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Die Frau an der Schreibmaschine

Roman

(18)
Sie ist eine einfache Schreibkraft. Doch sie
hat alle in der Hand …

Mit ein paar Anschlägen auf ihrer Schreibmaschine kann sie jemanden lebenslang ins Gefängnis befördern. Rose Baker arbeitet als Stenotypistin im New York City Police Department. Geständnisse zählen zu ihrem Alltag. Es ist das Jahr 1923. Und wenngleich Rose grausame Details über Messerstechereien und Morde protokolliert – sobald sie den Verhörraum verlässt, zählt sie wieder zum schwachen Geschlecht. Doch die Zeiten ändern sich. Die Frauen auf New Yorks Straßen tragen Bob, trinken Alkohol. Die prüde Rose allerdings hängt am Bild der fürsorglichen Frau. Und an dem charmanten Seargent, den sie heimlich anhimmelt. Bis eines Tages eine neue Kollegin kommt: die glamouröse Odalie. Sie entführt Rose in die Nachtclubs der Stadt. Rose ist schockiert – und ebenso fasziniert. Aus Faszination wird Obsession. Und dann gibt es einen mysteriösen Todesfall …

Portrait
Suzanne Rindell ist die preisgekrönte Autorin von Die Frau an der Schreibmaschine, ihr vielgelobtes und extrem spannendes Debüt über Singlefrauen in den Roaring Twenties in New York – und den ein oder anderen Mord. Keira Knightley wird in der für 2019 geplanten Verfilmung die Hauptrolle spielen. Suzanne Rindell lebt in New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641171254
Verlag btb
Übersetzer Beate Brammertz
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Roaring twenties, Prohibition und zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten“

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Suzann Rindells Roman ist ein psychologisches Stück der Irreführung. Zwei Frauen mit unterschiedlichen Absichten, miteinander verbunden durch irre Parties und ihre Arbeit auf dem Polizeirevier.
Wo die eine mutig ist, ist die andere schüchtern. Gegenseitig in Freundschaft verbunden geraten die beiden Frauen in einen Strudel, aus dem sie nicht mehr entkommen können. Auf wessen Seite stehen Sie am Schluss?
Suzann Rindells Roman ist ein psychologisches Stück der Irreführung. Zwei Frauen mit unterschiedlichen Absichten, miteinander verbunden durch irre Parties und ihre Arbeit auf dem Polizeirevier.
Wo die eine mutig ist, ist die andere schüchtern. Gegenseitig in Freundschaft verbunden geraten die beiden Frauen in einen Strudel, aus dem sie nicht mehr entkommen können. Auf wessen Seite stehen Sie am Schluss?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
8
6
3
1
0

Ruhig erzählt und tiefgehend
von einer Kundin/einem Kunden aus Leverkusen am 12.07.2017
Bewertet: Taschenbuch

Zugegeben, es braucht ein paar Seiten, um sich an den eher sachlichen Schreibstil zu gewöhnen, doch es ist jede Zeile wert. Mit untergründiger Spannung beschreibt Rindell die Geschichte dieses Mauerblümchens, die von ihrer schillernden neuen Kollegin geblendet wird. Dabei zeigt sich erst und nach und nach, aus welcher Zeit und... Zugegeben, es braucht ein paar Seiten, um sich an den eher sachlichen Schreibstil zu gewöhnen, doch es ist jede Zeile wert. Mit untergründiger Spannung beschreibt Rindell die Geschichte dieses Mauerblümchens, die von ihrer schillernden neuen Kollegin geblendet wird. Dabei zeigt sich erst und nach und nach, aus welcher Zeit und von welchem die Geschichte erzählt wird, denn es geschieht rückblickend, bis es am Ende einen wirklich gut gemachten Dreh gibt, den ich so auch nicht unbedingt erwartet habe. Denn toll ist, dass dies kein 08/15-Roman ist, bei dem von vornherein klar ist, ob es ein gutes Ende geben wird. Oder auch nicht.

