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Das Durchdrehen der Schraube

Eine Geistergeschichte

(4)

100. Todestag von Henry James


Eine der verstörendsten und raffiniertesten Geschichten für spannende Abende: Eine junge Pfarrerstochter wird auf einem abgeschiedenen englischen Landgut als Gouvernante eingestellt.


Als ihr die Geister zweier verstorbener Angestellter erscheinen, verfällt sie in den wahnhaften Eifer, die Kinder beschützen zu müssen. Unheilvolle Dinge geschehen ...

Rezension
»An diesem Buch lesen sie sich die Ohren heiß, meinetwegen in 100 Jahren noch; hier erreicht James Können seinen Höhepunkt an Raffinement, auch im Sprachlichen.«
Die Rheinpfalz
Portrait
Henry James, geboren am 15. April 1843 in New York City, war der Sohn eines Intellektuellen irischer Abstammung und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. In Amerika und Europa zum Weltbürger erzogen, schrieb er seit 1863 Kritiken und Kurzgeschichten für verschiedene Zeitschriften. Bereits 1871 erschien ›Watch and Ward‹ als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift ›The Atlantic Monthly‹. Jedoch erst den 1875 erschienenen Roman ›Roderick Hudson‹ ließ er als sein Romandebüt gelten. Zahlreiche weitere Werke folgten, darunter ›Daisy Miller‹ (1878), ›Washington Square‹ (1880), ›The Portrait of a Lady‹ (1881) und ›The Turn of the Screw‹ (1898). Henry James lebte ab 1869 überwiegend in Europa. 1877 ließ er sich in London nieder und wurde 1915 britischer Staatsbürger. Mehrfach war er Kandidat für den Literaturnobelpreis, zuletzt im Jahr seines Todes. Er starb am 28. Februar 1916 in seinem Haus im Londoner Stadtteil Chelsea. Bis heute gilt er als Meister des psychologischen Romans.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783423428262
Dateigröße 2343 KB
Übersetzer Karl Ludwig Nicol
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Ein Leben ohne Henry James ist möglich, aber sinnlos“

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Eine Gouvernante, neu auf einem alten Landsitz.
Zwei Kinder, ein Junge, ein Mädchen, undurchsichtig, unkontrollierbar.
Sie wirken abwesend, eingenommen.
Beeinflusst von einer anderen Welt, beeinflusst von Erscheinungen. Geistern.

Henry James dreht.
Langsam, vorsichtig, beinahe ein wenig zögerlich bohrt er sie immer tiefer, dreht sie rasant, immer schneller.
Bis sie durchdreht.
Die Schraube.
Bis die Katastrophe unaufhaltsam über uns hinein bricht.

Immer weiter, Satz um Satz, Seite um Seite, kreiert James eine Spannung, eine Atmosphäre, ein Gefühl, schwer zu beschreiben, undurchdringlich und haltlos.
Er schafft Horror, Angst, und das ganz ohne Blut, ohne offensichtliche Gewalt, allein durch seine grandiose Schilderung der menschlichen Psyche und dem Raum für Mutmaßungen, für Misstrauen.
Und es ist viel Raum, den er dem Leser zugesteht, er setzt sie oft, diese Lücken zur Spekulation.
Und er setzt sie immer an genau der richtigen Stelle.
Schnell wird aus Spekulation Verdacht und aus Verdacht Erwartung - eine Erwartung, die James nur zu gerne mit der nächsten Seite wieder verwirft, in dem er die Richtung ändert, völlig abrupt, unerwartet, und der Erwartung schnell die erneute Spekulation folgen lässt. Und so türmt sich Zweifel auf Verdacht, Wachsamkeit auf Argwohn, Skepsis auf Befürchtung.
Auf Bange, Besorgnis. Auf Angst.

