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Die Kapuzinergruft

Roman

REVISITED / Moderne Klassiker Band 19

Joseph Roth

(8)
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Beschreibung

Österreich-Ungarn: prunkvoll, reich und angesehen, wie Franz-Ferdinand Trotta selbst. Der junge Mann führt ein sorgloses Leben, verbringt die Nächte im Kaffeehaus, verschläft die Tage und verjubelt das Geld seiner Familie. Dann bittet ihn sein Vetter Joseph Branco, Maronibrater aus Slowenien, um einen Gefallen: Er soll den Kutscher Manes Reisiger empfangen und ihm dabei helfen, dass sein hochbegabter Sohn als Violinist ans Konservatorium kommt. Die drei Männer, so unterschiedlich sie sind, freunden sich schnell an. Dann die Schicksalsstunde, die die Welt in Atem hält: Der Erste Weltkrieg bricht aus. Die drei Männer lassen sich für dasselbe Regiment verpflichten und geraten alsbald in Gefangenschaft. Diese verändert die drei nachhaltig – so wie das Kaiserreich Österreich nachhaltig verändert wird.
Heimgekehrt aus Krieg und Gefangenschaft, hat der Protagonist Schwierigkeiten sich anzupassen. Er ist kein junger Mann mehr, das Geld ist weg, die Mutter alt und schwerhörig, seine Frau Elisabeth will von ihrem Gatten nicht viel wissen, die Freunde sind verarmt und desillusioniert.

Moses Joseph Roth wurde am 2. September 1894 in Brody bei Lemberg geboren und starb am 27. Mai 1939 in Paris. Er war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist. 1901–1905 Besuch der jüdischen Gemeindeschule und 1905–1913 des Kronprinz-Rudolf-Gymnasiums in Brody. Germanistik- und Philosophiestudium im damals österreichischen Lemberg und in Wien. Einjährig-Freiwilliger im Ersten Weltkrieg. Ab 1918 Journalist in Wien, dann in Berlin. 1923–1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung, zahlreiche Beiträge und Artikelserien auch in anderen Blättern. Als Romancier setzt sich Roth zunächst mit den traumatischen Erfahrungen ehemaliger Frontoffiziere auseinander („Flucht ohne Ende“, 1927); später dann erfolgreich u.a. mit der mythisierenden Beschreibung der Habsburgermonarchie vor ihrem Untergang („Radetzkymarsch“, 1932). Ab 1933 im Pariser Exil. Beginn der Mitarbeit an Exilzeitungen und -zeitschriften. Gezeichnet durch Schicksalsschläge, enttäuscht über die politischen Zustände und alkoholkrank starb Roth in einem Pariser Armenhospital. „Die Kapuzinergruft“ wurde erstmals 1938 in einer Auflage von 3.000 Exemplaren gedruckt. Etwa die Hälfte dieser Auflage wurde im Mai 1940, vor der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen, vergraben und nach dem Ende des Kriegs weiter verkauft.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 214
Erscheinungsdatum 24.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-902950-37-6
Verlag Milena
Maße (L/B/H) 19/13,7/2,2 cm
Gewicht 327 g
Auflage 1

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Dokumentation jüdischen Alltags!

Gaby Knollmann-Wachsmuth, Thalia-Buchhandlung Bad Salzuflen

Ein lieber, älterer Stammkunde, hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Vielen Dank! Ich mag es sehr!

Ein bleibendes Denkmal

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Joseph Roth hat mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt für die Juden Osteuropas. In der Geschichte des Thora-Lehrers Mendel Singer spiegelt sich das Fühlen und Denken, ebenso die extreme Armut dieses Volkes. Mit dem hereinbrechenden Weltkrieg kommen die Schicksalsschläge. Die mitfühlende, am Seelenleben der Personen zutiefst teilnehmende Schreibweise des Autors macht diese Erzählung äußerst berührend. Die Bücher von Joseph Roth sind doch immer wieder lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Durchschnittlich
von einer Kundin/einem Kunden aus Freienbach am 03.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch ist verständlich geschrieben und der Leser kommt gut nach, jedoch fand ich die Handlung nicht packend.

Rechtschreibfehler
von einer Kundin/einem Kunden am 26.03.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Keine inhaltliche Bewertung! Ebook enthält Adobe-DRM und ist preisgleich mit der Taschenbuchausgabe. Für den Kaufpreis enthält das eBook jedoch zuviele Rechtschreibfehler. Bitte Korrekturlesen.

Gross sind die Wunder, die der Ewige vollbringt
von einer Kundin/einem Kunden aus Olten am 13.03.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

......der Schmerz wird ihn weise machen, die Hässlichkeit gütig, die Bitternis milde und die Krankheit stark hatte der Rabbi von Kluczscic prophezeit. Seinesgleichen werde es nicht viele geben, er werde nach langer Zeit gesund werden. Deborah solle ihren Sohn nicht verlassen auch wenn er eine grosse Last sei. Von Menuchim ist di... ......der Schmerz wird ihn weise machen, die Hässlichkeit gütig, die Bitternis milde und die Krankheit stark hatte der Rabbi von Kluczscic prophezeit. Seinesgleichen werde es nicht viele geben, er werde nach langer Zeit gesund werden. Deborah solle ihren Sohn nicht verlassen auch wenn er eine grosse Last sei. Von Menuchim ist die Rede, dem jüngsten von vier Kindern, dem epileptischen Sohn. Einer der älteren Söhne wird über die Grenze "geschmuggelt" um sich dem Militärdienst zu entziehen. Er emigriert nach Amerika, die Eltern kommen später nach. Sie nehmen Mirjam, die Tochter mit, den kranken Menuchim lassen sie bei Freunden zurück. In Amerika werden sie nicht heimisch. Schicksalsschläge verdunkeln das Leben des schliesslich einsamen Mendel Singers bis sich doch noch ein Lichtblick auftut. Ein ergreifender Roman über das Leben eines einfachen Mannes - und über das seiner Familie -, ein russischer Jude, der sein Leben nach seinem unerschütterlichen Glauben eingerichtet hat. Die Geschichte eines Hiob von New York der mit Gott hadert, die erdrückende Last seines Lebens aber trägt Ein meisterhafter Roman.

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  • „So heiter war damals die Zeit! Der Tod kreuzte schon seine knochigen Hände über den Kelchen, aus denen wir tranken. Wir sahen ihn nicht, wir sahen nicht seine Hände. Wir sprachen von Zlotogrod dringlich so lange und so intensiv, daß ich von der Furcht erfaßt wurde, es könnte eines Tages plötzlich verschwinden oder meine Freunde könnten zu glauben anfangen, jenes Zlotogrod sei unwirklich geworden und es existierte gar nicht und ich hätte ihnen nur davon erzählt. Plötzlich erfaßte mich die Ungeduld und sogar die Sehnsucht nach diesem Zlotogrod und nach dem Fiaker names Reisiger.“