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Das Flüstern der Stadt

Kriminalroman

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gebundene Ausgabe
Barcelona, Stadt der Toten.
Barcelona, zur Zeit der Franco-Diktatur: Die junge, ehrgeizige Journalistin Ana Martí soll die Berichterstattung über den Mord an einer Arztwitwe übernehmen – für sie die Chance, endlich Karriere zu machen. Doch Ana darf nur schreiben, was ihr in die Feder diktiert wird, denn die Polizei hat strikte Anweisung, den Fall so schnell wie möglich zu den Akten zu legen. Als im Besitz der Toten Briefe eines unbekannten Liebhabers gefunden werden, für die sich niemand interessiert, bittet Ana ihre Cousine Beatriz um Hilfe. Tatsächlich entdeckt die Sprachwissenschaftlerin darin wichtige Hinweise. Schnell ist den beiden Frauen klar: Gegen alle Widerstände wollen sie die Wahrheit ans Licht bringen. Ihre einzige Waffe: die Macht des Wortes …
Der Überraschungserfolg aus Spanien
Rezension
Wunderbar geschrieben und atmosphärisch extrem dicht erzählt: Das Debüt des deutsch-spanischen Autorinnen-Duos macht sofort Lust auf sehr viel mehr. Brigitte
Portrait
Rosa Ribas, geboren 1963 in El Prat de Llobregat, studierte Hispanistik in Barcelona und lebt seit 1991 in Frankfurt am Main. Sie hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht.2014 erschien «Das Flüstern der Stadt», ihr erster gemeinsamer Roman und der erste Teil ihrer Trilogie über das Spanien der 50er Jahre. 2016 folgte mit «Die große Kälte» der zweite Teil. Für «Auf der anderen Seite der Ramblas» wurden die Autorinnen mit dem Preis des Krimifestivals Valencia Negra ausgezeichnet.

Sabine Hofmann wurde 1964 in Bochum geboren. Sie studierte Romanistik und Germanistik und arbeitete als Dozentin an der Universität Frankfurt am Main, wo sie auch Rosa Ribas kennenlernte.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 27.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-23462-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,3/3,2 cm
Gewicht 386 g
Originaltitel Don de lenguas
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 39611
Buch (Taschenbuch)
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9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Ein Krimi aus Spaniens Vergangenheit auf sehr hohem Niveau erzählt und spannend bis zum Schluss. Gute spanische Literatur, die einem ein wunderbares Lesevergnügen beschehrt.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Für mich steht hier die Atmosphäre im Vordergrund, die Spannung ist eher nachrangig. Über dem Roman liegt der Schleier einer vergangenen Zeit, er macht den Reiz des Buches aus.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Zeitreise durch das versunkene Barcelona in einer Zeit der Angst und des Schreckens. Die Autorinnen verstehen es, die Leserin in eine spannende Geschichte zu ziehen. Lesen!

Suspense vom Feinsten!
von Sophie aus NÖ am 09.08.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine spannende (Kriminal-)Geschichte, die den Leser ins franquistische Barcelona der 1950er Jahre entführt: Die junge Journalistin Ana gerät aufgrund ihrer Recherchen zu Mord an einer Dame der Gesellschaft in die Fänge von Korruption und Verrat. Wem kann sie vertrauen? Ana schafft es mit der Hilfe ihrer Cousine Beatriz nicht nur... Eine spannende (Kriminal-)Geschichte, die den Leser ins franquistische Barcelona der 1950er Jahre entführt: Die junge Journalistin Ana gerät aufgrund ihrer Recherchen zu Mord an einer Dame der Gesellschaft in die Fänge von Korruption und Verrat. Wem kann sie vertrauen? Ana schafft es mit der Hilfe ihrer Cousine Beatriz nicht nur, ein Mordkomplott aufzudecken, sondern auch, sich aus einer ausweglos scheinenden Lage zu befreien. Ein aufwändig recherchierter Roman, der die trist-düstere Lebenssituation der Menschen während der spanischen Diktatur gekonnt schildert. Feine Charaktere gepaart mit einer authentischen Szenerie: Ein Pageturner - Suspense vom Feinsten!

