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Der Teufel von New York

Roman

Timothy Wilde Band 1


Jetzt im Taschenbuch

Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.

Portrait
Lyndsay Faye gehört zu den authentischsten New Yorkern, nämlich denen, die woanders geboren wurden. Sie lebt in Manhatten.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 23.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21611-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/3,2 cm
Gewicht 347 g
Originaltitel The Gods of Gotham
Übersetzer Michaela Messner
Verkaufsrang 107989
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Stimmungsvoller, historischer Krimi

David Frey, Thalia-Buchhandlung Worms

Obwohl der Klappentext etwas reisserisch formuliert ist und dem wahren Inhalt des Romans nicht gerecht wird, halte ich Lindsay Fayes New York Roman für absolut lesenswert. Oberflächlich gesehen, handelt es sich bei dieser Erzählung um eine Serienkillergeschichte im historischen Gewand. Mir persönlich hat allerdings der gesamte Hintergrund des Romanes am besten gefallen. Lindsay Faye lässt die Zeit der irischen Einwanderungswelle und die Gründung des New York Police Departements wieder auferstehen. Besonders dieser historische Aspekt macht den Roman so spannend und interessant. Auch die Fortsetzungen konnten das hohe Niveau des Erstlings aufrecht erhalten.

hervorragender,historischer New York-(Kriminal)Roman

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Lohnenswerte Lektüre ist dieser spannende (Kriminal-)Roman im historischen Ambiente. Der erste Teil einer Trilogie Ãüber die Anfänge des NYPD im Jahre 1845 beginnt ruhig, überzeugt mich aber durch seine plastische Darstellungskraft und zieht auch zum Ende hin ordentlich an. Die junge Metropole New York ist wahrhaftig ein Schmelztiegel in dieser Zeit, Tausende von irischen Auswanderern landen täglich an ihren Kais, Feuersbrünste, deren die Wehren kaum Herr werden können sowie Prostitution und Verbrechen sind an der Tagesordnung, während es Arbeit nur für die Wenigsten gibt. Hauptperson Timothy Wilde ist ein junger Ex-Barkeeper, der durch ein Großfeuer nicht nur seinen Job und sein ganzen Ersparnisse verloren, sondern auch eine entstellende Brandverletzung im Gesicht davongetragen hat. Immer noch angeschlagen bekommt er von seinem ausgefuchsten,älteren Bruder Valentine eine Anstellung bei der neu gegründeten Polizeitruppe angetragen. Zuerst nicht direkt begeistert,wird ihm der neue Job schnell wichtiger, als er es für möglich gehalten hat, vor allem nachdem ihm ein traumatisiertes ,blutbesudeltes,irisches Mädchen vor die Füße gelaufen ist. Während er versucht herauszubekommen, was passiert ist, stösst er offensichtlich in ein (politisches) Wespennest... Authentisch und nah dran,mich hat die Geschichte schnell geschluckt,auch die Verwendung der Gaunersprache Rotwelsch war sinnig eingebunden und ansonsten in einem Glossar erklärt, dieses New York ist dreckig und gemein, aber auch faszinierend, her mit dem zweiten Band "Die Entführung der Delia Wright" !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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1
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Der Teufel von New York
von einer Kundin/einem Kunden aus Feldkirchen in Kärnten am 19.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

höchst spannender Krimi in wunderbarem Schreibstil, der einen in eine längst vergangene Zeit eintauchen lässt

Der Teufel von New York
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2015

New York 1845 : Einen Brand übersteht Timothy Wilde nur mit schweren Gesichtsverletzungen . Da er damit schwer weiter als Barkeeper arbeiten kann , erhält er über seinen Bruder Valentine einen Job bei der Polizei . Er begegnet einem blutverschmierten Mädchen , mit dessen Hilfe er später 19 Kinderleichen findet . Meine Erwa... New York 1845 : Einen Brand übersteht Timothy Wilde nur mit schweren Gesichtsverletzungen . Da er damit schwer weiter als Barkeeper arbeiten kann , erhält er über seinen Bruder Valentine einen Job bei der Polizei . Er begegnet einem blutverschmierten Mädchen , mit dessen Hilfe er später 19 Kinderleichen findet . Meine Erwartungen , die nicht so hoch waren , hat das Buch übertroffen . Ich fand die Autorin hat die düstere Athmosphäre mit einigen Problemen der damaligen Zeit gut getroffen und die wichtigsten Protagonisten sehr gut und vielschichtig gezeichnet . Der Kriminalfall war spannend . Die Gaunersprache , die die Autorin hier oft verwendet , war für mich nicht immer einfach in heutige Begriffe zu übersetzen . Da musste ich einige Male das gute Glossar durchlesen . Band 2 werde ich auch lesen .

