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Die Poggenpuhls

Ungekürzte Lesung mit Gert Westphal

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Für die adlige Familie von Poggenpuhl sind schwere Zeiten angebrochen. Nach dem Tod des Vaters in der Schlacht bei Gravelotte schwinden ihre finanziellen Mittel. Witwe Albertine Pogge von Poggenpuhl lebt mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon in ärmlichen Verhältnissen in Berlin. Ihre Söhne Wendelin und Leo dienen im selben Bataillon wie der Vater. Erst als Sophie als Gesellschafterin bei Verwandten aufgenommen wird, wendet sich das Blatt für die Familie. Fontanes präziser ironischer Ton und seine schlagfertigen Dialoge machen den Roman zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein Klassiker des deutschen Realismus – ungekürzt gelesen von Gert Westphal.

Ungekürzte Lesung mit Gert Westphal
1 mp3-CD | ca. 191 min
Portrait

Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Brandenburg) geboren, wurde zunächst wie sein Vater Apotheker. 1849 entschloss er sich jedoch, seine schriftstellerische Tätigkeit zum Hauptberuf zu machen, und arbeitete fortan als Auslandskorrespondent,
Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker. Erst mit fast sechzig Jahren begann er seine berühmten Romane und Erzählungen zu schreiben. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Gert Westphal
Erscheinungsdatum 22.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783862316304
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 191 Minuten
Verkaufsrang 3.839
Hörbuch (MP3-CD)
8,99
bisher 9,99

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Kundenbewertungen

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Deutschland vor 1900
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der sehr kurze und relativ unbekannte Roman Fontanes, um 1880 verfasst, erzählt die Geschichte der alten Adelsfamilie der Poggenpuhls, die mittlerweile in beschei-denen - fast bürgerlichen - Verhältnissen lebt und sich in Berlin nur eine Mietswohnung leisten kann. Die verwitwete Majorin Poggenpuhl lebt dort mit ihren erwachsenen Töchtern; von... Der sehr kurze und relativ unbekannte Roman Fontanes, um 1880 verfasst, erzählt die Geschichte der alten Adelsfamilie der Poggenpuhls, die mittlerweile in beschei-denen - fast bürgerlichen - Verhältnissen lebt und sich in Berlin nur eine Mietswohnung leisten kann. Die verwitwete Majorin Poggenpuhl lebt dort mit ihren erwachsenen Töchtern; von den beiden Söhnen ist der älteste verheiratet, der jüngere lebt ein amüsable Leben beim Militär. Der Roman hat wenig bis gar keine Dramatik - dies vorweg. Er brilliert auch weniger durch gelungene, amüsable und charakterlich bunte Dialoge wie in der "Jenny Treibel". Statt dessen handelt es sich um eine gelungene gesellschaftlich-soziale Bestandsaufnahme des mittlerweile erodierten deutschen Adels, der um 1880 nicht mehr dort steht, wo er 100 Jahre vorher noch stand. Man muss sich nun bei Familientreffen mit dem zu servierenden Essen zurücknehmen, die Töchter müssen sich ein Zimmer teilen, die Gäste müssen mit ungemütlichen, provisorischen Liegen vorlieb nehmen. Die Witwe Poggenpuhl träumt der vergangenen Zeit hinterher, denkt noch immer, dass wenigstens der Titel noch einen Wert habe. Die realen Verhältnisse sehen anders aus, denn die Gründerzeit und das aufstrebende Bürgertum haben die Gewichtungen verlagert: es zählt nunmehr weniger der gesellschaftliche Titel, als das Geld auf dem Konto, dass einen teilhaben lässt am gesellschaftlichen Leben, dass einem Wohlstand, eine angemessene Wohnung oder was halbwegs respektables auf den Tisch zaubern lässt. Einzig der leichtlebigere Sohn Leo scheint dies ernsthaft begriffen zu haben; der Rest der Familie träumt den alten Zeiten hinterher und scheint die aktuelle Situation irgendwie nicht wirklich verinnerlicht zu haben. Sprachlich gut zu lesen, als Sitten- und Charakterstudie des zerfallenden Adels knappe 20 Jahre vor der Jahrhundertwende eine interessante Lektüre. Qualitativ nicht an "Mathilde Möhring" oder an die fantastische "Jenny Treibel" heranreichend.