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Pfaueninsel

Roman. Ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2014

(12)
Es mutet an wie ein modernes Märchen: Alles beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen später ist die junge Königin tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit ihrem entsetzten Ausruf: »Monster!« Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die auf der Pfaueninsel zwischen den Befreiungskriegen und der Restauration, zwischen Palmenhaus und Menagerie, Gartenkunst und philosophischen Gesprächen aufwächst und der königlichen Familie bei deren Besuchen zur Hand geht, erzählt Thomas Hettche von der Zurichtung der Natur, der Würde des Menschen, dem Wesen der Zeit und der Empfindsamkeit der Seele und des Leibes – und nicht zuletzt von die Liebe in ihren mannigfaltigen Erscheinungsformen.

Portrait
Thomas Hettche, 1964 am Rand des Vogelsbergs geboren, lebt in Berlin. Sein Romandebüt »Ludwig muß sterben« wurde 1989 als Geniestreich gefeiert. Danach erschien unter anderem »Der Fall Arbogast« (2001), ein Bestseller, der in zwölf Sprachen übersetzt worden ist. »Woraus wir gemacht sind«, 2006 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt veröffentlichte Hettche den hochgelobten Roman »Die Liebe der Väter« (2010) und den autobiographischen Essayband »Totenberg« (2012).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 08.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74983-6
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,8 cm
Gewicht 326 g
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 68.069
Buch (Taschenbuch)
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Die kleinwüchsige Marie kommt als Kind mit ihrem Bruder als Attraktion auf die Pfaueninsel. Dort erlebt sie Aufstieg und Niedergang des Lustschlosses der preußischen Könige. Die kleinwüchsige Marie kommt als Kind mit ihrem Bruder als Attraktion auf die Pfaueninsel. Dort erlebt sie Aufstieg und Niedergang des Lustschlosses der preußischen Könige.

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Thomas Hettche lässt in seiner fulminanten Sprache das Schicksal des Schlossfräuleins Marie und das Potsdam des 19. Jahrhunderts lebendig werden. Große Literatur! Thomas Hettche lässt in seiner fulminanten Sprache das Schicksal des Schlossfräuleins Marie und das Potsdam des 19. Jahrhunderts lebendig werden. Große Literatur!

„Preußens Glanz und Gloria!“

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Es ist ausgerechnet Luise, die das Mädchen Marie im Garten der Sommerfrische als Monster tituliert...Marie, die wie ihr Bruder kleinwüchsig ist und deshalb in das Kuriositätenkabinett, die sentimentale Ansammlung auf der fürstlichen Spielwiese gebracht wird. Denn dort, wo der Lauf der Geschichte scheinbar nur an den wechselnden Moden der Gartengestaltung messbar ist und die Zeit langsam wie das Wasser der Havel fliesst, lebt sie das Leben einer Gefangenen, gefangen im falschen Körper, was ihr nicht die Spiegel, sondern die Blicke ihrer Mitmenschen schmerzhaft klar machen.
Ein großartiges Porträt, wunderbar gelesen von Dagmar Manzel!
Es ist ausgerechnet Luise, die das Mädchen Marie im Garten der Sommerfrische als Monster tituliert...Marie, die wie ihr Bruder kleinwüchsig ist und deshalb in das Kuriositätenkabinett, die sentimentale Ansammlung auf der fürstlichen Spielwiese gebracht wird. Denn dort, wo der Lauf der Geschichte scheinbar nur an den wechselnden Moden der Gartengestaltung messbar ist und die Zeit langsam wie das Wasser der Havel fliesst, lebt sie das Leben einer Gefangenen, gefangen im falschen Körper, was ihr nicht die Spiegel, sondern die Blicke ihrer Mitmenschen schmerzhaft klar machen.
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Eine Liebesgeschichte zwischen Minderwüchsigen, 1810-1880 auf der kleinen Insel zwischen Berlin und Potsdam.Zwischen den Liebenden ein unüberwindbares Hindernis. Irritiernd anders. Eine Liebesgeschichte zwischen Minderwüchsigen, 1810-1880 auf der kleinen Insel zwischen Berlin und Potsdam.Zwischen den Liebenden ein unüberwindbares Hindernis. Irritiernd anders.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Das Leben einer Zwergin, die als Schlossfräulein auf der Berliner Pfaueninsel arbeitet. Exotisch, ungewöhnlich, mehr als lesenswert. Das Leben einer Zwergin, die als Schlossfräulein auf der Berliner Pfaueninsel arbeitet. Exotisch, ungewöhnlich, mehr als lesenswert.

