Die Frau von dreißig Jahren

Roman

(3)

Zu den größten Bucherfolgen, die Honoré de Balzac erlebte, gehört der Roman »Die Frau von dreißig jahren«. Die junge Julie d'Aiglemont ist unglücklich mit einem ebenso eleganten wie oberflächlichen Reiteroffizier verheiratet, eine Ehe, die sie nur mit größter Selbstüberwindung ertragen kann. In dieses trostlose Zusammenleben mit einem gleichgültigen Mann tritt nach einem gefühlvollen Verhältnis zu dem englischen Lord Grenville der junge Diplomat Charles de Vandenesse, dessen leidenschaftlicher Liebe sie auf Dauer nicht widerstehen kann. Doch sie muss diesen Fehltritt bitter büßen...
Bei aller melodramatisch geschilderten Liebesgeschichte steht doch im Mittelpunkt des Romans die Forderung nach dem Recht auf Glück und Liebe einer Frau, die, wie Balzac meint, »in jenem schönen Alter von dreißig Jahren« ist, jenem »poetischen Gipfel im Leben einer Frau«, da sie »dessen ganzen Lauf umfassen und ebenso in die Zukunft wie in die Vergangenheit blicken kann.«

Rezension
"Balzacs wahrscheinlich bekanntester Roman zeichnet ein künstlerisches Seelen- und Sittenbild des frühen 19. Jahrhunderts. Zum erstenmal wird das Problem der unglücklich verheirateten Frau in mittleren Jahren als Opfer ihrer Unerfahrenheit und der sozialen Zwänge mit aller Schärfe und Komplexität dargestellt." (BücherPick)
Portrait
Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren. 1816 begann er ein Jurastudium an der École de Droit in Paris auf und besuchte daneben Vorlesungen an der Faculté des lettres und am Collège de France, was ihn dazu veranlaßte, neben seinem Jurastudium philosophische Überlegungen niederzuschreiben. Schließlich brach er das Studium ab, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Sein Vater finanzierte ihm die ersten zwei Jahre, die Balzac schreibend in einer Mansarde verbrachte. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches, Fragmente eines Opernlibrettos und einer Tragödie. 1823 verdiente er sein Geld vor allem mit Beiträgen für das Feuilleton littéraire. Den erhofften Durchbruch als Romanautor schaffte er erst 1829 mit dem historischen Roman Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800. In den folgenden Jahren schrieb Balzac wie besessen. Die Comédie Humaine sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt. Ab 1843 bekam Balzac aufgrund seiner ständigen Überanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs ernsthafte gesundheitliche Probleme, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 18. August 1850 in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 232
Erscheinungsdatum 18.01.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-34707-1
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/11,9/1,5 cm
Gewicht 216 g
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Hedwig Lachmann
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Das einzige Buch, was ich von Balzac gelesen habe. Und es ist ein gutes, emanzipiertes Buch, auch wenn Julie den Rat ihres Vaters nicht annimmt und dadurch ins Unglück stürzt. Das einzige Buch, was ich von Balzac gelesen habe. Und es ist ein gutes, emanzipiertes Buch, auch wenn Julie den Rat ihres Vaters nicht annimmt und dadurch ins Unglück stürzt.

Kundenbewertungen

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Tristesse, Tristesse, Tristesse....
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Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kaltherzige Männerwelt. Julie d´ Aiglemont kaum 20 Jahre jung wirft sich voller Lebensenergie und Elan in die Hände eines Mannes, der ihrer nicht würdig ist. Sie betrachtet den Sex mit ihm als reine Pflichtübung, die nur ihm Lust bereitet. Katastrophe!! Mit dreißig Jahren jedoch lernt sie einen jungen Diplomaten... Kaltherzige Männerwelt. Julie d´ Aiglemont kaum 20 Jahre jung wirft sich voller Lebensenergie und Elan in die Hände eines Mannes, der ihrer nicht würdig ist. Sie betrachtet den Sex mit ihm als reine Pflichtübung, die nur ihm Lust bereitet. Katastrophe!! Mit dreißig Jahren jedoch lernt sie einen jungen Diplomaten kennen bei dem sie ihre wahre Leidenschaft entdeckt. Ein passageres Glück? Ja. Sie bekommt einen Sohn von ihm, der auf tragische Weise ums Leben kommt. Seine Halbschwester Helene wirft ihn in die Seine. Katastrophe!! Diese Schuld nagt sehr in ihrer Kinderseele. Es folgt ein Schicksalsschlag auf den anderen. Von Klippe zu Klippe… Ich finde es ist eher ein phantastischer Schauerroman als ein psychologischer Roman a`la Marcel Proust. Balzac ein Zeitgenosse von Edgar Allan Poe. In der Tat.

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