicht Thema. Dieses Mal konzentrierten die Autoren sich nämlich vor allem auf ihren schrulligen Ermittler. Doch der hat zahlreiche Macken, die absolut überspitzt sind. Und leider absolut unglaubwürdig. Und zum Schämen. Da wurde selbst ich als Leser bei der Lektüre knallrot, weil Fremdschämen vom Feinsten angesagt war. Wahrscheinlich sollten die Arschbombem in die Fettnäpfchen, die Kluftinger da in schöner Regelmäßigkeit hinlegt, witzig sein, aber eigentlich waren sie nur peinlich. Da könnte man doch glatt den Eindruck bekommen, dass alle Menschen in ländlicher Umgebung hirnlose Bauerntölpel sind, die nur gerade aus laufen können, weil sei eine Hirnzelle mehr wie jeder Fisch haben. Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, ich hätte was gegen einen Kommissar in Provinzkrimis, der mit eigenen Charakterzügen daher kommt. Aber eigentlich bin ich ein großer Fan von so etwas. Doch Kluftinger wird nicht als etwas schrulligen Polizisten hingestellt, sondern einfach nur als dämlich. Hinzu kommt, dass der Kriminalfall einfach grausig war, da einfach nicht ausgearbeitet. Man bekam schnell den Eindruck, als würde da keine Polizeiarbeit geleistet, sondern als würde das Ermittlungsteam bei jeder sich bietenden Gelegenheit über einen weiteren Hinweis stolpern. Damit empfand ich die Story als sehr unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Beim Hörbuch kamen wieder beide Autoren zu Wort. Schon bei den ersten beiden Teilen wusste ich nicht recht, was ich von dieser abwechselnden Erzählstimme halten soll. Dieses Mal allerdings war ich mir darüber im klaren, dass dieses ewige Hin-und Hergewechsel einfach nur anstrengend ist, wobei die verworrene Geschichte dazu auch beigetragen hat. Seegrund war weder ein spannender Krimi, noch war das Buch auch nur annährend witzig. Nach einem etwas holprigen Start und einem ganz soliden zweiten Teil stürzt die Kluftinger-Reihe mit ihrem dritten Teil ins Bodenlose. Der Story ließ sich einfach nichts Positives mehr abgewinnen. Band 4, mit dem Titel Laienspiel steht zwar bereits in meinem Regal, wird aber höchstwahrscheinlich nicht so schnell eine Chance bekommen.

Kultiger Kommissar und faszinierender Fall
von Igelmanu66 aus Mülheim am 24.06.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

»Mit einem Schlag schien es kälter als zuvor. Sein Blick wurde ebenso starr wie der von Yumiko. Er schluckte, schloss für einen Moment die Augen, öffnete sie wieder - was er sah, war real: Etwa zehn Meter entfernt, nur wenige Schritte vom Seeufer, lag ein Mann im Schnee. Er... »Mit einem Schlag schien es kälter als zuvor. Sein Blick wurde ebenso starr wie der von Yumiko. Er schluckte, schloss für einen Moment die Augen, öffnete sie wieder - was er sah, war real: Etwa zehn Meter entfernt, nur wenige Schritte vom Seeufer, lag ein Mann im Schnee. Er steckte in einem eng anliegenden schwarzen Anzug und lag auf dem Bauch, die Arme weit vom Körper weggestreckt. Er war nicht besonders groß, wirkte aber muskulös. Der Kopf lag so, dass der Kommissar das Gesicht nicht sehen konnte. Dunkelblondes Haar klebte nass am Schädel des jungen Mannes. Doch Kluftigers und Yumikos Aufmerksamkeit wurde von einem anderen Detail gefangen genommen: In einem Radius von beinahe zwei Metern um den Körper hatte sich der Schnee dunkelrot verfärbt. Offensichtlich lag der Mann in einer unvorstellbar großen Blutlache.« Eigentlich sollte der Familienausflug der Kluftingers nach Neuschwanstein gehen, doch Kluftinger, den es vor den Touristenscharen dort grauste, überredete Frau, Sohn und dessen neue Freundin, doch stattdessen zum malerischen Alatsee zu fahren. Natürlich konnte er nicht ahnen, welche schockierende Entdeckung dort auf sie warten würde... Unversehens hat Klufti also wieder einen verzwickten Fall zu lösen. Dabei spielen die ökologischen Besonderheiten des Alatsees eine große Rolle und Klufti muss bei seinen Ermittlungen zudem weit in der Vergangenheit forschen. Und als wenn das noch nicht schwer genug wäre, plagt er sich mit einer schweren Erkältung rum und muss mit einer Kollegin aus Füssen zusammenarbeiten. Und diese Kollegin ist noch mal ein Charakter für sich! Auch dieser Klufti-Krimi gefiel mir sehr! Wie schon in den Vorgängerbänden (Milchgeld, Erntedank) wird reichlich Lokalkolorit geboten und Kluftinger brilliert als Allgäuer Original. Faszinierend fand ich zudem die Infos rund um den Alatsee, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte, der jetzt aber auf der Liste der Orte steht, die ich unbedingt noch bereisen möchte. Einiges an geschichtlichen Ereignissen und Mythen rankt sich zudem um den See, was im Buch in einer spannenden Handlung umgesetzt wird. Beim Krimi selbst stimmt auch alles, es wird logisch ermittelt, die Auflösung ist schlüssig und die sich durchs Buch ziehenden Rückblenden, die sich chronologisch immer mehr in die Vergangenheit bewegen, machen neugierig und erhöhen die Spannung. Normalerweise ist mir bei einem Krimi immer wichtig, dass nicht zuviel Privates rund um die Ermittler präsentiert wird. Ich gestehe, dass es mir bei Kluftinger anders geht und ich jeden Abschnitt, in dem er eins seiner ewigen Duelle mit seinem schnieken und intellektuellen Nachbarn ausficht, genieße. Wenn er sich dann noch der Freundin seines Sohnes zuliebe in ein japanisches Restaurant wagt oder an seiner "chronischen Leichenunverträglichkeit" laboriert, hab ich beim Lesen ein breites Grinsen im Gesicht. Eine Zeitung bezeichnete Kluftinger mal als „den Columbo von Altusried“ – dem mag ich mir nur anschließen. Fazit: Erneut ein toller Regionalkrimi mit einem richtigen Ermittler-Original. »Hm, wieder so ein Rätsel«, knurrte der Kommissar. »Wär ich an diesem Sonntag doch bloß nach Neuschwanstein gegangen ... Kruzifix!«