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Glück und Glas

Roman

(21)
Glück und Glas, wie leicht bricht das?

Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?

Rezension
„In ihrem Roman spricht Lilli Beck…nicht nur an, was eine Freundschaft ausmacht..., sondern auch, was in Deutschland zwischen 1945 und 2015 geschah.“
Portrait
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641171247
Verlag Blanvalet
Verkaufsrang 5.614
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Freundschaft durch Höhen und Tiefen..... “

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

...erleben wir mit Moon und Lore. Gleichzeitig wird deren bewegende Lebensgeschichte, beginnend am Tag ihrer Geburt, kurz vor der Kapitulation Deutschlands im zweiten Weltkrieg, erzählt. Besonders gut an diesem Roman hat mir gefallen, dass die Autorin informativ und zum Thema passend, die großen Ereignisse der deutschen Geschichte einfließen lässt. Mein Fazit: Zeitreise 1945 - 2015, gut verpackt in eine Frauenfreundschaftsgeschichte und ein schöner Schreibstil haben mich mehr als überzeugt! ...erleben wir mit Moon und Lore. Gleichzeitig wird deren bewegende Lebensgeschichte, beginnend am Tag ihrer Geburt, kurz vor der Kapitulation Deutschlands im zweiten Weltkrieg, erzählt. Besonders gut an diesem Roman hat mir gefallen, dass die Autorin informativ und zum Thema passend, die großen Ereignisse der deutschen Geschichte einfließen lässt. Mein Fazit: Zeitreise 1945 - 2015, gut verpackt in eine Frauenfreundschaftsgeschichte und ein schöner Schreibstil haben mich mehr als überzeugt!

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Es ist ein wunderbarer, emotionaler Roman, bei dem man sich sofort in die jeweilige Zeit versetzt fühlt. Es ist ein wunderbarer, emotionaler Roman, bei dem man sich sofort in die jeweilige Zeit versetzt fühlt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Wunderbar erzählter Roman über die Freundschaft zweier Mädchen ( die unterschiedlicher nicht sein könnten ) im Nachkriegsdeutschland bis ins Jahr 2015. Wunderbar erzählter Roman über die Freundschaft zweier Mädchen ( die unterschiedlicher nicht sein könnten ) im Nachkriegsdeutschland bis ins Jahr 2015.

„Moon und Lore“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

1945-2015; siebzig Jahre Leben in Deutschland, erzählt am Schicksal zweier Frauen, die zufällig vom Tag der Geburt an lange Zeit gemeinsame und dann getrennte Wege gehen. Nostalgisch, aber nicht verklärt, teilweise autobiografisch - eine kurzweilige, interessante Zeitreise, mit vielen Erinnerungen an Wienerwald, Baby Doll, Ölkrise und nicht ganz so einfache Zeiten; geschrieben von einer Autorin mit einem spannenden Lebensweg. Sehr zu empfehlen!! 1945-2015; siebzig Jahre Leben in Deutschland, erzählt am Schicksal zweier Frauen, die zufällig vom Tag der Geburt an lange Zeit gemeinsame und dann getrennte Wege gehen. Nostalgisch, aber nicht verklärt, teilweise autobiografisch - eine kurzweilige, interessante Zeitreise, mit vielen Erinnerungen an Wienerwald, Baby Doll, Ölkrise und nicht ganz so einfache Zeiten; geschrieben von einer Autorin mit einem spannenden Lebensweg. Sehr zu empfehlen!!

Stefanie Willaredt, Thalia-Buchhandlung Bonn

Die Geschichte einer Frauenfreundschaft während und nach des 2. Weltkrieges, die zeigt, dass wahre Freundschaft alles übersteht. Die Geschichte einer Frauenfreundschaft während und nach des 2. Weltkrieges, die zeigt, dass wahre Freundschaft alles übersteht.

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft,eingebettet ins Nachkriegsdeutschland.Ob Marion und Hannelore wieder zueinanderfinden? Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft,eingebettet ins Nachkriegsdeutschland.Ob Marion und Hannelore wieder zueinanderfinden?