Henry James ist ein Meister seines Fach’s, eine Kenner der menschlichen Psyche, der die Schwächen des Menschen in geschickter, eleganter Sprache eiskalt auf dem Seziertisch offen legt. James ist ein Beobachter, ein Analyst, dessen wachsamen Blick nicht die kleinste Kleinigkeit entgeht.
Und er ist ein großer Erzähler, dessen Geschichten den Fokus auf die Bedeutung von Entscheidungen, die Folgen des eigenen Handelns legen.
Dessen Geschichte, weit vor unserer Zeit und der Emanzipation, starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen, unabhängig, selbstständig, gebildet.
Dessen Geschichten bestechen, durch außerordentliche Personenkonstellationen und Beziehungsproblematiken.
Dessen Geschichte zu den ganz großen Klassikern der Weltliteratur zählen.
„Das Durchdrehen der Schraube“ ist ein Meisterwerk, eine Darstellung des subtil Bösen, des Nicht-Gesagtem.
Es ist in gleicher Manier eine psychologische Studie, ganz im Sinne von Freud, als auch eine Geistergeschichte, übernatürlich und paranormal.
Es ist ein Wechsel von Erzählperspektiven, von Blickwinkeln, von Rahmen- und Binnenhandlung.
Und über all jenem schwebt die Frage, inwieweit man den Schilderungen und Wahrnehmungen der Protagonistin trauen kann, ob sie uns womöglich täuscht, gar sich selbst täuscht.
Ob man die Begebenheiten für bare Münze nimmt.
Schlussendlich muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, muss sich selbst fragen, wo er steht.
Ob er zweifelt oder vertraut.
Ob er hofft oder aufgibt.
Ob er wagt und dabei womöglich alles verliert.

Am Ende bleibt bleibt nicht mehr und nicht weniger als das Zitat von Alexander Cammann:
"Ein Leben ohne Henry James ist möglich, aber sinnlos.“
Eine Gouvernante, neu auf einem alten Landsitz.
Zwei Kinder, ein Junge, ein Mädchen, undurchsichtig, unkontrollierbar.
Sie wirken abwesend, eingenommen.
Beeinflusst von einer anderen Welt, beeinflusst von Erscheinungen. Geistern.

Henry James dreht.
Langsam, vorsichtig, beinahe ein wenig zögerlich bohrt er sie immer tiefer, dreht sie rasant, immer schneller.
Bis sie durchdreht.
Die Schraube.
Bis die Katastrophe unaufhaltsam über uns hinein bricht.

Immer weiter, Satz um Satz, Seite um Seite, kreiert James eine Spannung, eine Atmosphäre, ein Gefühl, schwer zu beschreiben, undurchdringlich und haltlos.
Er schafft Horror, Angst, und das ganz ohne Blut, ohne offensichtliche Gewalt, allein durch seine grandiose Schilderung der menschlichen Psyche und dem Raum für Mutmaßungen, für Misstrauen.
Und es ist viel Raum, den er dem Leser zugesteht, er setzt sie oft, diese Lücken zur Spekulation.
Und er setzt sie immer an genau der richtigen Stelle.
Schnell wird aus Spekulation Verdacht und aus Verdacht Erwartung - eine Erwartung, die James nur zu gerne mit der nächsten Seite wieder verwirft, in dem er die Richtung ändert, völlig abrupt, unerwartet, und der Erwartung schnell die erneute Spekulation folgen lässt. Und so türmt sich Zweifel auf Verdacht, Wachsamkeit auf Argwohn, Skepsis auf Befürchtung.
Auf Bange, Besorgnis. Auf Angst.

Henry James ist ein Meister seines Fach’s, eine Kenner der menschlichen Psyche, der die Schwächen des Menschen in geschickter, eleganter Sprache eiskalt auf dem Seziertisch offen legt. James ist ein Beobachter, ein Analyst, dessen wachsamen Blick nicht die kleinste Kleinigkeit entgeht.
Und er ist ein großer Erzähler, dessen Geschichten den Fokus auf die Bedeutung von Entscheidungen, die Folgen des eigenen Handelns legen.
Dessen Geschichte, weit vor unserer Zeit und der Emanzipation, starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen, unabhängig, selbstständig, gebildet.
Dessen Geschichten bestechen, durch außerordentliche Personenkonstellationen und Beziehungsproblematiken.
Dessen Geschichte zu den ganz großen Klassikern der Weltliteratur zählen.
„Das Durchdrehen der Schraube“ ist ein Meisterwerk, eine Darstellung des subtil Bösen, des Nicht-Gesagtem.
Es ist in gleicher Manier eine psychologische Studie, ganz im Sinne von Freud, als auch eine Geistergeschichte, übernatürlich und paranormal.
Es ist ein Wechsel von Erzählperspektiven, von Blickwinkeln, von Rahmen- und Binnenhandlung.
Und über all jenem schwebt die Frage, inwieweit man den Schilderungen und Wahrnehmungen der Protagonistin trauen kann, ob sie uns womöglich täuscht, gar sich selbst täuscht.
Ob man die Begebenheiten für bare Münze nimmt.
Schlussendlich muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, muss sich selbst fragen, wo er steht.
Ob er zweifelt oder vertraut.
Ob er hofft oder aufgibt.
Ob er wagt und dabei womöglich alles verliert.

