Wie ich mir das Glück vorstelle

Roman

(5)
Viktor ist anders als die anderen Kinder. Im Krieg verliert er seine Familie und schließt sich in der Stadt der Brücken mit einem Einbeinigen, einer Rothaarigen und einem Hund zusammen. Sein Mittel zum Überleben: Er schreibt seine Geschichte in ein Heft. Eines Tages sind seine Weggefährten wieder verschwunden, und Viktor macht sich auf zu seiner letzten großen Reise … Ein poetischer Bericht aus einer anderen Welt, ein beeindruckendes Romandebüt.
Portrait
Martin Kordic wurde 1983 geboren und lebt in München. Er studierte am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim und an der Universität Zagreb. ›Wie ich mir das Glück vorstelle‹ ist Kordics erster Roman, für den er 2015 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und die Alfred Döblin-Medaille erhielt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 23.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-03203-7
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,3/1,2 cm
Gewicht 138 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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Durch die arglose und kindliche Art des Erzählers tritt die Tragik des Bosnienkrieges still hervor und trifft den Leser mitten ins Herz.

"Wie ich mir das Glück vorstelle" ist ein ergreifender Debütroman mit einem ganz außergewöhnlichen Protagonisten, dem ich viele, viele Leser wünsche!
Durch die arglose und kindliche Art des Erzählers tritt die Tragik des Bosnienkrieges still hervor und trifft den Leser mitten ins Herz.

"Wie ich mir das Glück vorstelle" ist ein ergreifender Debütroman mit einem ganz außergewöhnlichen Protagonisten, dem ich viele, viele Leser wünsche!

Kundenbewertungen

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Fragmente im Jetzt
von einer Kundin/einem Kunden am 18.02.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

„Ich habe einigen Schaden an meinem Körper. Als ich zur Welt komme, haben die Menschen gleich eine Menge mit mir zu tun. Maria, o Maria.“ So versehrt wie Viktors Körper ist, so fragmentiert ist seine Sprache, so fragmentiert ist sein Erzählen. Denn wenn Viktor von Geburt, Kindheit und seiner... „Ich habe einigen Schaden an meinem Körper. Als ich zur Welt komme, haben die Menschen gleich eine Menge mit mir zu tun. Maria, o Maria.“ So versehrt wie Viktors Körper ist, so fragmentiert ist seine Sprache, so fragmentiert ist sein Erzählen. Denn wenn Viktor von Geburt, Kindheit und seiner gegenwärtigen Jugend in einem verminten Kriegsgebiet berichtet, hat er keine Vergangenheit und keine Zukunft – denn für Viktor gibt es nichts als das erlebte Jetzt. Der Protagonist schildert seine Erlebnisse ausschließlich im Präsens seiner Gegenwart. Durch diesen literarischen Kunstgriff gelingt es Martin Kordi? einen subtilen Einblick in die Psyche und das Empfinden seiner Hauptfigur zu geben, deren Umwelt, Emotionen und eigener Körper sich in ständiger Auflösung zu befinden scheinen. Nachdem Viktor beim „Abtransport“ seiner Großfamilie den Soldaten davonlaufen konnte, kommt er bei einer Glaubensgemeinschaft unter und schlägt sich darauf folgend gemeinsam mit dem „einbeinigen Dschib“, einer Prostituierten und einem herrenlosen Hund durch die unberechenbare Landschaft zwischen zerstörten Brücken und ausgehobenen Massengräbern. Kordi? benennt ihn zwar nie konkret, jedoch bleibt der Bosnienkrieg als historische Vorlage des Romans erkennbar. Und so wie Viktor ausschließlich im momentanen Präsens erzählt, so scheint sein Empfinden auch keinerlei Nachhaltigkeit zu besitzen: Gleich ob er aus einer lebensbedrohenden Situationen gerettet oder eine ihm wichtige Bezugsperson verliert, seine Gefühlswelt bleibt dadurch unbeeindruckt und im nächsten Augenblick scheint jede Spur dieser eigentlich prägenden Ereignisse verschwunden zu sein. Martin Kordi?s Debütroman ist eine faszinierende Kriegsschilderung aus den Augen eines ebenso faszinierenden, gebrochenen Erzählers, dessen Sichtweise das Geschehen poetisch überhöht und gleichzeitig Momente von Gewalt, Schmerz und Verlust spürbar macht.