Der Teufel von New York

Roman

Timothy Wilde 1

(35)
Jetzt im Taschenbuch
Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.
Portrait

Lyndsay Faye gehört zu den authentischsten New Yorkern, nämlich denen, die woanders geboren wurden. Sie lebt in Manhatten.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 23.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21611-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/3,2 cm
Gewicht 347 g
Originaltitel The Gods of Gotham
Übersetzer Michaela Messner
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Der erste Teil einer spannenden, historischen Trilogie um den New Yorker Polizeiermittler Timothy Wilde. Fesselnde Krimihandlung, ungewöhnliche Figuren und ein sympathischer Held. Der erste Teil einer spannenden, historischen Trilogie um den New Yorker Polizeiermittler Timothy Wilde. Fesselnde Krimihandlung, ungewöhnliche Figuren und ein sympathischer Held.

„Stimmungsvoller, historischer Krimi“

David Frey, Thalia-Buchhandlung Worms

Obwohl der Klappentext etwas reisserisch formuliert ist und dem wahren Inhalt des Romans nicht gerecht wird, halte ich Lindsay Fayes New York Roman für absolut lesenswert. Oberflächlich gesehen, handelt es sich bei dieser Erzählung um eine Serienkillergeschichte im historischen Gewand. Mir persönlich hat allerdings der gesamte Hintergrund des Romanes am besten gefallen. Lindsay Faye lässt die Zeit der irischen Einwanderungswelle und die Gründung des New York Police Departements wieder auferstehen. Besonders dieser historische Aspekt macht den Roman so spannend und interessant. Auch die Fortsetzungen konnten das hohe Niveau des Erstlings aufrecht erhalten. Obwohl der Klappentext etwas reisserisch formuliert ist und dem wahren Inhalt des Romans nicht gerecht wird, halte ich Lindsay Fayes New York Roman für absolut lesenswert. Oberflächlich gesehen, handelt es sich bei dieser Erzählung um eine Serienkillergeschichte im historischen Gewand. Mir persönlich hat allerdings der gesamte Hintergrund des Romanes am besten gefallen. Lindsay Faye lässt die Zeit der irischen Einwanderungswelle und die Gründung des New York Police Departements wieder auferstehen. Besonders dieser historische Aspekt macht den Roman so spannend und interessant. Auch die Fortsetzungen konnten das hohe Niveau des Erstlings aufrecht erhalten.

Alexandra Sand, Thalia-Buchhandlung Landau

Gut gemachter historischer Kriminalroman. Gut gemachter historischer Kriminalroman.

Kristiane Müller, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Gelungener Einstand einer leider nur dreibändigen Reihe.
Die sympathischen Hauptfiguren wachsen einem schnell ans Herz.
New York war immer schon ein Moloch.
Gelungener Einstand einer leider nur dreibändigen Reihe.
Die sympathischen Hauptfiguren wachsen einem schnell ans Herz.
New York war immer schon ein Moloch.

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Ebenso spannender wie unterhaltsamer Kriminalroman aus dem New York Mitte des 19. Jahrhunderts. Die frisch gegründete Polizei bekommt es mit einem Fall von Serienmord zu tun. Ebenso spannender wie unterhaltsamer Kriminalroman aus dem New York Mitte des 19. Jahrhunderts. Die frisch gegründete Polizei bekommt es mit einem Fall von Serienmord zu tun.

Cornelia Dygatz, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Dieser tolle historische Krimi spielt in New York 1845 und geht um die Gründung der Polizei. Mit Timothy Wilde als Hauptfigur ist ein sehr spannender Auftakt einer Krimireihe!!!! Dieser tolle historische Krimi spielt in New York 1845 und geht um die Gründung der Polizei. Mit Timothy Wilde als Hauptfigur ist ein sehr spannender Auftakt einer Krimireihe!!!!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bonn

Tim Wilde, einer der ersten Polizisten von NYC, muss einen schier unklärbaren Fall lösen. Nicht leicht mit Politikern und seinem süchtigen Bruder im Nacken ... Detektivisch perfekt Tim Wilde, einer der ersten Polizisten von NYC, muss einen schier unklärbaren Fall lösen. Nicht leicht mit Politikern und seinem süchtigen Bruder im Nacken ... Detektivisch perfekt

