Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

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Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich.

Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.
Portrait
Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 10.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95967-002-9
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 22,4/14,4/3 cm
Gewicht 461 g
Originaltitel The Last Time We Say Goodbye
Auflage 1
Übersetzer Sarah Heidelberger
Buch (gebundene Ausgabe)
16,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Im Leben gibt es keine Radierer...
von einer Kundin/einem Kunden am 16.01.2016

Klappentext: Glück? Ich glaube weder an die Romantik noch an so etwas wie Glück. Ich kann ausrechnen, wie weit Paris von hier entfernt ist, aber wie fern das Glück ist? Seit Tyler tot ist, galaxienweit weg. Meine Eltern sind in Trauer, meine Freunde wissen nicht, wie sie mit mir umgehen sollen,... Klappentext: Glück? Ich glaube weder an die Romantik noch an so etwas wie Glück. Ich kann ausrechnen, wie weit Paris von hier entfernt ist, aber wie fern das Glück ist? Seit Tyler tot ist, galaxienweit weg. Meine Eltern sind in Trauer, meine Freunde wissen nicht, wie sie mit mir umgehen sollen, mein Freund ist nicht mehr mein Freund. Aber deshalb gebe ich nicht auf. Ich werde herausfinden, warum Ty gegangen ist, und wieder ein Leben führen. Vielleicht irgendwann sogar ein glückliches. Das Buch ist aus der Sicht von Lexie – Ty`s Schwester – geschrieben. Von Geburt an hat sie nur Zahlen im Kopf. Sie denkt in Gleichungen. Und nun muss sie die Gleichung ihres Lebens lösen, um herauszufinden, ab welchem Punkt alles schiefgelaufen ist. Dave – ihr Therapeut – schlägt vor, dass sie ein Tagebuch führt, um alles loszuwerden und sich an Sachen und Momente zu erinnern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, was das Schreiben angeht, öffnet sich Lexie jedoch nach und nach … In „Tagebucheinträgen“ lernen wir nicht nur die Ängste und Schuldgefühle von Lexie kennen, sondern auch ihren verstorbenen Bruder Ty. Nach und nach wird man an ihr früheres Leben herangeführt. Wut, Trauer, Angst, Leere, Schuldgefühle... all das sind Gefühle mit denen Lexie nun klarkommen muss! Lexie bemüht sich sehr, Stück für Stück findet sie wieder ins Leben zurück. Ihre Freunde, von denen sie sich Anfangs sehr distanziert, bekommen wieder einen Platz in ihrem Leben... Lexie macht sich auf die Suche, auf die Suche nach dem Grund, warum Ty keine andere Lösung als Selbstmord mehr gesehen hat. Hier erleben wir als Leser einen steten Wechsel zwischen „Früher“ und „Heute“. In Rückblenden erfährt man Erlebnisse der Geschwister, Erinnerungen an Kleinigkeiten, zusammen erlebte Stunden... Lexie versucht diese Bilder festzuhalten und nicht verschwinden zu lassen! Wir erleben viele Phasen der Trauer... so verdrängen sowohl Lexie als auch ihre Mutter irgendwie den Verlust von Ty. Manchmal sehen und riechen sie ihn. „Es ist, als wäre er noch hier, nicht als Geist, sondern als wäre all das nie passiert...“ „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ ist ein sehr trauriges, emotionales Buch. Doch die Autorin führt uns sehr einfühlsam und feinfühlig an das Thema heran. Nachdem ich das Nachwort gelesen hatte, war mir auch klar warum... Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt und auch sehr berührt!!! Das Thema so gefühlvoll und geschickt anzupacken verdient echt Respekt! Ich beende meine Rezension mit meinem Lieblingssatz aus dem Buch, welcher für mich auch als Fazit gilt: „Im Leben gibt es keine Radierer. Ich würde alles durchstreichen und von vorne anfangen.“

