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Vor dem Fest

Roman

Saša Stanišić

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Beschreibung


Fürstenfelde, Brandenburg. Einwohnerzahl: sinkend. Bei uns am Ortseingang steht ein Schild. Herzlich willkommen in der Uckermark: Jetzt wird’s schön. Anzahl der auf der aktuellen Wanderkarte als „sehenswerter Einzelbaum“ gekennzeichneten Bäume: zwei. Was auch immer du über uns gehört hast, das nicht von uns selbst kommt: es stimmt nicht.

Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht malen will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, findet mehr Gründe gegen das Leben als gegen das Rauchen. Keiner von ihnen will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, treibt die Schlaflosen um. Erinnerungen und alte Geschichten ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und arbeitslose Mythenwesen in Fußballtrikots aufeinandertreffen. Sie alle möchten etwas zu Ende bringen, in der ewigen Nacht vor dem Fest.

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Erzählungen und Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Saša Stanišić erhielt u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse für »Vor dem Fest« und zuletzt für »Herkunft« den Deutschen Buchpreis 2019 sowie den Eichendorff-Literaturpreis und den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 12.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74989-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/3 cm
Gewicht 291 g
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 37021

Buchhändler-Empfehlungen

Wundervolle Beobachtung provinziell Strukturen!

Nina Warnke, Thalia-Buchhandlung Rostock

Viel zu lang ging dieses Buch komplett an mir vorbei! Ein Buch, dessen genaue Handlung sich schwer einfangen lässt. Vielmehr erschafft Stanisic durch viele kleine Episoden in Gegenwart und Vergangenheit des kleinen Ortes Fürstenfelde ein umfassendes Portrait des Ortes und seiner Leute. Wer aus einem Dorf und/oder einer Kleinstadt mit gut gepflegter Historie und Kultur kommt, wird vieles wiedererkennen, was sich eigentlich nur schwer in Worte fassen lässt. Doch Stanisic meistert dies vortrefflich, und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich habe viele der Sätze beim Lesen geliebt!

Intellektuell

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

... und ein wenig langweilig. Wer sich aber an Schönheit und Gewandheit der Sprachbeherrschung ergötzen kann und will, ist hier unbedingt richtig. Platziert auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2014. Ob er siegen wird? Chancen hat er unbedingt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
7
4
1
0
1

Vor dem Fest
von Timo Funken am 26.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein atmosphärischer Roman, großartig geschrieben. Ein besonderes Buch, wessen eigentliche Thematik nicht ganz zu fassen bleibt. Trotzdem beeindruckend und eindringlich in den Bildern, die kreiert werden. Liebe Grüße Timo Funken

Kein Artikel erhalten
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 06.03.2018

Es wird verlangt, dass ich das Buch bezahle und bewerte ohne es überhaupt erhalten zu haben. Ich habe schon mehrfach Mails geschrieben, aber es kommt einfach keine Antwort.

Herzlich willkommen in der Uckermark
von Giselle74 am 08.11.2017

Ratlos. Das trifft es ziemlich genau, "Vor dem Fest" lässt mich ratlos zurück. Aber zunächst der Inhalt, soweit er sich mir erschließt: Es geht um Fürstenfelde oder -walde oder -werder, ein beliebiges Dorf in der Uckermark. Und es geht um seine Bewohner, die nicht ganz so beliebig sind. Es gibt einen Fährmann, nein falsch, es ga... Ratlos. Das trifft es ziemlich genau, "Vor dem Fest" lässt mich ratlos zurück. Aber zunächst der Inhalt, soweit er sich mir erschließt: Es geht um Fürstenfelde oder -walde oder -werder, ein beliebiges Dorf in der Uckermark. Und es geht um seine Bewohner, die nicht ganz so beliebig sind. Es gibt einen Fährmann, nein falsch, es gab einen Fährmann, die Dorfmalerin, den Glöckner und seinen Lehrling, die Leiterin des Hauses der Heimat und diverse andere Personen. Und dann gibt es noch die Fähe, die auf der Suche nach Leckerbissen für ihre Welpen das Dorf durchstreift. Das Ganze spielt in der Nacht vor dem Annenfest, einem jährlich wiederkehrenden Dorffest. Soweit, so gut. Auf dieser Grundlage nun entblättert Sasa Stanisic die Dorgeschichte, wechselt zwischen Vergangenheit , näherer und sehr weit entfernter, und Gegenwart. Chroniktexte, Gedankensplitter, Anekdoten, alles sorgfältig vermischt, bedächtig, lakonisch, kaleidoskopartig. Alles ist miteinander verbunden, die Vergangenheit reicht weit in die Gegenwart, Generationen von Dorfbewohnern haben eine gemeinsame Geschichte. Als Individuum hat aber jeder auch seine eigenen Erlebnisse, Träume, Wünsche. Das Buch ist aufgebaut wie ein großes Puzzle. Man hat viele Einzelteile, die hin und her geschoben, teilweise auch zusammen passen. Mir fehlten allerdings immer wieder Teile, ich hatte stetig das Gefühl, mein Puzzle habe blinde Stellen. Vielleicht habe ich nicht sorgfältig genug gelesen? Vielleicht ist auch schlicht meine Bildung nicht ausreichend, um die Andeutungen, Versatzstücke und Schichten zu verstehen, zuzuordnen, zu erkennen? Vielleicht ist das Buch eher für Fachleute geschrieben, den kleinen Kreis der Literaturkenner, die solche Texte spielend entschlüsseln? Die gesammelten Literaturpreise, die der Roman errungen hat, lassen mich das ja vermuten. Und deshalb, um den kleinen Bogen zum Anfang zu schlagen, bin ich ratlos. Mir bleibt die Erinnerung an eine Nacht, in der allerhand entfesselt wurde, Geister der Vergangenheit, Wolfsrudel, Ängste, Wahnvorstellungen. Und das alles in einem kleinen Dorf in der Uckermark, ein beliebiges Dorf, das so auch in der Lüneburger Heide oder im Harz stehen könnte. Der kleine Wahnsinn des Jedermann. Manchmal ist es wahrscheinlich einfach so, dass sich ein Roman dem Leser schlicht nicht öffnet und seine Geheimnisse für sich behält. "Vor dem Fest" hätte wohl lieber einen anderen Leser als mich gehabt. Daher bleibt es bei den blinden Flecken und dem Gefühl, hinter der nächsten Seite stecke die Erkenntnis. In ein paar Jahren sieht das vielleicht anders aus. Fürstenfelde- das war nicht mein letzter Besuch...


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