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Die toten Seelen

(3)
Im Russland des Zaren heckt Pawel Tschitschikow einen meisterhaften Plan aus. Um zu Reichtum zu gelangen, macht er sich eine Eigenheit des russischen Steuersystems zunutze. Da der Staat seine Register nur periodisch aktualisiert, müssen Großgrundbesitzer auch für ihre verstorbenen Leibeigenen – ihre toten Seelen – Steuern entrichten. Pawel beschließt, diese toten Seelen aufzukaufen, und ist bald der stolze Besitzer unzähliger Seelen, die er wiederum gewinnbringend zurück an den Zaren verpfändet. Ein scharfsinniger Roman über die bürokratischen Eigenheiten Russlands – gelesen von Peter Matic.

Lesung mit Peter Matic
2 mp3-CDs | ca. 12 Stunden
Portrait

Nikolai W. Gogol wurde am 1. April 1809 in Welyki Sorotschynzi als Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers geboren. Nach dem Studium versuchte er sich kurze Zeit im Staatsdienst, danach als Geschichtslehrer an einer höheren Mädchenschule. Ab 1828 lebte er in St. Petersburg, wo er 1831 den großen Dichter Alexander Puschkin kennenlernte, der sein Freund und Förderer wurde und ihm auch eine Professorenstelle an der Universität verschaffte. Zwischen 1836 und 1848 folgten zahlreiche Reisen, die bis nach Rom und nach Palästina führten, überschattet von zunehmenden psychotischen Anfällen. Gogol starb am 4. März 1852 in Moskau. Bis heute gilt er als Meister der Groteske und Satire, als Sprachvirtuose, der die russische Literatur zwischen Romantik und Realismus im 19. Jahrhundert prägte. Zur Weltliteratur zählen seine Werke: Die ‚Petersburger Novellen‘, die Komödie ‚Der Revisior‘ und sein Roman ‚Tote Seelen‘.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Peter Matic, Peter Mati?
Erscheinungsdatum 22.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783862316175
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 726 Minuten
Übersetzer Fred Ottow
Hörbuch (MP3-CD)
8,09
bisher 8,99

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Kundenbewertungen

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Fantastische Sprache!
von Olaf aus Oldenburg am 17.06.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Die von Gogol verwendete Sprache ist fantastisch. Die Übersetzung toll. Es macht schon allein aus diesem Grund Spaß, das Buch zu lesen. Darüberhinaus zeugt die Handlung von großem Einfallsreichtum. Ich habe mir beim Lesen dieses Buches Zeit gelassen, um die Wirkung zu vergrößern. Man kann es allerdings auch an... Die von Gogol verwendete Sprache ist fantastisch. Die Übersetzung toll. Es macht schon allein aus diesem Grund Spaß, das Buch zu lesen. Darüberhinaus zeugt die Handlung von großem Einfallsreichtum. Ich habe mir beim Lesen dieses Buches Zeit gelassen, um die Wirkung zu vergrößern. Man kann es allerdings auch an einem Abend verschlingen.

(un)vollendet !!!
von A.B. aus Köln am 01.06.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In Gogols Romanfragment von 1842 ist der Protagonist Pawel Iwanowitsch Tschitschikow bemüht, als Neuankömmling in einem nicht genannten russischen Städtchen durch extravaganten Lebenswandel die Bewohner über seinen sozialen Status zu täuschen. Die beeindruckten neu gewonnenen Kontakte zu den Gutsbesitzern möchte er nutzen, um günstig die Rechte an verstorbenen Leibeigenen,... In Gogols Romanfragment von 1842 ist der Protagonist Pawel Iwanowitsch Tschitschikow bemüht, als Neuankömmling in einem nicht genannten russischen Städtchen durch extravaganten Lebenswandel die Bewohner über seinen sozialen Status zu täuschen. Die beeindruckten neu gewonnenen Kontakte zu den Gutsbesitzern möchte er nutzen, um günstig die Rechte an verstorbenen Leibeigenen, den "Toten Seelen", zu erlangen. Zahlreiche Leibeigene sollen als Statussymbol später in Moskau seinen sozialen und finanziellen Aufstieg ins hohe Beamtenwesen ermöglichen. Der Roman zeichnet ein umfassendes Bild über das marode und korrupte System des post-napoleonischen Russlands und gibt facettenreich Einblicke in das Leben gebeutelter Charaktere der Landbevölkerung. Ein Muss für Fans russischer Geschichte oder klassischer Literatur in einer günstigen und dennoch bibliophilen Ausgabe.

Das große Geschäft
von Polar aus Aachen am 12.06.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Obwohl der Roman ein Fragment ist, weil Gogol den dritten Teil vernichtet hat, erscheint er äußerst vollendet zu sein. Tschitschikow reist darin von Gut zu Gut, um mit den Großgrundbesitzern zu verhandeln, und diejenigen Leibeigenen aufzukaufen, die seit der letzten Erhebung verstorben sind. Er hofft die toten Seelen, für... Obwohl der Roman ein Fragment ist, weil Gogol den dritten Teil vernichtet hat, erscheint er äußerst vollendet zu sein. Tschitschikow reist darin von Gut zu Gut, um mit den Großgrundbesitzern zu verhandeln, und diejenigen Leibeigenen aufzukaufen, die seit der letzten Erhebung verstorben sind. Er hofft die toten Seelen, für die die Großgrundbesitzer weiterhin steuerlich aufkommen müssen, billig, wenn nicht gar kostenlos zu erwerben, um sie dann an den Staat mit einem erheblichen Mehrgewinn zu verpfänden. Nur stehen die finanziellen Interessen der rechtmäßigen Besitzer seinem Vorhaben entgegen. Sie wittern selber ein Geschäft. Auf seiner Reise begegnet er einer illustren Gesellschaft aus Adligen, Beamten und einer Landbevölkerung die Gogol allesamt mit einer spöttisch Neigung zur Bloßstellung betrachtet. Das es dabei zu makabren, absurden, witzigen Szenen kommt, liegt an den Störungen menschlichen Verhaltens, die ihm überall begegnen. Tschitschikow erhofft sich aus der Sammlung toter Seelen das große Geschäft. Er ist hartnäckig, verschlagen, scheut nicht vor großen Anstrengungen zurück und trifft nicht selten auf noch mehr Verschlagenheit, Habgier. Leidenschaft und Laster vermengen sich zu einem großen Gemälde. Es gibt die Oblomows und die umtriebigen Geschäftsleute. Das vorrevolutionäre Rußland ist bei Gogol korrupt, auf den eigenen Vorteil bedacht, leidet unter Verfolgungswahn. Ein meisterhafter Roman, auch als Fragment, über jemanden, der auf zu großem Fuße lebt, glaubt, eine phantastische Idee zu besitzen, um an Geld zu kommen, und doch nichts als seine Mittelmäßigkeit vor sich herträgt. Zu gerne hätten wir gewusst wie die Geschichte endet.