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Nullnummer

Roman

(6)
Mailand, 6. Juni 1992, nachts. Bei dem Journalisten Colonna ist eingebrochen worden. Die Diskette mit brisanten Informationen hat man nicht gefunden, Colonna sieht jetzt sein eigenes Leben bedroht. Auch er spielt ein Doppelspiel: Er soll eine Zeitung lancieren, die mit schmutzigen Gerüchten über die gute Gesellschaft arbeitet. Zugleich schreibt er als Ghostwriter ein Enthüllungsbuch über den programmierten Skandal. Umberto Eco entwickelt eine rasante Kriminalgeschichte zwischen Wirtschaft, Politik und Presse. Und einen ironischen, provozierenden Roman über das 21. Jahrhundert: Je absurder die Nachrichten, desto deutlicher erkennt man die Gesellschaft von heute.
Portrait
Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren und starb am 19. Februar 2016 in Mailand. Er zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart. Sein Werk erscheint im Hanser Verlag, zuletzt u.a. Die Geschichte der Hässlichkeit (2007), Der Friedhof in Prag (Roman, 2011), Die Geschichte der legendären Länder und Städte (2013), Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften (2014), Nullnummer (Roman, 2015) und Pape Satàn (Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen, 2017).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Erscheinungsdatum 26.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783446250017
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Übersetzer Burkhart Kroeber
Verkaufsrang 18.186
eBook
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
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Eine gesellschaftskritische Politsatire zum moralischen Niedergang der italienischen Gesellschaft in den frühen 90ern. Meisterhaft geschrieben! Eine gesellschaftskritische Politsatire zum moralischen Niedergang der italienischen Gesellschaft in den frühen 90ern. Meisterhaft geschrieben!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Diesen Roman sollte man gelesen haben. Satirisch und medienkritisch, aber gleichzeitig auch fesselnd. Diesen Roman sollte man gelesen haben. Satirisch und medienkritisch, aber gleichzeitig auch fesselnd.

„Die Machenschaften hinter der Information“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Eigentlich beschreibt dieses Buch einen Kriminalfall.
Es gibt auch einen Mord.
Doch der steht nicht im Mittelpunkt.
Auch nicht dessen Aufklärung, die eigentlich keinen wirklich interessiert.
Von Interesse sind die Wege, auf denen jegliche Aufklärung oder Klärung von Realitäten umgangen werden kann und wird.
Und wie die Presse und Medienwelt das Werkzeug dazu sind.
Umberto Eco beschreibt eine Gesellschaft, die in der Flut von Informationen, die ihr zur Verfügung gestellt wird, den Boden verloren hat.
Fakten schaffen Fiktionen, der Überfluss schafft das Vergessen und die Beliebigkeit verdrängt den Sinn und das Ziel.
Kontrolle ist längst niemandem mehr möglich.
Oder gibt es eine Chance für das Individuum auch in dieser Welt sein Glück zu finden?
Eigentlich beschreibt dieses Buch einen Kriminalfall.
Es gibt auch einen Mord.
Doch der steht nicht im Mittelpunkt.
Auch nicht dessen Aufklärung, die eigentlich keinen wirklich interessiert.
Von Interesse sind die Wege, auf denen jegliche Aufklärung oder Klärung von Realitäten umgangen werden kann und wird.
Und wie die Presse und Medienwelt das Werkzeug dazu sind.
Umberto Eco beschreibt eine Gesellschaft, die in der Flut von Informationen, die ihr zur Verfügung gestellt wird, den Boden verloren hat.
Fakten schaffen Fiktionen, der Überfluss schafft das Vergessen und die Beliebigkeit verdrängt den Sinn und das Ziel.
Kontrolle ist längst niemandem mehr möglich.
Oder gibt es eine Chance für das Individuum auch in dieser Welt sein Glück zu finden?

