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Die Frauen meiner Familie

Roman

(5)
Ein verschwundenes Gemälde, eine geheimnisvolle Frau und die Schuld einer Familie. Ein 100 Jahre umspannender Roman mit viel Lokalkolorit von der Münchner Autorin Tanja Weber
Die 38-jährige Elsa ist Kunsthistorikerin und soll einem Diebstahl nachgehen. Es ist ein ganz besonderer Auftrag, denn es handelt sich um ein Gemälde, das Elsas Familie seit Generationen gehörte und der Familienlegende nach ihre Urgroßmutter Anneli Gensheim darstellt. Elsas Vater hatte das Gemälde jedoch vor einigen Jahren an ein Auktionshaus veräußert. Auf der Suche nach dem verschwundenen Bild taucht die Kunsthistorikerin immer tiefer in ihre eigene geheimnisvolle Familiengeschichte ein und entdeckt so nicht nur die wahre Identität der Frau auf dem Gemälde, sondern auch, wer ihre Urgroßmutter Anneli wirklich war …
Rezension
"Tanja Weber hat sich vom Fall des Kunsthändlers Gurlitt inspirieren lassen und eine beispielhafte, spannende Geschichte erzählt."
Delmenhorster Kreisblatt, 16.02.2018
Portrait
Tanja Weber, Jahrgang 1966, war im ersten Beruf Theaterdramaturgin, u. a. in Wuppertal, Bochum, Berlin und Hildesheim. Im zweiten Beruf, nach der Geburt zweier Kinder, arbeitete sie als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, u. a. für »Verliebt in Berlin« und »Türkisch für Anfänger«. 2011 hat sie den ersten Platz im Literaturwettbewerb ihrer Heimatgemeinde Gauting gewonnen. Ihr erster Kriminalroman »Sommersaat« war für den Glauser-Preis nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.01.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426429938
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 664 KB
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wer ist „Mon Amour“?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vielleicht ist Ihnen Tanja Weber schon einmal als Drehbuchautorin aufgefallen? Von ihr stammen nämlich die Drehbücher zu „Verliebt in Berlin“ und „Türkisch für Anfänger“. Ich persönlich kannte sie bis dato noch nicht. Mich hat nur einfach der Buchtitel „Die Frauen meiner Familie“ angesprochen. Und der Klappentext versprach eine spannende Geschichte.

Tanja Weber erzählt die Geschichte von drei Frauen. Den Rahmen bildet die Geschichte um Elsa, einer Enddreißigerin, die als Kunsthistorikerin in München für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet. Ihr aktueller Auftrag lautet, sich um den Diebstahl mehrerer Bilder aus einer Galerie in Belgien zu kümmern. U.a. wurde dort das Bild „Mon Amour“ des Malers Rudolf Newjatevs gestohlen. Als sie ein Foto von diesem Bild sieht, ist sie ganz überrascht, denn dieses Bild kennt sie nämlich aus ihrer Kindheit. Es hing früher bei ihren Großeltern und wurde die bunte Frau genannt. Obwohl sie Kunsthistorikerin ist, war ihr nicht bewusst, dass es sich um ein expressionistisches Bild aus dem Umkreis des Blauen Reiters handelte. Außerdem hatte sie dieses Bild zwischenzeitlich völlig vergessen. Als ihre Großeltern gestorben waren, hatte ihr Vater die Wohnung entrümpelt. Doch nun ist sie völlig überrascht, dass das Bild bei einer Ausstellung gestohlen wurde. Sie fängt an, sich für die Hintergründe zu interessieren und macht eine Entdeckung, die ihr ganzes bisheriges Bild über ihre Familie ins Wanken bringt. Ist das auf dem Bild wirklich ihre Urgroßmutter, wie es ihr immer erzählt wurde? Es heißt, dass das Bild während des 3. Reichs zu einem Spottpreis von dem Vater des jüdischen Malers gekauft wurde. Was steckt dahinter?

Der zweite Haupterzählstrang beginnt 1912. Dort erzählt die anfänglich 19jährige Anneli Gensheim ihre Geschichte. Anneli lebt in Schwabing in einer schönen Wohnung mit ihren Eltern, zwei Geschwistern und 2 Dienstboten. Der Vater ist ein angesehener Arzt, die Mutter eine moderne und sehr kunstinteressierte Frau. Anneli hatte ursprünglich eine Anstalt besucht, wo gebildete Damen zu Lehrerinnen ausgebildet werden sollten. Doch diese Ausbildung hat sie abgebrochen. Stattdessen möchte sie Journalistin werden. Durch ihren Vater kommt sie bei der Münchener Post unter, einer Tageszeitung, die der SPD nahesteht. Sie beginnt als Stenotypistin, schafft es aber relativ schnell, dass sie kleine Texte selber schreiben darf.

