Schachnovelle

Gebundene Ausgabe mit Erläuterungen

Stefan Zweig

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Beschreibung

Der amtierende Schachweltmeister gerät gegen einen geheimnisvollen Unbekannten in ungeahnte Schwierigkeiten … Wer ist dieser seltsame Fremde auf dem Dampfer?

Stefan Zweigs berühmteste Novelle ist die weltweit bekannteste literarische Auseinandersetzung mit dem "königlichen Spiel" und zugleich ein wichtiges Schlüsselwerk der Exilliteratur.

Gebundene Ausgabe mit ausführlichen Erläuterungen und einer Nachbemerkung.

Stefan Zweig ist einer der besten Erzähler der deutschsprachigen Literatur. Er starb im Exil. Seine Romane und Novellen sind bis heute sehr populär.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 20.06.2015
Verlag Idb
Seitenzahl 96
Maße (L/B/H) 22,1/14/0,9 cm
Gewicht 269 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-945909-68-3

Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
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Zeitlos aktuell
von Xirxe aus Hannover am 23.08.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann... Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein unbekannter Passagier ein und das Spiel endet mit einem Remis. Am nächsten Tag soll ein weiteres Spiel stattfinden und der Ich-Erzähler fordert den Unbekannten zur Teilnahme auf. Dieser sträubt sich zunächst und erzählt ihm zur Erklärung seine Geschichte. Dieses kleine Büchlein, das gerade mal 104 Seiten mit verhältnismäßig groß gedruckten Buchstaben hat, ist sicherlich beeindruckender als viele andere Bücher, die einen drei- oder viermal so großen Umfang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan Zweig viel mit Gegensätzlichkeiten gearbeitet hat, die eher im Gedächtnis bleiben. Einmal der introvertierte, ungebildete und langsame Schachweltmeister. Und der umgängliche, intellektuelle und beinahe manische 'Dilettant'. Oder der Ich-Erzähler, für den Schach 'nur' ein Spiel ist und sein Gegner, der alles als Wettkampf sieht und jede Niederlage als persönlichen Affront empfindet. Aber auch die Art, wie Zweig Schach beschreibt, wird mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere, weil er selbst überhaupt keinen großen Bezug dazu hatte. Zitat: "Ist es nicht auch eine Wissenschaft, eine Kunst, schwebend zwischen diesen Kategorien wie der Sarg Mohammeds zwischen Himmel und Erde, eine einmalige Bindung aller Gegensatzpaare; uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starrem Raum und dabei unbegrenzt in seinen Kombinationen, ständig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermaßen dauerhafter in seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke...* Dazu die unglaublich genauen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Situationen, die derart zeitlos gut sind, dass Manches klingt, als wäre es eben erst geschrieben worden. Zitat: "Nun hatten die Nationalsozialisten, längst ehe sie ihre Armeen gegen die Welt aufrüsteten, eine andere ebenso gefährliche und geschulte Armee in allen Nachbarländern zu organisieren begonnen, die Legion der Benachteiligten, der Zurückgesetzten, der Gekränkten." Ein kleines, aber sehr feines Büchlein, das man nicht nur in der Schule lesen sollte - sofern es dort überhaupt noch im entsprechenden Kanon steht.

Meisterwerk
von Johanna aus Bad Hall am 09.08.2021
Bewertet: Einband: Geheftet

Der erste und einzige Klassiker, den ich immer wieder lesen und auch gerne lesen werde. Toller Schreibstil und perfekte Länge!

Hoffnung und Wahnsinn
von an.nie.ka_liest am 07.08.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Darum geht es: An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich wach. Also erstens: das Buch war ganz anders als erwartet und zweiten... Darum geht es: An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich wach. Also erstens: das Buch war ganz anders als erwartet und zweitens hat es mir sehr gut gefallen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht, doch es geht um ganz andere Themen. Zentrales Thema ist die Nazi-Zeit mit ihren Schrecken, hier die Isolationsfolter und die Verhöre der Gestapo. Beides wird sehr eindringlich beschrieben, und der Leser kann intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in der Gefangenschaft fühlte. Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung des imaginären Schachspiels klammert, wie es ihn zunächst hilft nicht die Hoffnung zu verlieren und wie sich diese Beschäftigung ihn verwandelt und krank macht. Ich fand es interessant zu sehen, zu was das menschliche Gehirn in extremen Situationen fähig ist. Es zeigt wie nah Intelligenz und Wahnsinn beieinander liegen. Wirklich eine absolute Leseempfehlung – jetzt meine Frage: kann mir jemand Schach beibringen? 4 von 5 Sterne

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