„Eine wunderbare Freundschaft - wie Glück und Glas “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Vor 70 Jahren werden am 07. Mai in einem Krankenhaus zwei Mädchen geboren - Hannelore und Marion (später Moon genannt). Beide entstammen aus ganz verschiedenen sozialen Milieus und sind sind auch charakterlich völlig unterschiedlich. Dennoch verbindet sie eine innige Freundschaft, die im Laufe der Jahre immer wieder mit Niederlagen kämpfen muss und auf verschiedentliche harte Proben gestellt wird. Beide glauben, dass die jeweils andere ein glücklicheres Leben führt. Die widerspenstige, neugierige Moon probiert immer wieder etwas Neues aus und ist hungrig auf das Leben. So wird sie schließlich ein bekanntes, erfolgreiches Modell und führt ein glamouröses Leben. Die kluge Lore hingegen studiert Jura, möchte als Juristin arbeiten, heiratet und bekommt Kinder. Sie führt ein durchaus bürgerliches Leben. Gelingt es den beiden Freundinnen ihre Freundschaft über 70 Jahre hinweg aufrechtzuerhalten oder zerbricht diese etwa wie kostbares Glas und Glück?
Dieser wunderbare Schicksalsroman für Frauen hat autobiographischen Hintergrund. So wird das Lesen zu einem spannenden Vergnügen. Aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet die Leserin Lore und Moon durch ein bewegendes Leben. Es ist ein sehr emotionaler Roman. Ganz nebenher macht die Leserin eine Zeitreise durch 70 Jahre Deutscher Geschichte: durch ein Deutschland der Nachkriegszeit, des Kalten Krieges, der Zeit der 68er, bis zum Jahre 2015. Hier sind es besonders die Kleinigkeiten der jeweiligen Zeit, die das Buch so lesenswert machen. Die etwas jüngere Leserin erfährt viel über das Leben ihrer Eltern und Großeltern und die ein wenig ältere Leserin wird sich sicher an viele Dinge erinnern können.
Zum 70. Geburtstag wollen sich die beiden Freundinnen wiedersehen. Wie das Wiedersehen aussieht, werde ich Ihnen aber nicht verraten. Lesen Sie selbst. Jede Seite lohnt!
Vor 70 Jahren werden am 07. Mai in einem Krankenhaus zwei Mädchen geboren - Hannelore und Marion (später Moon genannt). Beide entstammen aus ganz verschiedenen sozialen Milieus und sind sind auch charakterlich völlig unterschiedlich. Dennoch verbindet sie eine innige Freundschaft, die im Laufe der Jahre immer wieder mit Niederlagen kämpfen muss und auf verschiedentliche harte Proben gestellt wird. Beide glauben, dass die jeweils andere ein glücklicheres Leben führt. Die widerspenstige, neugierige Moon probiert immer wieder etwas Neues aus und ist hungrig auf das Leben. So wird sie schließlich ein bekanntes, erfolgreiches Modell und führt ein glamouröses Leben. Die kluge Lore hingegen studiert Jura, möchte als Juristin arbeiten, heiratet und bekommt Kinder. Sie führt ein durchaus bürgerliches Leben. Gelingt es den beiden Freundinnen ihre Freundschaft über 70 Jahre hinweg aufrechtzuerhalten oder zerbricht diese etwa wie kostbares Glas und Glück?
Dieser wunderbare Schicksalsroman für Frauen hat autobiographischen Hintergrund. So wird das Lesen zu einem spannenden Vergnügen. Aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet die Leserin Lore und Moon durch ein bewegendes Leben. Es ist ein sehr emotionaler Roman. Ganz nebenher macht die Leserin eine Zeitreise durch 70 Jahre Deutscher Geschichte: durch ein Deutschland der Nachkriegszeit, des Kalten Krieges, der Zeit der 68er, bis zum Jahre 2015. Hier sind es besonders die Kleinigkeiten der jeweiligen Zeit, die das Buch so lesenswert machen. Die etwas jüngere Leserin erfährt viel über das Leben ihrer Eltern und Großeltern und die ein wenig ältere Leserin wird sich sicher an viele Dinge erinnern können.
Zum 70. Geburtstag wollen sich die beiden Freundinnen wiedersehen. Wie das Wiedersehen aussieht, werde ich Ihnen aber nicht verraten. Lesen Sie selbst. Jede Seite lohnt!