S. Möller, Thalia-Buchhandlung Bonn

Das Buch ist zwar nicht nur sprachlich sperrig. Doch die Geschichte überzeugt: zugleich tragisch und anrührend Das Buch ist zwar nicht nur sprachlich sperrig. Doch die Geschichte überzeugt: zugleich tragisch und anrührend

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Von Oben betrachtet, aber trotzdem tiefgründig! Von Oben betrachtet, aber trotzdem tiefgründig!

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Wunderbarer Roman um die berühmte "Pfaueninsel" und seiner Bewohner Anfang des 19.Jh. Das Ende der vergangenen Epoche, melancholisch und tragisch, die Schicksale seiner Bewohner. Wunderbarer Roman um die berühmte "Pfaueninsel" und seiner Bewohner Anfang des 19.Jh. Das Ende der vergangenen Epoche, melancholisch und tragisch, die Schicksale seiner Bewohner.

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Die Pfaueninsel ist etwas ganz Besonderes. Eine tolle Geschichte, aber auch ein wunderbar gestaltetes Buch. Mehr davon! Die Pfaueninsel ist etwas ganz Besonderes. Eine tolle Geschichte, aber auch ein wunderbar gestaltetes Buch. Mehr davon!

Frank Wehrmann, Thalia-Buchhandlung Peine

Raabe-Preis '14: Formal stark, elegisch schöne Sprache, geistreich, "eine Jahrhundertgeschichte aus Sicht einer kleinwüchsigen Frau" (Spiegel). Hervorragend. Raabe-Preis '14: Formal stark, elegisch schöne Sprache, geistreich, "eine Jahrhundertgeschichte aus Sicht einer kleinwüchsigen Frau" (Spiegel). Hervorragend.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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ein bewegendes Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden aus Lauterbach am 29.10.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein kluges, tief bewegendes Buch, dessen Atmosphäre einen gefangen nimmt. Wer einmal selbst auf der Pfaueninsel war, wird das Magische dieses Ortes wiedererkennen. Die Sprache - poetisch und spröde zugleich, manchmal "zärtlich", so paradox dies klingen mag, schafft mit wenigen Worten eine Atmosphäre, die die Melancholie und den... Ein kluges, tief bewegendes Buch, dessen Atmosphäre einen gefangen nimmt. Wer einmal selbst auf der Pfaueninsel war, wird das Magische dieses Ortes wiedererkennen. Die Sprache - poetisch und spröde zugleich, manchmal "zärtlich", so paradox dies klingen mag, schafft mit wenigen Worten eine Atmosphäre, die die Melancholie und den Aufbruch in der Zeit, von der das Buch handelt, ausdrucksstark wiedergibt. Aber auch die Personen nehmen einen gefangen. je tiefer man eintaucht, umso mehr nimmt man Anteil an ihrer Liebe, an ihrem Glück und ihrer Trauer. Fazit: ein außergewöhnliches Leseerlebnis!

Paradies - gibt es nicht
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Pfaueninsel, einst Rückzugsort der preussischen Könige, erweist sich bei Hettches Roman als märchenhaft schauriges, historisches Ambiente, welches er wieder aufleben lässt, durch die Geschichte der kleinwüchsigen Marie, und ihrer verbotenen Liebe. Zwischen Löwen und Kängurus angesiedelt verbringt das kleinwüchsige Geschwisterpaar Marie und Christoph sein Leben. Dem Autor... Die Pfaueninsel, einst Rückzugsort der preussischen Könige, erweist sich bei Hettches Roman als märchenhaft schauriges, historisches Ambiente, welches er wieder aufleben lässt, durch die Geschichte der kleinwüchsigen Marie, und ihrer verbotenen Liebe. Zwischen Löwen und Kängurus angesiedelt verbringt das kleinwüchsige Geschwisterpaar Marie und Christoph sein Leben. Dem Autor gelingt es auch die Kulturgeschichte de Hortensie spielend zu integrieren, samt müheloser Volts zu Chamissos "Peter Schlemihl". Mit großer Fabulierkunst ausgestaltet, steht der Roman vollkommen zu recht, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.