Scheiß auf die anderen

Sich nicht verbiegen lassen und mehr vom Leben haben

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Haben Sie das Gefühl, dass immer dort, wo Sie nicht sind, das Leben aufregender und schöner ist? Dass andere mehr Abenteuer, Glück und Liebe erleben? Auf Facebook sieht Ihr normales Leben oft ziemlich armselig aus? Lehnen Sie sich zurück, denn ab heute ist Schluss mit dem schlechten Gefühl, dauernd das Falsche zu wollen. Pfeifen Sie auf Ratschläge, die schwer mit der Realität vereinbar sind, und übernehmen Sie nicht leichtfertig Ideale, die in Wirklichkeit völlig unerreichbar sind! Denn niemand ist glücklicher, beliebter oder spiritueller als Sie selbst - und schon gar nicht jene, die einem ständig erzählen, was man wollen soll. 
Portrait
Rebecca Niazi-Shahabi stammt aus einer deutsch-israelisch-iranischen Familie und lebt in Berlin. Dort hält die Autorin Seminare zum Thema Charisma und arbeitet als Journalistin und Werbetexterin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 05.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30833-5
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/2,2 cm
Gewicht 201 g
Verkaufsrang 99.451
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"Doch wer hetzt mich eigentlich?"
von Dr. M. am 07.08.2018

Diese wirklich interessante Frage stellt sich die Autorin erstmals auf Seite 178 ihres neusten Buches. Vielleicht hätte sie sich das fragen sollen, bevor sie erneut ein Buch verfasste, das mit Kraftausdrücken um sich wirft. Dabei ist diese Ausdrucksweise überhaupt nicht mein Problem. Man könnte darüber lächeln, wenn das nicht... Diese wirklich interessante Frage stellt sich die Autorin erstmals auf Seite 178 ihres neusten Buches. Vielleicht hätte sie sich das fragen sollen, bevor sie erneut ein Buch verfasste, das mit Kraftausdrücken um sich wirft. Dabei ist diese Ausdrucksweise überhaupt nicht mein Problem. Man könnte darüber lächeln, wenn das nicht ein nicht unüblicher Versuch wäre, eine Schwäche zu verdecken, die man nicht gerne zugibt. Und genau um diese Schwäche geht es in den Büchern der Autorin: Sie möchte geliebt werden oder wenigstens anerkannt. Und sie trifft dabei den Nerv vieler ähnlich Leidender. Nur so richtig zugeben kann sie das auch nicht. Deswegen projiziert sie ihr Leiden gleich mal auf alle. Es würde so etwas wie einen "Selbsverwirklichungszwang" geben oder einen "Selbstoptimierungszwang". Sie schreibt auf der gleichen Seite, auf der sie sich so gehetzt fühlt: "Der Strom der vielen Vorgaben, wie ich zu sein habe, reißt niemals ab, ständig erfahre ich von meiner Umgebung, dass ich zu faul, zu ängstlich und zu feige sei, um richtig zu leben. In regelmäßigen Abständen werde ich beschuldigt, sogar an der Zerstörung des Planeten beteiligt zu sein, weil ich mein Ego noch nicht losgeworden bin und meine Gier noch nicht überwunden habe. Und der angeblich gut gemeinten Versicherung, dass ich alles habe, um glücklich zu sein, wohnt der Vorwurf inne, dass ich nicht glücklich genug sei." Was für ein Unsinn. Es sind nicht die anderen, die uns ein schlechtes Gewissen machen. Sie können das zwar versuchen oder man kann so etwas aus allen möglichen Aussagen für sich herauslesen, selbst wenn es so vielleicht gar nicht gemeint war. Aber ob man ein schlechtes Gewissen bekommt, hängt doch letztlich völlig von einem selbst ab. Es mag sogar sein, dass die Autorin darauf mit dem Titel ihres Buches abzielt. Doch selbst wenn das so wäre, ginge dies in die falsche Richtung, weil die Lösung der zwanghaften Versuche, der Welt gefallen zu wollen, nicht bei den anderen liegt, sondern in uns selbst. Vermutlich beißt sich die Katze aber an dieser Stelle bei der Autorin in den Schwanz, denn sie würde diese Aussage wahrscheinlich erneut als eine Vorgabe zur Selbstverbesserung auffassen. Da kann man dann halt nichts mehr machen ... Ein paar Seiten später heißt übrigens eine Kapitelüberschrift "Schluss mit der Schuld. Her mit der Freiheit!". Das klingt alles wie Pfeifen im dunklen Wald. Da ist niemand, der einem irgendeine Schuld gibt, außer man tut es selbst. Die Autorin glaubt, dass sie auf irgendeinem Weg sein muss (S. 122/123): "Und ist es nicht egal, wie schnell oder langsam ich auf meinem Weg vorankomme? Ich muss mich auf diesem Weg schließlich mit niemandem vergleichen oder gar mit niemandem messen. Die Suche nach Authentizität ist kein Wettbewerb. Oder doch?" Die Suche nach Authentizität ist ein Widerspruch in sich. Vielleicht eröffnet sich der Autorin irgendwann einmal die Chance zu dieser Erkenntnis, wenn es ihr gelingt, sich von ihren Vorwürfen zu befreien, andere würden ihr etwas aufzwingen. Denn das tut in Wirklichkeit nämlich nur sie selbst. Wer also glaubt, er könne aus diesem Buch etwas lernen, kann auch gleich eine Selbsthilfegruppe gründen. Wenn sich nämlich Leidensgenossen zusammentun, kommt gewöhnlich nur gegenseitiger Trost, aber nichts Neues heraus. Leider liest sich das Buch auch nicht besonders gut, weil die Autorin oft weit ausholt, ohne dass man begreift, was sie nun eigentlich sagen will. Ihre innere Verkrampfung führt gepaart mit ihren diffusen Schuldzuweisungen zu einem Text ohne erkennbaren roten Faden und ohne eine wirklich befreiende Erkenntnis. Um es auf den Punkt zu bringen: Nicht "sich nicht verbiegen lassen und mehr vom Leben haben", wie der Untertitel verheißt, sondern sich einfach nicht verbiegen, um nach Anerkennung oder Liebe zu buhlen. Man bekommt durch Verbiegen nämlich beides nicht, sondern gerät in eine Abhängigkeitsspirale, weil man glaubt, man hätte sich noch nicht genug verbogen.