Doch Anneli lebt nicht nur für ihren Beruf, sondern sie interessiert sich auch für die Menschen in ihrer Umgebung. Und da kommt Rosa ins Spiel- ein blutjunges Dienstmädchen, frisch vom Lande, die gänzlich rein und unerfahren scheint. Anneli nimmt sie unter ihre Fittiche. Durch Anneli lernt Rosa eine andere Welt kennen. Doch diese Welt meint es nicht gut mit ihr. Eines Tages wird sie ermordet aufgefunden. Und Anneli gibt sich die Schuld daran. Sie meint auch, den Mörder Rosas zu kennen und versucht, diesen der gerechten Strafe zuzuführen.

Was haben diese Geschichten miteinander zu tun? Elsa als auch Anneli versuchen eine Schuld zu begleichen. Und beide müssen dabei feststellen, dass die eigene Wahrnehmung nicht automatisch auch die Wahrheit ist. Herausgekommen ist eine ausgesprochene spannende Geschichte, die uns einerseits in das Thema „Beutekunst“ mitnimmt und andererseits ein interessantes Bild von München, ganz speziell Schwabing, aufzeigt. Dem Schwabing, welches Anfang des 20. Jahrhunderts der Wohnsitz vieler Künstler und moderner Menschen war. Mich faszinierte an dieser Geschichte der Aspekt, dass man eine Geschichte, die schon über eine längere Zeit zurückliegt, ohne Zeugen nicht unbedingt mehr bis ins Detail auflösen kann.

Es ist ein toller Roman für Leserinnen, die Charlotte Roths Roman „Als wir unsterblich waren“ und Micaela Jarys Roman „Das Bild der Erinnerung“ sehr mochten. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin!
Vielleicht ist Ihnen Tanja Weber schon einmal als Drehbuchautorin aufgefallen? Von ihr stammen nämlich die Drehbücher zu „Verliebt in Berlin“ und „Türkisch für Anfänger“. Ich persönlich kannte sie bis dato noch nicht. Mich hat nur einfach der Buchtitel „Die Frauen meiner Familie“ angesprochen. Und der Klappentext versprach eine spannende Geschichte.

Tanja Weber erzählt die Geschichte von drei Frauen. Den Rahmen bildet die Geschichte um Elsa, einer Enddreißigerin, die als Kunsthistorikerin in München für eine Versicherungsgesellschaft arbeitet. Ihr aktueller Auftrag lautet, sich um den Diebstahl mehrerer Bilder aus einer Galerie in Belgien zu kümmern. U.a. wurde dort das Bild „Mon Amour“ des Malers Rudolf Newjatevs gestohlen. Als sie ein Foto von diesem Bild sieht, ist sie ganz überrascht, denn dieses Bild kennt sie nämlich aus ihrer Kindheit. Es hing früher bei ihren Großeltern und wurde die bunte Frau genannt. Obwohl sie Kunsthistorikerin ist, war ihr nicht bewusst, dass es sich um ein expressionistisches Bild aus dem Umkreis des Blauen Reiters handelte. Außerdem hatte sie dieses Bild zwischenzeitlich völlig vergessen. Als ihre Großeltern gestorben waren, hatte ihr Vater die Wohnung entrümpelt. Doch nun ist sie völlig überrascht, dass das Bild bei einer Ausstellung gestohlen wurde. Sie fängt an, sich für die Hintergründe zu interessieren und macht eine Entdeckung, die ihr ganzes bisheriges Bild über ihre Familie ins Wanken bringt. Ist das auf dem Bild wirklich ihre Urgroßmutter, wie es ihr immer erzählt wurde? Es heißt, dass das Bild während des 3. Reichs zu einem Spottpreis von dem Vater des jüdischen Malers gekauft wurde. Was steckt dahinter?

Der zweite Haupterzählstrang beginnt 1912. Dort erzählt die anfänglich 19jährige Anneli Gensheim ihre Geschichte. Anneli lebt in Schwabing in einer schönen Wohnung mit ihren Eltern, zwei Geschwistern und 2 Dienstboten. Der Vater ist ein angesehener Arzt, die Mutter eine moderne und sehr kunstinteressierte Frau. Anneli hatte ursprünglich eine Anstalt besucht, wo gebildete Damen zu Lehrerinnen ausgebildet werden sollten. Doch diese Ausbildung hat sie abgebrochen. Stattdessen möchte sie Journalistin werden. Durch ihren Vater kommt sie bei der Münchener Post unter, einer Tageszeitung, die der SPD nahesteht. Sie beginnt als Stenotypistin, schafft es aber relativ schnell, dass sie kleine Texte selber schreiben darf.

Doch Anneli lebt nicht nur für ihren Beruf, sondern sie interessiert sich auch für die Menschen in ihrer Umgebung. Und da kommt Rosa ins Spiel- ein blutjunges Dienstmädchen, frisch vom Lande, die gänzlich rein und unerfahren scheint. Anneli nimmt sie unter ihre Fittiche. Durch Anneli lernt Rosa eine andere Welt kennen. Doch diese Welt meint es nicht gut mit ihr. Eines Tages wird sie ermordet aufgefunden. Und Anneli gibt sich die Schuld daran. Sie meint auch, den Mörder Rosas zu kennen und versucht, diesen der gerechten Strafe zuzuführen.