„historisch mal anders“

Martina Lehmann

Historische Romane haben für mich immer das gleiche Grundgerüst: unterdrückte Frau mit speziellen (heilenden, künstlerischen, für Männer gefährlichen) Fähigkeiten verliebt sich unglücklich, durch Irrungen und Wirrungen schaffen es die beiden Liebenden am Ende zusammen zu kommen, nur um dann wieder auf dramatische Weise auseinander gerissen zu werden, worauf dann die Fortsetzung in Form von Band 2 (-??) folgt. (Bei meiner Lieblingsautorin, die genau diesem Muster folgt, liegen immer um die 5 Jahre zwischen den Fortsetzungen, was die Warterei umso gemeiner macht!)
Dieser Roman hier tickt anders. Dies ist ein historischer Krimi.
Die frisch gegründete New Yorker Polizei findet 19 Kinderleichen. Niemand hat die Kinder je vermisst oder deren Verschwinden bemerkt. Der einzige Polizist, der den Täter nicht nur aus Prestigegründen fassen will, will eigentlich gar kein Polizist sein, stösst selbst in den engsten eigenen Reihen nur auf Widerstände und kämpft sich durch einen Sumpf aus Korruption, Fremdenhass und schlichtem Desinteresse.
Lindsay Faye entführt den Leser ins Jahr 1845- eine Zeit voller Armut, in der ein Menschenleben nicht viel wert ist, ein katholisches noch weniger. Durch die Sprache- den Slang der damaligen Zeit, wird man fast in die Mitte des 19. Jahrhunderts katapultiert und möchte gar nicht mehr weg.
Kein schneller Thriller, aber ein toller, spannender, vor allem HISTORISCHER Krimi!
Historische Romane haben für mich immer das gleiche Grundgerüst: unterdrückte Frau mit speziellen (heilenden, künstlerischen, für Männer gefährlichen) Fähigkeiten verliebt sich unglücklich, durch Irrungen und Wirrungen schaffen es die beiden Liebenden am Ende zusammen zu kommen, nur um dann wieder auf dramatische Weise auseinander gerissen zu werden, worauf dann die Fortsetzung in Form von Band 2 (-??) folgt. (Bei meiner Lieblingsautorin, die genau diesem Muster folgt, liegen immer um die 5 Jahre zwischen den Fortsetzungen, was die Warterei umso gemeiner macht!)
Dieser Roman hier tickt anders. Dies ist ein historischer Krimi.
Die frisch gegründete New Yorker Polizei findet 19 Kinderleichen. Niemand hat die Kinder je vermisst oder deren Verschwinden bemerkt. Der einzige Polizist, der den Täter nicht nur aus Prestigegründen fassen will, will eigentlich gar kein Polizist sein, stösst selbst in den engsten eigenen Reihen nur auf Widerstände und kämpft sich durch einen Sumpf aus Korruption, Fremdenhass und schlichtem Desinteresse.
Lindsay Faye entführt den Leser ins Jahr 1845- eine Zeit voller Armut, in der ein Menschenleben nicht viel wert ist, ein katholisches noch weniger. Durch die Sprache- den Slang der damaligen Zeit, wird man fast in die Mitte des 19. Jahrhunderts katapultiert und möchte gar nicht mehr weg.
Kein schneller Thriller, aber ein toller, spannender, vor allem HISTORISCHER Krimi!