Buch hat mich leider nicht emotional berührt
von Zank am 14.01.2016

„Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ erzählt von der 18jährigen Alexis, deren Bruder Tyler Selbstmord begangen hat. Als Leser begleitet man Alexis beim Umgang mit dieser schwierigen Situation, ihrer Trauer und den Schuldgefühlen und erfährt außerdem von ihrer Vorliebe für Mathematik, der Scheidung ihrer Eltern und dem alltäglichen Leben eines amerikanischen... „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ erzählt von der 18jährigen Alexis, deren Bruder Tyler Selbstmord begangen hat. Als Leser begleitet man Alexis beim Umgang mit dieser schwierigen Situation, ihrer Trauer und den Schuldgefühlen und erfährt außerdem von ihrer Vorliebe für Mathematik, der Scheidung ihrer Eltern und dem alltäglichen Leben eines amerikanischen Teenagers. Der Schreibstil von Cynthia Hand war für mich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig – das Buch ist geprägt von sehr kurzen Sätzen, was wohl Alexis‘ Tagebuchstil darstellen soll. Ich selbst hatte dadurch jedoch Probleme, mich emotional auf die Geschichte einzulassen. Es war nicht schwierig, die Geschichte zu verstehen; aber schwierig, in der Geschichte zu versinken. Eine Stärke des Buches ist für mich die Protagonistin Alexis. Da man das Buch aus ihrer Sicht liest (Ich-Perspektive), lernt man sie mit all ihren Facetten und Wesenszügen kennen. Alexis wirkt immer wie ein realer Mensch und nicht wie eine eindimensionale Romanfigur. Man merkt, wie schwer es ihr fällt, von ihrem Bruder Abschied zu nehmen und wie sie gleichzeitig dennoch selbst weiterleben und in die Zukunft schauen muss. Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass ihr eigener Bruder Suizid begangen hat. Auch wenn sie darauf hinweist, dass es ansonsten keine Parallelen zu ihrem Leben gibt, denke ich doch, dass sie sich gerade durch diesen Schicksalsschlag besonders gut mit ihrer Hauptfigur identifizieren konnte. Irgendwann driftet die Geschichte etwas ins Paranormale ab – Alexis riecht mehrfach das Parfüm ihres Bruder oder sieht ihn sogar als Erscheinung vor sich. Soll sie für Tyler noch etwas auf der Erde erledigen? Diese Wendung verwirrte mich, da ich etwas ganz anderes von dem Buch erwartet hätte. Plötzlich bringt sich auch noch ein Freund von Tyler um, und man fragt sie, ob die zwei sich etwa abgesprochen haben. Ebenso wie die „Geister“-Geschichte wird auch diese Frage im Buch nicht aufgelöst. Das Buch erzählt davon, wie man mit dem Tod eines nahen Menschen umgehen kann; schildert Trauerstufen und berichtet gleichzeitig von einer kaputten Familie, in der jeder versucht, mit der Trennung der Eltern fertig zu werden und daran scheitert. Ein Jugendbuch über ein sehr emotionales Thema, leider haben diese Emotionen mich nicht erreicht.

Kein Buch für Zwischendurch
von eclipse888 am 29.10.2015

Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden,... Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lex wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen. Ich gebe es offen und ehrlich zu: Das Cover hat mich magisch angezogen! Meine beiden Lks treffen auf einander, wie oft kommt das schon vor? =D Ich liebe diesen mathematischen Touch, in dem der Titel abgebildet ist. Und genauso gerne mochte ich, dass Lexie ein Charakter ist, der Mathe liebt. Irgendwann kommt es einem eben zu den Ohren raus, wenn ständig alle Figuren betonen, wie schlecht sie doch in Mathe sind und/oder wie sehr sie Mathe hassen, wenn man zu der Minderheit gehört, der es anders geht. Müsste ich das Buch aber in einem Wort beschreiben, dann wäre es wohl „deprimierend“. Oder vielleicht auch „hoffnungslos“. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber als ich das Buch gelesen habe, war ich nicht in wirklich in der Stimmung für etwas Hoffnungsloses oder Deprimierendes. Ich denke, ich bin durch das Cover und den Klappentext einfach mir ganz falschen Erwartungen rangegangen. Da ich auch schon viele Bücher mit ähnlichen Titeln gelesen habe, habe ich zumindest auf ein bisschen Freundschaft, Liebe, IRGENDWAS, abgesehen von dem Selbstmord des Bruders, gehofft. Aber genau darum geht es. NUR. Lexies Bruder Ty hat sich umgebracht und nun hat sie mit den Folgen und ihren Schuldgefühlen zu kämpfen. Die ganze Trauer-und-Trauerbewältigungs-Thematik fand ich abgesehen davon aber echt gut. Cynthia Hand hat beim Schreiben aus ihren eigenen Erfahrungen geschöpft und das merkt man der Geschichte auf jeden Fall an. Ich denke, wenn man nicht selbst einen solchen Verlust erlitten hat, dann ist es schwer, die Gefühle so echt und unverfälscht und realistisch darzustellen. Aber was sollte die Sache mit dem „Geist“? Sich plötzlich materialisierendes Parfüm, okay, alle bilden es sich ein, weil sie ihren Bruder/ Sohn schrecklich vermissen. Aber im Ernst, was sollte das mit dem Geist denn? Das war so ein Schwenk in Richtung Fantasy, der da nicht hin passt. Wieder ganz toll fand ich Lexies Rückblicke und Erinnerungen an ihren Bruder. Sie sind typische Geschwister, die sich streiten und necken, aber man konnte immer spüren, dass die zwei sich geliebt haben. Da ich selbst Geschwister habe, kenne ich das ziemlich gut und ich fand es klasse, diese Geschwistergefühle in dem Buch wiederzufinden. Über die Autorin: Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt. Fazit Ich hatte ganz falsche Erwartungen an das Buch, es konnte gar nicht anders, als mich zu enttäuschen. Schade, es war nicht übel, aber auf so eine schwerere Thematik muss man einerseits vorbereitet sein und andererseits müssen auch die Lust und der richtige Zeitpunkt da sein.