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Demut

Was uns gelassener leben lässt

Vom wahren Grund der Gelassenheit! In einer Zeit, in der politische und wirtschaftliche Veränderungen herkömmliche Sicherheiten infrage stellen oder Erfahrungen von Krankheit und Alter unsere Lebenspläne durchkreuzen, scheint sie ein Allheilmittel gegen Sorgen und Ängste zu sein. Doch worin gründet eine Gelassenheit, die auch existenziellen Fragen standhalten und unserem Leben einen tragfähigen Boden geben kann? Siegfried Eckert geht in seinem neuen Buch dieser Frage nach. Er entdeckt dabei die Demut als eine Lebenshaltung, die weiß, was es heißt, nicht sich selbst zu gehören. Erst sie verleiht eine glaubwürdige Gelassenheit, die es ermöglicht, sich gehalten zu wissen von dem, dem wir unser Leben verdanken. Ein überzeugendes Plädoyer für eine nur scheinbar verstaubte Tugend, die sich als überraschend zeitgemäß erweist.

Portrait
Siegfried Eckert, geboren 1963, studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Bonn und Tübingen und arbeitet als Gemeindepfarrer in Bonn. Er ist seit vielen Jahren Synodalbeauftragter für den Kirchentag, Landessynodaler der Evangelischen Kirche im Rheinland und Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V. in Bonn. Siegfried Eckert lebt mit seiner Familie in Bonn.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 02.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86921-287-6
Verlag Edition chrismon
Maße (L/B/H) 19,7/12,6/1,7 cm
Gewicht 216 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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Etwas weniger des Guten wäre mehr gewesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 21.02.2016