„hervorragender,historischer New York-(Kriminal)Roman“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Lohnenswerte Lektüre ist dieser spannende (Kriminal-)Roman im historischen Ambiente.
Der erste Teil einer Trilogie Ãüber die Anfänge des NYPD im Jahre 1845 beginnt ruhig,
überzeugt mich aber durch seine plastische Darstellungskraft und zieht auch zum Ende hin ordentlich an.
Die junge Metropole New York ist wahrhaftig ein Schmelztiegel in dieser Zeit, Tausende von irischen Auswanderern landen täglich an ihren Kais, Feuersbrünste, deren die Wehren kaum Herr werden können sowie Prostitution und Verbrechen sind an der Tagesordnung, während es Arbeit nur für die Wenigsten gibt.
Hauptperson Timothy Wilde ist ein junger Ex-Barkeeper, der durch ein Großfeuer nicht nur seinen Job und sein ganzen Ersparnisse verloren, sondern auch eine entstellende Brandverletzung im Gesicht davongetragen hat.
Immer noch angeschlagen bekommt er von seinem ausgefuchsten,älteren Bruder Valentine eine Anstellung bei der neu gegründeten Polizeitruppe angetragen.
Zuerst nicht direkt begeistert,wird ihm der neue Job schnell wichtiger, als er es für möglich gehalten hat, vor allem nachdem ihm ein traumatisiertes ,blutbesudeltes,irisches Mädchen vor die Füße gelaufen ist. Während er versucht herauszubekommen, was passiert ist, stösst er offensichtlich in ein (politisches) Wespennest...
Authentisch und nah dran,mich hat die Geschichte schnell geschluckt,auch die Verwendung der Gaunersprache
Rotwelsch war sinnig eingebunden und ansonsten in einem Glossar erklärt,
dieses New York ist dreckig und gemein, aber auch faszinierend,
her mit dem zweiten Band "Die Entführung der Delia Wright" !
Lohnenswerte Lektüre ist dieser spannende (Kriminal-)Roman im historischen Ambiente.
Der erste Teil einer Trilogie Ãüber die Anfänge des NYPD im Jahre 1845 beginnt ruhig,
überzeugt mich aber durch seine plastische Darstellungskraft und zieht auch zum Ende hin ordentlich an.
Die junge Metropole New York ist wahrhaftig ein Schmelztiegel in dieser Zeit, Tausende von irischen Auswanderern landen täglich an ihren Kais, Feuersbrünste, deren die Wehren kaum Herr werden können sowie Prostitution und Verbrechen sind an der Tagesordnung, während es Arbeit nur für die Wenigsten gibt.
Hauptperson Timothy Wilde ist ein junger Ex-Barkeeper, der durch ein Großfeuer nicht nur seinen Job und sein ganzen Ersparnisse verloren, sondern auch eine entstellende Brandverletzung im Gesicht davongetragen hat.
Immer noch angeschlagen bekommt er von seinem ausgefuchsten,älteren Bruder Valentine eine Anstellung bei der neu gegründeten Polizeitruppe angetragen.
Zuerst nicht direkt begeistert,wird ihm der neue Job schnell wichtiger, als er es für möglich gehalten hat, vor allem nachdem ihm ein traumatisiertes ,blutbesudeltes,irisches Mädchen vor die Füße gelaufen ist. Während er versucht herauszubekommen, was passiert ist, stösst er offensichtlich in ein (politisches) Wespennest...
Authentisch und nah dran,mich hat die Geschichte schnell geschluckt,auch die Verwendung der Gaunersprache
Rotwelsch war sinnig eingebunden und ansonsten in einem Glossar erklärt,
dieses New York ist dreckig und gemein, aber auch faszinierend,
her mit dem zweiten Band "Die Entführung der Delia Wright" !

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Atmosphärisch und überzeugend geschriebener historischer Kriminalroman über die Anfänge der New Yorker Polizei. Atmosphärisch und überzeugend geschriebener historischer Kriminalroman über die Anfänge der New Yorker Polizei.

„Die Anfänge der New Yorker Polizei“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wer den Film "Gangs of New York" gesehen hat, kann sich die Atmosphäre des Buches gut vorstellen. Timothy Wilde verliert bei einem verheerenden Großbrand in New York nicht nur seinen Job, sondern auch seine Ersparnisse, Teile seines Gesichts und seine ganze geplante Zukunft. Denn eigentlich wollte er Mercy Underhill einen Heiratsantrag machen und so sein kleines Glück finden. Doch es kommt alles anders als geplant - sein Bruder Valentine, ein charismatischer, jedem möglichen Laster verfallener Halunke, Demokrat und Feuerwehrmann- steckt ihn kurzerhand in die neugegründete New Yorker Polizei. Dort soll er seinen Dienst im irischen Viertel als Streifenpolizist tun. Als ihm ein paar Tage später ein kleines, völlig blutverschmiertes Mädchen über den Weg läuft, stolpert er über eine ungeheuerliche Mordserie, die echte politische Sprengkraft besitzt. Toll zu lesen, atmosphärisch überzeugend geschrieben. Wer den Film "Gangs of New York" gesehen hat, kann sich die Atmosphäre des Buches gut vorstellen. Timothy Wilde verliert bei einem verheerenden Großbrand in New York nicht nur seinen Job, sondern auch seine Ersparnisse, Teile seines Gesichts und seine ganze geplante Zukunft. Denn eigentlich wollte er Mercy Underhill einen Heiratsantrag machen und so sein kleines Glück finden. Doch es kommt alles anders als geplant - sein Bruder Valentine, ein charismatischer, jedem möglichen Laster verfallener Halunke, Demokrat und Feuerwehrmann- steckt ihn kurzerhand in die neugegründete New Yorker Polizei. Dort soll er seinen Dienst im irischen Viertel als Streifenpolizist tun. Als ihm ein paar Tage später ein kleines, völlig blutverschmiertes Mädchen über den Weg läuft, stolpert er über eine ungeheuerliche Mordserie, die echte politische Sprengkraft besitzt. Toll zu lesen, atmosphärisch überzeugend geschrieben.