„Ein wunderbarer Rückblick zurück auf die Jahre 1945 – 2015“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wahrscheinlich kennen Sie die Autorin Lilli Beck bereits aus einem ganz anderen Umfeld, ohne dass es Ihnen bewusst war. Lilli Beck war nämlich ein sehr bekanntes Fotomodell und hat u.a. das Cover von Marius Müller-Westernhagens LP „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“ geschmückt. Autorin ist jetzt schon ihr dritter erfolgreicher Beruf! Am Markt ist sie bisher schon sehr erfolgreich mit humorvollen Büchern, die sich mit dem Thema Alter auseinandersetzen. Von diesen Büchern hab ich Ihnen bereits „Geld oder Liebe“ vorgestellt. Und mit ihrem neuen Roman hat die Autorin dieses Mal das Genre gewechselt. Sie hat einen wunderbaren Frauen-Freundschafts-Roman geschrieben, der gleichzeitig ein Rückblick auf die Jahre 1945 bis heute ist.

Lilli Beck erzählt die Geschichte der beiden Mädchen Marion und Hannelore, die beide am 07. Mai 1945 in München in der Frauenklinik in der Maistraße geboren wurden. Normalerweise hätten sie sich nie kennengelernt, denn Marions Mutter Elsa ist eine Frau, die gerade alles verloren hatte und deren Mann noch im Feld stand. Sie hatte aus der Not heraus die Möglichkeit genutzt als Hausschwangere zu entbinden. Doch als es endlich soweit ist, will sie nicht als Anschauungsobjekt für Medizinstudenten und Hebammenlehrlinge dienen. Sie flieht und verirrt sich in einem Zimmer der Privatstation. Und dort liegt Hilde Lemberg, Ehefrau eines Schuhfabrikanten, die ebenfalls ihr Kind erwartet. Beide Frauen kommen an demselben Tag nieder. Und als Hilde Lemberg die Klinik verlässt, lädt sie Elsa ein, sie in ihrem Haus zu besuchen. Da Elsa keine andere Möglichkeit sieht, macht sie sich nach ihrer Entlassung tatsächlich durch das zerbombte München auf den Weg zur Herthastraße in der Nähe des Schlossparks. Und dort erwartet sie eine wunderbare Villa, die unversehrt geblieben ist. Die Lembergs bieten der jungen Frau ihre Hilfe an. Sie darf mit ihrer Tochter im Haus kostenfrei wohnen. Dafür hilft sie Hilde mit dem Kind und macht den Haushalt. Diese eigentlich ideale Situation ändert sich erst, als Elsas Ehemann aus der Gefangenschaft zurückkehrt. Die beiden Mädchen, die wie Schwestern aufwachsen, werden zum ersten Mal getrennt. Doch ihre Freundschaft bleibt bestehen. Und doch entwickeln sich die Mädchen unterschiedlich weiter. Hannelore, die sich später selbst Lore nennt, kommt auf das Gymnasium und will später Jura studieren. Ihr schwebt die klassische Rolle als Ehefrau und Mutter vor. Marion, die sich als Erwachsene später Moon nennt, hat es als Arbeiterkind wesentlich schwerer. Sie beginnt eine Lehre als Friseurin, die sie allerdings abbricht. Per Zufall wird sie auf Grund ihrer Schönheit als Fotomodell entdeckt. Sie schlägt den unkonventionellen Weg ein. Und so langsam verlieren sich die beiden Mädchen aus den Augen, doch sie behalten lange Kontakt bis es zu einem großen Knall kommt.

Die Rahmenhandlung spielt nur an einem einzigen Tag – dem 07. Mai 2015. Moon zieht zurück in eine Altbauwohnung nach München. Sie erwartet Lore, um gemeinsam den 70. Geburtstag zu feiern. Und während sie auf Lore wartet, packt sie Umzugskisten aus und erinnert sich zurück. Dann kommen die Rückblenden als eigentliche Geschichte.

