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Nachts, weit von hier

Erzählungen

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Ein Mensch stellt sich sein Ende in einer Zukunft vor, in der der Regen nicht aufhört. Ein Freund wird erst als solcher
erkannt, nachdem er verloren ist. Die Liebe findet sich in jahrzehntealten Briefen, in den Wäldern Finnlands oder auf
einem dörflichen Fußballplatz. Ein Vorfall während einer Geschäftsreise zieht eine Frau in die Tiefe der Vergangenheit:
Ulrike Schäfers Erzählungen, mehrere davon preisgekrönt, handeln von dem, was unter der Oberfläche geschieht und zu seiner Stunde, zu gegebener Zeit in Schlüsselmomente des Lebens mündet.
Rezension
»Ins Kammerspiel des Alltags brechen die Erinnerungen ein. Erinnerungen an traurige, traumatische, aber auch an schöne, in jedem Fall prägende Erlebnisse. Klar, kraftvoll, leise, präzise und abgründig schreibt Ulrike Schäfer von der Heimsuchung: sowohl von der Heimsuchung durch das Vergangene, als auch von der nimmermüden Suche des Menschen nach einem Heim als Sehnsuchtsort, einem Zuhause im Äußeren und im Inneren.
Unbedingt lesenswert!«
Markus Orths»Eine wahre Sternstunde, Ulrike Schäfer lesen zu hören.
Und richtige Sternstunden auch, ihre Geschichten selber
zu lesen. Schwarz auf weiß: welch ein Erzähldebüt!«
Oswald Burger
Portrait
Ulrike Schäfer, 1965 in München geboren, lebt in Würzburg. Studium der Germanistik, Philosophie und Informatik,
zuerst Dozentin, danach Softwareberaterin, heute Autorin und Webdesignerin. Stipendiatin des Stuttgarter Schriftstellerhauses. Ausgezeichnet u. a. mit dem Leonhard-Frank-Preis für Dramatik, dem Würth-Literaturpreis, dem Preis des Irseer Pegasus. Im Juni 2015 Uraufführung ihres Stücks »Die Jünger Jesu« nach Leonhard Frank.
www.ulrike-schaefer.de
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  • "Es ist wieder März, und ich weiß noch: derselbe Geruch

    auf dem Heimweg. Die keimenden Ahornsämlinge,

    die Streifen Licht und Schatten, Licht und Schatten den

    Hohlweg entlang. Unsere Finger in der feuchten Erde

    dicht an dicht, wir gruben Sämlinge aus, trugen sie nach

    Haus jeden Frühling wie zum ersten Mal. Hoben, statt

    zu winken, unsere zu Schalen gewordenen Hände an wie

    stille Gaben, wenn wir uns schließlich trennten.

    Jemand hat nach dir gefragt: wie alles gekommen ist

    damals. Ich hab irgendwas geantwortet, ziemlich lang,

    ziemlich viele Wörter, viel Weil und Deswegen und was

    nach was geschah. Die Frage ist mir gefolgt wie ein Tier,

    bis hierher, ich seh runter auf den grauen Stein, die von

    den Jahren verblassten Zeichen. Die Sonnenstrahlen

    zwischen den Ästen, ich neige den Kopf, und da ist es

    wieder: Licht und Schatten wie einst."
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 184
Erscheinungsdatum 24.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86351-405-1
Verlag Kloepfer und Meyer
Maße (L/B/H) 19,4/12,3/1,9 cm
Gewicht 262 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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"Nachts, weit von hier" - Berührende Erzählungen mit poetischer Kraft.
von Liane Marth / LimaKatze am 05.11.2015

AUSZUG AUS DEM KLAPPENTEXT: Geschichten, die „aufhorchen“ und „auflesen“ lassen, die nachklingen: Poetisch, dicht, tief. Kleine Erzählwunder, mehrere davon preisgekrönt, die von dem handeln, was unter der Oberfläche geschieht - und was zu seiner Stunde, zur gegebenen Zeit, in Schlüsselmomente des Lebens mündet. ... *** I... AUSZUG AUS DEM KLAPPENTEXT: Geschichten, die „aufhorchen“ und „auflesen“ lassen, die nachklingen: Poetisch, dicht, tief. Kleine Erzählwunder, mehrere davon preisgekrönt, die von dem handeln, was unter der Oberfläche geschieht - und was zu seiner Stunde, zur gegebenen Zeit, in Schlüsselmomente des Lebens mündet. ... *** INHALT UND FAZIT: Achtzehn ergreifende und tiefgründige Erzählungen wurden in dieser anspruchsvollen Anthologie zusammengetragen. Geschichten wie aus dem Leben gegriffen über Menschen in den verschiedensten Situationen, in denen die Erinnerung sie einholt. Die Autorin Ulrike Schäfer erzählt von verpassten Gelegenheiten, von Schlüsselmomenten im Leben, und über die Themen Krankheit und Tod. Aber auch von Geschichten über die Liebe, die ganz unterschiedliche Merkmale haben kann, die manches Mal in Vergessenheit gerät, und die bisweilen eine Sehnsucht bleibt. Ebenso wie die Freundschaft. Mit einem klaren und schnörkellosen Schreibstil führt die Autorin den Leser durch ihre Erzählungen und schafft dabei eine derart dichte Atmosphäre, dass man während der Lektüre immer wieder innehält und den sehr bewegenden Geschichten nachspürt. Allerdings liegt über fast allen Geschichten eine gewisse Schwermut, die je nach eigener Stimmungslage arg bedrückend sein kann. Auf der anderen Seite war dieses Buch für mich wie eine kleine Entdeckungsreise, wenn ich beim zweiten Durchlesen der Erzählungen viele Feinheiten entdeckte, die mir beim ersten Lesen zunächst gar nicht aufgefallen waren. Die Geschichten im Buch sind auf jeden Fall eine literarische Besonderheit, allerdings keine leichte Kost und mitunter beinahe anstrengend. Einiges in den Handlungsabläufen bleibt im Verborgenen, hinter den offensichtlichen Worten und zwischen den Zeilen, und ist demzufolge nicht immer leicht zu interpretieren. Das ist sicherlich ein gekonnt eingesetztes Stilmittel, allerdings war es mir manches Mal des Guten zu viel und ich hätte mir an diesen Stellen doch etwas mehr Klarheit gewünscht. Nichtsdestotrotz hat mir diese ausgesuchte Zusammenstellung sehr gut gefallen, inhaltlich und weil die Erzählungen mich ganz tief in meinem Herzen berühren konnten. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn es zu einer weiteren Anthologie kommen sollte. Sehr gerne vergebe ich hier vier Sterne!

