Verderben

Die Macht der Mörder

(2)

Weil jeder Mord mehr als ein Opfer fordert

Einen der gefährlichsten Serienmörder Deutschlands hat Josef Wilfling überführt und andere spektakuläre Fälle gelöst. Dass aber die Macht der Täter über ihre Tat hinausreicht, zeigt der legendäre Mordkommissar in seinem neuen Buch. Denn jeder Mord zieht komplexe Folgen nach sich: das lebenslange Leid der Opferfamilie, die Stigmatisierung der Angehörigen des Täters - und oft bekommen auch die Ermittler die Folgen eines Mordes am eigenen Leib zu spüren.

Ganz offen schildert Wilfling Situationen, in denen auch er an seine Grenzen kam, wie im Falle eines sadistischen Vergewaltigers und Mörders: das Wissen um das Ausgeliefertsein der Opfer; die Wut, die über die professionelle Distanz die Oberhand gewinnt; den Frust, weil vor Gericht die Beweise nicht ausreichten . . .

Portrait
Josef Wilfling, Jahrgang 1947, war 42 Jahre lang im Polizeidienst tätig, 22 davon bei der Münchner Mordkommission. Der Vernehmungsspezialist klärte spektakuläre Fälle wie den Sedlmayr- und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter wie den Frauenmörder Horst David und verhörte Hunderte Kriminelle. Josef Wilfling ist verheiratet und lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 26.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-19443-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22,3/14,6/3,2 cm
Gewicht 482 g
Verkaufsrang 17.160
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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VERDERBEN - Josef Wilflings spannender Report über die Macht der Mörder
von j.h. aus Berlin am 17.11.2015

Es gibt zahlreiche Kriminalromane, die Angst machen - wobei gerade dieser Gänsehautfaktor vielfach ihren Unterhaltungswert ausmacht. Und häufig müssen sich Autoren den nicht ganz ungerechtfertigten Vorwurf des "Ideenlieferanten" gefallen lassen. Zugleich hat der Leser - sind die Taten auch gelegentlich von echten Fällen inspiriert - die beruhigende Gewissheit, dass... Es gibt zahlreiche Kriminalromane, die Angst machen - wobei gerade dieser Gänsehautfaktor vielfach ihren Unterhaltungswert ausmacht. Und häufig müssen sich Autoren den nicht ganz ungerechtfertigten Vorwurf des "Ideenlieferanten" gefallen lassen. Zugleich hat der Leser - sind die Taten auch gelegentlich von echten Fällen inspiriert - die beruhigende Gewissheit, dass auch noch so grauenhafte Morde der Fiktion des Autors entstammen. Ganz anders sieht es nun bei den Mordfällen des Josef Wilfling (*1947) aus, die leider alle echt sind. Mit teils sehr detaillierten Tat- und Tatortschilderungen beschwört der pensionierte Kommissar der Münchner Mordkommission eine beunruhigende Atmosphäre des Grauens, die sich angesichts der mitunter inadäquaten Strafmaße deutlich ausweitet. Es ist die Tragik des Rechtsstaates, dass er den Täter häufig besser schützt als seine Opfer. Und welche Mutter soll verstehen, dass der Mörder ihres Kindes plötzlich schuldunfähig sein soll? Josef Wilfling teilt dieses Unbehagen durchaus und berichtet von mehreren Fällen, in denen er aus eben diesem Gefühl heraus bei Vernehmungen die Contenance verlor. "Die Macht der Mörder" ist der Untertitel von Josef Wilflings drittem Buch mit authentischen Mordfällen aus seiner Laufbahn. Er meint damit jene Macht, mit denen der Mörder das Leben zahlreicher Angehöriger - selbst seiner eignen - zerstört. "Wenn ein Menschenleben durch die Hand eines Mörders ausgelöscht wird, reißt dieser mit seiner Tat immer das Leben anderer mit ins Verderben. In erster Linie das der Opferfamilie, aber auch das seiner eigenen Angehörigen. ... Dieser unheimlichen Macht der Täter steht die Ohnmacht der Opfer gegenüber. In den meisten Fällen ahnen sie nicht, welches Unheil sich da hinter ihrem Rücken zusammenbraut. Hinterher wird für diese Menschen, egal ob direkt oder indirekt betroffen, nichts mehr so sein, wie es einmal war." (S. 7) Insgesamt acht Fälle stellt Wilfling vor, die programmatisch mit "Der Sadist", "Der Narzisst" oder "Der Widerling" überschrieben sind und absolut unterschiedliche Tätertypologien zeigen. Am erschütterndsten ist dabei wohl "Der Biedermann" - ein Serienmörder (genaue Opferzahl unbekannt), der letztendlich bei seinen weiblichen Opfern die Schuld suchte und wohl auch selbst daran glaubte. Die persönlichen Erinnerungen dieses Mörders sind in den Bericht als Zitate eingearbeitet und bieten ein wahrhaftes Zeugnis des Grauens. In zwei Essays schreibt Wilfling über Opfer und die Bedeutung von Lügen. Das Buch aus dem HEYNE-VERLAG ist Anhängern von True Crime uneingeschränkt zu empfehlen.

Sehr lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Fulda am 04.11.2015

Ein äußerst lesenswertes Sachbuch ! Spannend erzählt der Autor von zahlreichen Fällen, die Ihm in seiner Zeit als Mordermittler untergekommen sind.Der Leser bekommt auch einen Einblick in verschiedene Vernehmungstechniken und Tätertypen. Er scheut sich nicht, Mängel in Politik und Justiz anzusprechen, die der Polizei die Arbeit sehr erschweren und... Ein äußerst lesenswertes Sachbuch ! Spannend erzählt der Autor von zahlreichen Fällen, die Ihm in seiner Zeit als Mordermittler untergekommen sind.Der Leser bekommt auch einen Einblick in verschiedene Vernehmungstechniken und Tätertypen. Er scheut sich nicht, Mängel in Politik und Justiz anzusprechen, die der Polizei die Arbeit sehr erschweren und von den Tätern und ihren Anwälten gern ausgenutzt werden - zum Schaden der Bürger und unserer Gesellschaft. Sozialromantikern wird dieses Buch allerdings weniger gefallen...