Blaues Gold

Ein Erfurter Waid-Roman

(5)
Der 30-jährige Krieg bedroht den Erfurter Waidhandel. Nur Florian und Caterina Seber erweisen sich als geschickte Händler des traditionsreichen Blaufärbemittels – zum Neid der Zunftbrüder. Dann kehrt Florian von einer Handelsreise nicht zurück und Caterina steht vor der schwierigen Aufgabe, den Handel gegen den Widerstand der Zunft weiterzuführen. Sie muss sich über die Waidordnung hinwegzusetzen, egal, welche Konsequenzen das für sie haben wird.
Portrait
Alice Frontzek, Jahrgang 1966, lebt seit vielen Jahren in Erfurt. Seit 2000 führt sie Gäste durch durch die Stadt. Sie hat bereits mehrere Stadtführer über Erfurt für Jung und Alt sowie einen Roman um den Erfurter Schatz veröffentlicht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 196
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95400-605-2
Reihe Sutton Roman
Verlag Sutton
Maße (L/B/H) 19,7/12,6/2 cm
Gewicht 211 g
Auflage 1
Buch (Paperback)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Sehr gut
von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg am 16.12.2015

Wir schreiben das Jahr 1630. Erfurt ist eine gefragte Stadt und berühmt für die blauen Farben, die aus der Waidpflanze hergestellt wird. Die junge Waidhändlerfamilie um Florian Serber und italienische Ehefrau Catarina ist glücklich und erfolgreich, ganz zum Verdruss ihrer Konkurrenten, welche den Geschäftssinn der jungen Familie neiden, besonders... Wir schreiben das Jahr 1630. Erfurt ist eine gefragte Stadt und berühmt für die blauen Farben, die aus der Waidpflanze hergestellt wird. Die junge Waidhändlerfamilie um Florian Serber und italienische Ehefrau Catarina ist glücklich und erfolgreich, ganz zum Verdruss ihrer Konkurrenten, welche den Geschäftssinn der jungen Familie neiden, besonders da durch den Krieg mit den Schweden der Handel stark eingeschränkt ist. Als Florian von einer Reise nach Italien nicht zurück kehrt, versuchen die Waidhändler Erfurts Catarina und ihren Handel in den Ruin zu treiben, dabei ist ihnen jede Methode recht. Sie versucht mit allen Mitteln dagegen zu halten. Und es gelingt ihr, trotz der vielen Verbote ihre blaue Farbe aus dem Waid herzustellen. Schnell werden Stimmen laut, dass es bei ihr nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Als sie aus der Waidpflanze auch noch Medizin produziert und eine Patientin daran stirbt, wird Catarina schließlich als Hexe verschrien. Etwas, was im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen enden kann. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass es mir, bis auf ein paar winzige Fehler, sehr gut gefallen hat. Man lernt viel über die Lebensweise der Erfurter im Mittelalter und vor allem lernt man auch viel über die Waidpflanze - mir bis dato eine unbekannte Pflanze, deren Funktion und Verarbeitung mir durch das Buch anschaulich näher geführt wurde. Außerdem legt das Buch nahe, wie schnell man als Hexe verschrien war und wie hinterlistig Menschen sein können, wenn sie Neid empfinden. Die Geschichte um Catarina und ihre kleine Familie ist spannend und ergreifend. Ich finde es schön, wie sie immer wieder aus ihrer verfahrenen Situation entkommt und mit Ideenreichtum den Waidjunkern immer wieder eins auswischen kann. Auch finde ich gut, dass nahe gelegt wird, wie schnell ein böses Wort den Untergang für einen Menschen im Mittelalter bedeuten konnte. Gar grausig fand ich, wie man Geständnisse erzwang und schließlich über unschuldige Menschen richtete beziehungsweise fand ich es sehr makaber, wie schaulustig die Menschen zu der damaligen Zeit waren, wenn es denn um Hexenverbrennungen oder Wasserproben ging. Das Buch kann ich allen wärmstens empfehlen, die einen guten historischen und regionalen Roman sowie Spannung mögen. Das Buch ist es auf jeden Fall wert verschenkt zu werden und wird sicher gut bei dem Beschenkten ankommen. Die Schreibweise ist flüssig und man kann das Buch quasi in einem Rutsch verschlingen, da keine Fragen offen bleiben. Absolut empfehlenswert.