Lilli Beck hat einen wirklich tollen Roman geschrieben, den ich dieses Mal den gehobenen Unterhaltungsromanen zuordnen würde. Sie selbst ist zwar ein wenig jünger als ihre beiden Protagonisten. Aber wenn man im Moment die Berichtserstattungen in Bild, Funk und Schrift verfolgt, erkennt man, dass die Autorin durchaus einiges aus ihrem eigenen Leben mit hineingebaut hat. Aber das wirklich tolle an diesem Buch ist diese Zeitreise durch die Zeit. Sie hat über diese Zeit recherchiert, die sie selbst noch nicht erlebt hat, bzw. wo sie selbst noch zu klein war. Und so bekommen wir einen wirklich intensiven Eindruck über diese Zeit und die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschlands. Wir erkennen, wie lange es gebraucht hat bis alle Menschen wieder eigenen Wohnraum hatten, wie schwierig es in dieser Zeit für Arbeiterkinder war und wie sich in den sechziger Jahren die Gesellschaft geteilt hat.

Mir hat dieses Buch einen tollen Einblick in die Zeit meiner Eltern gegeben, auch wenn meine Eltern ein wenig älter sind als diese Protagonisten. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, denn es ist einfach eine tolle Freundschaftsgeschichte und ein Einblick in eine Zeit, die wahrscheinlich nur wenige von uns erlebt haben, aber alle haben wir doch Verwandte, die in dieser Zeit gelebt haben.
Wahrscheinlich kennen Sie die Autorin Lilli Beck bereits aus einem ganz anderen Umfeld, ohne dass es Ihnen bewusst war. Lilli Beck war nämlich ein sehr bekanntes Fotomodell und hat u.a. das Cover von Marius Müller-Westernhagens LP „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“ geschmückt. Autorin ist jetzt schon ihr dritter erfolgreicher Beruf! Am Markt ist sie bisher schon sehr erfolgreich mit humorvollen Büchern, die sich mit dem Thema Alter auseinandersetzen. Von diesen Büchern hab ich Ihnen bereits „Geld oder Liebe“ vorgestellt. Und mit ihrem neuen Roman hat die Autorin dieses Mal das Genre gewechselt. Sie hat einen wunderbaren Frauen-Freundschafts-Roman geschrieben, der gleichzeitig ein Rückblick auf die Jahre 1945 bis heute ist.

Lilli Beck erzählt die Geschichte der beiden Mädchen Marion und Hannelore, die beide am 07. Mai 1945 in München in der Frauenklinik in der Maistraße geboren wurden. Normalerweise hätten sie sich nie kennengelernt, denn Marions Mutter Elsa ist eine Frau, die gerade alles verloren hatte und deren Mann noch im Feld stand. Sie hatte aus der Not heraus die Möglichkeit genutzt als Hausschwangere zu entbinden. Doch als es endlich soweit ist, will sie nicht als Anschauungsobjekt für Medizinstudenten und Hebammenlehrlinge dienen. Sie flieht und verirrt sich in einem Zimmer der Privatstation. Und dort liegt Hilde Lemberg, Ehefrau eines Schuhfabrikanten, die ebenfalls ihr Kind erwartet. Beide Frauen kommen an demselben Tag nieder. Und als Hilde Lemberg die Klinik verlässt, lädt sie Elsa ein, sie in ihrem Haus zu besuchen. Da Elsa keine andere Möglichkeit sieht, macht sie sich nach ihrer Entlassung tatsächlich durch das zerbombte München auf den Weg zur Herthastraße in der Nähe des Schlossparks. Und dort erwartet sie eine wunderbare Villa, die unversehrt geblieben ist. Die Lembergs bieten der jungen Frau ihre Hilfe an. Sie darf mit ihrer Tochter im Haus kostenfrei wohnen. Dafür hilft sie Hilde mit dem Kind und macht den Haushalt. Diese eigentlich ideale Situation ändert sich erst, als Elsas Ehemann aus der Gefangenschaft zurückkehrt. Die beiden Mädchen, die wie Schwestern aufwachsen, werden zum ersten Mal getrennt. Doch ihre Freundschaft bleibt bestehen. Und doch entwickeln sich die Mädchen unterschiedlich weiter. Hannelore, die sich später selbst Lore nennt, kommt auf das Gymnasium und will später Jura studieren. Ihr schwebt die klassische Rolle als Ehefrau und Mutter vor. Marion, die sich als Erwachsene später Moon nennt, hat es als Arbeiterkind wesentlich schwerer. Sie beginnt eine Lehre als Friseurin, die sie allerdings abbricht. Per Zufall wird sie auf Grund ihrer Schönheit als Fotomodell entdeckt. Sie schlägt den unkonventionellen Weg ein. Und so langsam verlieren sich die beiden Mädchen aus den Augen, doch sie behalten lange Kontakt bis es zu einem großen Knall kommt.

