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Die Hölle von Torgau

Wie ich die Heim-Erziehung der DDR überlebte

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Sie war jung und aufmüpfig - und das hatte seine Konsequenzen. Das Schicksal der Kerstin Gueffroy, deren Jugend von Dunkelzelle, Einzelhaft und Demütigung im geschlossenen Vollzug des Jugendwerkhofs Torgau geprägt wurde, ist kein völlig Unbekanntes. Ihre Geschichte diente bereits als historischer Hintergrund in sehr erfolgreichen Jugendromanen. Selbst in Schulbüchern hat ihr Leben mittlerweile Eingang gefunden.
Nun erzählt Gueffroy erstmals ihre ganze Geschichte. Wie sie als eins von vier Kindern bei einer überforderten Mutter aufwuchs, die sie als Siebenjährige in eine psychiatrische Kinderklinik einweisen lässt, weil Kerstin immer noch einnässt. Und wie ihre Mutter sie schließlich mit 14 Jahren einfach dem staatlichen System der Heime und Jugendwerkhöfe überlässt.
Gueffroys Autobiografie erzählt von der dunklen Seite der staatlichen Kinder- und Jugendheime der DDR, in denen auf perfide Weise kindliche und jugendliche Seelen beschädigt wurden, Erzieher und Erzieherinnen systematisch den Willen der ihnen anvertrauten Kinder zu brechen suchten und junge Menschen zu Kriminellen degradiert wurden.
Es ist dies nicht nur die Geschichte einer eindrucksvollen Frau, der man die Kindheit nahm und die sich dennoch nicht brechen liess. Es ist darüber hinaus das beschämende Porträt des grausamen Erziehungs- und Disziplinierungssystems in den Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen der DDR, das im Jugendwerkhof Torgau - der Margot Honecker direkt unterstellt war − seinen schlimmsten Ausdruck fand.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783280038970
Verlag Orell Füssli Verlag
Dateigröße 3928 KB
Verkaufsrang 54.383
eBook
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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so war das
von einer Kundin/einem Kunden aus Ehrenberg am 08.11.2015
Bewertet: Einband: Kunststoff-Einband

Die Erziehung in der DDR war eine wichtige Angelegenheit und wurde weitestgehend vom Staat bestimmt. Alle Bürger sollten 'vollwertige Mitglieder der sozialistischen Gesellschaft' werden, deshalb war das eigenständige Denken und Handeln unerwünscht. Gab es in den Erziehungsheimen der DDR Widerstände? Haben es die Jugendlichen geschafft, trotz strenger und demütigender Strafen... Die Erziehung in der DDR war eine wichtige Angelegenheit und wurde weitestgehend vom Staat bestimmt. Alle Bürger sollten 'vollwertige Mitglieder der sozialistischen Gesellschaft' werden, deshalb war das eigenständige Denken und Handeln unerwünscht. Gab es in den Erziehungsheimen der DDR Widerstände? Haben es die Jugendlichen geschafft, trotz strenger und demütigender Strafen und Misshandlungen, Widerstand zu leisten? Im Zuge der Recherchen fällt auf, dass es kaum Berichte über Jugendwerkhöfen gibt. Hier ist jetzt ein Bericht von Kerstin die durch viele Instanzen der Kinderheime, Spezialkinderheime und letztendlich den Jugendwerkhof Torgau durchleben musste. Ziel war es zu 'Brechen' wie Kerstin diese Tortur überstand und was sie dabei erlebte, davon erzählt das Buch 'Die Hölle von Torgau' Jugendlichen wurden so in Ihrer Persönlichkeit gebrochen egal in welchen Einrichtungen so das viele keinen anderen Ausweg sahen als ständig dem zu entkommen also zu fliehen oder in Torgau wo man nicht fliehen konnte mit Suizidversuchen die Jugendlichen versuchten sich den Peinigern zu entziehen in dem sie Schrauben Nägel, Schmierfett schluckten mit der Hoffnung dem schrecklichen Alltag durch eine Krankenhauseinweisung zu entgehen. Viele Suizidversuche sind schon aufgedeckt aber noch lange nicht alle in allen Einrichtungen. Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung, für alle die sich mit der DDR Diktatur auseinandersetzen wollen oder für die Generation 1989+ die wissen wollen was Damals in der DDR los war, denn das die LINKEN aus der Damaligen SED Partei entstanden ist, soll und darf nicht vergessen werden.

Die Hölle von Torgau
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 03.11.2015
Bewertet: Einband: Kunststoff-Einband

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen ,dabei konnte ich mir Bildlich vorstellen wie die sogenannten Erzieher durch die Hallen brülten und die armen Kinder in Halbacht stellung antretten mussten und dieses über Stunden .Die Schmerzen und Angst waren Spürbar beim Lesen . Unsere Kinder können sich so eine... Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen ,dabei konnte ich mir Bildlich vorstellen wie die sogenannten Erzieher durch die Hallen brülten und die armen Kinder in Halbacht stellung antretten mussten und dieses über Stunden .Die Schmerzen und Angst waren Spürbar beim Lesen . Unsere Kinder können sich so eine Schikane heute gar nicht vorstellen , Deshalb wäre es sehr sinnvoll dieses Buch in Schulen vorzustellen.Mir hat es sehr gefallen und es würde mich freuen wenn viele dieses Buch lesen.

Die Autorin berichtet von ihrer Zeit in der DDR-Heimerziehung.
von kvel am 29.10.2015
Bewertet: Einband: Kunststoff-Einband

Inhalt: Die Autorin berichtet wie sie als Kind von ihrer Mutter in der DDR in einer Klinik für Kinderpsychiatrie „abgegeben“ wurde, weil sie angeblich ein „Wildfang“ und Bettnässerin gewesen sei. Daraufhin wurde sie noch durch mehrere Heim-Einrichtungen für schwer erziehbare Kinder „durchgereicht“. Meine Meinung: Ich finde es schwierig das Buch zu bewerten. Zum Einen... Inhalt: Die Autorin berichtet wie sie als Kind von ihrer Mutter in der DDR in einer Klinik für Kinderpsychiatrie „abgegeben“ wurde, weil sie angeblich ein „Wildfang“ und Bettnässerin gewesen sei. Daraufhin wurde sie noch durch mehrere Heim-Einrichtungen für schwer erziehbare Kinder „durchgereicht“. Meine Meinung: Ich finde es schwierig das Buch zu bewerten. Zum Einen bekommt man als Leser Einblicke in die Vorgehensweise von Erziehungsstätten in der DDR. Aber immer wieder weist die Autorin darauf hin, dass an allem immer die anderen schuld seien und ihr so viel Unrecht angetan wurde! Ja, klar, es ist eine Autobiographie und die Autorin berichtet hier aus ihrer ganz persönlichen Sicht. Und es ist vollkommen legitim, dass sie dies als eine Plattform für die Veröffentlichung ihrer Erlebnisse nutzt.