Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Der Plotter

Ein Freiburg-Krimi

(1)
Freiburg 2011. Am Tresen des Café Montparnass schwadroniert die Alt-Achtundsechziger-Riege über die Vergangenheit und träumt vom bewaffneten Kampf. Doch Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Dann stirbt plötzlich der Plotter. Der Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde vom Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich ganz neue Theorien. Nur müsste man dann mit einer Polizistin zusammenarbeiten, karrieregeil und voller Hass auf 68er. Die Polizei hätte die Geschichte gerne den Wagenburglern angehängt. Aber Juli, die Bullin, hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen Strudel aus "inkorrekter" Fremdenfeindlichkeit, islamistischem Fundamentalismus und Polizeiinteressen.
Doch die Vergangenheit holt irgendwann alle ein …
… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 230 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783941657946
Verlag Conte Verlag
Dateigröße 1461 KB
eBook
4,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
0
0
1
0
0

Kurzweilig, aber etwas überfrachtet
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 16.09.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Plotter hat seinen Spitznamen daher, dass er seit Jahren Romane entwirft, aber nie einen fertig zu Papier bringt. Er wird in seiner Wohnung tot aufgefunden: erschlagen vom eigenen Bücherregal. Für die Polizei ist bald klar: Unfall, doch der Wohnungsnachbar Martin ist skeptisch und ermittelt selbst. Da stoßt er... Der Plotter hat seinen Spitznamen daher, dass er seit Jahren Romane entwirft, aber nie einen fertig zu Papier bringt. Er wird in seiner Wohnung tot aufgefunden: erschlagen vom eigenen Bücherregal. Für die Polizei ist bald klar: Unfall, doch der Wohnungsnachbar Martin ist skeptisch und ermittelt selbst. Da stoßt er bald mit Kriminalbeamtin Juli Faller zusammen, diese wiederum wird von ihrem Chef drangsaliert. Martin will Plotters zerstörten Laptop reparieren lassen, um mögliche Hinweise zu erhalten. Da wird der PC-Reparaturladen abgefackelt. Das kann wohl kein Zufall sein. Im Laufe der verwickelten Handlung stimmt Juli Faller der Mordthese von Martin zu, doch ihr Chef will es den "Wagenburglern" zuschieben. Neben diesen "Wagenburglern" spielen noch viele (zu viele!) politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen eine Rolle: die 68-ern, die RAF, die Inkorrekten, islamistische Fundamentalisten, Fremdenfeindliche, rot-grüne Landesregierung, ... Einige Gruppe und Begriffe sind im Anhang erläutern: ich stieß eher zufällig darauf. Lange Zeit sind die Zusammenhänge unklar, zu vieles bleibt offen, so ob der Plotter umgebracht wurde. Doch der Autor bringt dann fast alle Fäden zusammen und es ergibt sich ein stimmiger Plot mit Fransen. Am Ende kommt es noch zu einem spannenden Showdown. Der Autor setzt konsequent auf den Wechsel der Erzählstimmen von Martin, einem 68-er, und Juli, der Kriminalerin. Das hat den Vorteil, dass man das Geschehen nahezu lückenlos aus den beiden Perspektiven mitbekommt. Allerdings ist das nicht ganz geglückt. Die Perspektiven wechseln zu häufig und oft ohne Grund und ohne zusätzlichem Erkenntnisgewinn. Der nahezu reine Dialog S. 182-183 könnte beispielsweise ebensogut unter "Martin" laufen. Die Rückblenden auf Jimmy (den die Leser schnell als Haupttäter ausmachen) sind in diesem Ausmass übertrieben. Dass Jimmy eine verkorkste Kindheit und Jugend hatte wird schon bald nach wenigen Episoden klar. Einige Einschübe ausgenommen ist Der Plotter ein kurzweiliger Krimi, der von Freiburg weniger das Lokalkolorit als die politische Atmosphäre mitbekommt. Viele gesellschaftliche Gruppierungen mischen mit, doch Gesellschaftskritik bleibt aufgrund der Romanstruktur weitgehend unterm Tisch. So wirkt die gut ausgedachte Krimihandlung damit aber überfrachtet.