„New York 1845“

Martina Wolf, Thalia-Buchhandlung Heilbronn

Nachdem der Barkeeper Timothy Wilde bei einem verheerenden Brand alles verloren hat, gibt er dem Drängen seines Bruders Valentine nach und schließt sich der neu gegründeten New Yorker Polizei an. "Wer der Partei treu ergeben oder gar ein guter Wachmann war, durfte einen Kupferstern tragen. Wer aussah, als hätte er schon mit bloßen Händen einen Kerl erwürgt und auch keine Scheu, das noch ein zweites Mal zu tun, der durfte sich Captain nennen." Der gutherzige und feinfühlige Timothy ist zurecht mehr als skeptisch, was seine berufliche Zukunft angeht. Als ihm jedoch gleich bei einem seiner ersten Streifengänge die kleine, völlig verstörte und blutüberströmte Bird in die Arme läuft und er durch sie bald darauf auf neunzehn vergrabene Kinderleichen stößt, entdeckt er seine Berufung. Wie sich Tim in dem Armenviertel Five Point, in dem die Feindschaft zwischen den bitterarmen katholisch-irischen Einwanderern und den alteingesessenen Protestanten ständig zu eskalieren droht, auf Mördersuche begibt ist unglaublich spannend erzählt. Der historische Hintergrund ist hochinteressant. Ein erstklassiger Roman! Nachdem der Barkeeper Timothy Wilde bei einem verheerenden Brand alles verloren hat, gibt er dem Drängen seines Bruders Valentine nach und schließt sich der neu gegründeten New Yorker Polizei an. "Wer der Partei treu ergeben oder gar ein guter Wachmann war, durfte einen Kupferstern tragen. Wer aussah, als hätte er schon mit bloßen Händen einen Kerl erwürgt und auch keine Scheu, das noch ein zweites Mal zu tun, der durfte sich Captain nennen." Der gutherzige und feinfühlige Timothy ist zurecht mehr als skeptisch, was seine berufliche Zukunft angeht. Als ihm jedoch gleich bei einem seiner ersten Streifengänge die kleine, völlig verstörte und blutüberströmte Bird in die Arme läuft und er durch sie bald darauf auf neunzehn vergrabene Kinderleichen stößt, entdeckt er seine Berufung. Wie sich Tim in dem Armenviertel Five Point, in dem die Feindschaft zwischen den bitterarmen katholisch-irischen Einwanderern und den alteingesessenen Protestanten ständig zu eskalieren droht, auf Mördersuche begibt ist unglaublich spannend erzählt. Der historische Hintergrund ist hochinteressant. Ein erstklassiger Roman!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
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Der Teufel von New York
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2015

New York 1845 : Einen Brand übersteht Timothy Wilde nur mit schweren Gesichtsverletzungen . Da er damit schwer weiter als Barkeeper arbeiten kann , erhält er über seinen Bruder Valentine einen Job bei der Polizei . Er begegnet einem blutverschmierten Mädchen , mit dessen Hilfe er später 19 Kinderleichen... New York 1845 : Einen Brand übersteht Timothy Wilde nur mit schweren Gesichtsverletzungen . Da er damit schwer weiter als Barkeeper arbeiten kann , erhält er über seinen Bruder Valentine einen Job bei der Polizei . Er begegnet einem blutverschmierten Mädchen , mit dessen Hilfe er später 19 Kinderleichen findet . Meine Erwartungen , die nicht so hoch waren , hat das Buch übertroffen . Ich fand die Autorin hat die düstere Athmosphäre mit einigen Problemen der damaligen Zeit gut getroffen und die wichtigsten Protagonisten sehr gut und vielschichtig gezeichnet . Der Kriminalfall war spannend . Die Gaunersprache , die die Autorin hier oft verwendet , war für mich nicht immer einfach in heutige Begriffe zu übersetzen . Da musste ich einige Male das gute Glossar durchlesen . Band 2 werde ich auch lesen .

