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Hanns und Rudolf

Der deutsche Jude und die Jagd nach dem Kommandanten von Auschwitz

(1)

»Thomas Harding eröffnet einen neuen Blick auf das Gift des Nazismus und einen seiner tödlichsten Vollstrecker.« The Times

Thomas Harding kannte seinen Großonkel Hanns Alexander als einen freundlichen Mann mit viel Familiensinn, der ein bürgerliches Leben als Bankangestellter in London geführt hatte, sich für die Synagoge engagierte und gerne Witze machte. Seine jüdische Familie stammte aus Berlin und war in den 1930er-Jahren in letzter Minute nach England ins Exil entkommen. Das wussten alle. Ansonsten wurde über den Krieg nicht gesprochen. Erst nach dem Tod von Hanns Alexander erfuhr Harding, dass er ein Nazi-Jäger gewesen war. Er hatte Rudolf Höss, den nach Kriegsende untergetauchten Kommandanten von Auschwitz, in seinem Versteck auf einem Bauernhof in Norddeutschland aufgespürt und so dafür gesorgt, dass ihm der Prozess gemacht wurde.

Rezension
"In dem Buch 'Hanns und Rudolf' zeichnet er [Harding] detektivisch nach, wie der damals 29-jährige Lieutnant Hanns Alexander einen der gnadenlosesten NS-Kriegsverbrecher suchte und fand. Die genauen Umstände von Höß' Entdeckung kannte bisher nur der britische Militärgeheimdienst."
Marianne Enigl, Profil 18.08.2014
Portrait
Harding, Thomas
Thomas Harding ist Journalist und Autor und lebt heute mit seiner Familie in Hampshire/England. Er schrieb für Zeitungen wie 'The Guardian', 'The Sunday Times', 'The Independent' und die 'Financial Times'. Er ist Mitbegründer eines Fernsehsenders in Oxford und gab lange Jahre eine vielfach mit Preisen ausgezeichnete Zeitung in West Virginia heraus.

Schwelien, Michael
Michael Schwelien, Jg. 1948, ist zum Teil in den USA aufgewachsen und hat auch dort studiert. Von 1975 bis 1978 war er als Lektor tätig, danach zwei Jahre bei der 'Stuttgarter Zeitung', ab 1980 bis 2008 Redakteur bei der 'Zeit', von 1995 bis 1998 als Korrespondent in Washington. Diverse Veröffentlichungen, u.a: 'Joschka Fischer. Eine Karriere' (2000), 'Helmut Schmidt. Ein Leben in Frieden' (2003), 'Das Boot ist voll. Europa zwischen Nächstenliebe und Selbstschutz' (2004).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 20.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-34877-5
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21/13,4/2,4 cm
Gewicht 413 g
Originaltitel Hanns and Rudolf: The German Jew and the Hunt for the Kommandant of Auschwitz
Abbildungen mit zahlreichen schwarzweissen -Abbildungen
Übersetzer Michael Schwelien
Verkaufsrang 95.320
Buch (Taschenbuch)
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Ein herausragendes Dokument geschichtlicher Ereignisse.
von kvel am 10.12.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Dieses Sachbuch enthält zwei Biografien in einem Buch zusammengefasst bzw. zusammengeführt: Die sehr gut recherchierten Lebenswege der Beiden abschnittsweise und unabhängig von einander erzählt / berichtet. Somit eine einmalige Gegenüberstellung zweier wichtiger Personen aus der NS-Zeit. Inhalt: Kapitelweise abwechselnd werden die Lebensläufe von Hanns Alexander und Rudolf Höss beschrieben; beginnend von ihrer Kindheit... Dieses Sachbuch enthält zwei Biografien in einem Buch zusammengefasst bzw. zusammengeführt: Die sehr gut recherchierten Lebenswege der Beiden abschnittsweise und unabhängig von einander erzählt / berichtet. Somit eine einmalige Gegenüberstellung zweier wichtiger Personen aus der NS-Zeit. Inhalt: Kapitelweise abwechselnd werden die Lebensläufe von Hanns Alexander und Rudolf Höss beschrieben; beginnend von ihrer Kindheit und ihrem Elternhaus. Und wie sie jeweils die Lebensumstände und ihre mitgebrachte Persönlichkeit zu dem geformt haben, zu dem sie am Schluss geworden sind. Rudolf Höss: Aufgewachsen in einem lieblosen, strengen Elternhaus, in dem sehr viel Wert auf die Einhaltung von Regeln gelegt wurde. Militärlaufbahn. Er wurde mit immer größeren Organisationsaufgaben betraut . Hanns Alexander: Gut behütet aufgewachsen in einem liebevollen Elternhaus. Seine Familie ist gerade noch rechtzeitig aus Deutschland nach England geflohen. Meldete sich freiwillig als Soldat, um gegen Deutschland zu kämpfen. War dann maßgeblich an der Verfolgung und Inhaftierung der deutschen NS-Größen beteiligt, so dass sie ihrem Prozess zugeführt werden konnten. Zitat aus dem Buch: "... fing aber der Zoll in Berlin ein Paket ab, das zwei Kilo Zahngold enthielt. Einer der Lagerärzte von Auschwitz hatte es nach Hause geschickt." (S. 186) Themen aus dem Buch: Rudolf wollte immer alle Anforderungen erfüllen, die andere an ihn gestellt haben; er wollte Himmler gefallen; Himmler war für ihn eine Vaterfigur zu der er aufsah; er und Himmler verstanden sich gut; beide interessierten sich für landwirtschaftliche Themen; Rudolf war es gewohnt Befehle auszuführen. Beispiel für Zwangsarbeit: Die IG Farben hat neben dem Konzentrationslager in Auschwitz eine Fabrik gebaut, in der die arbeitsfähigen Lagerinsassen arbeiten mussten. Rudolf und seiner Familie ging es neben dem Konzentrationslager Auschwitz sehr gut: Sie lebten in einer Villa, hatten massenhaft Bedienstete (= Lagerinsassen) und sie bereicherten sich ungeniert an den Habseligkeiten, die den neu angekommenen Lagerinsassen weggenommen wurden. Die SS-Angehörigen sollten sich nicht das Gold aneignen, das den Häftlingen in den Lagern geraubt wurde; diese Gold sollte in die Kriegskasse des Dritten Reiches fließen. Meine Meinung: Das Buch enthält sehr viele geschichtliche / historische Hintergrundinformationen. Es ist sehr spannend und gut verständlich geschrieben und somit fließend zu lesen. Der Autor berichtet neutral und ohne Wertung die recherchierten Informationen. Die Persönlichkeitsentwicklungen, die beide im Laufe der Jahre verändert haben, sind für den Leser sehr gut nachvollziehbar beschrieben. Fazit: Ein bedeutendes Zeitzeugnis - sehr lesenswert!