Kruso

Roman

Lutz Seiler

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Beschreibung

Als seine Freundin verunglückt und er in ein tiefes Loch zu stürzen droht, beschließt Edgar Bendler, nach Hiddensee zu fliehen – auf jene legendenumwobene Insel, die schon vielen Gestrandeten als Zuflucht diente. Er wird Abwäscher im Klausner, einer Kneipe hoch über dem Meer, und lernt Alexander Krusowitsch kennen – Kruso. Eine schwierige, zärtliche Freundschaft beginnt. Von Kruso, dem Meister und Inselpaten, wird Ed eingeweiht in die Rituale der Saisonarbeiter und die Gesetze ihrer Nächte. Nach und nach erschließen sich ihm die Geheimnisse der Insel und des Klausners. Als Ed schon glaubt, wieder einen Platz im Leben gefunden zu haben, erschüttert der Herbst 89 das fragile Gefüge der Inselbewohner. Am Ende steht ein Kampf auf Leben und Tod – und ein Versprechen.

Inselabenteuer und Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft – Lutz Seilers preisgekrönter Roman schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart. Die einzigartige Recherche, die diesem Buch zugrunde liegt, folgt den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind, und führt uns dabei bis nach Kopenhagen, in die Katakomben der dänischen Staatspolizei.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 06.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46630-8
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 19/11,9/3,5 cm
Gewicht 450 g
Auflage 5
Verkaufsrang 14570

Buchhändler-Empfehlungen

Kruso, Ed, Traumata und Kommunismus

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Ich bin kein sonderlich politischer Mensch und bin auch nicht die historisch gebildetste Person. Von daher spreche ich nicht auf alle Aspekte von "Kruso" gleichermaßen an; sicherlich resoniert der DDR-Kontext für viele Leute mehr als für mich. Aber gleichzeitig bedeutet das, dass man auch ohne dieses Interesse einiges in "Kruso" findet, allem voran Protagonist Ed, Titelfigur Kruso und ihre Freundschaft, die sehr einzigartig präsentiert wird. Was ist körperlich? Was ist intellektuell? So oder so beginnen sie, einander sehr viel zu bedeuten. Und um sie herum gibt es eine Menge starke Figuren, die ebenfalls ihre Eigenheiten haben, die sie aus dem Gros der literarischen Figuren heraustreten lassen. Das Klausner, Handlungsort eines Großteils der Handlung, ist relativ abgeschieden, und irgendwie kam ich so immer wieder gedanklich zu "Moby-Dick". Es ist der Sog charismatischer Figuren, der in beiden Werken durchkommt. Melville schafft es vergleichsweise zwar noch mehr, mich in seine Themen zu verwickeln, aber knapp hinter Melville zu bleiben, ist nicht gerade eine Schande.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Für mich eine der besten literarischen Aufarbeitungen der DDR!Ein Buch über die Zeit des Umbruchs!Eine genaue,verdichtete Sprache mit hintersinnigen Verweisen auf verwandte Bücher.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
6
3
1
1
1

Gewollt und nicht...
von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

...gekonnt. Ich habe mich von den Bewertungen überzeugen lassen und auch von der Inhaltsangabe, da ich selbst die Wendezeit intensiv auf der Ostseite miterlebt habe und nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens im „Westen“ wohne und arbeite. Man spürt, dass der Autor sich Mühe gegeben hat, ein interessantes und hintergründige... ...gekonnt. Ich habe mich von den Bewertungen überzeugen lassen und auch von der Inhaltsangabe, da ich selbst die Wendezeit intensiv auf der Ostseite miterlebt habe und nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens im „Westen“ wohne und arbeite. Man spürt, dass der Autor sich Mühe gegeben hat, ein interessantes und hintergründiges Buch zu verfassen. Aber es ist nmE nicht gelungen. Eine zu zerfranste Geschichte, Emotionen springen nicht über und es fällt schwerer und schwerer der Geschichte um die persönliche Freiheit zu folgen. Spannung? Völlige Fehlanzeige. Auch intellektuell keine Herausforderung. Ich bin jetzt erst bei der Hälfte und überlege es nicht weiter zu lesen - was mir erst einmal passiert ist...

Kein Robinson
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 20.04.2020

Voller Emotionen. Es ist schon ein Geschenk in Demokratie und Freiheit geboren und aufgewachsen zu sein. Die Verfilmung war schon gut, aber das Buch ist noch intensiver.

nur für DDR-Wende-Bedaurer
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 22.03.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe das Buch vor Weihnachten auf Grund der guten Empfehlungen verschenkt und es erst heute selbst fertig gelesen. Das war ein Fehler. Das Buch ist langfädig geschrieben, das Essen im Klausner zum Kotzen geschildert, das Auf- und Abtauchen der Figuren schlecht nachzuvollziehen. Trotzdem soll das Buch wohl rechtfertigen, dass... Ich habe das Buch vor Weihnachten auf Grund der guten Empfehlungen verschenkt und es erst heute selbst fertig gelesen. Das war ein Fehler. Das Buch ist langfädig geschrieben, das Essen im Klausner zum Kotzen geschildert, das Auf- und Abtauchen der Figuren schlecht nachzuvollziehen. Trotzdem soll das Buch wohl rechtfertigen, dass es in der alten DDR auch "reine" Ideale gegeben hat, die besser waren als unsere "Konsumversessenheit". Na ja, Max Frisch war ja auch dort, wozu ist mir heute schleierhaft, trotz Ed und Kruso. Etwas objektivere Literaturkritik auch bei Books wäre hilfreich gewesen.


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