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Wildauge

Roman

Katja Kettu

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Beschreibung


»Zu einem Star der finnischen Literatur ist Kettu allein durch dieses eine Buch geworden.« Die Zeit

Lappland im Sommer 1944. Johannes Angelhurst ist deutscher Offizier, er soll als Fotograf die finnischen Verbündeten porträtieren. Als er der Hebamme »Wildauge« begegnet, ist er fasziniert. Ihr Blick ist frei und ungestüm - fast wie der eines wilden Tieres. Auch Wildauge fühlt sich sofort zu dem schweigsamen Mann in seiner schwarzen Uniform hingezogen. Und so lässt sie sich, als er in ein Kriegsgefangenenlager abkommandiert wird, dort als Krankenschwester einschleusen. Zwischen beiden entbrennt eine bedingungslose, wilde Leidenschaft. Doch im Lager passieren grauenvolle Dinge. Und der Krieg geht dem Ende zu, Deutsche und Finnen stehen nicht länger auf derselben Seite ...

Katja Kettu, Jahrgang 1978, ist eine der wichtigsten Autorinnen Finnlands. Ihr preisgekröntes Debüt Wildauge stand wochenlang auf Platz 1 der finnischen Bestsellerliste. Der Roman erschien in 20 Sprachen und wurde verfilmt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 06.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28616-7
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3 cm
Gewicht 292 g
Originaltitel Kätilö
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Angela Plöger
Verkaufsrang 59922

Kundenbewertungen

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Finnland. Cool.
von Henrik Nobis aus Dresden am 03.11.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Finnland. Cool." war das Motto des diesjährigen Ehrengastes Finnland auf der Frankfurter Buchmesse. Viele finnische Neuerscheinungen konnten sich einem großen Medieninteresse sicher sein. Was auffiel: mehrere junge finnische Autoren setzten sich in ihren Büchern mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinander. Finnland war dama... "Finnland. Cool." war das Motto des diesjährigen Ehrengastes Finnland auf der Frankfurter Buchmesse. Viele finnische Neuerscheinungen konnten sich einem großen Medieninteresse sicher sein. Was auffiel: mehrere junge finnische Autoren setzten sich in ihren Büchern mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinander. Finnland war damals kurzzeitig mit Nazideutschland verbündet um gegen die Sowjetunion zu kämpfen, wechselte aber später die Seiten und vertrieb die deutschen Soldaten aus dem Land. Zurück blieben nicht nur die vielen Toten, Verwundeten oder Traumatisierten, sondern auch tausende Neugeborene, gezeugt von finnischen Frauen und deutschen Militärangehörigen. Von solch einer Liason erzählt Katja Kettu. "Wildauge" ist Hebamme aus Nordfinnland, dort wo das Land an Norwegen und Russland grenzt, das Leben hart und die Winter lang und streng sind. Sie verliebt sich in einen SS-Offizier und ist bereit, ihm überall hin zu folgen, sei es in ein grausames Gefangenenlager oder, wenn es sein muss, auch bis in den Tod. Katja Kettus Grundlage für diesen Roman bildeten Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die genau das erlebte. Die Geschichte ist derb und schockierend, ebenso wie die stilistischen und sprachlichen Mittel. Kettu nimmt jedenfalls kein Blatt vor den Mund. "Wildauge" ist ein mitreißendes Buch, das eine schreckliche Zeit aus einer anderen Perspektive beleuchtet und sprachlich brilliant umgesetzt ist! Das macht den Roman für mich zu einem literarischen Highlight in diesem Herbst!

"Wildauge ist ein Buch, das man nicht liest, sondern durchlebt ..." (Zitat vom Buchrücken).
von kvel am 28.08.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Wildauge ist ein Buch, das man nicht liest, sondern durchlebt ..." (Zitat vom Buchrücken). Ein intensiver Liebesroman, aber nicht nur. Ein Liebesroman, während der Kriegswirren 1944 in Lappland. Inhalt: "Wildauge" ist der Name einer Hebamme, den ihr Johannes gegeben hat. Johannes ist ihre große Liebe. Sie hat sich auf ... "Wildauge ist ein Buch, das man nicht liest, sondern durchlebt ..." (Zitat vom Buchrücken). Ein intensiver Liebesroman, aber nicht nur. Ein Liebesroman, während der Kriegswirren 1944 in Lappland. Inhalt: "Wildauge" ist der Name einer Hebamme, den ihr Johannes gegeben hat. Johannes ist ihre große Liebe. Sie hat sich auf den ersten Blick unsterblich in ihn verliebt und ist ihm hoffnungslos und bedingungslos verfallen. Johannes ist ein schnieker SS-Offizier. Wildauge ist eine ungelernte Hebamme - aber sie hat das Wissen und die Gabe Leben bei der Geburt zu schenken oder aber auch Abtreibungen durchzuführen. Wildauge ist eine Außenseiterin; nie richtig anerkannt; während ihres ganzen Lebens. Meine Meinung: Themen in dem Roman sind: Krieg, Verrat, Loyalität, Innenleben / innerer Dialog / Gefühlswelt, Leben und Überleben während der Kriegszeit, Vergewaltigung im Lazarett, Leidenschaft und Seelenpein. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Wildauge geschrieben; als einen Brief an ihren Johannes. Jedoch werden auch Kapitel aus der Sicht von Johannes geschrieben, sein Gefühlsleben beleuchtet. Also ehrlich gesagt hatte ich beim Lesen des Romans so meine Probleme: Oft wusste ich beim Lesen von Wörtern nicht, ob dies irgendwelche Begriffe oder Namen sind. Oft fiel es mir auch schwer das Geschriebene in den zeitlichen Rahmen der Geschichte einordnen zu können, so dass ich lange Zeit das Gefühl hatte, dass die Geschichte Lücken hätte. Ich fand dies ein sehr seltsames Buch und wäre so manches Mal beim Lesen froh, wenn es "rum" gewesen wäre. Aber der Roman ist auch irgendwie spannend; dies um so mehr, je länger man an der Geschichte dran war; der Roman entwickelte eine gewisse Sogwirkung. Sehr positiv fand ich, dass man als Leser sehr gut in die Lebensumstände der damaligen Zeit und der Umstände des Krieges eintauchen kann. Ich war begeistert, denn stellenweise wies der Roman eine wunderbare sprachliche Eloquenz auf. Mit einem Nachwort der Übersetzerin, in dem sie ihre Bemühungen beschreibt um zu einer passenden Übersetzung der von der Autorin verwendeten Begriffe, teils verschiedene Dialekte und Wortneuschöpfungen, zu gelangen. Beim Lesen hatte ich mich so ein ums andere Mal gefragt, ob dieser Hype um diesen Roman wirklich so berechtig ist - aber im Nachhinein, mit einigen Tagen Abstand, würde ich sagen: Das ist ganz große Literatur! Aber ich möchte auch gleich eine Warnung aussprechen: Der Roman hat eine sehr "deftige" Wortwahl! Und es kommt viel Gewalt und Brutalität darin vor. Dies ist kein einfaches Buch; es ist verstörend und es ist nicht einfach zu lesen; man braucht Durchhaltevermögen beim Lesen. Mein persönliches Fazit: Dem Zitat vom Buchrücken (siehe Titel) würde ich voll und ganz zustimmen. Hint: Beim Lesen immer wieder hinten im Anhang nachsehen, denn dort wird einiges erklärt, auch wenn die entsprechenden Stellen im Roman nicht als zum Nachschlagen gekennzeichnet sind.


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