Meine Filiale

Glaube Liebe Hoffnung

Ein kleiner Tanz

Reclams Universal-Bibliothek Band 19682

Ödön von Horváth

(2)
eBook
eBook
4,99
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 4,80 €

Accordion öffnen

eBook

ab 4,49 €

Accordion öffnen

Beschreibung

In der Absicht, nach einem »alltäglichen Fall« »ein Stück gegen die bürokratisch-verantwortungslose Anwendung kleiner Paragraphen zu schreiben«, um »wiedermal den gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft zeigen zu können«, verfaßt Ödön von Horváth 1932, zusammen mit dem damals 29jährigen Lukas Kristl, den »kleinen Totentanz« Glaube Liebe Hoffnung.

Friedrich Torberg nannte Glaube Liebe Hoffnung »ein böses, ein genialisch böses Stück«. Friedrich Luft schrieb: »Horváth war gegeben, Sprache als Mittel der Entlarvung und Offenlegung zu nutzen. Nicht was in seinen Stücken passiert, ist eigentlich wichtig. Wie die Leute auf der Bühne darüber reden, macht die Verdeutlichung, macht den Spaß, macht den Schrecken seiner Dramen aus«.

Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in SuSak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.

Zeittafel

>Heimat< ? Kenn ich nicht. Ich bin eine typisch alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch, tschechisch - mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist deutsch« (Bd. II, S. 184)

1902

Familie Horváth zieht nach Belgrad um, wo ein Jahr später der Bruder Lajos von Horváth zur Welt kommt.

1908

Umzug der Familie Horváth nach Budapest, wo ein Hauslehrer Ödön in ungarischer Sprache unterrichtet.

1909

Sein Vater, im Frühjahr in den Adelsstand erhoben, wird im Herbst nach München versetzt; doch Ödön selbst bleibt in Budapest und besucht dort das erzbischöfliche Internat.

1913

Ödön zieht zu den Eltern und besucht die dritte Klasse des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, ehe er im folgenden Jahr auf das Realgymnasium wechselt. Seine Zensuren sind nicht die besten (vgl. Mat. IV, S. 32), überdies kommt es mit dem Religionslehrer ...

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 90 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783518743669
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 1738 KB

Weitere Bände von Reclams Universal-Bibliothek

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
1
0
0
0

Da ich nicht völlig
von einer Kundin/einem Kunden am 11.06.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

unvorbereitet ins Schauspielhaus laufen wollte habe ich mir dieses Büchelchen gekauft. Zum Inhalt mag ich nichts weiter sagen, doch was mir mir gefallen hat waren die zahlreichen Anmerkungen zum Sprech der handelnden Personen wie auch die zeitgeschichtliche Einordnung der Handlungen als solches. Ohne dies wäre das hier einfach n... unvorbereitet ins Schauspielhaus laufen wollte habe ich mir dieses Büchelchen gekauft. Zum Inhalt mag ich nichts weiter sagen, doch was mir mir gefallen hat waren die zahlreichen Anmerkungen zum Sprech der handelnden Personen wie auch die zeitgeschichtliche Einordnung der Handlungen als solches. Ohne dies wäre das hier einfach nur eine kurze Geschichte, so wurde es zu einer kleinen Zeitreise in die frühen 30er Jahre. Sehr informativ auch, dass im Anhang sowohl der diesem Stück vorausgegangene Prozess wie auch eine Gebrauchsanweisung des Stoffes, dessen Theatergeschichte und darüberhinaus noch etwaige Deutungsansätze geschrieben stehen. Das eigentliche Stück geht nur über 55 Seiten. Ich habe irgendwo gelesen, dass es sich hier um einen Schulstoff handeln soll. Sollte ein Schüler ein Buch zu diesem Stück suchen kann er gerne zu dieser Ausgabe greifen.

Kleine Ursache - Große Wirkung
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 28.12.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses sehr kurze Drama handelt von einer jungen Frau deren Armut sie dazu bring, sich auf mehrerer Ungeschicklichkeiten und kleinerer Vergehen einzulassen - dafür wird sie ins Gefängnis geschickt. Als sie aus der Haft entlassen wird, lernt sie einen Polizisten kennen, verliebt und verlobt sich. Als er von ihren "Ausrutschern" e... Dieses sehr kurze Drama handelt von einer jungen Frau deren Armut sie dazu bring, sich auf mehrerer Ungeschicklichkeiten und kleinerer Vergehen einzulassen - dafür wird sie ins Gefängnis geschickt. Als sie aus der Haft entlassen wird, lernt sie einen Polizisten kennen, verliebt und verlobt sich. Als er von ihren "Ausrutschern" erfährt verlässt er sie und Elisabeth sieht keinen Ausweg mehr als den Freitod. Der beleuchtete Themenkreis dreht sich vor allem um Armut, soziale Verantwortung und Teilnahmslosigkeit. Horvath einer der größten Dramatiker des 20. Jahrhunderts, gibt selbst im Vorwort zu dem Drama die Worte eines Bekannten wieder: "Ich (Kristl) verstehe die Dramatiker nicht, warum nämlich diese Dramatiker, wenn sie Tatbestand und Folgen eines Verbrechens dramatisch bearbeiten fast immer nur sogenannte Kapitalverbrechen bevorzugen, die doch relativ selten begangen werden - und warum sich also diese Dramatiker fast niemals um die kleinen Verbrechen kümmern, denen wir doch landauf-landab tausendfach und tausendmal begegnen, und deren Tatbestände ungemein häufig nur auf Unwissenheit basieren und der Folgen aber trotzdem fast ebenso häufig denen des lebenslänglichen Zuchthauses mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, ja selbst der Todesstrafe ähneln." Er bezog sich damit auf einen realen Fall, aufgrund dessen Horvath das vorliegende Stück entwickelte - in Zusammenarbeit mit eben diesem Kristl.

  • Artikelbild-0
  • Ödön von Horváth: Glaube Liebe Hoffnung; Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern - Lukas Kristl: »Vor Gericht ist das Betrug« - Anklageschrift vor dem Amtsgericht in München am 4.4.1929 - Protokoll der Verhandlung - Thomas Fischer: Über das Leben der Klara Gramm (1900-1979) - Ödön von Horváth: Gebrauchsanweisung - Zeittafel