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Indien

Ein Länderporträt

Länderporträts

(1)
Die Vielfältigkeit Indiens ist fast schon ein Klischee. Ein Land der Widersprüche, das changiert zwischen Kastenwesen und Demokratie, zwischen Götterglaube und High-Tech, blanker Armut und neuer Wirtschaftskraft mit glitzernden Shopping-Malls. Bernard Imhasly lebt seit Jahrzehnten in Indien und kann wie kaum ein Zweiter vom Subkontinent erzählen, etwa, indem er von der indischen "Hochzeitsindustrie" mit einem Jahresumsatz von circa 40 Milliarden US-Dollar berichtet oder von der nicht zu unterschätzenden Rolle der indischen Mythologie in der aktuellen Politik.
Ein Länderporträt, das die großen Unterschiede Indiens berücksichtigt und alle gesellschaftlichen Bereiche behandelt.
Portrait
Jahrgang 1946, besuchte Indien zum ersten Mal vor 45 Jahren und lebt inzwischen seit 30 Jahren dort, zuerst als Schweizer Diplomat, dann als Südasien-Korrespondent der NZZ. Er schrieb auch für die taz und das Handelsblatt. Heute arbeitet er mit Sozialorganisationen. Imhasly studierte Linguistik und Ethnologie an der Universität Zürich. Als Diplomat diente er in Genf, London und Delhi. Bernard Imhasly ist verheiratet mit Rashna Gandhy; sie haben eine Tochter, Anisha, und leben in der Nähe von Mumbai.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783862843053
Verlag Ch. Links Verlag
Dateigröße 1694 KB
Verkaufsrang 34.332
eBook
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Eine unwahrscheinliche Fülle von Informationen
von peedee am 27.04.2017

Reihe Länderporträts, Indien: Farben, Lärm, riesige Grösse, Armut vs. Reichtum, Kastenwesen, Bollywood, heilige Kühe, Taj Mahal – das sind Stichworte, die mir als Erstes bei Indien einfallen. Das zeigt wiederum, dass ich eigentlich keine Ahnung von Indien habe. Der Autor, geb. 1946, lebt seit 30 Jahren in Indien, zuerst... Reihe Länderporträts, Indien: Farben, Lärm, riesige Grösse, Armut vs. Reichtum, Kastenwesen, Bollywood, heilige Kühe, Taj Mahal – das sind Stichworte, die mir als Erstes bei Indien einfallen. Das zeigt wiederum, dass ich eigentlich keine Ahnung von Indien habe. Der Autor, geb. 1946, lebt seit 30 Jahren in Indien, zuerst als Schweizer Diplomat, dann als Südasien-Korrespondent der NZZ; er ist mit einer Inderin verheiratet. Erster Eindruck: Ein zweigeteiltes Cover; oben sieht man ein chaotisches Strassenbild mit Autos, Elefanten, Rikschas und Männern, die mitten auf der Strasse stehen; unten nur den Buchtitel und Autorenname – gefällt mir. Der Autor schreibt irgendwo „Es ist mehr eine Einfühlung als eine Einführung“; das Gefühl habe ich auch. Er liefert eine unwahrscheinliche Fülle von Informationen über Land und Leute – ich war schier erschlagen. Am Ende des Buches hat es nebst Literaturverweisen auch noch ein Glossar und eine Landkarte. Hier ein paar meiner Gedanken, Highlights, Bemerkungen: - Grösse: Indien ist mit 3,2 Mio. km2 das siebtgrösste Land der Welt (Vergleich: Schweiz rund 41‘000 km2, Deutschland rund 357‘000 km2). - Sprache: Es gibt kein „Indisch“; es gibt die Amtssprache Hindi, die mit 350 Mio. Muttersprachlern am weitesten verbreitet ist. Doch den Titel Nationalsprache muss sie sich mit weiteren 21 Sprachen teilen. Zudem gibt es weitere 1‘579 Sprachen und über 5‘000 Dialekte! Hm, in der Schweiz haben wir vier Amtssprachen, süss, oder? - Es gibt nicht einfach „den“ Inder, nein – es ist eine für mich verwirrende Vielfalt: „Jede Inderin ist eine Tamil-Inderin, eine Rajasthani-Inderin, eine indische Assamesin, eine Südinderin. Die Bindestriche gehen noch weiter – es sind bengalische Assamesen muslimischen Glaubens oder einer bestimmten Kaste, südindische Marathen, die zudem Hindus sind, buddhistische Telugu-Inder oder Delhiwallahs aus einer Dalit-Unterkaste in Bihar […]“. Wow! - Kastenwesen: Es gibt nur sehr wenig Leute, die ausserhalb ihrer Kaste heiraten (unter 5 Prozent). Für mich war das Kastenwesen bisher immer nur negativ behaftet, aber der Autor erzählt von einer Studie, dass für die Befragten die Solidarität innerhalb der Kasten wichtiger ist, als es die Job- und Bildungsquoten des Staates sind. Verblüffend, oder? - Die meisten Auslandsinder leben in den USA (3,1 Mio. Inder); in Deutschland sind ca. 45‘000 Inder und in Indien ca. 3‘000 Deutsche ansässig. 150 Millionen indische Bauern produzieren gleich viel Nahrungsmittel wie sechs Millionen Amerikaner. Was ich von diesem Buch mitnehme? Es gibt sehr viele Einblicke in den Hinduismus und die Geschichte des Landes. Sehr interessante Erklärungen zu den Themen Hochzeitsindustrie (Jahresumsatz von ca. 40 Mia. US-Dollar!), Politik, Arbeitssituation (jedes Jahr gibt es 12 Mio. Arbeitsmarktneulinge), Armut, Schwarzgeld. Schon gewusst, welcher Sport der Nationalsport Indiens ist? Nein? Es ist Cricket – wieder etwas gelernt.