Herz Slam

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Hauptschüler sind dumm, prollig und schlecht angezogen - behauptet Leas beste Freundin Sophie. Lea findet Sophie manchmal ziemlich arrogant, dennoch hat auch sie so ihre Vorurteile. Als die beiden sich für einen Poetry-Slam-Workshop anmelden, wissen sie nicht, dass auch Jugendliche einer anderen Schule daran teilnehmen werden: einer Hauptschule. Eine Vollkatastrophe! Es hagelt Wortgefechte und Beleidigungen, doch nach und nach beginnen die Fronten zu bröckeln und Herzen heftig zu schlagen ...
Portrait
Jaromir Konecny, geboren in Prag, hat nach dem Studium der Chemie an der Technischen Universität München und seiner Promotion einige Jahre als wissenschaftlicher Assistent an der TU München gearbeitet. Zurzeit ist er freier Schriftsteller und Publizist und hat sich vor allem mit „Doktorspiele“ ei-nen Namen gemacht – ein offenes Buch über die erste Liebe und Sexualität. Die Verfilmung des Buches kam im September 2014 mit namhaften deutschen Schauspielern in die Kinos. Konecny ist zudem einer der Mitbegründer der deutschen Poetry-Slam-Szene.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 23.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-473-40131-4
Reihe Ravensburger Junge Reihe
Verlag Ravensburger Buchverlag
Maße (L/B/H) 21,6/14,4/4,3 cm
Gewicht 654 g
Auflage 1. Auflage
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Kundenbewertungen

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Tolles Jugendbuch das mit Herzblut geschrieben wurde, fesselnd kann man kaum noch aus der Hand legen.
von einer Kundin/einem Kunden am 20.11.2015

Klappentext: Lea und ihre beste Freundin Sofie können ihr Glück kaum fassen. Sie haben die Teilnahme an einer Poetry-Slam-Woche in einem romantischen Schloss gewonnen! Doch dann kommt der Schock: Die anderen Teilnehmer sind Hauptschüler! Mit jeder Menge Voruteilen im Gepäck treffen die beiden Mädchen auf knallharte Muskelpakete und so manch... Klappentext: Lea und ihre beste Freundin Sofie können ihr Glück kaum fassen. Sie haben die Teilnahme an einer Poetry-Slam-Woche in einem romantischen Schloss gewonnen! Doch dann kommt der Schock: Die anderen Teilnehmer sind Hauptschüler! Mit jeder Menge Voruteilen im Gepäck treffen die beiden Mädchen auf knallharte Muskelpakete und so manch einen Proleten, in dem ein echter Poet steckt. Kein Wunder, dass es da heftig kracht und die Herzen aus dem Takt geraten....... Meine Meinung: Nachdem ich von Jaromir Konecny schon Falsche Veilchen gelesen habe war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk. Der erste Eindruck von dem Buch war überwältigend, aber auch überraschend. Das Cover ist unheimlich gut gelungen, aussagekräftig, farbenfroh und zum Titel aber auch Inhalt passend. Überrascht hat mich die Dicke des Buches, damit hatte ich nicht gerechnet. Meine Erwartungen an das Buch haben sich erfüllt, es zog mich von der ersten Seite an in den Bann und ich konnte mich kaum noch davon trennen. Ein Buch dieser Art hatte ich vorher noch nie gelesen und es packte mich richtig, die Seiten flogen nur so dahin, es war als wäre ich bei dem Work-Shop mit dabei. Ich nahm viel über den Poetry-Slam mit und ich spürte förmlich die Leidenschaft des Autors zum Poetry-Slam. Das Buch war sehr unterhaltsam und Lea und Sofie die ihre Schule bei diesem Work-Shop repräsentierten haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wird aus Leas Sicht geschrieben. Sie gefiel mir unheimlich gut und ich konnte mich gut in sie reinversetzen, mit ihr fühlen. Sie war vom Typ her ganz anders wie ihre Freundin Sofie und sie wuchs in dieser Woche über sich hinaus. Die Vorurteile ihrer Freundin gegenüber Hauptschüler teilte sie nicht wirklich und als sie dann eine alte Freundin wieder traf musste sie einen Weg finden die Freundschaft wieder aufzubauen ohne die andere Freundin zu verlieren. Dazu gehörte dann aber auch das sie ihren eigenen Weg fand und zu ihrer Meinung stand. Das war für Lea nicht leicht und es machte Spaß sie dabei zu begleiten. Aber auch Sofie und die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ein total gemischte Gruppe die sich unter anderen Umständen wohl kaum getroffen hätte, geschweige denn sich miteinander auseinander gesetzt hätte. Man lernt die Charaktere über ihre Texte und die Art und Weise wie sie diese präsentieren näher kennen, kann sie besser verstehen. So unterschiedlich alle von Art und Herkunft auch waren, der Poetry-Slam verbindet alle miteinander und schweißt sie Tag für Tag ein Stück näher zusammen. Vorurteile schwinden und anderes rückt in den Vordergrund. Am Schluss wird aus vielen unterschiedlichen Einzelkämpfern, eine Gruppe die zusammenhält was im Vorfeld absolut nicht vorstellbar war. Herz-Slam ist ein wirklich tolles Buch, es ist von Anfang bis Ende unterhaltsam, spannend, lustig, emotional und regt auch ein bissel zum Nachdenken an. Die Mischung des Buches war prima, der Poetry Slam war quasi die Würzung. Besonders gut gefallen haben mir auch die vielen Gedichte und Poetry Slams die der Autor mit eingebunden hat welche man dann auch im hinteren Teil des Buches nochmals aufgeführt werden. Mein Fazit: Bei Herz-Slam spürt man die Liebe des Autors zum Poetry-Slam, das Buch wurde mit Herzblut geschrieben und dieser Faden zieht sich durch das ganze Buch. Herz-Slam hat mich gleichermaßen berührt und fasziniert, dafür gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und natürlich die vollen fünf Sterne. Für mich war es eines der besten Jugendbücher die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Fesselnder Jugendroman
von mabuerele am 06.11.2015

