Das Buch der Königin

Historischer Roman

(8)
Erbin, Mutter, Rebellin: der große Roman um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie.

Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um jeden Preis muß sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien? Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt?

Sabine Weigand erzählt das Leben einer Frau, deren Träume ganze Königreiche umfassen...
Portrait
Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin und arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze, in ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹ der europäischen Skandalherrscherin. Ihr neuer Roman ›Die Manufaktur der Düfte‹ schildert das Schicksal einer Seifenfabrikantendynastie. Literaturpreise:'Kulturmeter' Stadt Schwabach
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 20.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19701-9
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/3,7 cm
Gewicht 401 g
Auflage 2
Verkaufsrang 28.132
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hagen

Wider ein typischer "Weigand-Roman". Fiktion und Wahrheit werden meisterhaft miteinander zu einer spannenden Geschichte verwoben. Hinterher hat man auch noch etwas gelernt. Wider ein typischer "Weigand-Roman". Fiktion und Wahrheit werden meisterhaft miteinander zu einer spannenden Geschichte verwoben. Hinterher hat man auch noch etwas gelernt.

Stefanie Sült, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der Roman einer Frau, deren Leben maßgeblich die deutsche Geschichte beeinflusst hat. Leicht irritierend fand ich den gelegentlichen Wechsel des Erzählstils, insgesamt aber gut Der Roman einer Frau, deren Leben maßgeblich die deutsche Geschichte beeinflusst hat. Leicht irritierend fand ich den gelegentlichen Wechsel des Erzählstils, insgesamt aber gut

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Die spannend erzählte Lebensgeschichte der Konstanze von Sizilien. Toll gemachter historischer Schmöker. Unbedingt lesen. Die spannend erzählte Lebensgeschichte der Konstanze von Sizilien. Toll gemachter historischer Schmöker. Unbedingt lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Ein großartiger Roman einer ungewöhnlichen Frau
von einer Kundin/einem Kunden aus St.Florian am 28.02.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Sehr gut recherierter Roman über eine längst vergangene Zeit. Man fühlt sich hineinversetzt in das Reich der Staufer und Ritter. Nicht nur gut, sondern sehr gut, einfach Sabine Weigand!