Gebrüder Wilde
von anyways am 24.10.2015

Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als... Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als Feuerwehrmann, sich geradezu in jedes Feuer stürzt, keine Prügelei auslässt und sich hemmungslos Wein, Weib und Morphium hingibt, versucht Timothy jedem Brand aus dem Weg zu gehen und seinem Leben einen seriösen anstrich zu geben. Das gelingt ihm bis zur Feuersbrunst im Juli 1845. Danach im Gesicht durch eine unschöne Brandnarbe gezeichnet, steht er vor dem existenziellen Nichts. Seine 400 Dollar, die er sich als Barkeeper angespart hat, um seine große Liebe heiraten zu können, sind im Feuer verschmolzen, seine Bar gibt es nicht mehr. Da Val durch seinen Dienst als Feuerwehrmann auch gute Beziehungen in die Politik hat, verschafft er Tim einen Posten in der neu gegründeten Polizei, den dieser widerwillig annimmt. Doch kaum beginnt er im 6. Bezirk, ein etwas heruntergekommenes Stadtteil von New York, läuft im ein blutbesudeltes kleines Mädchen in die Arme, kurze Zeit später wird die Leiche eines Jungen gefunden, dem neben dem Blut auch die Milz fehlt, und der wie Abfall im Müll landete.Diese beiden Ereignisse sind kein Zufall! Tim nimmt die Ermittlungen auf, und sieht sich bald noch mehr grausam entstellten Kinderleichen gegenüber. Die Alt- New Yorker Bevölkerung wird, dank des „Harolds“, alsbald über die geschändeten Kinderleichen informiert, ihr ganzer Hass richtet sich jetzt gegen die irischen Einwanderer. Eine tief verwurzelte Feindseligkeit zwischen Protestanten und Katholiken bricht sich einen Damm. In dieser aufgeheizten Stimmung versucht Tim, zusammen mit der kleinen Kindermusche, den Täter zu fassen. Eins hatten alle Kinder gemeinsam, sie waren in einem Bordell tätig. Lyndsay Faye gelingt mit ihrem Erstlingswerk wirklich ein fulminanter Roman. Gefallen hat mir außerordentlich, ihr historisches Wissen und das Gespür für die Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Ihr Roman ist auch eine Huldigung an das berühmte NYPD, obwohl es sich in der Anfangszeit eher um einen bunt zusammengewürfelten Haufen aus Raufbolden, älteren Wachtmeistern und Gestrandeten handelte und noch so gar nichts mit ihrer heutigen Berühmtheit zu tun hat. Ihre Protagonisten sind allesamt vielschichtig, mit zahllosen interessanten Charaktereigenschaften, allen voran Timothy Wilde, lediglich aus der Figur der Mercy Underhill bin ich nicht ganz schlau geworden. Originell fand ich auch das Einbringen der „Gaunersprache“. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich einige Begriffe durchaus kenne und auch anwende (z. Bsp. Schäks für Freund oder Liebhaber), entweder das liegt an der Übersetzung oder diese Begrifflichkeiten sind wirklich schon so alt. Dieses Buch legt einen längst vergessenen, dafür umso erschütternden Bericht über die katastrophalen Umstände der irischen Einwanderer ab. Geächtet von den Alteingesessenen, vertrieben durch Hunger und Not aus der Heimat, stranden sie an Amerikas Küste, um hier ein besseres Leben zu beginnen, unter manchmal erbarmungswürdigen Umständen. Die Hetzpredigten des Harolds, die vor jedem Kapitel stehen legen ein erschütterndes Zeugnis dar und lassen sich problemlos in die jetzige Zeit transportieren, denn gegenwärtig fürchten wir anscheinend nichts mehr als die „Sozialschmarotzer“ (ein Begriff aus der aktuellen Debatte um die gelockerten Zuwanderungen von Bulgaren und Rumänen in die EU).

Fesselnde Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2015

Die Geschichte um einen scheinbar wahnsinnigen Kindermörder ist um Timothy Wilde und die neu gegründete New Yorker Polizei angelegt. " Der Teufel von New York " wird aus der Sicht von Timothy erzählt der mir sofort mit all seinen Fehlern, Ecken und Kanten sympatisch war. Die politischen, geselschaftlichen... Die Geschichte um einen scheinbar wahnsinnigen Kindermörder ist um Timothy Wilde und die neu gegründete New Yorker Polizei angelegt. " Der Teufel von New York " wird aus der Sicht von Timothy erzählt der mir sofort mit all seinen Fehlern, Ecken und Kanten sympatisch war. Die politischen, geselschaftlichen und religiösen Probleme New Yorks werden sehr anschaulich beschrieben. Durchwegs spannend war mir der Stil zu distanziert um mich durchgehend zu fesseln, bzw. habe ich mehr Thriller und wenniger historischen Roman erwartet.