„Umberto einmal anders“

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Als eines Nachts bei einem Journalisten eingebrochen wird und die Täter nicht die brisanten Informationen gefunden haben, sieht sich besagter Journalist in Lebensgefahr.
Gekonnt entführt uns Umberto Eco in eine Welt voller Intrigen, skandalöser Politik und die manchmal nicht ganz ehrliche Pressearbeit.
Obwohl nicht ganz so gut wie das Foucaultsche Pendel, schafft es die Geschichte trotzdem den Leser schnell zu fesseln und zu begeistern.
Als eines Nachts bei einem Journalisten eingebrochen wird und die Täter nicht die brisanten Informationen gefunden haben, sieht sich besagter Journalist in Lebensgefahr.
Gekonnt entführt uns Umberto Eco in eine Welt voller Intrigen, skandalöser Politik und die manchmal nicht ganz ehrliche Pressearbeit.
Obwohl nicht ganz so gut wie das Foucaultsche Pendel, schafft es die Geschichte trotzdem den Leser schnell zu fesseln und zu begeistern.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Wahrheiten zu fiktiven Spekulationen
von Uli Geißler aus Fürth am 15.03.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Idee scheint gut: ein Zeitungsprojekt soll letztlich als Verhandlungsmasse für die eigene Karriere des eher fadenscheinigen Verlegers und Herausgebers Vimercate ? mit nur wenig Phantasie als Silvio Berluscconi zu identifizieren - dienen. Chefredakteur Simei soll Nullnummern mit Enthüllungen und Bloßstellungen über mehr oder weniger bedeutende Persönlichkeiten verfassen, welche... Die Idee scheint gut: ein Zeitungsprojekt soll letztlich als Verhandlungsmasse für die eigene Karriere des eher fadenscheinigen Verlegers und Herausgebers Vimercate ? mit nur wenig Phantasie als Silvio Berluscconi zu identifizieren - dienen. Chefredakteur Simei soll Nullnummern mit Enthüllungen und Bloßstellungen über mehr oder weniger bedeutende Persönlichkeiten verfassen, welche dann durch erpresste Unterlassungsforderungen den Zugang in die Welt der bedeutenden Medienmacher, vor allem aber in höchste politische Kreise ermöglichen sollen. Eine perfide Idee, welche durchaus einen gewissen Lesereiz ausstrahlt. So entwickelt der bislang nur mäßig erfolgreiche Journalist Colonna unterstützt von seinem Kollegen Braggadocio unter anderem eine wohl recherchiert scheinende Fiktion um die Ermordung des Benito Mussolini ? als ?Mythomane? bezeichnet ? und gleichzeitig arbeitet der ?Enthüllungsjournalist? an einem Buch, welches sich mit dem durch ihr eigenes Handeln versursachten Skandal beschäftigt. Eine eingestreute Nebenhandlung einer Liebesbeziehung zu seiner Kollegin Maia lässt die Figur des Colonna etwas menschlich glaubhaft erscheinen, doch so wirklich lebendig wird der Roman auch dadurch nicht. Viel zu viel Details, viel zu viel Gerede ohne mitnehmende Dynamik quälen geradezu trotz vieler offenbar gut recherchierter Fakten und belegbarer Wahrheiten aus der Nachkriegsgeschichte. Viele Bezüge büßen allerdings als Bestandteil der erfundenen Geschichte gleich wieder an historischer Qualität ein oder wirken wie erdachtes Beiwerk plötzlich haarsträubend. An sich ein Medienkritischer, auch ein geradezu satirischer Thriller, verwirkt die verfasste Vielschichtigkeit den Anspruch, ?Nullnummer? sei ein guter Roman. Es fehlt irgendwie der zündende Plot. Die kritische Darstellung eines korrupten Geschehens in der italienischen Gesellschaft gelingt nur bedingt. Es bleibt ein etwas durchwachsenes Gefühl für einen durchschnittlichen Roman.

Darf man sich nicht engehen lassen
von einer Kundin/einem Kunden aus Frutigen am 13.11.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch darf man sich nicht engehen lassen. Wer den Semiotiker kennt wird sicher wieder positiv überrascht sein. Ein Muss !