Klug erzählt, aber sehr komplex und langatmig
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 30.07.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Rose Baker ist Stenotypistin in einem New York City Police Department und in diesem Jahr 1923, wird sich ihr Leben total verändern. Sie bekommt nämlich eine neue Kollegin, Odalie Lazare und diese verkörpert die neue Welt, die langsam anbricht, sie trägt nämlich einen Bob, raucht und trinkt auch gern... Rose Baker ist Stenotypistin in einem New York City Police Department und in diesem Jahr 1923, wird sich ihr Leben total verändern. Sie bekommt nämlich eine neue Kollegin, Odalie Lazare und diese verkörpert die neue Welt, die langsam anbricht, sie trägt nämlich einen Bob, raucht und trinkt auch gern mal ein Glas Champanger. Für Rose ist sie am Anfang ein Dorn im Auge, immerhin zählen für sie noch die alten Werte, aber die Neugier und ihre Faszination nehmen immer mehr zu und so lässt sie sich am Ende auf eine Freundschaft ein. Odalie entführt Rose in Nachtclubs, öffnet ganz neue Sichten und zeigt ihr, wie man mit Männern spielt. Rose fühlt sich schockiert und angezogen zugleich und lässt sich immer mehr in Odalies Strudel hineinziehen, bis es am Ende kein Entkommen gibt. Was wird mit Rose passieren? Wer ist eigentlich diese Odalie? Kann solch eine Freundschaft gesund sein? Eigentlich mach ich mir aus Geschichten die in den zwanziger Jahren spielen so gar nix, aber der Klappentext und auch das Cover, haben mich förmlich angezogen und ja, auch ich erlag der Faszination. Wer möchte nicht wissen, wie die damalige Arbeit bei der Polizei aussah, welche Tricks diese dort angewandt haben, wie ging das ohne Technik von heute zustatten und welche Macht so eine Stenotypistin hat. Dazu kommt noch die Zeit des Charleston, der Flüsterkneipen und Frauen die anfangen sich den Männern gleichzustellen. Rose ist im Waisenhaus aufgewachsen, recht einfach und bescheiden. Sie hat gelernt unscheinbar zu sein und dies bis zur Perfektion in ihren Leben umgesetzt. Zudem ist sie perfektionistisch in ihrer Veranlagung und will in ihrem Beruf die beste Arbeit leisten. So ist sie bei der Polizei gern die Stenotypistin und arbeitet besonders gern mit dem Sergeant zusammen, denn sie heimlich anhimmelt. Und dann taucht diese neue Kollegin auf und Rose fühlt sich in ihrer Position bedroht. Kritisch beäugt sie Odalie, ist streng und zeigt nicht nur einmal die kalte Schulter, aber innerlich ist sie total aufgewühlt. Rose beobachtet alle ihre Schritte, jede Geste wird analysiert und zerpflückt, ihre Art der Kleidung studiert und jeder Augenaufschlag kritisch beäugt. Je mehr sie sich in ihrer Beobachtung verliert, umso mehr fühlt sie sich auch hingezogen, ist fasziniert und merkt, dass sie doch die Nähe von Odalie sucht. Aus den beiden Frauen werden erst Kolleginnen, dann Wohnzimmergenossinnen und am Ende wahre Busenfreundinnen. Rose steht zwar immer im Schatten ihrer strahlenden Freundin, aber das macht ihr nichts aus und so nimmt sie, ihre Veränderung gar nicht wirklich war. Allerdings bleibt Odalie immer ein Geheimnis für sie, erst langsam fällt ihr auf, dass da etwas mit ihren Erzählungen nicht stimmt und beißt sich daran fest, bis sie selbst merkt, dass sie der Strudel an Ungereimtheiten selber gepackt hat und in die Tiefe zieht. Vom Klappentext her hatte ich irgendwie etwas anderes erwartet und war dann doch sehr erstaunt, dass alles so eine ganz andere Richtung angenommen hat. Ich hatte die Erwartung gehabt, dass Rose vielleicht in die Polizeiarbeit mehr eingreift, oder sogar selbst ermittend tätig wird, zur Spionin wird, oder etwas in dem Sinne, aber es kam für mich anders. Die Autorin nimmt sich ihren Figuren viel mehr an und dem Schein und Sein. Diese Geschichte spielt mit der Wahrnehmung, der Täuschung und den psychischen Abgründen. Dazu kommt noch die Atmosphäre eines New Yorks, der geheimnisvollen Partys und des feuchten Polizeireviers, dunkel, verborgen, still. Suzanne Rindell schreibt hier eine sehr kompakte, sprachgewaltige und ausführliche Geschichte. Sie nimmt sich sehr viel Zeit für ihre Hauptfigur Rose und lässt sie wirklich jedes Detail genau beschreiben, jede Erinnerung haarklein Revue passieren und gerät dadurch oft etwas zur Langatmigkeit. Allerdings ist der Clou an der Geschichte, das Rose ihre Erinnerungen aus einer Anstalt heraus erzählt, je weiter man liest, um so mehr fragt man sich, was ist passiert. Das hat die Autorin recht geschickt gemacht, denn trotz der vielen Längen bleibt man am Ball, weil die eigene Neugier angestachelt wird. So liest man, wie sich ein Netz aus feinen Spinnenweben um Rose herum ausbreitet und sie immer mehr in die Dunkelheit verstrickt wird. Der Rahmen und auch das Ende haben mir sehr gut gefallen und es ist wirklich eine sehr intelligent erzählte Geschichte, aber trotzdem konnte sie mich nicht ganz packen. Das liegt wohl zum Einen an unsere Hauptfigur Rose, die durch ihre Kälte und Unnahbarkeit, auch mich als Leser auf Distanz hielt und zum Anderen an den vielen, bis ins kleinste Detail beschrieben Erinnerungen. Klar waren die wichtig um vieles zu verstehen, oder zu versinnbildlichen, zogen sich aber sehr oft in die Länge und man musste sich eben auch öfters zum Dranbleiben zwingen. So war ich zwar sehr angetan von der Art des Romans und fühlte mich auch in das New York der Zeit zurück versetzt, aber der Lesespaß versteckte sich doch hinter mancher dunklen Ecke. Was ich mir allerdings extrem gut vorstellen kann, ist ein Film und der soll wohl auch kommen, der Stoff ist auf jeden Fall eine super Vorlage.

