Der goldene Handschuh

Roman

Heinz Strunk

(34)
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Beschreibung

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.

Jetzt im Kino, verfilmt von Fatih Akin

Kai Lohnert, Literatur-Experte Thalia:
"In Krimitipps heißt es ja manchmal: "wirklich nichts für schwache Nerven". Diesen Hinweis stelle ich auch bei "Der goldene Handschuh" voran. Und meine es ernst. Denn diesmal hat Heinz Strunk kein launiges Buch geschrieben, sondern nähert sich dem Hamburger Frauenmörder und Säufer Fritz Honka (genannt Fiete) an. Der Roman ist großartig, und doch habe ich so etwas zuvor noch nicht gelesen... Denn Honka war einer von ganz unten und "Der goldene Handschuh" ist eine Kaschemme auf St. Pauli, in der die von ganz unten verkehren. Schonungslos beschreibt Strunk dieses Milieu - die Morde werden fast nebenbei abgehandelt -, und ich musste beim Lesen immer mal wieder eine Pause machen. So trostlos und brutal, dass es weh tut. So richtig. Gleichzeitig gelingt Strunk diese Annäherung meisterhaft - und eben nicht voyeuristisch wie bei irgendeinem Trash-TV-Format, wo man nur geifernd vorm Fernseher sitzt und froh ist, so fett, blöd oder verschuldet nicht zu sein. Dieses Stück Literatur packt einen und schüttelt einen durch, lässt Anteil nehmen, trotz all des Deliriums und Wahnsinns. Ein Buch, das ich nie vergessen werde."

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 26.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-06436-5
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 21,7/13,6/2,4 cm
Gewicht 340 g
Auflage 10. Auflage
Verkaufsrang 15239

Buchhändler-Empfehlungen

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Ein fantastischer Milieuroman über das Elend völlig kaputter Gestalten an den Theken der Hamburger Kiez-Lokale - mitten unter ihnen der (reale) Serienmörder Fritz "Fiete" Honka, der betrunkene ältere Frauen mit nach Hause nahm und sie dann ermordete. Ein Blick in einen Abgrund!

Ein beklemmendes Buch über die Menschen am Rande der Gesellschaft...

Stephanie Fenzke, Thalia-Buchhandlung Bad Zwischenahn

Die Abgründe der menschlichen Existenz werden in diesem Buch eindrucksvoll beschrieben. Im ,,Goldenen Handschuh" auf dem Hamburger Kiez trifft sich Mitte der siebziger Jahre der Bodensatz der Gesellschaft. Unter ihnen Fritz Honka, der seine Opfer in der Kneipe trifft und über eine begrenzte Zeit Beziehungen mit ihnen führt. Auch die Frauen sind Verlierer und sind froh, einige Zeit ein Dach über dem Kopf zu haben. Die Sprache des Buches ist ordinär, oft vulgär und somit angepasst an den Inhalt des Buches. Ein beklemmendes Buch, es lohnt sich,es zu lesen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
24
5
1
2
2

Inhalt falsch eingeschätzt
von Karin aus Großkrut am 14.07.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Meine Erwartungshaltung an den Inhalt war komplett anders, als die tatsächliche Geschichte. Obwohl das Buch nicht dick ist, kam ich leider nur sehr schleppend voran. Trotz allem bin ich noch zusätzlich an der Verfilmung interessiert.

Eine gelungene und eindrückliche Erzählung eines wahren Verbrechens.
von Kyra Cade am 05.01.2020

Heinz Strunk hat mit seinem biografischen Roman die wahre Geschichte über den Serienmörder Fritz Honka wiederaufleben lassen. Mit deutlichen Worten beschreibt er den Alkoholiker und sein heruntergekommenes Umfeld, die Tristesse eines immer gleichen Alltags. Gekonnt wird eine Spannungskurve aufgebaut: Was passiert als nächstes, t... Heinz Strunk hat mit seinem biografischen Roman die wahre Geschichte über den Serienmörder Fritz Honka wiederaufleben lassen. Mit deutlichen Worten beschreibt er den Alkoholiker und sein heruntergekommenes Umfeld, die Tristesse eines immer gleichen Alltags. Gekonnt wird eine Spannungskurve aufgebaut: Was passiert als nächstes, tötet Honka noch eine Frau, was macht er mit den Leichen und wie kann er über Jahre hinweg das Verschwinden der Frauen verschleiern? Honkas Leben ändert sich nach einem Unfall und der Leser bekommt einen Einblick in das Dasein nach der Alkoholsucht, in dem ein einsamer Mann versucht, einem geregelten Job nachzugehen und sein Leben zu ändern. Doch die Liebe zum weiblichen Geschlecht und letztlich der Alkohol machen alle guten Vorsätze zunichte. Die Geschichte von Honka ist an sich bekannt, war vielfach jedoch in Vergessenheit geraten und hat einen kleinen Hype um die noch heute existente Kneipe in Hamburg ausgelöst. Der Autor versteht es, den Leser zu fesseln und mit nach Hamburg zu nehmen, neben Honka herzulaufen und sein Handeln so deutlich mitzuerleben, als würde er daneben stehen. Eine gelungene und eindrückliche Erzählung eines wahren Verbrechens.

Schockierendes Buch...
von Hägar aus Saulgrub am 20.11.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

..., aber hör- und lesenswert. Sprachgewaltig oder sprachgewaltätig? Entscheiden Sie selbst. Beim nächsten Hamburg-Besuch ist diese Kneipe Pflicht... Irgendwie war Fritz Honka auch ein armer Wicht.


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