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Nicht ohne Utopie

Die wahre Geschichte des Hermann Kant

Die von der Autorin kritisch durchgesehene und mit über 100 Fotos schön gestaltete Neuausgabe geht weit über das Ursprungswerk aus dem Jahr 2013 hinaus.

Aus gegebenem Anlass notierte Hermann Kant damals:

„Natürlich wüsste ich Linde Salbers Buch aus guten Gründen über den grünen Klee zu loben. Aber da 'Nicht ohne Utopie' von meinem Treiben und Schreiben handelt, verbietet sich das. Erlaubt hingegen muss sein, dass ich diese Biografie gegen die Auffassung verteidige, die Biografie der Verfasserin habe in ihr nichts zu suchen.
Eine Westdeutsche, die als Kind eine Ostdeutsche war; ein Ostdeutscher, der als Kind ein Westdeutscher war; zwei deutsche Geschichten aus der einen deutschen Geschichte! - Unerlaubt wäre nur, davon zu schweigen. Oder von den aberwitzigen Umständen, unter denen die Entdeckung eines Buches unwiderstehlich zur Entstehung eines Buches führte.
Zugegeben, ich bin Partei. Aber warum sollte ich es ausgerechnet in diesem Falle einmal nicht sein?“

Friedrich Schorlemmer schrieb Linde Salber, sie schaffe es „ – wahrscheinlich wegen Ihres Abstandes damals – ein Buch so zu schreiben, dass es Hermann Kant gerecht wird“ und weiter „Da Sie sich selber nicht zu rechtfertigen brauchen und auch ihn nicht rechtfertigen wollen, können Sie auch auf Verteidigungsposen und auf Angriffsattacken weitgehend verzichten. Das wird einigen nicht schmecken, die sich immer noch an Hermann Kant meinen abarbeiten zu müssen.“ Schorlemmer bescheinigt Linde Salber, mit ihrer Darstellung „zur Versachlichung der Debatte“ beigetragen zu haben.

Umschlaggestaltung: Lothar Reher (Akademie der Künste Berlin)
Portrait

Hermann Kant, am 14. Juni 1926 in Hamburg geboren, geriet als gelernter Elektromonteur nach sechs Wochen Soldatsein für vier Jahre in polnische Gefangenschaft. Eine Härteprobe, die er "Bedenkzeit" nannte. Zeit auch zum "Träumen" von einem neuen, nicht-faschistischen Deutschland. 1949 kehrte er in die DDR zurück, holte als Student der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Universität Greifswald das Abitur nach, studierte Germanistik an der Humboldt Universität, arbeitete als Redakteur und Publizist und wählte 1959 die Lebensform des freien Schriftstellers. Mit seinem Roman-Debüt "Die Aula" wurde der Autor 1965 weltweit bekannt - im Osten wie im Westen.
Als Präsident des Schriftstellerverbands (1978-1990) suchte Kant als Nachfolger der Anna Seghers dem Diktat des Politbüros Freiräume für die schreibende Zunft abzukämpfen - was nicht immer glücken konnte.
Nach der deutschen Vereinigung geriet Kant unter Stasi-Spitzel-Verdacht. Die Medien machten ihn zur Unperson. An der Lauterkeit ihrer Motive muss gezweifelt werden. Es handelte sich um Nachbeben des Kalten Krieges. Auch zum Nachteil potentieller Leser beeinträchtigte dieser Rufmord die Erfolgsgeschichte der Erzählungen (Der dritte Nagel, Bronzezeit, Die Summe u.a.) und Romane (Das Impressum, Der Aufenthalt, Okarina u.a.).
Seit Anfang der 1990er Jahre lebt der Autor in Prälank bei Neustrelitz - und schreibt.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 615
Erscheinungsdatum März 2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-943977-59-2
Verlag Kulturmaschinen Verlag
Maße (L/B/H) 24,9/16,9/5,3 cm
Gewicht 1300 g
Abbildungen mit 100 Fotos.
Buch (gebundene Ausgabe)
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