Unaufgeregte Verbrecherjagd
von Gerd Dürner am 13.10.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Rosa Ribas & Sabine Hofmann nehmen sich Zeit die Bühne zu bereiten für ihre Geschichte. Das Spanien der frühen 50er unter Franco wird heraufbeschworen in einer Atmosphäre erfüllt von Gewalt und Paranoia. Es wird eine Gesellschaft geschildert die gefangen ist zwischen Polizeiwillkür und katholischer Heuchelei, in einer Zeit in de... Rosa Ribas & Sabine Hofmann nehmen sich Zeit die Bühne zu bereiten für ihre Geschichte. Das Spanien der frühen 50er unter Franco wird heraufbeschworen in einer Atmosphäre erfüllt von Gewalt und Paranoia. Es wird eine Gesellschaft geschildert die gefangen ist zwischen Polizeiwillkür und katholischer Heuchelei, in einer Zeit in der männlicher Machismo den Lebensalltag bestimmt. Dabei Barcelona jedoch selbst im Gegensatz zur plastischen Schilderung der 50er Jahre als Schauplatz weitgehend Amorph, nur Barcelonakundige werden wohl in der einen anderen Erwähnung den Ort selbst wiedererkennen können, für uns andere bleibt es eine Stadt unter Tausenden. Sehr viel mehr Kontur gewinnen die mit viel Liebe gezeichneten, und mit vielerlei kleinen Hintergrundgeschichten eingeführten Hauptcharaktere. Inspektor Castro, ein intelligenter aber auch gewaltbereiter Ermittler, Journalistin Ana Martí, welche eigentlich nur Polizeiinformationen Pressegerecht aufarbeiten soll sich dann aber immer tiefer hineinziehen lässt in die Ermittlungen, die Literaturprofessorin Beatriz, welche Ana um Hilfe ersucht, und deren redselige Haushaltshilfe Encarni, sowie der kleine Gauner Abel Mendoza. Nahezu hundert Seiten braucht es, ehe alle Akteure versammelt sind, und selbst dann noch bewegt sich Geschichte nur Gemach vorwärts. Wer hier auf einen aufregenden Thriller hofft, wird schnell enttäuscht werden. Nach den in eine dichte, bedrohliche Stimmung gewobenen ersten Kapiteln wird der Tonfall sogar erst einmal überraschend heiter wenn sich Ana und Beatriz begegnen. Man fühlt sich beim Lesen an Donna Leons Krimis erinnert, denn das miteinander der einzelnen Personen steht klar im Zentrum, die Ermittlung des Mörders läuft eher im Hintergrund mit. Erst im letzten drittel schnellen Spannung und Dramatik dann kurzfristig wieder in die Höhe, pendeln sich aber auch schnell wieder auf das gewohnte Niveau ein und man Steuert auf ein ruhiges, eher unspektakuläres Finale zu. „Das Flüstern der Stadt“ lebt weitgehend vom Zusammenspiel der einzelnen Charaktere, wobei es insbesondere die drei Frauen sind, Ana, Beatriz und Encarni, die mit ihrem Charme, ihrem Intellekt und ihrem Witz die Seiten mit Leben erfüllen und einen am Lesen halten. Rückblickend scheint einem vielleicht nicht alles so ganz schlüssig daherzukommen, scheint so manche Wendung etwas zu Konstruiert, zogen die Autorinnen eine wenig zu auffällig ihre Fäden, dem reinen Lesenvergnügen aber tat dies zu keinem Zeitpunkt einen Abbruch. Vielleicht kein ganz perfekter Roman, aber nahezu perfekte Unterhaltung alle mal.