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Die Gesänge des Maldoror

Roman

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Das verbotenste Buch des 19. Jahrhunderts – ein Klassiker der schwarzen Romantik
Maldoror ist der gefallene Engel, der satanische Verführer, der Rache nimmt und Gott für die Erschaffung des Menschengeschlechts bestrafen will. Mit seinem einzig vollendeten Werk schuf Lautréamont einen ästhetisch kühnen, alle Tabus brechenden Gesang über Schmerz und Grausamkeit, der vielen Interpreten noch heute als eines der radikalsten Bücher der abendländischen Literatur überhaupt gilt.
Portrait
Lautréamont (eigentlich Isidore-Lucien Ducasse), geboren am 4. April 1846 in Montevideo (Uruguay) als Sohn eines Konsulatsbeamten, wurde von seinem Vater 1859 zur Ausbildung nach Frankreich, ans Kaiserliche Gymnasium in Tarbes geschickt. 1867 ging er auf die École Polytechnique in Paris. Von 1868 an lebte er unter kümmerlichen Bedingungen als freier Schriftsteller, viel lesend und wenig schreibend, kaum bekannt und von der Zensur unterdrückt. Sein Einfluss auf die französische Literatur begann erst mit seiner Entdeckung durch die Surrealisten. Lautréamont starb am 24. November 1870 in Paris. “Das Gesamtwerk” liegt im Rowohlt Verlag vor.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 02.02.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-23547-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/11,3/2,2 cm
Gewicht 221 g
Originaltitel Oeuvres Complètes
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Ré Soupault
Verkaufsrang 68.953
Buch (Taschenbuch)
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Starker Tobak!
von Daniel Erni aus Basel am 06.05.2011

„Die Gesänge des Maldoror“ zelebriert das Böse: Der Titelheld rebelliert gegen Gott, Christus wird zum Vergewaltiger und es gibt Phantasien über Sex mit Seeungeheuern. Gewalt, Mord und Zersetzung sind wichtige Themen. Was diesen Vorläufer der surrealistischen Literatur so einmalig macht, ist die Tatsache, wie es Lautréamont gelingt, das Böse... „Die Gesänge des Maldoror“ zelebriert das Böse: Der Titelheld rebelliert gegen Gott, Christus wird zum Vergewaltiger und es gibt Phantasien über Sex mit Seeungeheuern. Gewalt, Mord und Zersetzung sind wichtige Themen. Was diesen Vorläufer der surrealistischen Literatur so einmalig macht, ist die Tatsache, wie es Lautréamont gelingt, das Böse und Abstossende derart schön und entzückend erscheinen zu lassen und uns Leser auch rund 150 Jahren nach dem erstmaligen Erscheinen dieses Buches zum Nachdenken über gängige Moralvorstellungen zu motivieren. – Starker Tobak!

Das verbotenste Buch des 19. Jahrhunderts!
von Zitronenblau am 05.10.2008

Lautreamonts einzig vollendetes Werk handelt von den Gesängen des Maldoror... Den Inhalt widerzugeben, sprengt hier eindeutig den Rahmen. Es sei nur soviel gesagt, dass diese Dichtung böser Natur ist... So wandelt die Inkarnation des Bösen umher und zeigt Gott alles Schlechte des Menschen auf, um diesen vors Tribunal... Lautreamonts einzig vollendetes Werk handelt von den Gesängen des Maldoror... Den Inhalt widerzugeben, sprengt hier eindeutig den Rahmen. Es sei nur soviel gesagt, dass diese Dichtung böser Natur ist... So wandelt die Inkarnation des Bösen umher und zeigt Gott alles Schlechte des Menschen auf, um diesen vors Tribunal der Wahrheit zu stellen, um ihm seinen Schöpfungsfehler vor Augen zu führen. Lautreamont gilt als Urvater des Surrealismus/Symbolismus neben Rimbaud und Baudelaire... Daher darf der Lesende hier ein sehr sprachgewaltiges Epos erwarten, dass von allen Übeln spricht, sodass letztlich zwar eine ästhetisch anmutende Dichtung den diesen umgarnt, ihr Inhalt ihn aber ins Abgrundtiefe zerrt... Leicht ist dieses Buch daher nicht, aber wer beispielsweise die Pervertierung der Dichtung einer Ästhetisierung des Sadistischen zu schätzen weiß - aus rein künstlerischer Perspektive wohlbemerkt - dürfte an diesen Gesängen seine Freude haben...