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Gonzo Girl

Roman

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Hunter S. Thompson - Eine Hommage an den Vater des Gonzo-JournalismusAlley Russo will nach ihrem Literaturstudium in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Als der legendäre Autor Walker Reade eine Assistentin sucht, wittert sie ihre Chance. Nachdem sie eine dreitätige Probezeit inklusive krasser Wutausbrüche, Spielchen mit der 44er Magnum und jeder Menge Kokain überstanden hat, darf sie in Reades Haus in den Rockies einziehen. Monatelang versucht sie, einen Text aus ihm herauszuholen. Aber nach einer Weile wird ihr klar, dass sie hier in den Bergen einem drogenabhängigen Literaten ausgeliefert ist, der vermutlich nie wieder einen Roman schreiben wird. Cheryl della Pietra, einst Assistentin von Hunter S. Thompson, gibt einen ungeschönten Einblick in die Literaturszene und zeichnet das faszinierende Porträt eines literarischen Genies.
Portrait
Cheryl Della Pietra arbeitet als Journalistin, Autorin und Lektorin. Nach Ihrem Universitätsabschluss war sie Hunter S. Thomsons Assistentin und lebte mit ihm in Woody Creek, Colorado. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 13.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41897-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 20,5/13,7/3 cm
Gewicht 396 g
Übersetzer Marie Rahn
Buch (Paperback)
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Gut aber nicht perfekt
von Charlene am 26.03.2017

Handlung: In dem Buch Gonzo-Girl geht es um die junge, unabhängige, unbekannte Autorin Alley Russo, die nach ihrem Studium bei dem bekannten Schriftsteller Walker Read als Assistentin arbeiten will. Die ersten drei Probetage waren sehr außergewöhnlich, sie erfuhr das Walker drogen und alkoholabhängig ist, Geldprobleme hat ( obwohl er... Handlung: In dem Buch Gonzo-Girl geht es um die junge, unabhängige, unbekannte Autorin Alley Russo, die nach ihrem Studium bei dem bekannten Schriftsteller Walker Read als Assistentin arbeiten will. Die ersten drei Probetage waren sehr außergewöhnlich, sie erfuhr das Walker drogen und alkoholabhängig ist, Geldprobleme hat ( obwohl er alleine mit nur zwei Büchern über eine Millionen Dollar verdient hatte ) und sie erfuhr das Walker gar nichts mehr auf das Schreiben von Büchern gab und für ihn nur noch der Alkohol, die Drogen und seine Mitbewohner zählten. Alley selber musste sich in der Zeit viel eingestehen und selber den Lifestyle, wie Walker leben. Bekommt Alley Walker dazu, wieder zu schreiben, wird sie ihr eigenes Buch veröffentlichen oder wird sie aufgeben? Erfahrt das und vieles mehr in ' Gonzogirl '. Orte: Es hat meistens in dem relativ großen Haus von Walker gespielt, wo er mit seiner Freundin und ein paar anderen Leuten lebt, außerdem ist es gefühlt mitten im nirgendwo. Er kann dort so laut mit seinem gewehr auf Zielscheiben schießen, niemand würde es hören. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es war einfach mitten im nirgendwo. Personen: Die Personen konnte ich leider überhaupt nicht verstehen. Vor allem hat Alley an manchen Stellen sehr wiedersprüchlich gehandelt und auch Walker fand ich nicht wirklich ergründlich. Die anderen Personen wurden auch nur etwas beschrieben, das man so keine wirklichen Einblicke in sie hatte. Schreibstil: Fand ich wiederum gut, er war einfach zu lesen und da die Schrift auch relativ groß war konnte man die Seiten fast überfliegen. Gestaltung: das Cover hat mich total angesprochen und auch die Kapitelgestaltung war sehr schön und schlicht. Geschichte: fand ich in Ordnung es war an manchen Stellen wirklich etwas langweilig und ich musste mich fast zwingen weiter zu lesen, dann wiederrum gab es aber auch spannende Stellen und einen großen und interessantem Plottwist. Fazit: Die Geschichte war wirklich toll und hatte eine tolle Story, die allerdings nicht ganz sooo gut umgesetzt wurde und manchmal wirklich etwas langweilig war. Ich fand es toll Einblicke in das Leben eines großen Schriftsteller zu bekommen und am Anfang wusste ich auch nicht was der Gonzo-Journalismus war, jetzt weiß ich es ;) Die Personen mochte ich leider überhaupt nicht, dafür aber die Orte und den Schreibstil. Deshalb gebe ich dem buch 3 von 5 Sternen.