so wünscht man sich einen historischen Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2016
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Hörbuch, 16 Stunden, 48 Minuten gesprochen von Birgitta Assheuer Über Konstanze, Frau des deutschen Staufenkaisers Heinrich VI., weiss man nicht viel. Insofern ist dieser Roman eine Fiktion. Warum sie so spät verheiratet wurde, ist historisch nicht belegt. Auch nach der Heirat blieb sie lange Zeit kinderlos. So ist es nicht... Hörbuch, 16 Stunden, 48 Minuten gesprochen von Birgitta Assheuer Über Konstanze, Frau des deutschen Staufenkaisers Heinrich VI., weiss man nicht viel. Insofern ist dieser Roman eine Fiktion. Warum sie so spät verheiratet wurde, ist historisch nicht belegt. Auch nach der Heirat blieb sie lange Zeit kinderlos. So ist es nicht erstaunlich, dass man munkelte, ihre Schwangerschaft sei vorgetäuscht. Die Legende sagt, um die Legitimität ihres Kindes sicherzustellen, habe Konstanze ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt gebracht und ihn öffentlich gestillt. Heinrich, Sohn des Barbarossa spricht weder italienisch, noch arabisch (dafür sehr gut Latein und Französisch) und scheint Konstanze nur geehelicht zu haben, um gegen Tankret zu Lecce seine Ansprüche auf Sizilien zu stellen. Tankret war ein Bastard und Konstanze die legitime Erbin des Königreichs, die Blutlinie. Eine Verschwörung der Deutschen Fürsten konnte Heinrich VI gerade noch zerschlagen, indem er Heinrich den Löwen von England gegen eine hohe Lösegeldzahlung und Frieden freiließ. Herzog Leopold von Österreich hatte ihn gefangengenommen und an den Kaiser übergeben. Nun hatte Heinrich VI. das Kapital, um einen Feldzug gegen Sizilien zu führen und auf einen Kreuzzug zu gehen. Dafür wieder benötigte er den sizilianischen Staatsschatz. Auch schwelte ein Machtkonflikt mit dem Papst, der gern Sizilien vom Kaiser trennen wollte damit Heinrich nicht zu mächtig wurde und weil er obendrein plante, Deutschland zur Erbmonarchie umzuwandeln. Der Staufenkaiser starb unerwartet mit 32 Jahren, wohl an Malaria und Dysenterie, während seiner Vorbereitung zum Kreuzzug. All diese historischen Fakten sind eingebunden in die fiktive Geschichte. Sabine Weigand schafft es, eine spannende Geschichte um die Persönlichkeit von Konstanze zu spinnen. Das Königreich Sizilien des 12. Jahrhunderts, eine Gemeinschaft vieler Religionen und Kulturen, maurisch geprägt, eine wichtige Bastion des deutschen Kaisers. Er braucht Konstanze als Königin von Sizilien, da die Fürsten hinter ihrem Königshaus stehen. Heinrich gibt nicht gern Macht ab. So ist es auch für Konstanze nicht einfach, ihre Königskrone zu erlangen, denn ihr Ziel ist es, Königin von Sizilien zu werden. Barbarossa wird in diesem Roman als weitsichtiger, dem Volk zugeneigter Herrscher beschrieben, sein Sohn Heinrich als despotisch und auf sich selbst fixiert. Neben klugen Schachzügen zeigt sich immer sein grausames Handeln, seine Lust an Gewalt. Und in diesen Situationen wirkt er verabscheuungswürdig, was ihm auch immer mehr Feinde macht. Diplomatie gehört nicht zu seinen Stärken. Die arrangierte Ehe ist nicht sehr glücklich, aber man behandelt sich mit Respekt, so wie es wohl oft in dieser Zeit üblich war. Man sagt in der Historie, Konstanze habe einen Aufstand der Sizilianer gegen Heinrich angeführt. Hier ist es als Intrige dargestellt. Immerhin hat sie von Heinrich die Königskrone hernach erhalten, das hört sich nicht nach Aufruhr an. Die Begründung ist hier daher nachvollziehbar. Um Sizilien zu halten, musste Heinrich nachgeben. Er wird von Historikern als sehr klug und gebildet. Er wird als schöngeistig beschrieben, der Literatur und Musik angetan und soll Gedichte geschrieben haben, Alkohol und Völlerei habe er abgelehnt. Aber es wird auch beschrieben, wie er seine Ziele oft rücksichtslos durchsetzte, gewalttätig, grausam, unritterlich und nachtragend war. Insofern passt die Beschreibung seines Charakters recht gut in diesem Roman. Die grausame Hinrichtung der aufständischen Fürsten von Sizilien ist historisch belegt und von Sabine Weigand sehr plakativ beschrieben. Parallel wird die Geschichte von Gottfried von Streitberg erzählt, einer fiktiven Figur, der Schreiber des Kaisers und der Königin, der die Geschichte von Heinrich niederschreiben und sie mit kunstvollen Bildern verzieren soll. Hier erfährt man viel über Schriften, die Herstellung von Tinte und Farben, und Papier. Die Autorin hat hier intensiv recherchiert und das Ganze kunstvoll in die Geschichte eingewoben, Stück für Stück. Wir lernen zusammen mit Gottfried die Geheimnisse von Farben und Tinten. Es ist interessant, die Details über die Schreiber zu erfahren und nie hat man das Gefühl, in irgendwelche Sachbuchbeschreibungen abzudriften. Sabine Weigand schreibt bildhaft und detailliert in teilweise poetischer Sprache. Bilder und Gerüche entstehen im Kopf und auch die Wortwahl versetzt ins Flair des Mittelalters. Trotz der Länge bleibt die Geschichte durchgehend spannend. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Auf der einen Seite steht der auktoriale Erzählstil in der Geschichte und auf der anderen Seite erzählt Konstanze sozusagen im Tagebuchstil, eine intelligente Konstruktion. Gottfried von Streitberg löst ganz am Ende, wie ein Mitarbeiter der Kriminaltechnik, einen Fall des Mittelalters. Touché! Ein historischer Roman, der sich an Fakten lehnt und auf der anderen Seite eine Person beleuchtet, von der historisch nicht so viel bekannt ist und fiktiv die Sicht betrachtet wird. Spannend, lehrreich, ein Buch das berührt und unterhält. Was will man mehr?

von Wildner Laura aus Rastatt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine gelungene Vermischung aus Fiktion und historischen Fakten. Es entstand eine komplexe, fesselnde Handlung.