Die Rahmenhandlung spielt nur an einem einzigen Tag – dem 07. Mai 2015. Moon zieht zurück in eine Altbauwohnung nach München. Sie erwartet Lore, um gemeinsam den 70. Geburtstag zu feiern. Und während sie auf Lore wartet, packt sie Umzugskisten aus und erinnert sich zurück. Dann kommen die Rückblenden als eigentliche Geschichte.

Lilli Beck hat einen wirklich tollen Roman geschrieben, den ich dieses Mal den gehobenen Unterhaltungsromanen zuordnen würde. Sie selbst ist zwar ein wenig jünger als ihre beiden Protagonisten. Aber wenn man im Moment die Berichtserstattungen in Bild, Funk und Schrift verfolgt, erkennt man, dass die Autorin durchaus einiges aus ihrem eigenen Leben mit hineingebaut hat. Aber das wirklich tolle an diesem Buch ist diese Zeitreise durch die Zeit. Sie hat über diese Zeit recherchiert, die sie selbst noch nicht erlebt hat, bzw. wo sie selbst noch zu klein war. Und so bekommen wir einen wirklich intensiven Eindruck über diese Zeit und die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschlands. Wir erkennen, wie lange es gebraucht hat bis alle Menschen wieder eigenen Wohnraum hatten, wie schwierig es in dieser Zeit für Arbeiterkinder war und wie sich in den sechziger Jahren die Gesellschaft geteilt hat.

Mir hat dieses Buch einen tollen Einblick in die Zeit meiner Eltern gegeben, auch wenn meine Eltern ein wenig älter sind als diese Protagonisten. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, denn es ist einfach eine tolle Freundschaftsgeschichte und ein Einblick in eine Zeit, die wahrscheinlich nur wenige von uns erlebt haben, aber alle haben wir doch Verwandte, die in dieser Zeit gelebt haben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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3
0
0
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Lebendig und wunderbar
von World of books and dreams am 28.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