Gebrüder Wilde
von anyways am 24.10.2015

Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als Feuerwehrman... Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als Feuerwehrmann, sich geradezu in jedes Feuer stürzt, keine Prügelei auslässt und sich hemmungslos Wein, Weib und Morphium hingibt, versucht Timothy jedem Brand aus dem Weg zu gehen und seinem Leben einen seriösen anstrich zu geben. Das gelingt ihm bis zur Feuersbrunst im Juli 1845. Danach im Gesicht durch eine unschöne Brandnarbe gezeichnet, steht er vor dem existenziellen Nichts. Seine 400 Dollar, die er sich als Barkeeper angespart hat, um seine große Liebe heiraten zu können, sind im Feuer verschmolzen, seine Bar gibt es nicht mehr. Da Val durch seinen Dienst als Feuerwehrmann auch gute Beziehungen in die Politik hat, verschafft er Tim einen Posten in der neu gegründeten Polizei, den dieser widerwillig annimmt. Doch kaum beginnt er im 6. Bezirk, ein etwas heruntergekommenes Stadtteil von New York, läuft im ein blutbesudeltes kleines Mädchen in die Arme, kurze Zeit später wird die Leiche eines Jungen gefunden, dem neben dem Blut auch die Milz fehlt, und der wie Abfall im Müll landete.Diese beiden Ereignisse sind kein Zufall! Tim nimmt die Ermittlungen auf, und sieht sich bald noch mehr grausam entstellten Kinderleichen gegenüber. Die Alt- New Yorker Bevölkerung wird, dank des „Harolds“, alsbald über die geschändeten Kinderleichen informiert, ihr ganzer Hass richtet sich jetzt gegen die irischen Einwanderer. Eine tief verwurzelte Feindseligkeit zwischen Protestanten und Katholiken bricht sich einen Damm. In dieser aufgeheizten Stimmung versucht Tim, zusammen mit der kleinen Kindermusche, den Täter zu fassen. Eins hatten alle Kinder gemeinsam, sie waren in einem Bordell tätig. Lyndsay Faye gelingt mit ihrem Erstlingswerk wirklich ein fulminanter Roman. Gefallen hat mir außerordentlich, ihr historisches Wissen und das Gespür für die Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Ihr Roman ist auch eine Huldigung an das berühmte NYPD, obwohl es sich in der Anfangszeit eher um einen bunt zusammengewürfelten Haufen aus Raufbolden, älteren Wachtmeistern und Gestrandeten handelte und noch so gar nichts mit ihrer heutigen Berühmtheit zu tun hat. Ihre Protagonisten sind allesamt vielschichtig, mit zahllosen interessanten Charaktereigenschaften, allen voran Timothy Wilde, lediglich aus der Figur der Mercy Underhill bin ich nicht ganz schlau geworden. Originell fand ich auch das Einbringen der „Gaunersprache“. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich einige Begriffe durchaus kenne und auch anwende (z. Bsp. Schäks für Freund oder Liebhaber), entweder das liegt an der Übersetzung oder diese Begrifflichkeiten sind wirklich schon so alt. Dieses Buch legt einen längst vergessenen, dafür umso erschütternden Bericht über die katastrophalen Umstände der irischen Einwanderer ab. Geächtet von den Alteingesessenen, vertrieben durch Hunger und Not aus der Heimat, stranden sie an Amerikas Küste, um hier ein besseres Leben zu beginnen, unter manchmal erbarmungswürdigen Umständen. Die Hetzpredigten des Harolds, die vor jedem Kapitel stehen legen ein erschütterndes Zeugnis dar und lassen sich problemlos in die jetzige Zeit transportieren, denn gegenwärtig fürchten wir anscheinend nichts mehr als die „Sozialschmarotzer“ (ein Begriff aus der aktuellen Debatte um die gelockerten Zuwanderungen von Bulgaren und Rumänen in die EU).