Eine starke Frau
von leseratte1310 am 02.10.2015

Florian Seber übernimmt nach dem Tod des Vaters das Waidgeschäft. Er reist nach Italien um Stoffe und Farben zu kaufen, die auch anspruchsvolleren Wünschen genügen, wie denen des Herzogs. Er lernt Caterina kennen, die sowohl schön als auch intelligent ist. Schon bald ist die Hochzeit. Das Paar kommt nach... Florian Seber übernimmt nach dem Tod des Vaters das Waidgeschäft. Er reist nach Italien um Stoffe und Farben zu kaufen, die auch anspruchsvolleren Wünschen genügen, wie denen des Herzogs. Er lernt Caterina kennen, die sowohl schön als auch intelligent ist. Schon bald ist die Hochzeit. Das Paar kommt nach Erfurt und dort kommt es dann zu Neid und Missgunst. Die Zunftgenossen nutzen ihre , um Florian immer mehr Steine in den Weg zu legen. Von einer Italienreise kehrt Florian nicht wieder zurück. Dieser historische Roman ist relativ kurz und doch werden eine ganze Reihe von Themen behandelt. Man erfährt vieles über den Waidhandel, Zünfte, Rollenbild der Frau, Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten, Aberglauben und Hexenverfolgung. Obwohl das Unternehmen der Sebers schon lange existiert, neidet man Florian seinen Erfolg im Geschäft und seine schöne Frau, die auch noch geschäftstüchtig ist. Doch eine Frau hat zu jener Zeit im Geschäft nicht verloren und dann kann sie auch noch lesen und schreiben, was die meisten Männer nicht einmal können, auch nicht Florian. Als Florian nicht mehr zurückkommt, wird die junge Frau noch mehr angefeindet. Wird sie dem standhalten können? Die Charaktere sind sehr gut geschildert. Caterina ist eine starke und gebildete Frau. Sie versucht gegen die Anfeindungen zu kämpfen, doch ihre Gegner sind zahlreich. Es ist eine interessante Geschichte, die uns Alice Frontzek erzählt. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und hat mich bis zum Ende gefesselt. Bei der dieser Geschichte hätte – wie so oft – auch ein Frauenbild als Cover gepasst, umso erfreulicher ist es, dass dieses wunderschöne Cover. Die unterhaltsame Geschichte einer starken Frau im Mittelalter.

Blaues Gold
von dorli am 01.10.2015

In ihrem historischen Roman „Blaues Gold“ entführt Alice Frontzek den Leser in das 17. Jahrhundert nach Erfurt und erzählt von einem damals sehr bedeutenden Gewerbe: dem Waidhandel. Der Autorin ist eine tolle Mischung aus Historie und Spannung gelungen. Geschickt verknüpft sie die tatsächlichen Ereignisse in Erfurt während des 30-jährigen Krieges... In ihrem historischen Roman „Blaues Gold“ entführt Alice Frontzek den Leser in das 17. Jahrhundert nach Erfurt und erzählt von einem damals sehr bedeutenden Gewerbe: dem Waidhandel. Der Autorin ist eine tolle Mischung aus Historie und Spannung gelungen. Geschickt verknüpft sie die tatsächlichen Ereignisse in Erfurt während des 30-jährigen Krieges mit einer fesselnden Geschichte rund um Neid, Missgunst und Verrat unter den Waidhändlern und zeichnet ein facettenreiches und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit. Als der Waidhandel durch das voranschreitende Kriegsgeschehen und durch das auf den Markt drängende, billigere Indigo aus Indien zunehmend in die Krise gerät, ist den alteingesessenen Waidhändlern das florierende Geschäft von Florian und Caterina Seber mehr und mehr ein Dorn im Auge. Als Florian von einer Handelsreise nicht zurückkehrt, sehen die Zunftbrüder eine Möglichkeit, dass Sebersche Handelshaus auszulöschen und damit einen lästigen Konkurrenten loszuwerden. Sie pochen auf Einhaltung der Waidordnung und legen Caterina und ihrer Schwiegermutter Regine immer neue Steine in den Weg, doch die beiden Frauen kämpfen und versuchen ihr Waidgeschäft am Leben zu erhalten… Caterina ist eine fröhliche Frau mit einem starken Willen und dem Mut, auch neue Wege zu gehen. Obwohl die gebürtige Italienerin den Feindseligkeiten und der Falschheit der Erfurter ausgesetzt ist, versucht sie sich zu behaupten. Besonders gut hat mir das entspannte Verhältnis zwischen Caterina und Regine gefallen. Mal kein Schwiegermutter/Schwiegertochter-Zwist. Das ist selten in Büchern und daher erfrischend anders. „Blaues Gold“ lässt sich angenehm zügig lesen und hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch interessante Einblicke in die Historie Erfurts und die Geschichte des Waidhandels ermöglicht.