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Tom Sawyers Verschwörung (unvollendeter Roman)

FÜR KINDER NICHT GEEIGNET! gez. der König und der Herzog
„In Ordnung, was is dein Plan?“
„Es ist ein vortrefflicher Plan, Huck. Er besteht darin, dass wir eine Verschwörung auf die Beine stellen.“
„Is das ne einfache Sache, Massa Tom? Glaubste wir könn’ das schaffn?“
„Ja, jeder kann das.“
„Wie machtn man sowwas, Massa Tom? Was heißt das Wort?“
„Das heißt, dass man gegen jemand was ausheckt, dass man ihm was böses will – heimlich. Man trifft sich nachts, an nem geheimen Ort, und überlegt sich, wie man jemandem Probleme machen kann; und man hat Masken auf, und Passwörter, und alles das. Georges Cadoudal hat ne Verschwörung auf die Beine gestellt. Mir fällt nich mehr ein, jetzt grade, um was es da ging, aber er hat das jedenfalls gemacht, und wir können das auch machen.“
„Is das billig, Massa Tom?“
„Billig? Das will ich meinen! Ja, das kostet nich einen Cent. Das heißt, außer man zieht die Sache groß auf, wie bei der Bartholomäusnacht.“
„Was is denn das, Massa Tom? Was ham die da gemacht?“
„Das weiß ich nich. Aber das war auf jeden Fall groß aufgezogen. Das war in Frankreich. Ich glaub da ham die Presbyterianer die Missionare rausgeworfen.“
Jim war enttäuscht, und sagte, in einem verärgerten Tonfall –
„Also, dann, diese doofe Verschwörung, da wird nix draus. Wir ham hier ne Menge Presbyterianer, abba wir ham keine Missionare.“
„Vergiss die Missionare – die brauchen wir nich.“
„Was denn, wir brauchn keine? Massa Tom, wie willste denn deine Verschwörung machn, wenn nur eine Seite da is?“
„Ja, zum Henker noch mal, wir können doch anstelle der Missionare jemand anders nehmen, oder?“
„Abba wär das denn recht, Massa Tom?“
„Recht? Darauf kommts dabei nich an. Je unrechter eine Verschwörung is, desto besser is sie. Wir müssen nur anstelle der Missionare jemand anders nehmen, und dann …“
„Abba Massa Tom, wer’n die die Stelle der Missionare denn einnehm’, wennste denen nich erklärs’ wie die Sache liegt, und dassde das nich anders machn konntst, weil de keine Missionare kriegen konn…“
„Ach, halt doch mal den Mund! Das is echt ermüdend mit dir. Ich hab noch nie so’nnen Neger getroffen wie dich, der immer nur Einwände macht, und noch mehr Einwände, und immer weiter, obwohl du doch gar nich weißt, wovon du sprichst. Wenn du nur mal eine Minute still hälst denk ich mir ne Verschwörung aus, die diesen Bartholomäus grün werden lässt vor Neid – und Missionare wirds dabei auch nich brauchen.“
Ein fast vollendeter Roman, an dem Mark Twain ab 1897 gearbeitet hatte. Später legte er ihn beiseite und nahm die Arbeit nicht wieder auf, obwohl zur Vervollständigung nur noch wenige Seiten fehlten.
Portrait
Samuel Langhorne Clemens (1835-1910)
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 112 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.07.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783739313481
Verlag Via tolino media
Dateigröße 1509 KB
eBook
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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