Bleeding Edge

Roman

(4)
Eine historische Romanze über New York in den frühen Tagen des Internets. Ironisch, anarchisch, düster.
'Bleeding Edge' nennt man eine so neuartige elektronische Anwendung, dass sie noch keinen erwiesenen Nutzen hat. Wie etwa DeepArcher, eine verbesserte Version von Second Life, in der alles möglich scheint. Sogar Geldwäsche oder Terrorplanung für 9 /11, ohne dass man eine Spur hinterlässt. Deshalb interessiert sich dafür neben Geheimdiensten und internationalen Verbrechern auch eine kleine New Yorker Wirtschaftsdetektivin namens Maxine Tarnow, jüdisch, geschieden, zwei schulpflichtige Kinder, mit einer wirklich wenig beeindruckenden Beule in der Handtasche, da, wo sie ihre Damen-Beretta versteckt …
Rezension
Pynchon erzählt zwei Romane gleichzeitig: einen finsteren Thriller und eine absurde New Yorker Komödie.
Portrait
Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seither sind seine Bücher (u.a. „Die Enden der Parabel“; „V“; „Gegen den Tag“) die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 26.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-26865-6
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,9/12,6/3,8 cm
Gewicht 447 g
Auflage 1
Übersetzer Dirk van Gunsteren
Buch (Taschenbuch)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Was die durch Doppelspat gebrochene Lichtwellen entstehenden Aetherparalellwelten von Pynchons 'Gegen den Tag' sind, ist hier ganz unverschlüsselt die virtuelle Realität des Internets, eines von Avataren bewohnte Mischform aus Deepnet und Second Life, genannt DeepArcher, die im Begriff ist, ' die gefährliche Kluft zwischen Bildschirm und Gesicht zu schließen`. Die Merkwürdigkeiten vor und nach 9/11 bilden die zweite Grundlage, dieses ungewöhnlichen Beatnik-Verschwörungsthrillers voller 90er/00er Popkulturklimbim, gespickt mit scharfem jüdischem NY-Witz, extravaganter Stilsicherheit und Albernheiten, Songs und der bekannten Leidenschaft für seltsam klingende Namen, und dahinter das Grauen der tatsächlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Namen von Geld und, tja, nochmals Geld.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Sehr bemühend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 15.02.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Leider wieder eine Enttäuschung. Das Thema wäre interessant, aber zu oft wirkt alles weit her geholt, geschwätzig und aufgesetzt. Der Autor möchte witzig sein, was aber eher bemühend und nicht selten angestaubt wirkt. Da gefallen mir die Texte von Tom Wolfe wesentlich besser. Vineland bleibt das einzige Buch von... Leider wieder eine Enttäuschung. Das Thema wäre interessant, aber zu oft wirkt alles weit her geholt, geschwätzig und aufgesetzt. Der Autor möchte witzig sein, was aber eher bemühend und nicht selten angestaubt wirkt. Da gefallen mir die Texte von Tom Wolfe wesentlich besser. Vineland bleibt das einzige Buch von Pynchon, das ich empfehlen würde. Kindisch find ich auch das Getue um die Nichtpräsenz des Autors in den Medien. Dafür kann er natürlich nichts. Lasst ihn doch einfach in Ruhe, wenn er diesen Weg gewählt hat.

I did it my
von einer Kundin/einem Kunden am 18.12.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Thomas Pynchon ist einer der rätselhaftesten Autoren der US-Literatur. Viel weiß man nicht von seiner Existenz, das Geburtsjahr 1937 weist auf Altersweisheit hin, seine Romane erregen Aufmerksamkeit, die Beschreibung "cool" ist treffend. Diesmal setzt er sich mit dem Geschehen von 9/11 auseinander, mit dem Irrwitz des Internets, und mit... Thomas Pynchon ist einer der rätselhaftesten Autoren der US-Literatur. Viel weiß man nicht von seiner Existenz, das Geburtsjahr 1937 weist auf Altersweisheit hin, seine Romane erregen Aufmerksamkeit, die Beschreibung "cool" ist treffend. Diesmal setzt er sich mit dem Geschehen von 9/11 auseinander, mit dem Irrwitz des Internets, und mit ganz viel Manhattan. Wenn einem bei einem Umfang von 608 Seiten nicht fad wird, dann ist dies zweifellos ein Qualitätskriterium. wobei die Übersetzung der Sprachgewalt des Herrn schon eine große Leistung darstellt.