Am Ende bleibt bleibt nicht mehr und nicht weniger als das Zitat von Alexander Cammann:
"Ein Leben ohne Henry James ist möglich, aber sinnlos.“

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
4
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Schaurig-schön oder schön schaurig?
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 18.09.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was macht ein gutes, sehr gutes oder überragendes Buch aus? 1. Es erzeugt Spannung und Gänsehaut von der ersten bis zur letzten Seite. 2. Es weckt am Ende jedes Kapitels die Neugier beim Leser, wie es weiter geht, so dass man es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. 3. Es besticht... Was macht ein gutes, sehr gutes oder überragendes Buch aus? 1. Es erzeugt Spannung und Gänsehaut von der ersten bis zur letzten Seite. 2. Es weckt am Ende jedes Kapitels die Neugier beim Leser, wie es weiter geht, so dass man es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. 3. Es besticht durch sprachliche Eleganz und Tiefe. 4. Es öffnet durch bildhaft verwendete Sprache die Tür der Phantasie des Lesers. Es gibt bestimmt noch mehr Punkte, die ich jetzt ansprechen könnte, aber jeder weitere würde diesem Werk wohl nicht (mehr) gerecht werden. Denn eigentlich drücken diese vier Punkte schon genau das aus, was ich beim Lesen von „Das Durchdrehen der Schraube“ von Henry James empfunden und „empfangen“ habe. Henry James macht es dem Leser (oder um einmal politisch korrekt zu sein: auch der Leserin *g*) nicht gerade einfach: es wird vieles angedeutet, aber nicht aufgelöst, er hat mit der naiven und jungen Gouvernante eine Figur geschaffen, die am Ende durch ihren blinden Egoismus (oder ist es einfach eine Über-Liebe zu ihren Schützlingen?) mehr kaputt macht, als die (offensichtlich vorhandenen?) Probleme wirklich zu lösen und so letztendlich ein Opfer ihrer Selbst wird und damit ebenso zwei Unschuldsengel von Kindern (Achtung: Ironie!!!) in die alles vernichtende Katastrophe treibt. In der vorliegenden und auch in anderen Ausgaben dieses Meisterwerks der britischen Literatur (das wohl auch lange als schwierig zu übersetzen galt) gibt es noch ein sehr interessantes Nachwort, in dem viel von dem, was Henry James bei dem Leser bewirken wollte, näher unter die Lupe genommen wird und welches einen unweigerlich dazu führt, über das gelesene noch einmal näher nachzudenken und immer wieder mit neuen Denkansätzen von vorne lesen zu lassen. Ein weiteres Lesehighlight im Jahr 2015!!!

Eine exquisite Geistergeschichte!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 22.02.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

DTV hat eine schöne Neuausgabe dieser verstörenden Geistergeschichte von Henry James herausgebracht. Eine junge Gouvernante soll in einem englischen Landhaus zwei jüngere, elternlose Kinder unterrichten. Diese Kinder sind nach "Missetaten" von ihrer Schule verwiesen worden. Sie scheinen von verstorbenen Dienstboten bedrängt zu werden. Offenbar sind unfassbar entsetzliche Dinge... DTV hat eine schöne Neuausgabe dieser verstörenden Geistergeschichte von Henry James herausgebracht. Eine junge Gouvernante soll in einem englischen Landhaus zwei jüngere, elternlose Kinder unterrichten. Diese Kinder sind nach "Missetaten" von ihrer Schule verwiesen worden. Sie scheinen von verstorbenen Dienstboten bedrängt zu werden. Offenbar sind unfassbar entsetzliche Dinge früher in diesem Landhaus passiert. Henry James läßt die "Schraube" seiner Erzählung sehr heftig "durchdrehen"! Und alles Grauen, alles Entsetzen findet im Kopf des Lesers statt. Wie werden SIE diese Geschichte interpretieren?