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Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten

Tagebücher 1933-1945

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„Die Tagebücher stellen alles in den Schatten, was jemals über die NS-Zeit geschrieben wurde.“ Die Zeit

Der Weltbestseller, dessen Bedeutung nur noch mit dem Tagebuch der Anne Frank zu vergleichen ist, erscheint 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in neuer, bibliophiler Ausstattung und in revidierter Textgestalt.

Victor Klemperers Aufzeichnungen aus der Zeit des NS-Terrors haben sich als unverzichtbare und unvergleichliche Zeitdokumente erwiesen. „Beobachten, notieren, studieren“ – diese ständige Forderung an sich selbst löste er mit seinen minutiösen Notizen über den Alltag der Judenverfolgung ein. Er sah sich als „Kulturgeschichtsschreiber der Katastrophe“ und wurde darüber hinaus zum Chronisten von Schicksalen und Familientragödien, die sonst vergessen wären. Tagtäglich schrieb er, trotz ständiger Todesgefahr, Zwangsarbeit und entwürdigender Existenz im „Judenhaus“. Er notierte Gerüchte, Witze, Nachrichten. Immer öfter mussten seine Frau Eva und er von vertraut gewordenen Menschen Abschied nehmen, immer öfter fiel im Zusammenhang mit Judentransporten der Name Theresienstadt. 1942 hörte Klemperer zum ersten Mal vom Ort des Grauens schlechthin: Auschwitz.
Portrait
Victor Klemperer wurde 1881 in Landsberg/Warthe als neuntes Kind eines Rabbiners geboren. 1890 übersiedelte die Familie nach Berlin, wo der Vater zweiter Prediger einer Reformgemeinde wurde. Nach dem Besuch verschiedener Gymnasien, unterbrochen durch eine Kaufmannslehre, studierte Klemperer von 1902 bis 1905 Philosophie, Romanistik und Germanistik in München, Genf, Paris, Berlin. Bis er 1912 das Studium in München wieder aufnahm, lebte er in Berlin als Journalist und Schriftsteller. 1912 konvertierte er zum Protestantismus. 1913 Promotion, 1914 bei Karl Vossler Habilitation. 1914/15 Lektor an der Universität Neapel. Hier entstand eine zweibändige Montesquieu-Studie. Als Kriegsfreiwilliger zunächst an der Front, dann als Zensor im Buchprüfungsamt in Kowno und Leipzig. 1919 o. a. Professor an der Universität München. 1920 erhielt er ein Lehramt für Romanistik an der Technischen Hochschule in Dresden, aus dem er 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen wurde. 1938 begann Klemperer mit der Niederschrift seiner Lebensgeschichte "Curriculum vitae". 1940 Zwangseinweisung in ein Dresdener Judenhaus. Nach seiner Flucht aus Dresden im Februar 1945 kehrte Klemperer im Juni aus Bayern nach Dresden zurück. Im November wurde er zum o. Professor an der Technischen Universität Dresden ernannt. Eintritt in die KPD. 1947 erschien seine Sprach-Analyse des Dritten Reiches, "LTI" (Lingua Tertii Imperii), im Aufbau-Verlag. Von 1947 bis 1960 lehrte Klemperer an den Universitäten Greifswald, Halle und Berlin. 1950 Abgeordneter des Kulturbundes in der Volkskammer der DDR. 1952 Nationalpreis III. Klasse. 1953 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Victor Klemperer starb 1960 in Dresden.Geschwister-Scholl-Preis 1995.Weitere Veröffentlichungen u.a.: "Moderne Französische Prosa" (1923); "Die französische Literatur von Napoleon bis zur Gegenwart", 4 Bände (1925-1931); "Pierre Corneille" (1933); "Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert" (Band 1 1954, Band 2 1966).Aus dem Nachlaß: "Curriculum vitae" (1989), "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1945” (1995), "Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum. Tagebücher 1918-1932” (1996),"So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945-1959” (1999) und “Man möchte immer weinen und lachen in einem. Revolutionstagebuch 1919” (2015).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Walter Nowojski
Seitenzahl 1422
Erscheinungsdatum 03.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03616-4
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 23,8/17/8,8 cm
Gewicht 2040 g
Abbildungen 16 Seiten Abbildungen
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 27.820
Buch (gebundene Ausgabe)
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Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein sehr berührendes, menschliches Buch, welches die Ängste und Sorgen der Zeit des Nationalsozialismus ganz intensiv beschreibt. Absolute Empfehlung! Ein sehr berührendes, menschliches Buch, welches die Ängste und Sorgen der Zeit des Nationalsozialismus ganz intensiv beschreibt. Absolute Empfehlung!

„Tagebücher einer dunklen Zeit“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Flucht und zwölf Jahre Erniedrigung und ständige Todesgefahr liegen hinter Victor Klemperer und seiner Frau Eva, als sie im Juni 1945 ins völlig zerstörte Dresden zurückkehren. Bis 1935 hatte er an der Technischen Hochschule in Dresden einen Lehrstuhl für Romanistik inne. Dann die Entlassung wegen seiner jüdischen Herkunft. Von 1933 bis 1945 hat Victor Klemperer Tagebuch geführt über die dunkelste Zeit deutscher Geschichte. Bewegend! Flucht und zwölf Jahre Erniedrigung und ständige Todesgefahr liegen hinter Victor Klemperer und seiner Frau Eva, als sie im Juni 1945 ins völlig zerstörte Dresden zurückkehren. Bis 1935 hatte er an der Technischen Hochschule in Dresden einen Lehrstuhl für Romanistik inne. Dann die Entlassung wegen seiner jüdischen Herkunft. Von 1933 bis 1945 hat Victor Klemperer Tagebuch geführt über die dunkelste Zeit deutscher Geschichte. Bewegend!

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