Dement, aber nicht bescheuert

Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken

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Worum geht es?

Demenzkranke wollen als Menschen wahrgenommen werden. Aber wir "Gesunden" können nicht ertragen, einen geliebten Angehörigen ins Vergessen gleiten zu sehen - wir therapieren, beschäftigen und medikamentieren, damit wir uns nicht hilflos fühlen. Doch hilft das den Dementen? Nein, im Gegenteil. Die Kranken möchten in ihrem So-Sein angenommen werden. Dafür plädiert Michael Schmieder, und dieses Konzept praktiziert er im Pflegeheim Sonnweid - mit beeindruckendem Erfolg.

Was ist besonders?

Michael Schmieder ist ein Mann der Praxis: Er lebt das, was er schreibt. Er nimmt die Demenzkranken und ihre Bedürfnisse ernst und behandelt jeden Kranken als Individuum. Die Dementen bestimmen die Bedingungen, unter denen sie leben möchten. Wenn das bedeutet, dass eine Patientin nur noch Torte isst und ein anderer am besten im Flur schläft, so ist das in Ordnung. Hauptsache, es geht den Patienten gut. Und das tut es: Sonnweid gilt als eines der besten Pflegeheime für Demenzkranke.

Wer liest?

- Angehörige von Demenzkranken

- alle, die mit Demenzkranken arbeiten

- alle, die sich mit dem Thema beschäftigen
Portrait
Wer schreibt?
Michael Schmieder, geboren 1955, leitet das Heim Sonnweid bei Zürich. Er ist ausgebildeter Pfleger und hat einen Master in Ethik.

Uschi Entenmann, Jahrgang 1963, ist Autorin bei Zeitenspiegel Reportagen in Weinstadt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 23.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08102-6
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 20,6/13,6/2,8 cm
Gewicht 344 g
Auflage 6. Auflage
Buch (Paperback)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Nicole Simic, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Dieses Buch zeigt auf, wie ein menschenwürdiges Altern gestaltet werden kann. Für alle, die sich privat oder beruflich mit Demenz beschäftigen. Sehr informativ und gut zu lesen.
Dieses Buch zeigt auf, wie ein menschenwürdiges Altern gestaltet werden kann. Für alle, die sich privat oder beruflich mit Demenz beschäftigen. Sehr informativ und gut zu lesen.

Kundenbewertungen

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Tolles Buch mit tollen Ideen
von Literaturlounge eu aus Gießen am 11.04.2018
Bewertet: Taschenbuch

Diesmal habe ich mich mal wieder einem Sachbuch angenommen. Es wurde auch mal wieder Zeit. Und dann war es auch noch ein Buch was mich wirklich sehr mitgenommen hat. Es geht um Demenz und wie man mit den Bewohnern in einem Pflegeheim umgehen kann. Die Betonung liegt eindeutig auf können.... Diesmal habe ich mich mal wieder einem Sachbuch angenommen. Es wurde auch mal wieder Zeit. Und dann war es auch noch ein Buch was mich wirklich sehr mitgenommen hat. Es geht um Demenz und wie man mit den Bewohnern in einem Pflegeheim umgehen kann. Die Betonung liegt eindeutig auf können. Wir alle wissen, dass es in Deutschland in den vielen Fällen eher menschenunwürdig abläuft und man eher das Gefühl hat, dass es nicht um den Menschen geht sondern um den Profit. Viele in meinem Alter, haben ihre eigenen Erfahrungen im Zivildienst gemacht und könnten darüber Bücher schreiben. Aber darum geht es in diesem Buch nicht. Der Autor beschreibt, wie es auch gehen kann. Er zeigt wie man ein schöneres Leben mit dementen Menschen gestalten kann, z.B. durch eine andere Beleuchtung oder offenere Räume. Michael Schmieder setzt sich für Gruppenzimmer oder Wohngruppen ein, wo immer etwas passiert und wo niemand alleine ist, Bereiche in denen man etwas gemeinsam tun kann. Er fordert, dass man unkonventionelle Schritte gehen sollte, dass jeder, der in einem Pflegeheim arbeitet, auch in der Pflege was zu sagen hat. Besonders gefallen hat mir neben der Beleuchtung auch, dass keiner der Bewohner per Magensonde ernährt wurde. Das bedeutet natürlich mehr Arbeit, mehr Pfleger und auch mal neue Ideen. Da wird direkt vor dem Bett des Bewohners gekocht, damit er Lust auf Essen bekommt. Wir alle kennen das doch, dass unser Appetit auch durch den Geruch hervorgerufen wird. Warum also nicht auch bei einem, der nicht mehr essen will. Herr Schmieder setzt sich dafür ein, dass jeder seine Eigenarten haben darf; dass man nicht den Tagesablauf nach der Pflege richtet, sondern die Pflege nach dem zu Pflegenden - und noch vieles mehr. Natürlich ist nicht alles perfekt und wird es wahrscheinlich auch nie werden, aber wer will es schon perfekt? Es ist für mich ein Buch, welches mich sehr mitgenommen hat, da ich selbst eine Oma habe, die an Demenz leidet, um die ich mich aber, weil ich mich nicht richtig traue, eigentlich viel zu wenig kümmere. Ich habe Angst Fehler zu machen. Dadurch bin ich eigentlich für meine Großmutter gar nicht mehr existent, was den Kontakt zu ihr betrifft. Irgendwie hat mir dieses Buch doch Möglichkeiten vor Auge geführt, wie ich vielleicht nun besser mit ihr umgehen kann. Ich denke, dass ein neuer Umgang mit Demenzkranken nicht nur im Pflegeheim anfängt, sondern auch bei uns selbst, bei unserem persönlichen Umgang mit Dementen. Vielleicht kann uns dieses Buch dabei ein wenig helfen, die Augen öffnen und wir setzen uns dann eventuell automatisch für ein besseres Leben von demenzkranken Menschen ein.

Dement aber nicht bescheuert-sehr gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Breitenthal am 28.05.2016

Das ist Buch ist gut und verständlich geschrieben. Für einen Laien, der sich mit dem Thema befassen muss, ist es ideal.

Himmlisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Berg am Irchel am 30.03.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

Sterne gibt es natürlich fünf nicht einen wie oben (wie ist das doch gleich mit dem vergessen….)?