GONZO GIRL - Eine tragikomische Hommage an den Schriftsteller und Journalisten Hunter S. Thompson
von j.h. aus Berlin am 15.06.2016

Alley Russo, in einer bodenständigen italienischen Einwandererfamilie in Connecticut aufgewachsen, will nach ihrem Literaturstudium an der University of Pennsylvania in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Doch die üblichen unbezahlten Praktika und Nebenjobs bringen sie kaum weiter. Auch eigene schriftstellerische Versuche bräuchten wenigstens einen Fürsprecher. Als der durch seinen... Alley Russo, in einer bodenständigen italienischen Einwandererfamilie in Connecticut aufgewachsen, will nach ihrem Literaturstudium an der University of Pennsylvania in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Doch die üblichen unbezahlten Praktika und Nebenjobs bringen sie kaum weiter. Auch eigene schriftstellerische Versuche bräuchten wenigstens einen Fürsprecher. Als der durch seinen öffentlich-exzessiven Lebenswandel berühmt-berüchtigte Autor Walker Reade eine Assistentin zur Fertigstellung seines neuen Romans sucht, ergreift Alley die Gelegenheit für ein Vorstellungsgespräch. Die frühen Romane Reades hatte sie verschlungen, die letzten wegen ihrer unerwarteten Mittelmäßigkeit gemieden. Tatsächlich darf Alley nach dreitägiger Probezeit in Walker Reades Haus in den Rockies nahe Aspen (Colorado) einziehen, in dem sich auch eine seit 20 Jahren für Reade arbeitende Sekretärin und eine junge Geliebte aufhalten. Neben ausschweifenden Partys und Drogen aller Art schafft es der Autor spät nachts auch, immer mal wieder eine Seite fertigzustellen: "Ich habe den Barhocker neben ihm besetzt und sein Manuskript vor mir liegen. Alle neunundfünfzig Seiten. Die ich mittlerweile in- und auswendig kenne. Ich habe viele Stunden Leerlauf zu füllen gehabt und diese Seiten aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet. Es gibt Probleme. Viele kleine und fast ebenso viele große: dürftig entwickelte Figuren, keine erzählerische Stringenz, Lücken von den Ausmaßen eines schwarzen Loches, platter Humor, unlogischer Plot und ein ganz großes Problem, das es bei Walker vorher noch nie gegeben hat: Es ist irgendwie langweilig." (S. 98) Alley erkennt, dass der große Walker Reade eigentlich ausgebrannt ist, weil er seine Geschichten nicht mehr wirklich lebt. Und sie entschließt sich, die Skizzen und Ideen nach ihren Erwartungen zu bearbeiten ... Cheryl Della Pietra schrieb einen faszinierenden Schlüsselroman über ihre fünfmonatige Zeit 1992 als Assistentin des berühmten Hunter S. Thompson (1937-2005), der Anfang der 1970-er Jahre mit dem Gonzo-Journalismus einen ganz neuen Stil kreierte, wobei einzig aus der subjektiven Sicht des Autors berichtet wird, der sich in Beziehung zu den Ereignissen setzt. FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS war Thompsons ganz persönlicher Abgesang auf den amerikanischen Traum. In den 1990-er Jahren war der Autor in dieser Hinsicht nur noch seine eigene Legende, die durch öffentliche Skandalisierung am Leben gehalten werden musste. Das beschreibt Cheryl Della Pietra in ihrem Roman, in dem unschwer prominente Freunde des Autors wie Johnny Depp (Larry Lucas) oder John Waters (Paul) erkennbar sind, in einer spannenden Mischung aus Tragik und Komik. Man kann das vom HEYNE-Verlag in hervorragender Übersetzung von Marie Rahn veröffentlichte Buch nur schwer wieder aus der Hand legen. Um in die Welt des Hunter S. Thompson noch tiefgründiger eintauchen zu können, empfiehlt sich parallel eine nochmalige Sichtung von Terry Gilliams visuell eindrucksvollem Film FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS (1998) mit Johnny Depp in der Hauptrolle, der als DVD und Blu-ray erhältlich ist.