Nachts, weit von hier
von einer Kundin/einem Kunden aus wien am 31.10.2015

Ein kleines, feines Büchlein mit 18 Kurzgeschichten geschrieben von Ulrike Schäfer. Es sind Geschichten über Liebe, Trauer, Verzweiflung, Freundschaft und Hoffnung. Wenn man die Geschichten liest muss man sich viel Zeit dafür nehmen, denn sie sind keine leichte Kost. Jahrzehnte alte Briefe wecken Erinnerungen an die Vergange... Ein kleines, feines Büchlein mit 18 Kurzgeschichten geschrieben von Ulrike Schäfer. Es sind Geschichten über Liebe, Trauer, Verzweiflung, Freundschaft und Hoffnung. Wenn man die Geschichten liest muss man sich viel Zeit dafür nehmen, denn sie sind keine leichte Kost. Jahrzehnte alte Briefe wecken Erinnerungen an die Vergangenheit und zeigen einen Weg in eine neue Zukunft. Eine echte Freundschaft, kann auch der Tod nicht trennen. Und wahre Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Es sind sehr gefühlvoll erzählte Geschichten. Der besondere Schreibstil, der auf eine bildhafte Schreibverwendung beruht, lässt oft einen tiefen Einblick in die Seelenqualen der Protagonisten werfen. Leider haben mich viele Geschichten, die großteils von Verlust, Tod und Trauer handeln, mit einem negativen Gefühl zurück gelassen. Ebenso waren mir die Gedankengänge der Autorin nicht immer klar, wo ich am Ende der Geschichte nicht wusste, welche Botschaft dahintersteckt. Es ist schwer, diesen Roman zu beurteilen, da er sicherlich in seiner Art und Weise ein kleines Kunstwerk ist. So sehr ich mich auch bemüht habe konnte ich leider nicht wirklich warm damit werden.

Zartbitter
von Fredhel am 27.10.2015

Die erste Geschichte aus dem kleinen, feinen Erzählband "Nachts, weit von hier" von Ulrike Schäfer trägt den Titel "Pralinenmann". Eine passende Eröffnung, denn dieses Buch kommt mir selbst vor, wie eine kleine Pralinenschachtel. Man probiert eine, und eh man sich versieht, ist man schon bei der drittten oder vierten. Alles e... Die erste Geschichte aus dem kleinen, feinen Erzählband "Nachts, weit von hier" von Ulrike Schäfer trägt den Titel "Pralinenmann". Eine passende Eröffnung, denn dieses Buch kommt mir selbst vor, wie eine kleine Pralinenschachtel. Man probiert eine, und eh man sich versieht, ist man schon bei der drittten oder vierten. Alles erzähltechnisch hochfeinste Confiserie. Ulrike Schäfer kann mit Worten umgehen. Ihre Geschichten sind fast Poesie, wenn man Sätze liest wie: "...Liebe, die in die trockene Luft aufsteigt wie ein flüchtiger Geruch. ...(S.173)" Doch inhaltlich tue ich mich schwer. Die Pralinenschachtel besteht ausschließlich aus Zartbitterkonfekt. Nicht in allen Erzählungen kann ich eine Botschaft erkennen. Ich frage mich, wie früher in der Schule die Lehrerin: was will uns der Autor damit sagen?, und finde keine Antwort. Allen Geschichten gemeinsam ist eine deprimierende Grundstimmung. Es geht um alte, kranke, traurige, einsame Menschen, kein Lichtblick, keine Hoffnung. Weil mich das Buch oft alleine läßt, mich ratlos und traurig macht, habe ich es nicht gerne gelesen. Das geschriebene Wort kann ich als Kunstwerk erkennen und würde sofort sechs Lesesterne dafür vergeben, wenn es soviele gäbe, aber vom Inhalt her bin ich nicht so überzeugt und ziehe wieder Punkte ab.