Anima

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Méditerranée 2013, dem Prix Littéraire du 2ème Roman 2013, dem Prix Phénix 2013, dem Prix des Libraires du Québec2013 und dem Le Grand Prix SGDL Thyde Monnier 2012

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Ein Mann auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau. Er fand sie, auf brutale Weise ermordet, in seinem Haus in Montréal vor. Die Polizei kann zwar die Identität des Mörders rasch feststellen, ihn aber aus undurchsichtigen Gründen nicht verfolgen. So begibt der Mann sich selbst auf die Suche nach dem Schuldigen und auf eine Odyssee, die ihn quer durch Nordamerika führt, von Kanada bis nach Neumexiko – und trifft vor allem auf seine eigene erschütternde Geschichte. Von seiner Odyssee erzählen Tiere: Katze, Goldfisch, Fuchs, Möwe, Bär und viele mehr. Sie sind die Zeugen des menschlichen Dramas, sie beobachten aus ihrer Perspektive ein ungeheuerliches Leben. Ein gewaltiges Epos, ein unvergesslicher Thriller, voller Furor und Poesie – abgründig und einzigartig.
Ausgezeichnet mit:
* 2013 Prix Méditerranée
* 2013 Prix Littéraire du 2ème roman
* 2013 Prix Phénix
* 2013 Prix des Libraires du Québec
* 2012 Le Grand Prix SGDL Thyde Monnier
Portrait

Wajdi Mouawad, 1968 in Deir-el-Kamar (Südlibanon) geboren, musste sein Heimatland in den Unruhen des Bürgerkrieges im Alter von acht Jahren mit seiner Familie verlassen, wuchs in Paris auf und emigrierte 1983 nach Québec. Der Autor, Schauspieler und Regisseur lebt heute in Kanada und Frankreich.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 18.12.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14463-6
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,3/3 cm
Gewicht 365 g
Übersetzer Sonja Finck
Buch (Taschenbuch)
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Katja Engler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Raffinierter Thriller, aus der Perspektive verschiedenster (Wild)Tiere erzählt. Die Geschichte der Jagd auf einen Mörder, die quer durch Nordamerika führt. Ein ungewöhnliches Buch! Raffinierter Thriller, aus der Perspektive verschiedenster (Wild)Tiere erzählt. Die Geschichte der Jagd auf einen Mörder, die quer durch Nordamerika führt. Ein ungewöhnliches Buch!

Kundenbewertungen

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Grausam und dabei grandios!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2017
Bewertet: Taschenbuch

Ein durch und durch faszinierendes und letztlich schlichtweg grandioses Buch, das ich einem jeden wärmstens empfehlen kann, der vor grausamen Inhalten nicht zurück schreckt. Diese Geschichte ist ein wahres Unikat.

Schwer auszuhalten, aber großartig
von Sibylle Steinhauer aus Darmstadt am 16.02.2017

Eine Geschichte nur aus der Sicht verschiedener Tiere erzählt, welche dem Protagonisten auf seiner Reise begegnen. Sie alle spüren seine Gefühle, seine Not und seine Liebe zu seiner toten Frau, deren Mörder er verfolgt. Dabei dringt er immer mehr auch in seine eigene Vergangenheit vor und findet einen Abgrund... Es... Eine Geschichte nur aus der Sicht verschiedener Tiere erzählt, welche dem Protagonisten auf seiner Reise begegnen. Sie alle spüren seine Gefühle, seine Not und seine Liebe zu seiner toten Frau, deren Mörder er verfolgt. Dabei dringt er immer mehr auch in seine eigene Vergangenheit vor und findet einen Abgrund... Es ist kein schönes Buch. Man muss als Leser einiges aushalten. Aber man wird mit einer wundervollen Sprache belohnt, welche dieses Werk, neben seiner einzigartigen Erzählperspektive, zu etwas ganz Besonderem macht.

Düster, poetisch, beklemmend
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Anima“, ein düsteres Buch, eines, dem man sich schwer entziehen kann, das durch seine poetische Schreibweise und gleichzeitig gnadenlose Direktheit fasziniert. Die Geschichte an sich ist schnell zusammengefasst: Wahsch Dibsch ist auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau Léonie, die er furchtbar zugerichtet in der gemeinsamen Wohnung findet.... „Anima“, ein düsteres Buch, eines, dem man sich schwer entziehen kann, das durch seine poetische Schreibweise und gleichzeitig gnadenlose Direktheit fasziniert. Die Geschichte an sich ist schnell zusammengefasst: Wahsch Dibsch ist auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau Léonie, die er furchtbar zugerichtet in der gemeinsamen Wohnung findet. Bereits kurz nach der Tat ist die Identität des Mörders bekannt, da er aber als Polizeispitzel fungiert, hat seine Festnahme keine Priorität. Der Täter flüchtet sich in ein Indianer-Reservat. Dibsch hat sich jedoch längst an seine Fährte geheftet, es geht ihm nicht primär um Rache, er will sich durch die Begegnung mit dem Täter davon überzeugen, dass er nicht selbst der Mörder seiner Frau gewesen ist, denn ihn plagen immer wieder Albträume und grauenvolle Kindheitserinnerungen, die er nicht zuordnen kann oder will; die ihm Angst vor sich selbst und möglichen Taten machen. Der Leser erlebt die Mörder-/Motiv-Suche aus der distanzierten Sicht von Tieren, sei es durch die Augen des Aquarium-Fisches des Gerichtsmediziners, einer Krähe auf dem Friedhof, eines zigarettendrehenden Schimpansen, einer Katze, die bei einem Mord anwesend ist und ganz besonders durch die Augen eines riesigen, wilden Hundes, der sein Leben mit dem von Wahsch Dibsch verbindet und ihn fortan als Gefährte begleitet. Gerade die Erzählperspektive macht „Anima“ so besonders, es ist die Distanziertheit, das Selbstverständnis von Leben und Sterben, das den Tieren eigen ist und manches grausame Detail in ein anderes Licht rückt, aufzeigt wie nah der Mensch am Tier ist, vielleicht mehr Bestie ist als jedes Tier es je sein könnte … Der letzte Teil - aus Sicht des Gerichtsmediziners - ist so aufwühlend, dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen kann; beklemmend grausam, gradlinig, stimmig - lesenswert.