Was haben diese Geschichten miteinander zu tun? Elsa als auch Anneli versuchen eine Schuld zu begleichen. Und beide müssen dabei feststellen, dass die eigene Wahrnehmung nicht automatisch auch die Wahrheit ist. Herausgekommen ist eine ausgesprochene spannende Geschichte, die uns einerseits in das Thema „Beutekunst“ mitnimmt und andererseits ein interessantes Bild von München, ganz speziell Schwabing, aufzeigt. Dem Schwabing, welches Anfang des 20. Jahrhunderts der Wohnsitz vieler Künstler und moderner Menschen war. Mich faszinierte an dieser Geschichte der Aspekt, dass man eine Geschichte, die schon über eine längere Zeit zurückliegt, ohne Zeugen nicht unbedingt mehr bis ins Detail auflösen kann.

Es ist ein toller Roman für Leserinnen, die Charlotte Roths Roman „Als wir unsterblich waren“ und Micaela Jarys Roman „Das Bild der Erinnerung“ sehr mochten. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin!

„Nur ein Bild“

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Der Roman liest sich fast wie ein Sachbuch.
Aus der Suche nach einem Bild und einem Stück verlorener Kindheit entsteht ein Geschichtsbild des 20.Jahrhunderts, erlebbar in persönlichen Biographien, sehr wirklichkeitsnah, sehr direkt, fast protokolliert.
Die Frauen erzählen, wie Erlebtes sich anfühlt, eine Chronik der Ereignisse, die im Entdecken der wirklichen Geschichte hinter der Geschichte mündet.
Sachlicher Realismus als literarische Form, der sehr genau beobachtet und den Leser auch emotional packt.
Ein Roman für lange Abende, die man in einer eigenen Welt verbringen will!
Der Roman liest sich fast wie ein Sachbuch.
Aus der Suche nach einem Bild und einem Stück verlorener Kindheit entsteht ein Geschichtsbild des 20.Jahrhunderts, erlebbar in persönlichen Biographien, sehr wirklichkeitsnah, sehr direkt, fast protokolliert.
Die Frauen erzählen, wie Erlebtes sich anfühlt, eine Chronik der Ereignisse, die im Entdecken der wirklichen Geschichte hinter der Geschichte mündet.
Sachlicher Realismus als literarische Form, der sehr genau beobachtet und den Leser auch emotional packt.
Ein Roman für lange Abende, die man in einer eigenen Welt verbringen will!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Ein verschwundes Gemälde und die Schuld einer Familie
von Sekretaerin am 31.01.2016
Bewertet: Einband: Paperback

Meine Meinung: Die Handlung ist sehr spannend und interessant auf 2 Ebenen geschrieben. Zum einen erfahren wir in der Gegenwart, wie Elsa ihren Alltag bei der Versicherung und im Kreise ihrer Familie erlebt und zum anderen nehmen wir am Leben von Uroma Anneli in den Jahren von 1912 bis... Meine Meinung: Die Handlung ist sehr spannend und interessant auf 2 Ebenen geschrieben. Zum einen erfahren wir in der Gegenwart, wie Elsa ihren Alltag bei der Versicherung und im Kreise ihrer Familie erlebt und zum anderen nehmen wir am Leben von Uroma Anneli in den Jahren von 1912 bis 1944 teil. Elsa, ledig, knapp 40 lebt in einer Wochenendbeziehung zu einem Professor aus Potsdam. Während ihrer Recherche grübelt sie über ihr Leben, über ihre einsamen Wochenenden und Abende in ihrer Münchener Wohnung. Wochenendtreffen mit ihrem Lebensgefährten finden meist in der Dichterstadt Weimar statt, und zwar auf Wunsch von Hajo. Wir lernen aber auch ihre Eltern kennen, Rebecca Hannapel und Lutz Schuster. Auf der zweiten Ebene von Anneli erfahren wir, wie ihre die Urgroßmutter von Elsa 2 Weltkriege überlebte und wie das Bild Mon Amour entstanden ist. Anneli, die erste weibliche Gerichtsreporterin von 1913 hatte für die Zeit sehr moderne Eltern. Wie die Eltern Regina und Julius Schuster aufwuchsen und wie die Familie gegründet wurde erleben wir im weiteren Verlauf des Buches. Doch wie kam das Bild in den Haushalt von Anneli und Kurt Schuster? Das erzählt uns Tanja Weber sehr aufschlussreich. Fazit: Obwohl mir die Protagonistinnen nicht 100 % gefallen haben, zu Elsa konnte ich keine richtige Beziehung aufbringen und Anneli fand ich erst sehr sympathisch und mochte sie am Ende immer weniger, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Leider sind am Ende doch einige Punkte offengeblieben. Aber jeder kann seine eigene Phantasie walten lassen, und sich die offenen Punkte selbst ausmalen, wie es sein könnte. Das Buch kann ich guten Gewissens empfehlen.