„...Es reicht nicht, gute Gedanken zu haben, du musst auch gute Worte für sie finden...“ Lea und Sofie sind 16 Jahre alt und besuchen ein Gymnasium in München. Beide sind zu einer Poetry-Slam-Woche in ein Schloss eingeladen. Schon im Bus müssen sie feststellen, dass sie dabei vorwiegend auf Haupt- und... „...Es reicht nicht, gute Gedanken zu haben, du musst auch gute Worte für sie finden...“ Lea und Sofie sind 16 Jahre alt und besuchen ein Gymnasium in München. Beide sind zu einer Poetry-Slam-Woche in ein Schloss eingeladen. Schon im Bus müssen sie feststellen, dass sie dabei vorwiegend auf Haupt- und Mittelschülern treffen. Lea ist überrascht, dass auch Julia am Seminar teilnimmt. Julia war während der Grundschulzeit ihre beste Freundin. Der Schulwechsel hat sie getrennt. Der Autor hat einen abwechslungsreichen und sehr realistischen Jugendroman geschrieben. Die Geschichte wird von Lea erzählt. Positiv fällt sofort die genaue Charakterisierung der Personen auf. Es sind Jugendliche mit Stärken und Schwächen, die im Laufe der Handlung all ihre Facetten zeigen dürfen. Natürlich bedienen die Hauptschüler am Anfang so manches Klischee. Es wurde ihnen ja von der Erwachsenenwelt suggeriert, dass sie nicht zur Spitze gehören. Gleiches gilt für die Vorurteile der Gymnasiasten. Nach und nach aber zeigt sich, dass hinter den Protagonisten ein großes Potential steckt. Und dann gibt es noch die erste zarte Liebe. Sie fragt nicht nach dem Bildungsweg, sondern sieht den Gegenüber mit besonderen Augen. Geschickt integriert der Autor Ausschnitte aus der Vergangenheit der Jugendlichen in die Handlung. So wird deutlich, wodurch mancher Lebensweg geprägt wurde. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Zusammenleben im Schloss und die Vorbereitung auf einen öffentlichen Auftritt in Würzburg. Lea, die mit Sofie und Julia gleichermaßen gut auskommen möchte, hat einen schwierigen Part, denn die beiden beäugen sich kritisch. Julia, die durchaus die Begabungen für den Besuch des Gymnasiums hatte, fehlte der Ehrgeiz. Für sie zählen andere Werte. Und dann mag Lea Linus, der sich intensiv um den kleinwüchsigen Autisten Ertan kümmert. Der Schriftstil des Buches ist der jugendlichen Zielgruppe angepasst. Das bedeutet auch, dass stellenweise entsprechender Slang verwendet wird. Viel Wert legt der Autor auf die Gestaltung der Gespräche. Hier prallen Meinungen aufeinander, wird gestritten und sich versöhnt. Gerade dabei aber zeigt sich, wie sich Einstellungen ändern und Vorurteile sachte verschwinden. Natürlich wird nebenbei noch ein weites Feld jugendlicher Lebensinhalte berührt. Kleine Eifersüchteleien, die ausarten, der Genuss von Alkohol, der zu Peinlichkeiten führt, spitze und provozierende Bemerkungen sind nur einige der Themen. Erstaunlich gut können Ivo und Lana, die tschechischen Leiter des Seminars, mit der heterogen zusammengesetzten Gruppe umgehen. Auch Emotionen, die gern einmal überschäumen dürfen, finden reichlich Platz in der Handlung. An anderer Stelle finden sich leise Töne, um einen Einblick in die Psyche der Protagonisten zu erhalten. Ich denke dabei insbesondere an Leas innere Zerrissenheit. Sie kann schreiben, scheitert aber an ihrer Angst vor einem öffentlichen Auftritt. Dieser Zwiespalt wird sehr gut herausgearbeitet. Für einen Poetry-Slam-Wettbewerb aber braucht es beides: aussagekräftige Texte und ein gewisses schauspielerisches Talent. Damit wäre ich beim zweiten Schwerpunktthema des Buches. Die abgedruckten Texte harmonieren nicht nur punktgenau mit der Romanhandlung, sie charakterisieren gleichzeitig die vortragenden Protagonisten. Der Rahmen spannt sich von provozierend bis berührend, lebensnah und nachdenklich machend. In der fesselnden und abwechslungsreichen Handlung verstecken sich eine Unmenge an Informationen darüber, wie man gute Texte schreibt, was beim Vortrag zu beachten ist und wie täuschend Körpersprache sein kann. Obiges Zitat ist ein Beispiel dafür. Die Texte der Poetry-Slam-Autoren finden sich nochmals im Anhang. Das Cover mit dem Titel in Herzform wirkt auffallend und weckt Interesse. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, zu welchen Leistungen Jugendliche fähig sind, wenn man sie lässt, dass Vorurteile bei guten Willen abbaubar sind und dass der Wert eines Menschen nicht von seinem Bildungsgang abhängig ist.