07. Mai 1945, in einer Frauenklinik in München kommen zwei Mädchen zur Welt. Marion, Tochter einer mittellosen Frau, deren Vater in Kriegsgefangenschaft geriet und Lore, Tochter eines großen Schuhfabrikanten. Trotz ihrer so unterschiedlicher Herkunft wachsen die beiden Mädchen gemeinsam auf und sind beste Freundinnen, es scheint, als könnte sich... 07. Mai 1945, in einer Frauenklinik in München kommen zwei Mädchen zur Welt. Marion, Tochter einer mittellosen Frau, deren Vater in Kriegsgefangenschaft geriet und Lore, Tochter eines großen Schuhfabrikanten. Trotz ihrer so unterschiedlicher Herkunft wachsen die beiden Mädchen gemeinsam auf und sind beste Freundinnen, es scheint, als könnte sich niemand zwischen ihnen stellen, selbst als sie in der Mittelstufe zumindest schulisch getrennt werden, sind sie in jeder freien Minute zusammen. Doch dann beginnt Lore ein Jurastudium und Marion gerät immer wieder auf Abwegen, auch wenn sie ein erfolgreiches Model ist, hat sie nicht immer Glück. Gerade die Liebe meint es nicht gut mit der jungen Frau und sie gerät auch dadurch immer wieder in Schwierigkeiten. Meist ist Lore für sie da, doch dann geschieht etwas, was die Freundinnen für lange Zeit entzweit. Heute feiern die Beiden ihren siebzigsten Geburtstag und Marion, genannt Moon, wartet auf Lore. Finden die Freundinnen nach all den Jahren wieder zueinander? Meine Meinung: Ich muss ja zugeben, dass ich anhand des Klappentextes noch so gar nicht einschätzen konnte, was hier auf mich zukam und im nachhinein kann ich sagen: es war einfach großartig. Schon mit dem Einstieg konnte mich Lilli Beck in kürzester Zeit an ihre Geschichte fesseln und so blieb es auch über die gesamte Zeit. Das Buch habe ich an einem Tag komplett durchgelesen und war in einer anderen Zeit, gemeinsam mit den Protagonistinnen Moon und Lore. Der Schreibstil ist lebendig und leicht verständlich, dadurch wird das Buch zu einem Pageturner, dessen Seiten nur so vorüberflogen. Aber dabei hat die Autorin auch ganz viel Gefühl für ihre Charaktere, man spürt ihre Verbundenheit mit den Personen regelrecht durch die Seiten und es ist, als würde ich einen schwarz-weiß Film sehen, der immer moderner und farbiger wird. Was hier wirklich richtig gut umgesetzt wurde, ist das immer wieder Einfangen der Zeiten. Lilli Beck verknüpft ihre Geschichte mit kleinen Einstreuungen des damaligen Zeitgeschehens, wie z. B. durch Zeitungsmeldungen oder Erwähnungen der Personen, z. B. James Dean im Kino. Dadurch wird die Geschichte natürlich und glaubhaft und man hat hier das Gefühl, gemeinsam mit Marion, Moon, alles zu erleben. Erzählt wird das Geschehen von einem Erzähler in der dritten Person, allerdings aus der Sicht Marions. Erst nach einem gewissen Zeitraum bemerkt der Leser, dass die ältere Marion von ihrem Leben erzählt, denn auf einmal ist man gemeinsam mit ihr im Jahre 2015 und wartet mit ihr in einer Wohnung auf Lore. Während des Wartens hat man genügend Zeit, mit Marion gemeinsam an vergangene Tage zu denken und mitzuerleben, was ihr alles widerfahren ist. Kurze Zeiteinblendungen zu Beginn der Kapitel zeigen dem Leser, in welcher Zeit man sich gerade befindet und so begleitet man die beiden Frauen, allerdings hauptsächlich Marion, durch ein gesamtes Leben. Marion ist ein unglaublicher Charakter, der in mir die unterschiedlichsten Gefühle hervorgerufen hat. Mal hab ich mit ihr mitgefiebert, mal mich mit ihr geängstigt und es gab auch Momente, in denen ich sie einfach nicht mochte. Sie ist ein wirklich lebendiger Charakter, absolut authentisch und einfach immer sie selbst. Sie lässt sich nicht verbiegen und sie wächst immer mehr und selbst in Momenten, in denen es scheinbar keinen Ausweg gibt, ist sie doch authentisch. Es ist, als würde ich diesen Charakter als Person kennen und das durch und durch. Lore lernt man hier mehr oder weniger durch Marion kennen und man spürt hier deutlich die Unterschiede zwischen den beiden Frauen. Während für Lore das Leben läuft, muss Marion oft kämpfen, allerdings ist sie nie verbittert und genau das mag ich an ihr. Aufstehen, Krone richten, weitermachen, das beschreibt Marion - Moon perfekt. Mein Fazit: Ein wunderbares, lebendiges Buch über das Leben, über ein Leben, über Freundschaft, Liebe, Erfolg und am Boden liegen und doch wieder aufstehen. Man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Charakteren und man ist mitten im Geschehen. Mit viel Gefühl erzählt Lilli Beck von zwei Freundinnen und deren gemeinsamen Leben, aber auch von deren getrennten Wegen. Die Zeiten werden lebendig und liefen wie ein Film vor mir ab. Danke Lilli Beck für diese wundervolle Geschichte!