Im Netz der Freundin
von anushka aus Berlin am 24.05.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

New York, 1923: Rose Baker ist eine unscheinbare Frau. Von Nonnen in einem Kloster erzogen, ist sie noch stark im alten Frauenbild verhaftet. Unfreiwillig muss sie modern sein und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deswegen ist sie auch Stenotypistin auf einem New Yorker Polizeirevier. Als die unkonventionelle Odalie... New York, 1923: Rose Baker ist eine unscheinbare Frau. Von Nonnen in einem Kloster erzogen, ist sie noch stark im alten Frauenbild verhaftet. Unfreiwillig muss sie modern sein und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deswegen ist sie auch Stenotypistin auf einem New Yorker Polizeirevier. Als die unkonventionelle Odalie Lazare dort anfängt, ist Rose fasziniert von ihr und den Freiheiten, die sie sich herausnimmt: Odalie raucht, flirtet, trägt die Haare kurz und trinkt Alkohol. Als sich zwischen den beiden Frauen eine zunehmend innigere Freundschaft entwickelt, fällt Roses moralisches Gerüst langsam in sich zusammen und Odalie spinnt ihr gefährliches Netz um sie. Zunächst hätte ich "Die Frau an der Schreibmaschine" nicht als Krimi eingeordnet und auch der Verlag tut das nicht explizit. Diverse Rezensionen des Buches sind aber in dieser Kategorie zu finden. Es gibt keine vordergründig kriminalistische Handlung, jedoch sind viele Elemente davon enthalten: als Stenotypistin kann Rose von diversen Kriminalfällen berichten (was sie auch tut), in Zeiten der Prohibition ist selbst der Besuch von sogenannten Flüsterkneipen verboten und am Ende gibt es sogar einen mysteriösen Todesfall. Die naive, unerfahrene und gutgläubige Rose ist geblendet von dem luxuriösen Leben ohne die moralischen Einschränkungen, die Rose bislang von sich selbst und ihrer Umwelt auferlegt wurden. Dabei nimmt sie nicht wahr, wie sie zunehmend von Odalie abhängig und wie ihre Anhänglichkeit ausgenutzt wird. Die Freundschaft zu Odalie wird verhängnisvoll. Gleichzeitig blitzt aber immer wieder die Unzuverlässigkeit von Rose als Erzählerin hindurch, da wir die Geschichte lediglich aus Roses Sicht erfahren, diese sich zu diesem Zeitpunkt jedoch in einer prekären Lage wiederfindet. Neben der steigenden subtilen psychologischen Spannung fängt die Autorin gleichzeitig den Flair der 1920er überzeugend und bildgewaltig ein. Der Charleston und die Flüsterkneipen erstehen vor dem geistigen Auge genauso wieder auf wie die Zerrissenheit des Frauenbildes zwischen Femme Fatale und unterwürfiger Hausfrau. Mich hat dieses Buch vom Anfang bis zum Ende gefesselt mit seiner authentischen Protagonistin, seinem anspruchsvollen Sprachstil und der gut gezeichneten, aber nie übertriebenen, Handlung. Zudem kann die Autorin am Ende noch mit einer überraschenden Wendung aufwarten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.