Etwas weniger des Guten wäre mehr gewesen Siegfried Eckerts Loblied auf die Demut wirkt subjektiv glaubwürdig, zugleich aber leider auch intransigent und missionarisch. Schade, und gleichwohl einer näheren Betrachtung wert. Der Autor dieses Büchleins macht selbst keinen Hehl daraus, dass er es als ein Bekenntnis seiner eigen... Etwas weniger des Guten wäre mehr gewesen Siegfried Eckerts Loblied auf die Demut wirkt subjektiv glaubwürdig, zugleich aber leider auch intransigent und missionarisch. Schade, und gleichwohl einer näheren Betrachtung wert. Der Autor dieses Büchleins macht selbst keinen Hehl daraus, dass er es als ein Bekenntnis seiner eigenen Person und zugleich für die Leser als Erbauungsliteratur konzipiert hat (S. 24). Welchen Gewinn man daraus ziehen kann, hängt weniger vom Thema des Buches ab, als von der inneren Gestimmtheit seiner Leserinnen und Leser. Griffig geschrieben ist es allemal, man kann die Sprache eines herzensgebildeten Gemeindepfarrers genießen. Hat nicht indes die Demut, diese Grundlagentugend, einen größeren Problemhorizont verdient? Wer, wie der Kommentator hier, selbst ein Buch über die „Dimensionen der Demut“ verfasst hat, ist darüber betrübt, wie eindimensional und wenig belesen Eckert sein Buch geschrieben hat. Selbst in einer rein theologischen Sicht ist es am Ende bedauerlich, dass der Autor die grundlegende Studie seines Kollegen Eckhard Zemmrich zur christlichen Demut nicht einbezogen hat. Dort hätte er sich deutlich machen können, dass die Demut im christlichen Glauben eben nur eine Glaubensdemut sein kann, eine Tugend aus dem Glauben heraus, nicht eine Tugend zum Glauben hinführt, wie Eckert meint (S. 29). Sieht man es an besagter Stelle nämlich so wie der Autor, dann muss man neben der Demut im christlichen Sinn auch eine für sich stehende Demut zulassen, eine philosophisch-anthropologische Demut vor aller Religion. Genau dies aber will Siegfried Eckert offenkundig nicht, alles soll unter seiner einen christlichen Demut subsumiert sein. Da wird er eifernd und auch etwas penetrant. Selbst die Liebe will Eckert seiner Demut ein- und unterordnen. In einer kühnen Umformulierung von 1. Korr. 13,4ff wird die Liebe durch die Demut ersetzt (S.97). Das verunklart, und einige Stellen zu anderen Aspekten tun dies ebenso. Eine philosophische, voraussetzungslose Demut, kann es im Kontext dieses kleinen Buches also nicht geben. Sie gilt Eckert als trostlos, weshalb er die sicherlich zu flache Gelassenheitsempfehlung des Bestsellerautors Wilhelm Schmid deutlich angreift. Zustimmen kann man hierbei seinem Satz, „Ich will mich in tieferer Weise gehalten wissen.“ (S. 11) Aber, wie gesagt, die übergreifende Problemorientierung fehlt! So ist dann auch die Kritik am Zeitgeist zu schablonenhaft, es mangelt ihr an einem tieferen Verständnis für die Zwänge und Notwendigkeiten im historischen Wandel, für die unaufhaltsame Entfaltung der Produktivkräfte in Wissenschaft und Industrie und ebenso für den damit einhergehenden bürgerlich-emanzipatorischen Lebensentwurf. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde, jene zentrale Gestimmtheit der Menschenrechtsbewegung, ist problematisch, gewiss. Indes, sie lässt sich eben nicht ohne weiteres dem christlichen Demutsbegriff wie bei Eckert S. 42f. einverleiben. Religiöse Demut ist ihrem Sinn nach immer Unterwerfung. Vor diesem letztlich eben doch bestehenden Dilemma stehen viele Gemeindepfarrer. Sich einmauern? Oder die biblische Theologie und ihren Demutsbegriff abschleifen, wenigstens verbrämen? Oder gar den Anspruch, im Besitz der einen Demut zu sein, tatsächlich fallen lassen? Sicherlich, Eckert ist in seiner Wortwahl spürbar entfernt von der Literatur der Evangelikalen (Häselbarth, Mack u.a.) er baut keine Drohkulisse auf, redet nicht von den Prüfungen im „Glutofen des Elends“ (Jesaja 48,10), gleichwohl steht er doch einem Blaise Pascal offenbar nahe, weil seine Kritik an der „Zerstreuung“ und den „elenden“ Auswüchsen der modernen Welt humorlos bleibt. „Ich mag alte Möbel“ (S. 31) genügt eben am Ende wohl doch nicht. Bei seinem Kollegen Hinrich Claussen (siehe Der Spiegel, Nr. 53 v. 2015) hätte er sich abschauen können, dass der Streit um das eine Wissen und um die eine Wahrheit am Ende unfruchtbar bleibt. Weil Claussen die Kritikwürdigkeit von Dogma und Mythos offen einräumt, wirkt sein Glaube ‚moderner‘, weniger abgestanden und für viele wohl auch glaubhafter. Während Eckert z. B. mechanisch anhand seines Demutsthemas die 10 Gebote durchdekliniert, um ihre Aktualität nachzuweisen, weiß Claussen um die Historizität des Mythos. Ein selbstbestimmtes Leben führen zu wollen, vielleicht sogar zu müssen, ist zweifellos ein sehr anstrengender Lebensentwurf, und man kann Eckert durchaus zustimmen, dass es besser und sinnvoller ist, „gehalten“ zu sein, Gottvertrauen zu haben. Der Anspruch auf Ausschließlichkeit ist das Problem. Welche Leser wird dieses Erbauungsbüchlein zur Demut erreichen? Laue Christen und die Nichtchristen sowieso werden es ziemlich rasch nicht angewidert, aber ungerührt zur Seite legen. Die Entschiedenen, die in einer festen traditionellen Glaubenspraxis Stehenden, wird es ‚im rechten Glauben‘ stärken – mit der Gefahr, entgegen Phil. 2,1-4 den Anderen in seinem Anderssein eben nicht tolerieren zu wollen. Hermann-Otto Leng