Eine berührende Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.11.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

" Glück und Glas " von Lilli Beck ist eine wundervolle und berührende Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen, die schicksalharter nicht sein kann. „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ …liegt beides doch so na beieinander, Marion und Hannelore kommen am 07. Mai 1945 in derselben Frauenklinik in München... " Glück und Glas " von Lilli Beck ist eine wundervolle und berührende Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen, die schicksalharter nicht sein kann. „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ …liegt beides doch so na beieinander, Marion und Hannelore kommen am 07. Mai 1945 in derselben Frauenklinik in München zur Welt. Aber beide könnten unterschiedlicher nicht sein, Marions Mutter hat durch den Krieg alles verloren und hatte kein Dach mehr über den Kopf, war aber guter Hoffnung. Ein undenkbar schlechter Zeitpunkt, so blieb ihr nichts anderes übrig sich als Hausschwangere in der Klinik aufzuhalten. Während Hannelores Mutter aus reichem Haus stammt und mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wird. Hilde Lemberg und ihr Mann haben ein großes Herz und nehmen Elsa und ihre kleine Tochter Marion bei sich in ihrem, vom Krieg verschonten Haus, auf. Von da an wachsen die beiden Mädchen wie Geschwister auf und werden unzertrennlich. Schon während der Schulzeit zeichnet sich ab, dass sie unterschiedliche Richtungen einschlagen , Lore ist sehr ehrgeizig und weiß schon früh das sie Jura studieren möchte. Wohingegen Lore die Schule einfach nur scheußlich findet, was nicht zuletzt darauf zurück zuführen ist, dass sie wegen ihrer roten Haare ständig gehänselt wird. Marion möchte viel Geld verdienen um nie wieder hungern oder frieren zu müssen. Denn als ihr Vater nach seiner Gefangenschaft aus Russland zurück gekehrt war, mussten sie bei den Lembergs ausziehen. Und da München in Schutt und Asche lag, gab es kaum Wohnraum der einigermaßen heimelich gewesen ist. Beide gehen ihren Weg, Lore studiert Jura so wie sie es immer wollte, bis eines Tages ein Junger Mann in ihr Leben tritt und sich alles anders entwickelt. Moon ist Fotomodell und verdient , so wie sie sich es als Kind schon gewünscht hat, viel Geld und bereist die Welt. Sie sind immer noch beste Freundin für immer und drei Tage und noch drei Tage, so haben sie es sich immer wieder geschworen. Doch an ihren gemeinsamen 22. Geburtstag gibt es eine schicksalhafte Begegnung, die die Freundschaft auf eine harte Probe stellen wird. Es folgen turbulente und bewegende Jahre, die bei beiden von Liebe, Eifersucht und tiefe Enttäuschung begleitet werden. 2015 wollten sie gemeinsam ihren 70. Geburtstag feiern, wird es dazu kommen??? Meine Meinung: Nachdem ich " Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck gelesen hatte, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich war voller Erwartung, wie die Geschichte von Marion und Hannelore mit teilweise autobiographischen Hintergrund erzählt wird. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und lebensecht, so das ich von der ersten Seite an dachte ich sehe einen Film und bin ganz in das Leben der beiden abgetaucht. Ganz nebenbei fließt die weltgeschichtliche Entwicklung des 19. Jahrhunderts mit ein. Der Leser bekommt einen Einblick wie sich Deutschlan und die Welt, aber vor allem das Leben von Lore und Moon, von 1945 bis 2015 verändert. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und waren mir immer sympathisch, egal wie sie ihr Leben bestritten. Für mich ist Lilli Beck eine herausragende Autorin, da sie es mit ihren Büchern jedes Mal schafft mich tief zu berühren und in eine andere Welt zu entführen. Es sind Geschichten wie es das Leben schreibt und somit so real machen.

Glück u Glas
von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sehr gut geschrieben spannend bis zum Schluss. Sehr zu empfehlen