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Motive des Fin de siècle im skandinavischen Black Metal

Diese Arbeit befasst sich mit Motiven des Fin de siècle im skandinavischen Black Metal. Diese Spielart der Musikrichtung Heavy Metal ist mittlerweile eine feststehende Konstante der internationalen Musikszene. Ihre Blütezeit erfuhr diese Musik ‘Anfang der neunziger Jahre in Norwegen durch eine relativ kleine Gruppe von Jugendlichen’. Gerade da es sich hier um ein ursprünglich skandinavisches Phänomen handelt, liegt eine nähere Erforschung dieser Musikkultur im Interesse der Skandinavistik. Durch meine Arbeit möchte ich die spärliche Sekundärliteratur zum ‚Phänomen Black Metal‘ ergänzen, nicht zuletzt, da die Songtexte nordischer Black Metal-Bands zur international bekannten, aktuellen skandinavischen Lyrik zählen, zumindest innerhalb der Metalszene.
Bereits dem Rock'n'Roll der 1950er-Jahre haftete ein rebellisches, verbotenes und satanisches Image an. Als kreatives Ventil der Jugend brachte sie den Widerstand gegen die konservativen Einstellungen der Elterngeneration zum Ausdruck. Mit der zunehmenden Akzeptanz der Rockmusik entwickelten sich Anfang der 1980er-Jahre im Zuge des Hard Rock und später des Punk Rock und Heavy Metal viele Bands, die musikalisch, textlich und inszenatorisch extremer wurden. Die gesellschaftliche Toleranz gegenüber Musik und künstlerischem Ausdruck allgemein war schließlich so entwickelt, dass sich der Death Metal selbst nicht mehr als rebellisch verstand, obwohl die Musik und ihre Lyrik eine bis dahin nie gekannte Härte erreichte. Der Verzicht auf gängige Songstrukturen und Harmonien bei stark verzerrten Gitarren, ein tief röchelnder Gesangsstil und eine textliche Forcierung auf den Tod schienen kaum mehr übertroffen werden zu können. Der Black Metal bemüht sich, das – zur Zeit des Rock'n'Roll von außen aufgezwungene – satanische Image wiederherzustellen und über den klassischen Heavy Metal hinausgehend in einen ‘ironiefreien und ernsthaften Bedeutungszusammenhang’ zu stellen.
‘Black-Metal-Musiker präsentieren in Musik, Kleidung und Haltung den Versuch, sich abweichend zu inszenieren, indem sie ›das Böse‹ ästhetisieren.’ Sieht man diese Ästhetisierung des Bösen als grundlegende und essentielle Motivation, dann stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln sie erreicht wird. Letztlich müssen dafür kulturelle Codes verwendet werden, die die Allgemeinheit als böse ansieht, die auch über die subkulturellen Grenzen hinausreichen. [...]
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Beschreibung

Produktdetails


Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 44 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783842836006
Verlag Diplom.de
Dateigröße 468 KB
eBook
28,00
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